„Manchmal ist Alleinsein ein Vorteil“
Es tut ein bisschen weh
zu sagen, dass ich mich in meiner Entwicklung von meiner eigenen Familie gestört
fühle.
Ich mag meine Familie
meistens, sie sind alle wirklich ganz okay, ich liebe sowohl meine Eltern als
auch meine beiden älteren Schwestern. Sie waren für mich da, haben mich
unterstützt, ohne sie „warad i echt aufgschmissn“ würde man bei uns wohl sagen.
Aber momentan glaube ich
eben, dass es in einer anderen Wohn- situation besser laufen würde. Ich glaube,
dass mich meine Familie hindert. Dass die Therapie ohne meine Familie besser
greifen würde. Dass ich meinen Drachen besser unter Kontrolle hätte. Dass ich
die Knoten in der Schnur besser lösen könnte.
Wenn ich nur eine
zeitlang alleine leben würde, dann könnte ich mich besser auf dieses Leben
konzentrieren. Ich wäre ein wenig freier. Ungestört würde ich gewisse Dinge besser
in den Griff kriegen. Das wäre gut für mich.
Es ging mir ganz und gar nicht gut. Man sah es mir an. Es soll wieder besser werden. Ob nun mit oder ohne Familie. Ich pack das schon.
Und mein linker Unterarm sah so aus:
Aber keine Sorge, das ist
nur rote Farbe.
Ehrlich, so ist es
nuneinmal. Ich darf ja nicht.

