Birch Tree

15.12.2009 um 22:35 Uhr

noch eine Woche

Stimmung: hab ich hier schonmal erwähnt, dass ich müde bin?

Mittwoch Nacht fällt weg, denn als ich mich in unserem internetbasierten Dienstplan eintrug, kam eine Fehlermeldung, die Ortsstelle K ist für mich (noch) nicht zugelassen – oder ich nicht für sie, ich weiß nicht mehr genau. Mein Ausbildungsleiter hatte mir anderes gesagt, da muss ich mal ein Wort mit ihm reden, aber er hat gerade eine Woche sehr wohlverdienten Urlaub. Macht nichts, Mittwoch wär eh nur schwer gegangen. Ich kenne die Dienststelle K auch gar nicht; besser, wenn ich sie mir bei einem Tagdienst mal in aller Ruhe ansehe (z.B. bei einem Dialyse-Samstag mit A und F). Vielleicht lerne ich ja am Mittwoch Geschichte, wo wir freitags einen lästigen Test haben. (und wenn ich mich recht erinnere, sah schon mein letzter Test in diesem Fach nicht ganz so edel aus...) Dann kann ich am Donnerstag nach Schule und Kla4 mit dem Zug nach A fahren und das dortige Hallenbad erkunden. Darauf freu ich mich schon, ich hoffe nur sehr, dass es erfolgreich wird. Denn wenn ich nicht bald etwas für meinen Körper mache, geht es mir nicht gut. (Und wenn es mir nicht gut geht, kann ich nicht helfen, und helfen will ich, sonst hätte ich nicht hundert Wochenendstunden für einen Sani-Kurs beim Roten Kreuz geopfert.) Seit dem Sommer war ich kein einziges Mal schwimmen, und sonst auch war nicht viel drin. Das nächste Hallenbad ist eine halbe Stunde von hier, aber wenn ich den Zug nehme, kann ich ja die Reise auch nutzen. Vielleicht geht sich Freitagnachmittag oder Samstag auch noch eine Reitstunde aus. Am Sonntag hab ich jedenfalls Dienst, und wenn es ruhig ist und keiner zum Üben da ist (was an einem Sonntag durchaus sein könnte), dann sollte ich dringend an meinem „Reading Diary“ für Englisch arbeiten. Für den Biotest am Dienstag wär ich gern halbwegs vorbereitet, und dann, so glaube ich, wars das für dieses Jahr. Dann wird erstmal geweihnachtet. Ich hab mich schon seit Wochen, Monaten, so sehr auf Weihnachten gefreut. Jetzt ist die Zeit so schnell vergangen, ich bin gar nicht vorbereitet. Finde es ja übertrieben, dass wir noch am 23. Dezember Schulbetrieb haben. So kommt man echt zu gar nichts. Und dann Schiurlaub, und dann wieder jede Menge Arbeit. Wann soll ich mir denn meine Zukunft organisieren, wenn ich in der Gegenwart schon nicht mitkomme? Immer das gleiche. Und die Deutschschularbeit heute war ja auch nicht unbedingt aufbauend. Aber das heißt ja nicht, dass es mir schlecht geht. Es geht mal besser und mal schlechter.

 

Das hier ist für den Wolf: ES GEHT MIR GUT.

 

Denn ich lebe, ohja, und wie! Auch wenn ich momentan hier fast nur über die Schule und die Rettung schreibe – dahinter steckt so viel mehr. Ich hab mich unter Kontrolle. In einem Ausmaß, das vor einem Jahr unvorstellbar gewesen wäre. Vor einem Jahr begann ich meine Therapie. Ich bin stark, ich machte Fortschritte, ich ließ mir helfen, ich lernte und akzeptierte und was weiß ich, was noch alles. Ich hab so viel geschafft. Natürlich bin ich auch geschafft. Aber übermorgen geh ich ja schwimmen :-)

 

Und Branwen... (tiefes Atmen...) Wer hat gesagt, dass meine Liebe nichts mit Branwen zu tun hat? Schon gestern wurde mir wieder das Gegenteil bewiesen. Und heute Nachmittag, also, ich kann es ja hier nicht beschreiben, Branwen, meine Liebe, wenn du wüsstest, warum machst du das, ich liebe dich! Oje - achja, und natürlich gelten weiterhin die letzten zwei Verszeilen von „You’re Beautiful“.

 

Oje, gute Nacht!

 

(Ja, schlaf gut, meine Schöne...)


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