Birch Tree

30.05.2009 um 12:42 Uhr

„Manchmal ist Alleinsein ein Vorteil“

Es tut ein bisschen weh zu sagen, dass ich mich in meiner Entwicklung von meiner eigenen Familie gestört fühle.
Ich mag meine Familie meistens, sie sind alle wirklich ganz okay, ich liebe sowohl meine Eltern als auch meine beiden älteren Schwestern. Sie waren für mich da, haben mich unterstützt, ohne sie „warad i echt aufgschmissn“ würde man bei uns wohl sagen.
Aber momentan glaube ich eben, dass es in einer anderen Wohn- situation besser laufen würde. Ich glaube, dass mich meine Familie hindert. Dass die Therapie ohne meine Familie besser greifen würde. Dass ich meinen Drachen besser unter Kontrolle hätte. Dass ich die Knoten in der Schnur besser lösen könnte.
Wenn ich nur eine zeitlang alleine leben würde, dann könnte ich mich besser auf dieses Leben konzentrieren. Ich wäre ein wenig freier. Ungestört würde ich gewisse Dinge besser in den Griff kriegen. Das wäre gut für mich.

 

Es ging mir ganz und gar nicht gut. Man sah es mir an. Es soll wieder besser werden. Ob nun mit oder ohne Familie. Ich pack das schon.

Und mein linker Unterarm sah so aus:

Aber keine Sorge, das ist nur rote Farbe.
Ehrlich, so ist es nuneinmal. Ich darf ja nicht.

27.05.2009 um 17:47 Uhr

Gedanken über gut und richtig und nichtig und so...

Musik: Dio

Außnahmsweise hab ich das Gefühl, das Richtige getan zu haben. Es fühlt sich richtig an, weil es gut ist, dass ich dort war. Das mit dem Schiff war eine gute Idee, und ich bin froh, sie so schön ausgeführt zu haben.

Wenn ich einmal etwas getan habe, dann kann das niemand mehr ungeschehen machen. Man kann ein gegrabenes Loch wohl wieder mit Erde füllen, doch an der Tatsache, dass ich es gegraben habe, kann niemand etwas ändern. Dieser Gedanke ist bedrohlich, angesichts all der Fehler, die man im Leben begehen kann. Und doch gilt das auch für jene Dinge, die ich richtig gemacht habe. Sie sind Teil meiner Geschichte, und niemand kann sie mir nehmen.

Zu all dem kommt nun aber ein weiterer Gedanke: Schön, wenn man es schafft. Gut, wenn man es richtig macht. Toll, wenn alles klappt. Wenn aber alles schief läuft - dann schafft man es eben nicht! Und, und dann, was dann? Wenn die Welt zusammenbricht - dann ist sie eben kaputt! Schön, wenn sie es nicht ist, schön, wenn alles funktioniert. Ich könnte aber auch scheitern. Dann bin ich eine weitere tragische Figur der Weltgeschichte. Auch solche muss es wohl geben.

Absolut betrachtet ist alles relativ... egal!

(Ich werde phlegmatisch. Klingt gesund.)

24.05.2009 um 15:49 Uhr

Breakdown.

Stimmung: Anflug von Verzweiflung, wieder mal.
Musik: Keine. Ich höre zu, wie die Welt zusammenbricht.

Erneut frage ich mich,
wie oft die Welt über mir
zusammenbrechen kann
...
ohne dass ich mitzusammenbreche.
Und niemand sieht es mir an. Ist wohl auch besser so.

„We are the Champions, my friends,
and we’ll keep on fighting till the end.”
Wenn ichs nur glauben könnte...

Aber mein Opa, der war schon ein toller Mensch :-)
Ich hatte ihn sehr lieb, meinen Opa...

17.05.2009 um 11:50 Uhr

Alles falsch!

Stimmung: s.u.
Musik: shuffle

(Eigtl. 11:49 Uhr)

Ich bin gerade sehr unglücklich und versuche, das Richtige zu tun,
aber irgendwie schaff ich es jedes Mal wieder nicht,
es ist immer wieder falsch.

Und ich gebe mir wirklich Mühe, mein Leben in den Griff zu kriegen,
aber ich weiß nicht wie, und ich weiß nicht, warum
.

(Und ich würde so gern, aber ich darf ja nicht,
ich bin an ein Versprechen gebunden, und helfen würde es auch nicht.)

14.05.2009 um 20:27 Uhr

Wenn sein Herz nicht mehr schlägt, dann kann es ihm zumindest auch nicht weh tun.

Stimmung: leer
Musik: U2 - With Or Without You

Raphael hat seinen Kampf verloren.
Sein kleines schwaches Herz hat aufgehört zu schlagen. Wahrscheinlich wollte er nicht mehr. Fand, es reicht dann langsam mit den Schmerzen. Wer hätte nicht schon lange aufgegeben? Er hat zwei Jahre lang so tapfer gekämpft. Nun lässt er den Tränenvorhang zurück und segelt fort zum weißen Strand... Ich glaube, es ist gut für ihn. Kinder werden doch nicht zum Kämpfen geboren. Sie leben, damit man ihnen Geschichten erzählt, damit sie über Frühlingswiesen laufen und einen Wasserfall plätschern hören. Ich frage nicht mehr nach dem Warum. Raphael ist tot. Und ich sage, Lasst ihn in euren Herzen leben. Atmet für ihn, lacht für ihn, tröstet für ihn, liebt für ihn. Vergesst nicht den kleinen Jungen, für den ihr einst gebetet oder gehofft habt. Danke an alle, die für ihn da waren.

 

 

 

11.05.2009 um 21:51 Uhr

Raum in der Stille

Stimmung: Gedankenüberschuss. Verwirrt, unsicher, nichtwissend. Verärgert über blogigo. uvm.
Musik: Kann mich nicht entscheiden. (zwischen Rainbow, Green Day, Queen, Meat Loaf, Pearl Jam und Arcade Fire)

(Eigentliche Uhrzeit 21:51 MESZ. Vielleicht steht der neue Server wirklich auf den Azoren?)

So viel zu sagen, und doch wird geschwiegen.
Wenn ich nur wüsste. Aber ich weiß ja nicht.

 

Der Denker, irgendwo in San Francisco, April 2009

 

Ich!
Liebe!
Sie!
Anders kann ich mir diese Gefühle einfach nicht erklären.

Das zumindest bleibt mir zu sagen...
(Aber eigentlich weiß ich auch nicht, was ich dazu sagen soll.)