Stimmung: hab ich hier schonmal erwähnt, dass ich müde bin?
Mittwoch Nacht fällt weg, denn als
ich mich in unserem internetbasierten Dienstplan eintrug, kam eine Fehlermeldung,
die Ortsstelle K ist für mich (noch) nicht zugelassen – oder ich nicht für sie,
ich weiß nicht mehr genau. Mein Ausbildungsleiter hatte mir anderes gesagt, da
muss ich mal ein Wort mit ihm reden, aber er hat gerade eine Woche sehr
wohlverdienten Urlaub. Macht nichts, Mittwoch wär eh nur schwer gegangen. Ich
kenne die Dienststelle K auch gar nicht; besser, wenn ich sie mir bei einem
Tagdienst mal in aller Ruhe ansehe (z.B. bei einem Dialyse-Samstag mit A und
F). Vielleicht lerne ich ja am Mittwoch Geschichte, wo wir freitags einen
lästigen Test haben. (und wenn ich mich recht erinnere, sah schon mein letzter
Test in diesem Fach nicht ganz so edel aus...) Dann kann ich am Donnerstag nach
Schule und Kla4 mit dem Zug nach A fahren und das dortige Hallenbad erkunden. Darauf
freu ich mich schon, ich hoffe nur sehr, dass es erfolgreich wird. Denn wenn
ich nicht bald etwas für meinen Körper mache, geht es mir nicht gut. (Und wenn
es mir nicht gut geht, kann ich nicht helfen, und helfen will ich, sonst hätte
ich nicht hundert Wochenendstunden für einen Sani-Kurs beim Roten Kreuz
geopfert.) Seit dem Sommer war ich kein einziges Mal schwimmen, und sonst auch
war nicht viel drin. Das nächste Hallenbad ist eine halbe Stunde von hier, aber
wenn ich den Zug nehme, kann ich ja die Reise auch nutzen. Vielleicht geht sich
Freitagnachmittag oder Samstag auch noch eine Reitstunde aus. Am Sonntag hab
ich jedenfalls Dienst, und wenn es ruhig ist und keiner zum Üben da ist (was an
einem Sonntag durchaus sein könnte), dann sollte ich dringend an meinem „Reading Diary“ für Englisch arbeiten. Für den
Biotest am Dienstag wär ich gern halbwegs vorbereitet, und dann, so glaube ich,
wars das für dieses Jahr. Dann wird erstmal geweihnachtet. Ich hab mich schon
seit Wochen, Monaten, so sehr auf Weihnachten gefreut. Jetzt ist die Zeit so
schnell vergangen, ich bin gar nicht vorbereitet. Finde es ja übertrieben, dass
wir noch am 23. Dezember Schulbetrieb haben. So kommt man echt zu gar nichts.
Und dann Schiurlaub, und dann wieder jede Menge Arbeit. Wann soll ich mir denn
meine Zukunft organisieren, wenn ich in der Gegenwart schon nicht mitkomme?
Immer das gleiche. Und die Deutschschularbeit heute war ja auch nicht unbedingt
aufbauend. Aber das heißt ja nicht, dass es mir schlecht geht. Es geht mal
besser und mal schlechter.
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Das hier ist für den Wolf: ES
GEHT MIR GUT.
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Denn ich lebe, ohja, und wie! Auch
wenn ich momentan hier fast nur über die Schule und die Rettung schreibe –
dahinter steckt so viel mehr. Ich hab mich unter Kontrolle. In einem Ausmaß,
das vor einem Jahr unvorstellbar gewesen wäre. Vor einem Jahr begann ich meine
Therapie. Ich bin stark, ich machte Fortschritte, ich ließ mir helfen, ich
lernte und akzeptierte und was weiß ich, was noch alles. Ich hab so viel
geschafft. Natürlich bin ich auch geschafft. Aber übermorgen geh ich ja
schwimmen :-)
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Und Branwen... (tiefes Atmen...) Wer
hat gesagt, dass meine Liebe nichts mit Branwen zu tun hat? Schon gestern wurde
mir wieder das Gegenteil bewiesen. Und heute Nachmittag, also, ich kann es ja
hier nicht beschreiben, Branwen, meine Liebe, wenn du wüsstest, warum machst du
das, ich liebe dich! Oje - achja, und natürlich gelten weiterhin die letzten zwei
Verszeilen von „You’re Beautiful“.
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Oje, gute Nacht!
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(Ja, schlaf gut, meine Schöne...)