No Illusions
Schaurig süße Luft - Blitze, die in ihrer Kraft erstarren. Die Welt, scheinbar beweglos und lebendig zugleich. Ich möchte wissen wie es draußen ist. Kalt? Ob die Vögel zwitschern oder ob das Leben schläft.
Ich möchte dort draußen stehen, mich drehen und drehen - Gedanken wegschleudern, einfach nichts mehr verstehen. Das möchte ich.
Fliegen, ganz hoch - schweben und heruntersehen, spüren, ob ich wirklich schwindelfrei bin. Die Augen schließen, ein Summen, ein Gedanke - schwerelos. Dann huscht es herum, weiß nicht wo es stehen bleiben soll, zögert kurz - dann lang - und bleibt einfach hängen - bei mir --- ein Lächeln.
Mit ihm kommt die Wärme, das Leben - mein Gefühl. Das Gefühl, das ich liebe. Ich halte es fest, auch wenn ich weiß, dass ich es nicht lange halten kann. Die Welt ist so groß, das All noch viel größer, vielleicht unendlich. Ein winziges Sandkorn in Billionen von seinesgleichen.
Hat der Wind es nur ein einziges Mal geschafft, es von einem Ende zum anderen zu tragen?
Und dann ist es plötzlich wieder da. Zuerst das Lächeln und mit ihm dieses Gefühl. Wie ein Schmetterling der frählich-flatternd mein Inneres erkundet. Er kitzelt mich mit seinen Beinchen - alles unabsichtlich und aus purer Neugier. Wenn ich ihn jetzt freilasse, so fällt es mir schwer. Wie gern würde ich es noch ein wenig länger behalten. Doch was bleibt, ist die Erinnerung.
Ein Gefühl - ein Nervenkitzel - eine Berührung. Auch wenn ich sie nicht sehe, spüre ich sie doch. Die Kraft jede einzelne Zelle meines Körpers zu erreichen, unter strom zu setzen - amazing.
Die Illusionen sind zerstört.
