Birch Tree

21.12.2009 um 23:32 Uhr

beautiful day :-)

Stimmung: ausgeglichen. schön. gut. müde.
Musik: Fool's Garden: Pieces (http://www.youtube.com/watch?v=pqNyaUFwzYw)

Schön ist das. Dieser Seelenfrieden und so. Heut war echt kein schlechter Tag. Da hat sich das Jammern gestern ja wieder mal ausgezahlt. Wahnsinn, gehts mir gut. Gerade zu unheimlich.

[Und morgen schreib ich mein Reading Diary :-)]

20.12.2009 um 22:44 Uhr

einfach so

Stimmung: gut. lustlos in bezug auf meine arbeit. unruhig. müde.
Musik: im Kopfe "Human"

Und wieder will ich nicht schlafen gehen. Ahnend, was mich morgen in etwa erwartet bzw. auch Kaumerahntes erwartend. Hab ich schonmal erwähnt, wie gern ich nicht in die Schule gehen würde? Fatima hat mir heute aus Amerika geschrieben. Hab ihr ganz kurz geantwortet und hoffe, sie wird es bald lesen. Von sieben bis dreiviertel acht hatte ich heute einen sehr schönen Dienst. Konnte mir das Feld "Geburt/ gynäkologischer Notfall" unterschreiben lassen. In Realität konnten wir die Patientin rechtzeitig auf die Gyn bringen und machten, dass wir fortkamen. Sonst fuhren wir dreimal KTR, nichts Aufregendes. Die letzte Fahrt war um sieben, da hatte ich meinen Pager bereits abgelegt und meinem Vater gesagt, er könne mich jetzt abholen. Das wurde revidiert, denn mein Team wurde gewarnt, dass für den entsprechenden Patienten drei Sanis sinnvoll seien. Wie schon zuvor dachte ich mal wieder daran, nur für eine Stunde nach Hause zu fahren und noch den Nachtdienst dranzuhängen. Zu vieles sprach dagegen. Ich hätte auch sonst Fatimas Nachricht noch nicht beantwortet. Außerdem war es genug des Guten; mit dem RTW- und dem NAW-Team verbrachte ich heute schöne Momente, und dem Ausbildungsbeauftragten erzählte ich von meiner Nichtzulassung auf der Dienststelle K, woraufhin er, in dieser Angelegenheit nicht bevollmächtigt, sofort einen Änderungs-antrag an unseren Geschäftsführer sandte. Meine Schulsachen sind nicht so ganz erledigt. In den vergangenen drei Jahren verbrachte ich die Stunden (besonders die Nächte) vor Weihnachten damit, das "Reading Diary" für Mr.M., den unangenehmsten Englischlehrer, den ich jemals traf und treffen werde, mehr schlecht als recht zu schreiben. Setzen wir die Tradition also morgen und übermorgen fort. Zum allerletzten Mal. Am Mittwoch bin ich mit meinen Schwestern im Theater, das ist mein Weihnachtsgeschenk an sie und ich hoffe, es wird schön. Morgen will ich herausfinden, ob die Pferde am 26. Dezember Urlaub haben, oder ob ich mal wieder eine Stunde reiten kann. Vor dem Schiurlaub noch ein Nachtdienst wäre gut. Von 27. bis 31. nicht auf der Tauplitz, wie sonst, sondern diesmal im Lungau. Mein Opa kam aus dem Lungau, es freut mich, dort mal hinzufahren. Ins Hallenbad will ich auch bald wieder. Ist nur mit dem Zug ziemlich teuer: 5 Euro 40 hin und retour mit Vorteilscard, und dazu die Eineinhalbstundenkarte im Bad. Ich schreibe so locker dahin. Es geht mir ganz gut. Ich sollte mir Chemie durchlesen und dann schlafen gehen. Es ist saukalt und soll wärmer werden. Meinetwegen soll sogar tauen, ich hab lieber keine weißen Weihnachten, bevor ich frieren muss. Leo soll von meiner verbesserten Situation (von meiner Stärke) profitieren. Irgendwann will ich wieder die Zeit und Ruhe finden, ganz tiefe Gedanken aufzuschreiben. Wenn nicht hier, dann doch zumindest bei mir.

 

Nachtrag fünf Minuten später: Fatima hat mir geantwortet. Love you too und Don't worry about anything but you. Ich werde ihr bald wieder schreiben, wie versprochen. [Wow, ich hab ein Versprechen gegeben. Das passiert mir sonst eher selten...]

16.12.2009 um 22:47 Uhr

Meduzin

Stimmung: gespannt. (und müde)

Wäre irgendwie schon geil. Medizin. Ich studieren und so...

Meine Oma könnte jedenfalls ihre Seelenruhe finden, wenn ich es machen würde, da fiele ihr ein großer Stein vom Herzen :-) Und alle könnten sagen, sie hätten es schon immer gewusst, das freut sie dann sicher auch.

Aber ganz ehrlich, jetzt mal an mich denkend. Das wär doch was. Fühle mich gerade fast wie eine geborene Anästhesistin. Oder Kinder? Kinderkardiologie? Internistin also? Oder Gynäkologie? Psychiatrie? Chirurgie wohl eher nicht. Das hätte dann ja Zeit.

Nein, die ganze Angelegenheit hat Zeit. Ich meine ja nur, es wäre eine Möglichkeit. Mein Kontakt mit PatientInnen hört bei der Aufnahme im Krankenhaus auf. Mitten in der Geschichte. Ich würde schon gern mehr tun. Zumindest mal ein Venflon stechen... Und was da noch alles möglich wäre!

„Vier Liter Meduzin!“
Ja doch... Medizin gefällt mir gerade eben sehr.

[Muss lächeln, das klingt komisch: Fr. Dr. R. R., das wäre dann ich.]

15.12.2009 um 22:35 Uhr

noch eine Woche

Stimmung: hab ich hier schonmal erwähnt, dass ich müde bin?

Mittwoch Nacht fällt weg, denn als ich mich in unserem internetbasierten Dienstplan eintrug, kam eine Fehlermeldung, die Ortsstelle K ist für mich (noch) nicht zugelassen – oder ich nicht für sie, ich weiß nicht mehr genau. Mein Ausbildungsleiter hatte mir anderes gesagt, da muss ich mal ein Wort mit ihm reden, aber er hat gerade eine Woche sehr wohlverdienten Urlaub. Macht nichts, Mittwoch wär eh nur schwer gegangen. Ich kenne die Dienststelle K auch gar nicht; besser, wenn ich sie mir bei einem Tagdienst mal in aller Ruhe ansehe (z.B. bei einem Dialyse-Samstag mit A und F). Vielleicht lerne ich ja am Mittwoch Geschichte, wo wir freitags einen lästigen Test haben. (und wenn ich mich recht erinnere, sah schon mein letzter Test in diesem Fach nicht ganz so edel aus...) Dann kann ich am Donnerstag nach Schule und Kla4 mit dem Zug nach A fahren und das dortige Hallenbad erkunden. Darauf freu ich mich schon, ich hoffe nur sehr, dass es erfolgreich wird. Denn wenn ich nicht bald etwas für meinen Körper mache, geht es mir nicht gut. (Und wenn es mir nicht gut geht, kann ich nicht helfen, und helfen will ich, sonst hätte ich nicht hundert Wochenendstunden für einen Sani-Kurs beim Roten Kreuz geopfert.) Seit dem Sommer war ich kein einziges Mal schwimmen, und sonst auch war nicht viel drin. Das nächste Hallenbad ist eine halbe Stunde von hier, aber wenn ich den Zug nehme, kann ich ja die Reise auch nutzen. Vielleicht geht sich Freitagnachmittag oder Samstag auch noch eine Reitstunde aus. Am Sonntag hab ich jedenfalls Dienst, und wenn es ruhig ist und keiner zum Üben da ist (was an einem Sonntag durchaus sein könnte), dann sollte ich dringend an meinem „Reading Diary“ für Englisch arbeiten. Für den Biotest am Dienstag wär ich gern halbwegs vorbereitet, und dann, so glaube ich, wars das für dieses Jahr. Dann wird erstmal geweihnachtet. Ich hab mich schon seit Wochen, Monaten, so sehr auf Weihnachten gefreut. Jetzt ist die Zeit so schnell vergangen, ich bin gar nicht vorbereitet. Finde es ja übertrieben, dass wir noch am 23. Dezember Schulbetrieb haben. So kommt man echt zu gar nichts. Und dann Schiurlaub, und dann wieder jede Menge Arbeit. Wann soll ich mir denn meine Zukunft organisieren, wenn ich in der Gegenwart schon nicht mitkomme? Immer das gleiche. Und die Deutschschularbeit heute war ja auch nicht unbedingt aufbauend. Aber das heißt ja nicht, dass es mir schlecht geht. Es geht mal besser und mal schlechter.

 

Das hier ist für den Wolf: ES GEHT MIR GUT.

 

Denn ich lebe, ohja, und wie! Auch wenn ich momentan hier fast nur über die Schule und die Rettung schreibe – dahinter steckt so viel mehr. Ich hab mich unter Kontrolle. In einem Ausmaß, das vor einem Jahr unvorstellbar gewesen wäre. Vor einem Jahr begann ich meine Therapie. Ich bin stark, ich machte Fortschritte, ich ließ mir helfen, ich lernte und akzeptierte und was weiß ich, was noch alles. Ich hab so viel geschafft. Natürlich bin ich auch geschafft. Aber übermorgen geh ich ja schwimmen :-)

 

Und Branwen... (tiefes Atmen...) Wer hat gesagt, dass meine Liebe nichts mit Branwen zu tun hat? Schon gestern wurde mir wieder das Gegenteil bewiesen. Und heute Nachmittag, also, ich kann es ja hier nicht beschreiben, Branwen, meine Liebe, wenn du wüsstest, warum machst du das, ich liebe dich! Oje - achja, und natürlich gelten weiterhin die letzten zwei Verszeilen von „You’re Beautiful“.

 

Oje, gute Nacht!

 

(Ja, schlaf gut, meine Schöne...)

13.12.2009 um 22:55 Uhr

"RTW Wasserau von LEO kommen!"

Stimmung: ausgeglichen. erschöpft.

„LEO von RTW Wasserau, bitte kommen.“ – „Hier LEO, kommen.“ – „Ähm… wir bräuchten hier bitte einen NAW, kommen.“ – „Worum geht es, kommen?“ – „Patientin mit Rückenschmerzen, Schmerzen an der Brust, Atembeschwerden, Schmerzen strahlen auch in den linken Arm aus – Verdacht auf Herzinfarkt…“ – „Ok, NAW ist alarmiert, kommen.“ – „Habe verstanden, Ende.“

 

Nicht schlecht für mein erstes Funkgespräch, oder? Wurde auch sehr gelobt. Unreinheiten bzw. Fehler sind mir bewusst. Zugegeben, am anderen Ende der Welle war nicht unsere Leitstelle, sondern mein Ausbildungsleiter, und die Patientin war eine Ausbildungskollegin. Die Gruppe, die ich übrigens problemlos ohne weitere Anweisung einzustellen schaffte, gehörte auch nur zum Ordner „Schulung“. (Aber wenn ich groß bin, sprich, erfahrene Sanitäterin und führerscheinmäßig nicht mehr in der Probezeit, dann werd ich vielleicht noch mal Einsatzfahrerin. (und dann funk ich den ganzen Tag durch die Gegend))

Das TETRA-Funksystem wurde uns gestern nahe gebracht, danach hatten wir Geburt, nachmittags hauptsächlich Spezielle Notfälle. Freitagabend drei Stunden Großunfälle, heute Rechtliche Grundlagen und die Sandwich-Bergetechnik…

 

Ich kann kaum glauben, dass heute der dritte Advent gewesen sein soll – ich hab davon gar nichts mitgekriegt. Die Woche verging noch schneller als sonst. Montagvormittag war ich, da schulfrei, mit meiner Oma einkaufen, und nachmittags sechs Stunden als Lernsani beim Roten Kreuz. Dienstagnachmittag fuhren wir nach Wien, wo wir die CAE-Prüfungen (Cambridge Certificate of Advanced English) hatten. Die Ergebnisse gibts im Jänner, ein besonders gutes Gefühl hab ich nicht, es überwiegt die Freude, dass es vorbei ist. Ich finde nicht, dass ich das CAE haben muss. Donnerstags kam ich zurück und ging in den Nachtdienst als Lernsani beim Roten Kreuz. Ich will gar nicht schlafen gehen, weil ich weiß, dass ich nach dem Aufstehen wieder in die Schule muss. Dabei interessiert mich das nicht mehr. Ein halbes Jahr noch, dann ist es hoffentlich vorbei. Nichts wie raus hier, egal ob es besser wird oder schlechter.

 

Ich fühle sehr viel. Auch viel Liebe. (was nicht an „Branwen“ liegt) Und hauptsächlich Müdigkeit. Bin mir nicht sicher, ob ich von Mittwoch auf Donnerstag Nachtdienst in K – einer Ortsstelle von Wasserau – schaffe. Hab Mary heute, am letzten Kurstag, bei unserer vorläufig letzten Heimfahrt, vor ihrem Haus noch einen „Rettersport“ geschenkt. Ihr nochmal klar gemacht, welche Rolle sie in meiner Sani-Ausbildung spielte. Rettersport, das war meine Idee:

 

  

 

Gern beim Roten Kreuz :-)

Gutnacht.