Birch Tree

31.03.2008 um 16:54 Uhr

"There is always hope"

Musik: Hope And Memory (The Lord Of The Rings - The Return Of The King)

Vieles verstehe ich nicht, einiges werde ich wohl noch lernen.
Ungewöhnliche Ruhe und panische Verzweiflung wechseln sich ständig ab. Ich will das endlich in den Griff kriegen. Sonst geht es nie weiter.

Und alle Ärzte dieser Welt können sagen, was sie wollen. Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben, solange einer von uns lebt.

„This is a good sword, Haleth, son of Háma…
there is always hope.”

Raphael darf nicht sterben. Nicht jetzt.

28.03.2008 um 22:45 Uhr

Elena, Mira und ich

Musik: U2

Wir hatten einen schweren Start, die Mirakatze und ich.

Elena ist etwas jünger als ich, aber sie wurde in unserem Haus geboren und ich bin mit ihr aufgewachsen. An ein Leben ohne sie konnte ich mich nicht erinnern. Ich habe sie geliebt wie eine Schwester. Ja, sie war eine Katze. Aber für mich war sie wie eine kleine Schwester. Ich hatte Elena, und Elena hatte mich. Es war gut, so wie es war, und es hätte so bleiben können.

Eines Tages fand Frau Z. vier kleine Katzenjungen im Wald und rettete sie zu sich nach Hause. Ihre Tochter und meine Schwester, beste Freundinnen, haben sich viel mit den Kleinen beschäftigt, und es kam, wie es kommen musste: meine Schwester hat sich in die mit dem Captain-Jack-Sparrow-Bart verliebt. Sie wollte sie adoptieren.

Elena war eine gute Freundin, aber sehr schnell eifersüchtig und leicht beleidigt. Das wusste ich, und ich wollte keine zweite Katze bei uns im Haus. Aber meine Stimme zählte nicht. Die kleine Katze wurde Mira getauft und zog zu uns.

Elena reagierte so, wie ich es erwartet hatte. Sie fühlte sich hintergangen, ging uns allen aus dem Weg. War lieber unterwegs, kam zum Essen auf Besuch. Ich suchte ihre Nähe, aber sie entfernte sich von mir. Sie wusste nicht, dass ich sie noch genauso liebte wie früher, sie verstand die Welt nicht mehr.

An einem Freitag, ich war noch keine Viertelstunde von der Schule zu Hause, rief meine Mutter von der Arbeit aus an. Sie hatte Elena in der Früh neben der Hauptstraße gefunden. Meine kleine Schwester… war aus Eifersucht bis zur Hauptstraße gelaufen, in den Tod. Wegen Mira. Weil meine Schwester unbedingt diese Katze adoptieren wollte.

Die Zeit nach Elenas Tod war hart. Ich konnte nicht erwarten, verstanden zu werden. Elena war eine Katze, und ein solches Leben zählt für viele Menschen nicht. Ich will nicht darüber schreiben, welche Gedanken ich mir in der nächsten Zeit über das Leben und den Tod gemacht habe, das würde zu weit führen.

Mira war natürlich noch da, und sie konnte nichts dafür, für das, was passiert war. Sie war doch auch nur eine kleine Katze, die bei uns ein Zuhause finden wollte. Aber eine Freundschaft mit ihr war für mich nicht möglich. Zu tief war die Wunde, die Elena hinterlassen hatte.

Später, als ich über die Sache mit Elena einigermaßen hinweggekommen bin, hab ich immer wieder probiert, besser mit Mira auszukommen. Aber wirklich gute Freunde werden wir wohl nie. Ihre Ankunft und Elenas Tod hängen zu eng miteinander zusammen. Ich hab das noch immer nicht so ganz verkraftet.  Und ich weine immer noch beim Gedanken an meine "kleine Schwester".

28.03.2008 um 21:23 Uhr

Ein halbes Kilo Brot und ein freundliches Lächeln, bitte

Stimmung: geht so
Musik: Supertramp (Some Things Never Change)

Es gibt bei meinem Lieblingsbäcker in Wasserau diese Verkäuferin. Ich kenne sie nicht, aber ich glaub, sie weiß, wer ich bin. Sie kennt wahrscheinlich meinen Vater oder meinen Großvater. (Meinen Großvater kannte sie, meine ich…)

Ich bin das gewohnt, dass Leute meine Familie kennen. Was ich nicht gewohnt bin ist, dass mir einfach so ein Lächeln geschenkt wird. Aber genau das macht sie, sie lächelt mir zu. Konsequent, immer wenn ich komme. Ich weiß nicht, seit wann sie das macht. Vielleicht erst, seit mein Großvater gestorben ist. (Das weiß sie wahrscheinlich.)

Es ist so schön. Ich komme rein, und da steht sie und sieht mir in die Augen, und sie lächelt und sagt guten Tag. Und ihr müsstet ihre Augen dabei sehen. Und sie ist so freundlich zu mir. Das ist kein Verkaufstrick. Das ist ein "Dieser Mensch könnte ein Lächeln gut brauchen". Und das bedeutet mir sehr viel.

27.03.2008 um 22:29 Uhr

Was soll ich tun?

Stimmung: niedergeschlagen, ratlos
Musik: Lennon Legend

Ich will abends nicht schlafen gehen, weil ich das Gefühl habe, dass der Tag noch nicht vorbei ist. Weil er falsch war.

Ich weiß nicht, wie es weitergeht. Ich weiß nicht, was ich machen soll.

Gebt mir Zeit. Lasst mich den Herrn der Ringe wieder lesen. Lasst mir meine Träume. Verschafft mir Überblick. Und stoppt die Tränen, die bringen mich auch nicht weiter.

Ich spreche niemanden an. Weil es niemanden gibt, der das alles tun kann. Ich will jetzt nicht auch noch darüber nachdenken, ob es nun sowen wie Gott gibt oder nicht.

Wie geht es weiter, was soll ich tun? Schlafen gehen? Dann aber morgen gleich gar nicht mehr aufstehen. SVV ist keine Lösung. Alkohol hat mir noch nie geschmeckt. Und die Ybbsbrücke ist so weit weg. Das war jetzt nicht ernst. Schwarzer Humor. Ein sogenannter Abwehrmechanismus. Was soll ich jetzt tun?

 

„How could the world go back to the way it was when so much bad had happened?” (Samwise the Stout-hearted)

 

[Ich hab die Katze wieder gefunden. Hab ihr ein zweites Abendessen gegeben. (Wenigstens eine von uns sollte glücklich sein.)]

27.03.2008 um 21:50 Uhr

Wer bin ich?

Stimmung: verwirrt. zu nachdenklich. gestresst, nervös, gleichzeitig aber auch irgendwie ruhig (???)
Musik: Lugn Skit

Ich hab mich mal, im Februar wars, auch wenn es mir vorkommt als wäre es schon Jahre her, ganz simpel in zwei Seiten, eine lachende und eine denkende, eingeteilt.
Aber das stimmt nicht ganz, es ist viel schwieriger. So schwierig, dass ich mich im Moment selbst nicht ganz verstehe. Das ist ein sehr unangenehmes Gefühl.
Früher wusste ich, wer ich bin, oder zumindest hab ich nicht darüber nachgedacht. Aber es hat sich so viel verändert, nicht nur um mich herum, sondern hauptsächlich in meinem Kopf. Ich lese Dinge über mich, die ich gar nicht wusste, aber sie scheinen trotzdem zu stimmen. Ich habe mich in Gedanken mir selbst vorgestellt und hab bemerkt, dass ich ein sehr komplizierter Mensch bin.
Ich muss mich etwas mit mir selbst beschäftigen.
Ich glaub, ich weiß noch, was ich will. Ich weiß nur nicht mehr so genau, wer ich bin und was ich mache.

[Wo ist die Katze? (Hab ich nicht gesagt, dass ich auf sie aufpasse?)]


Nachtrag um drei vor elf:

Wenn ich mir so ansehe, was ich heute Abend denke, glaub ich doch nicht so ganz, dass das, was ich hier über mich herausgefunden zu haben geglaubt hatte, wirklich stimmt. Zumindest teilweise stimmt es nicht. Z.B. kann ich ich nicht glauben, dass ich stark bin. Im Gegenteil, ich komme mir sehr schwach vor. Ich bin ein kleiner Mensch in einer Welt, die zu groß für mich ist.

27.03.2008 um 18:49 Uhr

Wenn Ruhe einkehrt

Stimmung: zu nachdenklich
Musik: Klaviermusik von Max

Nacheinander fahren meine unglaublich lauten Familienmitglieder ab. Ich bleibe zurück, bin allein mit dem Katzentier. Ja, die Katze ist dageblieben, fährt lieber nicht in eine Großstadt. Ist auch besser so, ich pass ja gut auf sie auf. Was sie sich wohl denkt? Na toll, ausgerechnet die ist dageblieben. Ja, Katze, wir zwei kümmern uns um das Haus. Sei froh, dass ich da bin, immerhin kann ich Türen öffnen und komme ans Essen ran.

Ich bin froh über die Ruhe, die jetzt einkehrt. Gut, um über Richtig und Falsch nachzudenken, und über den großen Bereich dazwischen. Schade nur, dass ich ausgerechnet jetzt, wo ich allein bin, so wenig Zeit habe. Überfordert bin ich, wie meine Mitschüler, die auch vorhaben, nächstes Jahr in die Siebte zu kommen.

Ich will mich davon aber nicht aus der Ruhe bringen lassen. Es gibt so viele viel wichtigere Dinge als Schulnoten.

Manche Menschen versuchen immer, alles zu verstehen. Sie hinterfragen alles und können nichts akzeptieren. Dabei gibt es so viele Dinge, die sie nicht verstehen können. Alles hat Ursachen und alles hat Folgen, aber manches muss man so hinnehmen, wie es ist.

Fehler einzusehen ist nicht immer leicht, aber es ist enorm wichtig. Es ist nicht immer ganz klar, was richtig und was falsch ist, und ob überhaupt etwas richtig oder falsch ist. Jeder macht mal Fehler, und wenn man das eingesehen hat, kann man es besser machen, oder nicht. Aber man sollte zumindest versuchen, sein Bestes zu geben.

25.03.2008 um 22:04 Uhr

Ich werds besser machen

Ich hab in letzter Zeit einige Dinge falsch gemacht, denke ich.

In den nächsten Tagen werde ich versuchen, das wieder zu bessern.

Bis dann...

24.03.2008 um 18:30 Uhr

Dankeschön

Etwas mehr als 1000 Leute haben angeblich dieses Weblog besucht, wenn ich blogigo trauen kann. Mein Vorstellungsvermögen für Zahlen hört bei 250 auf, aber 1000 klingt nicht viel, Waidhofen hat ungefähr zehnmal so viele Einwohner. Bei der Gelegenheit will ich mich trotzdem für die Kommentare bedanken, die mir in letzter Zeit sehr geholfen haben, Gedachtes und Erlebtes zu verarbeiten. Und wenn ich schonmal dabei bin, bedanke ich mich auch gleich dafür, dass ich bei so vielen anderen Weblogs mitlesen darf. Ich selbst kommentiere relativ wenig, das dürft ihr nicht persönlich nehmen, ich bin einfach ziemlich schüchtern. Aber dafür lese ich umso mehr.

Liebe Grüße, Rochallor

24.03.2008 um 13:17 Uhr

So viel von der Welt gesehen

Musik: Meine Schwester spielt Klavier (Amélie-Soundtrack, wenn ich nicht irre)

Vor einigen Wochen hatte mein Vater SNAW-Dienst, und er musste mit einer alten Frau mit dem Sekundärnotarztwagen nach Linz fahren.
Und da haben sie sich unterhalten; über die Zwischenkriegszeit, die Kriegszeit, die Nachkriegszeit; über Dinge, die sie so erlebt hat.
Als mein Vater sie fragte, ob sie denn ein schönes Leben gehabt hätte, da antwortete sie: „Ja, ich habe so viel gesehen von dieser Welt.“
Wo sie denn überall im Ausland gewesen sei? „Im Ausland? Nein, im Ausland war ich nie!“

(Eine schöne Geschichte, finde ich.)

24.03.2008 um 09:08 Uhr

Stehen Vögel auf der Leitung?

Musik: Simon & Garfunkel

Ich hab mir darüber nie Gedanken gemacht.
Hab immer gesagt, Da sitzt ein Vogel.
Aber sie stehen eigentlich, oder?
Auf der Leitung, meine ich.

23.03.2008 um 20:35 Uhr

Neu

Musik: Meat Loaf

So viele neue Sachen an einem Wochenende…

Unter anderem:

  • Eine neue Musik – Meat Loaf, durch Zufall entdeckt
  • Ein neuer Haarschnitt – kürzer nämlich
  • Neue Schuhe – Converse; so lang hab ich mich erfolgreich dagegen gewehrt und jetzt hab ich doch welche
  • Eine neue Schultasche – nicht wirklich neu, sondern der alte Christophorus15-Rucksack von meinem Vater, aber ich verwende ihn jetzt für die Schule
  • Ein neuer Spitzname – auch nicht neu, meine Schwestern nennen mich schon lange so, aber es ist etwas anderes, wenn ich damit unterschreibe

Und noch sehr viel mehr. Das ist sicher nicht gesund, so viel neu auf einmal...

23.03.2008 um 11:12 Uhr

Ich bin schon zu alt dafür

Stimmung: heiter
Musik: Meat Loaf

Ich wurde nicht christlich erzogen, und an diesem „wichtigsten Fest der katholischen Kirche“ war für mich immer hauptsächlich das Eierfärben, Eiersuchen und Eierpecken interessant.

 

Aber heute ist für mich ein Tag wie gestern und morgen. Abgesehen davon, dass mein Vater Neonhuhn zum Mittagessen macht. Und dass mir meine Schwestern die Haare geschnitten haben ;-)

23.03.2008 um 09:59 Uhr

Schnipp, schnapp, schneid ihr die Haare ab...

Stimmung: verwirrt, heiter
Musik: Meat Loaf

Na, ich freu mich schon auf die Kommentare: Du hast dir die Haare geschnitten! - Nein, hab ich nicht. Das waren meine Schwestern. Und die finden das auch noch richtig toll: Du hast sooo schöne Haare! - Danke. Die hatte ich vorher doch auch...

22.03.2008 um 22:47 Uhr

Ein unheimlich komischer Haufen

Stimmung: heiter
Musik: Meat Loaf

Ich mag meine Familie. Wir sind ein unheimlich komischer Haufen.

Meiner Schwester ist es unheimlich, dass ich so unheimlich oft "unheimlich" sage.

20.03.2008 um 20:21 Uhr

Mein Name

Stimmung: traurig und nachdenklich
Musik: Schandmaul

Es wäre so ein schönes Gefühl, seinen Namen zu mögen. Und ich werde fast neidisch, wenn andere Leute sich vorstellen, mit ihrem Namen oder Spitznamen gerufen werden oder wo unterschreiben oder sonstwas. Dann denke ich mir, Warum kann ich nicht auch so heißen?

Ich weiß ja, dass ich mein Leben lang mit meinem Namen leben muss. Damit sollte ich mich abfinden. Aber das ist so schwierig… Und meine Eltern scheinen nie wirklich bemerkt zu haben, dass ich darunter leide. Verdammt, warum haben sie mich nicht Anna nennen können, oder Julia oder mir doch egal wie, Hauptsache so, dass es nicht weiter auffällt. Es gibt so viele schöne Namen…

Und immer wieder höre ich, Du musst das einfach ignorieren! Und das sagt ausgerechnet meine Schwester. Wenn ich so heißen würde wie sie, könnte ich das auch so sagen. Aber es ist nicht einfach, verdammt noch mal, es ist unheimlich schwierig! Werde du mal dein Leben lang wegen deinem Namen verspottet, dann weißt du vielleicht, dass das nicht so einfach ist.

Es tut weh, versteht ihr das nicht?

19.03.2008 um 21:01 Uhr

Zurück im Lebensalltag

Stimmung: durcheinander, schon wieder nachdenklich
Musik: Simon & Garfunkel

Es hat gut getan. Auch wenn es nicht ganz so schön war wie das letzte Mal. Weil nichts, aber auch wirklich fast gar nichts mehr, so schön ist wie früher.

Aber genau das ist es, was ich gebraucht habe – meinen Sorgen für ein paar Tage zu entkommen. Das hat dann auch recht gut funktioniert. Ich hab viel gelacht und die Freiheit abseits der Pisten genossen. Es geht mir gerade zu viel durch den Kopf, um meine Gefühle dabei zu beschreiben.

Bei der Heimfahrt dann, wie im Radio die Nachrichten waren, über den Tibet-Konflikt, über den fünften Jahrestag vom Irak-Krieg und über so manche andere Probleme auf dieser Welt… Da war ich dann endgültig wieder zurück in meinem eigentlichen Leben, und mir wurde wieder klar, dass sich nichts von alleine gelöst hat und die Zeit weitergelaufen ist, während ich auf Gedankenurlaub war.

15.03.2008 um 23:39 Uhr

Christophorus 15 fliegt fleißig

Christophorus 15 war heute sehr fleißig:

"Heute bereits 5 Einsätze in Haag, Gaming, Gaming, Lunz am See und Göstling an der Ybbs"

Macht weiter so, meine Helden.

15.03.2008 um 23:33 Uhr

Bis dann

Nicht, dass ich die Zeit nicht sinnvoller nützen könnte. Aber Schifahren ist auch sehr schön. Also bin ich dann mal bis Mittwoch Abend auf der Tauplitz.

Ich freue mich darauf. Lawinenstein, ich komme. Und ich werde die Pisten unsicher machen, soviel steht fest.

15.03.2008 um 19:27 Uhr

Grenze

Musik: Favoriten

Manchmal fragt man sich, wo die Grenze zwischen Freundschaft und Liebe ist.

Aber manchmal frage ich mich auch, wo die Grenze zwischen Abneigung und Hass ist.

15.03.2008 um 19:21 Uhr

Vorsicht vs. Nachsicht

Musik: Favoriten

„Vorsicht ist besser als Nachsicht“

Wie sehr ich diesen Spruch hasse. Es geht mir so unheimlich gegen den Strich. Ist haargenau das, wonach ich nicht lebe. Man muss wirklich nicht jeden Blödsinn machen, der einem einfällt. Aber Nachsicht war (und ist) für mich manchmal sehr wichtig. Ich kann und will nicht ständig vorsichtig sein. Und ich hab womöglich nur dieses eine Leben, das ich nicht verschlafen will.