Birch Tree

21.04.2009 um 23:36 Uhr

Funkloch.

Stimmung: so eben. wie soll man sagen.
Musik: "40" von U2 im Kopf.

Funkloch, kein Empfang. Vielleicht hat es was mit der Antenne, die muss dann gerichtet werden. Es gibt Fehler im System. Fehler, die sich langsam, kaum merklich eingeschlichen haben. Und möglicherweise auch Fehler, die man früher bemerken hätte können, auf die man reagieren hätte müssen. Aber weil sie nie richtig behoben wurden, wurde es zunehmend schlimmer. Rían hat schon oft gesagt, sie kann so nicht mehr weitermachen. Sie hat auch schon auf einige Arten versucht, die Fehler zu beheben oder Symtombekämpfung zu betreiben. Doch so richtig funktionierte es nicht. Es musste also so kommen. Mindestens. Jetzt hofft Rían, dass es nun endlich weit genug war. Dass sie endlich wieder die Kurve kriegt. Endlich... genau an dem Tag, an dem der Weltenball zusammenbrach.

Denn der Globus dreht sich bis auf Weiteres nicht mehr. Der Birkenbaum hier wächst bis auf Weiteres nicht mehr. Bis auf Weiteres versucht Rían nun, ihr Leben in den Griff zu kriegen. Denn Rían will ihr Ziel erreichen.

Besonderer Dank gilt allen,
die freundlichen Wind für das Segeldrachenschiff machen.

20.04.2009 um 22:40 Uhr

Periodizität...

Stimmung: müde und schlecht und überhaupst ziemlich fertig.
Musik: Queen mit und ohne Paul Rodgers

Es scheint sich wirklich zu wiederholen. Das Schlechte zumindest, das ist immer wieder irgendwie schonmal da gewesen. Das Schöne weniger, das ist jedesmal neu. Weil Pumuckl eben ein anderer ist als Aragorn, weil Aracadwor kein Matchbox-Auto ist, und Annemarie nicht Meister M. war. Aber im Prinzip ist das Schlechte gleich. Ist wahrscheinlich auch gut und richtig so, vielleicht sogar geplant, damit es einfacher wird, damit umzugehen. Was weiß ich, ich weiß gar nichts.

Epsilon 1 gleich Alpha minus Phi gleich Epsilon 2 gleich PhiStrich minus Alpha, daher PhiStrich gleich 2 Alpha minus Phi! Epsilon 2 gleich PhiStrich minus Alpha gleich Epsilon 1 gleich 360 minus Phi plus Alpha, daher PhiStrich gleich 2 Alpha minus Phi plus 360! => Wir müssen aufgrund der Periodizität nur den ersten Fall betrachten! Freude! (Test in Mathe Vertiefend! Weniger Freude!)

"Everyone needs a place they can hide,
hide away, find a space to be alone..."

(Queen plus Paul Rodgers, Small)

Ich will mal wieder nur schlafen. Kann auch ohne Traum sein. Augen zu und weg.

- Aber jetzt spielen sie mir Don't Stop Me Now, das zaubert doch gleich wieder ein Lächeln ins Gesicht. :)
Heute war Boston im Radio, mit More Than A Feeling. Sachen gibts...

Gute Nacht!

19.04.2009 um 23:46 Uhr

Nachts...

Stimmung: hm...
Musik: im kopfe Save Me von Queen

>>An den dunklen Abendhimmel
hängt der Halbmond seinen Bogen;
eine kleine weiße Wolke
kommt daran vorbeigezogen.
Müde denkt das bunte Tier:
„So ein Himmelbett wär fein ...“
Und schon legt es sich hinein,
reckt sich,
streckt sich,
und es deckt sich
mit der weichen Wolke zu,
macht auf angenehme Weise
schlafend eine lange Reise.
Wo wird es am Morgen sein?<<

(Aus dem Kleinen Ich Bin Ich von Mira Lobe)

 

 

Früher, als die Schilifte noch grün waren und ich nachts noch schlafen konnte. Geschichten waren Geschichten, und die Realität war real. Die Welt war in Ordnung, weil man einfach nicht drüber nachdachte. Das war schon auch eine schöne Zeit, damals.

 

„Dann wandte sie sich ab und verschwand in der Nacht.“...

(Aus dem Herrn der Ringe von J.R.R. Tolkien)

19.04.2009 um 21:09 Uhr

Auweh...

Auweh, jetzt bin ich krank. Irgendwas Grippales. Mal sehen, ob ich morgen in die Schule gehe. Wohl eher nicht, dabei würd ich fast sogar gern. Nicht etwa, weil ich unbedingt zum Physiktest will, weil Deutsch und Englisch so meine absoluten Lieblingsfächer sind, weil es in Ernährungslehre ohne mich langweilig wird oder dergleichen. Nein, deshalb sicher nicht. Aber morgen ziehen doch alle ihre neuen Pullovers an. Und ich wollte ihnen meinen Hut zeigen, meinen schönen neuen eigenen Hut. Nicht, dass mir die Schule abgeht. Selbst jetzt, nach genau einem Monat. (Zwei Wochen Amerika, eineinhalb Wochen Osterferien, eine halbe Woche Psychologiepraktikum.) Nein, wirklich nicht, das nicht. Ich bin froh, wenn das endlich alles vorbei ist.

 

Wenn ich „Auweh“ sage, unter anderem vielleicht eigentlich deshalb dieser Eintrag, dann denke ich noch immer manchmal an meinen lieben Großvater, wie er „Auweh“ sagt. Das war das Schöne am heutigen Tag.

 

Und, auweh, ich mag meinen Namen wirklich nicht, so ganz und gar nicht. Und jetzt sehe ich ihn erst recht wieder schwarz auf weiß. Meinen AmerikanerInnen zuliebe, oder was weiß ich...

 

Und ich mache mir vermehrt wieder Sorgen. Um die Politik, um die Wirtschaft, um die Welt...

 

Und, protestieren unsere LehrerInnen jetzt dann endlich mal? Das ist doch ein Scherz, dieses ewige hin-und-her-neu-Verhandeln. Ich will schulfrei. Basta. Aus.

16.04.2009 um 21:31 Uhr

Frühlingsfotos...

Stimmung: zunehmend unruhig
Musik: Queen

Seitdem ich beizeiten meine Kamera verloren glaubte, bin ich umso fröher, sie doch noch zu haben. Das passt so richtig schön in den Frühling, denn die Birke grünt, der Kirschbaum weißt, und man kann endlich wieder barfuß gehen...

 

Die Birke, heute mal nicht weiß, sondern grau.

 

Besonders schön ist es, wenn es abends überall schattig wird und die Birke noch hell in der Sonne leuchtet.

 

Vor dem Fenster bald wieder Blätter.
Die anderen Birken in der Umgebung sind schon grün.

 

Der große alte Kirschbaum. Die schiefen Fotos sind meistens meine.

 

Zwetschke oder sowas. Blüht jedenfalls auch schon.

 

Barfuß. So, wie es sein soll. :-))
(Und in der Folge solls auch dreckig sein.)

 

Ein Foto vom letzten Jahr, im Mai. Auf meinem Fenster klebt ein Christophorus-Hubschrauber, der wirft einen Schatten am Vorhang.

 

Vorige Woche am Weg zu meinem neuen Wohlfühl-Ort.

 

Ein interessant gefärbtes Osterei.
„Das Osterei des Todes!“ meint NichtLustig-Fan Max.

 

 

Und jetzt geb ich Ruhe und bereite mich auf morgen vor. Ein letzter Tag Psychologiepraktikum. Was zu schreiben wäre, ist noch immer nicht geschrieben...

 

Und - das hier ist ein Nachtrag - da fällt mir ein, danke sternenschein, für diesen Eintrag. So bin ich nämlich zu ImageShack gekommen, und das funktioniert gut.

16.04.2009 um 19:50 Uhr

Hab Hut!

Stimmung: gar nicht so schlecht mehr.
Musik: erst Deep Purple, dann Queen.

Seit gestern hab ich einen Hut. Und das kam so:

 

Neulich in Amerika, da lachte ich mir diese Hüte an. Diese absolut-Americanischen Cowboy-coolen Stohhüte, die keiner wirklich trägt. Aber sowas kostet Geld, und das Ausgeben von Geld für Dinge, die man nicht braucht, ist nicht jederfraus Sache. So blieb ich unbefriedigt zurück.

 

Dann wurde es Zeit, nach Hause zu fahren, und während der Reise trug ich diesen Hut:

     

Doch der gehört nicht mir, sondern „Sandyman“. Sie bekam ihn von ihrer Gastfamilie geschenkt und war sehr froh, ihn am Flughafen nicht tragen und bei der Gepäckkontrolle nicht abgeben zu müssen.

 

Die folgenden Tage konnte man von mir vor allem eines hören:
„Ich will einen Hut!“
Und gestern fand ich ihn, beim Hutmacher in der Fußgängerzone meiner Heimatstadt. Meinen Hut. Meinen eigenen privaten wenn auch nicht so ganz amerikanischen Strohhut.

         

Und am Montag sehen ihn meine Kolleginnen. Und ich freu mich. :-)

14.04.2009 um 10:37 Uhr

Realität...

...sie holt mich immer wieder ein...

"Wer bei Tage träumt, ist in Gefahr, des Nachts schlaflos zu liegen und mit trübem Sinn, mit müdem Hirn und mit erschlaffenden Gliedern des Morgens von dem Lager aufzustehen. Der Tag ward uns gegeben, um zu wachen, um unsere Augen offen zu erhalten und zu streben, daß keine Stunde ungenützt verrinne. Vergangene Zeit gehört den Toten an, die Narrheit hoffet auf der Zukunft Heil; der Weise hält sich an die Gegenwart, die ewig junge, und nimmt diese wahr."
- Georg Moritz Ebers

 


 

13.04.2009 um 21:19 Uhr

"20"

Stimmung: nicht mehr so toll
Musik: Simon & Garfunkel

Man findet gelegentlich Stöckchen und beobachtet, wie sie durch die Blogigo-Gemeinde ziehen und eine zeitlang immer wieder ausgefüllt werden. Manchmal nehme ich mir eines mit und hebe es mir fürs spätere Ausfüllen auf...

1. Würden Sie sich selbst heiraten?
Geht ja gar nicht, ich darf in Österreich nur Männer heiraten. Abgesehen davon bin ich weder in mich verliebt noch reich, also warum sollte ich?

2. Was richtet mehr Schaden an: schonungslose Aufrichtigkeit oder Unehrlichkeit?
Was ist Schaden, woran misst man das Ausmaß von Schaden? Ich brauche einen Zusammenhang, um diese Frage für mich beantworten zu können.

3. Welchen Ersatz haben Sie für den Verlust ihrer Schönheit?
Welche Schönheit? Ich bin von oben bis unten ein einziger großer Ersatz für jegliche Schönheit ;-) Ich hab einen Haufen innere Werte, sehe lustig aus und verhalte mich komisch, kann lesen, schreiben und Auto fahren und bin im Besitz eines Modellhubschraubers. Was will man mehr?

4. Was tun Sie als erstes in einer fremden Stadt?
Die Luft riechen und die Atmosphäre wahrnehmen.

5. Sie müssen wählen: Ihr Heimatland für immer zu verlassen- oder es nie wieder verlassen zu können. Was tun Sie?
Ich würde auf jeden Fall auswandern wollen. Mittlerweile, glaube ich, würde ich es sogar wagen, diese Entscheidung zu treffen. Auch wenn ich oft irgendwie Heimweh haben würde.

6. Was denken Sie: haben Sie den schönsten Tag ihres Lebens bereits hinter oder noch vor sich?
Vor mir, glaube ich. Hoffe ich.

7. Sie könnten eine Million für sich bekommen oder zehn Millionen für einen guten Zweck spenden.
Davon abgesehen, dass ich mich frage, was denn ein guter Zweck ist, würde ich spenden. Selbst wenn es nur eine Million wäre, würde ich das tun, denn ich bin quasi unfähig, mir selbst etwas Teures zu kaufen, und mit Wertanlage kenn ich mich nicht aus.

8. Welcher Tag der Woche ist Ihnen der liebste?
Freitag, würde ich sagen. (Obwohl Elena an einem Freitag gestorben ist.)

9. Was finden Sie an sich banal?
Ich hab zwar noch nie über die Bedeutung dieses Wortes nachgedacht, aber ich glaube, mein Weltrettungswunsch, und alles was dazugehört, ist schon ziemlich banal.

10. Wonach riecht Ihre Kindheit?
In Gedanken ist der Erdbeer-Lippenbalsam momentan der stärkste von allen Kindheitserinnerungsgerüchen.

11. Welches Lied würden Sie Ihrem liebsten Menschen vorsingen?
Ich hab zurzeit keinen liebsten Menschen. Einer ganz bestimmten Frau würde ich bei Gelegenheit Hey Jude von den Beatles vorsingen, aber nicht das ganze Lied, sondern nur ein paar wenige Zeilen. Auf jene Gelegenheit warte ich noch, und darauf, dass ich es dann auch wage...

 

12. Wofür würden Sie in zehn Jahren gern mehr Zeit haben?
Zum Leben meines Lebens in dieser Welt... Ohne Geschichten, ohne Leere, ohne Kampf im Kopf, einfach nur mein Leben.

13. Lachen Sie auch, wenn Sie allein sind?
Oh, ja, immer wieder. Und besonders dieses echte Lachen von tief drinnen, nicht dieses oberflächliche Lachen über irgendeinen Witz oder so.

14. Haben Sie in ihrem Leben genug Liebe bekommen?
Ich weiß nicht. Ich glaub, ich brauche offensichtlichere Liebe, von der ich weiß, die ich bewusst spüren kann. Danach sehne ich mich. (Meine Eltern zum Beispiel haben mir nie gesagt, Wir lieben dich, wir sind froh über dich, es ist gut dass es dich gibt. Ich war einfach da, und sie waren auch da...)

15. Wie sehen Sie sich auf alten Fotografien?
Das kommt auf die Fotografie drauf an. Ich bin die kleine blonde, die meistens komisch schaut. Manchmal mag ich mich, und manchmal eben nicht.

16. Würde Ihre Partnerschaft es überstehen, wenn einer von Ihnen für ein Jahr am anderen Ende der Welt leben würde?
Es muss zwar nicht am anderen Ende der Welt sein, aber jeglicher Partnerschaft mit mir würde wahrscheinlich räumliches getrennt Sein ziemlich gut tun. Zumindest könnte ich es mir sehr schwierig vorstellen, rund um die Uhr mit mir zusammen leben zu müssen.

17. Ist Erfolg eine Illusion?
Nicht unbedingt.

18. Haben Sie heute schon etwas geteilt?
Dieses Haus in dem ich lebe teile ich mit meinen Eltern, Freude hab ich heute mit meiner Schwester geteilt, und als ich ein Schokolade-Ei aß, teilte ich die volle Hälfte von der hohlen.

19. Was wünschen Sie sich für ihr Leben?
Wenn es zu Ende geht, will ich sicher, stolz und zufrieden sein. (Ich würde auch gerne heldinnenhaft stehend jung für eine Sache sterben.)

20. Macht es die Tatsache, dass Sie etwas vorher noch nie getan haben, reizvoller oder weniger reizvoll, sich darauf einzulassen?
Eigentlich hab ich Angst vor neuen Dingen – also eher nicht so reizvoll.

 

Es gibt noch viel, sehr viel zu schreiben...

10.04.2009 um 23:32 Uhr

Strawberry Fields Forever...

Stimmung: verliebt, aber glücklich und ziemlich gut drauf (weil ich es so beschlossen habe)
Musik: Queen - Crazy Little Thing Called Love

Was das Fazit der Reise sei.
- Ich bin furchtbar verliebt.
In jemanden in Amerika?

- Nein, nein, in sie, natürlich.
Und sie hat wahrscheinlich keine Ahnung davon?
- Oh nein, hat sie nicht.
Und was macht das so mit Ihnen? ... Beschreiben Sie diese Liebe; es könne auch ein Bild sein. Mit Bildern hab ichs nicht so. Schlussendlich wurde es doch eines. Ich habs mehr mit Bildern als ich früher dachte. So ging es gestern darum, um Nähe und die Liebe zu ihr. Und darum, wer ich bin. Wer ich sein möchte. Für wen mich die anderen halten. Wer ich für sie bin.

Sie sind Rían.
- Aber das wissen die ja nicht!
Eben, genau, es kennt Sie fast niemand...
Was will ich, was kann ich ändern, wie, zu welchem Zweck? Es ist so schwierig, ich weiß nicht, wie ich anfangen soll. Worauf wird es hinauslaufen – und wann ist dieses Gefühl vorbei? (Ich will doch gar nichts von ihr.) Nächstes Mal will ich zum Kern der Sache kommen. Lang genug schon hinausgezögert; schaffe es nicht, alleine damit aufzuhören. Und dabei könnte mein Leben so schön sein!

 

Seit dem ersten Mal mit Aracadwor war ich jeden Tag schießen. Aracadwor, so heißt mein Bogen. Ein Reiterbogen ist es, meine Eltern haben ihn mir letztes Weihnachten geschenkt. Auch drei Pfeile, doch die haben keinen Namen. Ihr könnt sie Gabriel, Michael und Glorfindel nennen, wenn ihr wollt. Es geht übrigens nicht ums Treffen. Es geht um das Gefühl, um das Geräusch beim Spannen. Dann zielt man liebevoll, egal wohin; man lässt los, der Pfeil fliegt, und Zack – steckt er irgendwo am Rande der Scheibe. Auch wenn es nur selten das Gelbe vom Ei ist.
Ich liebe meinen Bogen!

 

Man muss auch nicht jeden Tag schießen; heute zum Beispiel wurden die Finger meiner rechten Hand geschont. Stattdessen wurde die Linke gequält, Rían übt sich nämlich endlich auf der Gitarre. Faszinierend, was man mit sechs kurzen Saiten alles anstellen kann – ein Kla4 hat achtundachtzig! In Wirklichkeit steckt aber gar nicht so viel dahinter. Ich kann schon Crazy Little Thing Called Love – quasi...
Ich liebe (E-)Gitarren!

 

Und ich liebe den Max, so wie einen großen Bruder vielleicht, oder irgendwie eben. Als Max, der fragt, wie es mir geht. Und bei dem ich heute den Eindruck hatte, er hätte gerne, dass ich ihm sage, worüber ich mir Sorgen mache. Heute aber, heute will ich nur glücklich sein. Heute sind Beautys Probleme ganz fern, heute grünen die Apfelbäume, alles was zählt sind die Erdbeerfelder. Heute denke ich nicht an morgen!

 

Und ich liebe meine große Mil, die so oft für mich da war, die mir so viel gegeben, mich so viel gelehrt hat. Die sagt, ich bin so kompliziert, aber trotzdem ist sie froh, dass ich ungefähr so bin, wie ich eben bin. Meine liebe große Schwester, für die ich 50 Cent finde, damit wir uns das erste richtige Eis im Jahr leisten. „Mil“, ich liebe dich; ich bin sicher, du wirst das lesen. „Strohbeeren Felds Fürimmer!“ Bussi!

Und gute Nacht...

 

[Gerade fallen mir wieder Sorgen ein. Es wird Zeit, dass wir schlafen gehen. Morgen ist auch noch ein Tag, jawoll! "Mona Lisa just keeps on smiling, it's a miracle..."] 

 

06.04.2009 um 04:33 Uhr

ARACADWOR, das erste Mal

Stimmung: gut. zuversichtlich. sehnsüchtig.
Musik: Radio

Ich öffne die Augen; meine Uhr zeigt 1:30, so spät ist es in Nevada. Mein Wecker zeigt 9:30, so spät wäre es ohne Sommerzeit. 10:30 muss es also sein. Aufgeweckt hat mich die Türglocke. Wir haben ja gar keine Klingel, wer rein will muss schon klopfen. Wenn bei mir die Glocke läutet, dann ist eine Kurzmitteilung eingetroffen.
Ich begebe mich also zu meinem Rucksack, mit dem "Reno Envy"-Schild drauf, der auch noch meinen Reisepass, die Boarding Cards und den iPod beinhaltet. Herr Max ist es, der mir den Morgen erhellt. "Bogenschießen am nachmittag?" - "Gern!" - "Meld Mich Noch" - "Ok. Schlaf noch." So einfach ist es in der modernen Welt. Ich stehe dann doch auf und erfreue mich des Frühlings.
So um halb drei ruft wirklich Herr Max an, er käme und hole mich ab. Nach der ersten Fahrt mit dem neuen Auto verursacht er gleich einen Parkschaden. Ich weiß jetzt, wie man einen Unfallbericht schreibt, ist gut und nützlich, denn bald parke ich selbst.
Und dann stehe ich nach einem langen Winter endlich wieder vor der Scheibe. Mit dem Köcher meiner Schwester am Gürtel lege ich meinen eigenen Pfeil an meine eigene Sehne und spanne meinen eigenen Bogen. Wir müssen einander erst kennen lernen, doch ich habe ein gutes Gefühl. Max und ich schießen abwechselnd, wir helfen einander, wir reden miteinander. Es tut so gut, es ist so angenehm. Ich bin ich und das ist schön.
Die Zeit vergeht schnell, er bringt mich nach Hause. Wir haben einander lieb. Er fährt zu sich heim, ich bin allein, und ich bin froh darüber. Ich brauche die Ruhe, denn ich habe vor, den nächsten Tag länger zu gestalten...
 
Und jetzt schlafe ich noch immer nicht, denn in Reno ist es halb acht. Vielleicht werde ich also noch eine E-Mail über den Atlantik schicken. "Keep in touch", so war es ausgemacht und ich nehme es wörtlich. Schon auch schön, wieder daheim zu sein. Doch ich vermisse Nevada.