"RTW Wasserau von LEO kommen!"
Stimmung: ausgeglichen. erschöpft.
„LEO von RTW Wasserau, bitte kommen.“ – „Hier LEO, kommen.“ – „Ähm… wir bräuchten hier bitte einen NAW, kommen.“ – „Worum geht es, kommen?“ – „Patientin mit Rückenschmerzen, Schmerzen an der Brust, Atembeschwerden, Schmerzen strahlen auch in den linken Arm aus – Verdacht auf Herzinfarkt…“ – „Ok, NAW ist alarmiert, kommen.“ – „Habe verstanden, Ende.“
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Nicht schlecht für mein erstes Funkgespräch, oder? Wurde auch sehr gelobt. Unreinheiten bzw. Fehler sind mir bewusst. Zugegeben, am anderen Ende der Welle war nicht unsere Leitstelle, sondern mein Ausbildungsleiter, und die Patientin war eine Ausbildungskollegin. Die Gruppe, die ich übrigens problemlos ohne weitere Anweisung einzustellen schaffte, gehörte auch nur zum Ordner „Schulung“. (Aber wenn ich groß bin, sprich, erfahrene Sanitäterin und führerscheinmäßig nicht mehr in der Probezeit, dann werd ich vielleicht noch mal Einsatzfahrerin. (und dann funk ich den ganzen Tag durch die Gegend))
Das TETRA-Funksystem wurde uns gestern nahe gebracht, danach hatten wir Geburt, nachmittags hauptsächlich Spezielle Notfälle. Freitagabend drei Stunden Großunfälle, heute Rechtliche Grundlagen und die Sandwich-Bergetechnik…
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Ich kann kaum glauben, dass heute der dritte Advent gewesen sein soll – ich hab davon gar nichts mitgekriegt. Die Woche verging noch schneller als sonst. Montagvormittag war ich, da schulfrei, mit meiner Oma einkaufen, und nachmittags sechs Stunden als Lernsani beim Roten Kreuz. Dienstagnachmittag fuhren wir nach Wien, wo wir die CAE-Prüfungen (Cambridge Certificate of Advanced English) hatten. Die Ergebnisse gibts im Jänner, ein besonders gutes Gefühl hab ich nicht, es überwiegt die Freude, dass es vorbei ist. Ich finde nicht, dass ich das CAE haben muss. Donnerstags kam ich zurück und ging in den Nachtdienst als Lernsani beim Roten Kreuz. Ich will gar nicht schlafen gehen, weil ich weiß, dass ich nach dem Aufstehen wieder in die Schule muss. Dabei interessiert mich das nicht mehr. Ein halbes Jahr noch, dann ist es hoffentlich vorbei. Nichts wie raus hier, egal ob es besser wird oder schlechter.
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Ich fühle sehr viel. Auch viel Liebe. (was nicht an „Branwen“ liegt) Und hauptsächlich Müdigkeit. Bin mir nicht sicher, ob ich von Mittwoch auf Donnerstag Nachtdienst in K – einer Ortsstelle von Wasserau – schaffe. Hab Mary heute, am letzten Kurstag, bei unserer vorläufig letzten Heimfahrt, vor ihrem Haus noch einen „Rettersport“ geschenkt. Ihr nochmal klar gemacht, welche Rolle sie in meiner Sani-Ausbildung spielte. Rettersport, das war meine Idee:
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Gern beim Roten Kreuz :-)
Gutnacht.

Hey... doch bei all deinen Verpflichtungen vergiss bitte eins nicht, zu "Leben". Ich hoffe ich les hier irgendwann mal wieder das es dir gut geht. Und es auch so bleibt.
Ich denk an dich.
Liebe Grüsse
Wolf
Da wünschtest du dir sicher manchmal auch eine Funkmöglichkeit.
Ich habe es immer mit Freude über deine "Taxifahrten" gelesen, und wieviel Dankbarkeit dir dafür entgegengebracht wurde. Zu zweit ist so eine Ausbildung doch besser zu bewerkstelligen.
Und ganz besonders freute ich mich über deine Einsicht nicht zu schnell zu fahren, denn das beruhigt mich ungemein.
Liebe Grüsse
sternenschein