Der Mann, der nicht kann!

10.12.2013 um 02:50 Uhr

Weihnachtsfeier

von: julio

Fast gerate ich in ehrfurchtsvolle Andacht- und ich fühle mich geadelt- allein durch die Tatsache dass sich diese blendend-schöne, blonde Führungsetagen-Gazelle neben mich gesetzt hat. Als sie mich dann tatsächlich auch noch anspricht, ist's wie der pure Ritterschlag!
Ein *iiicks* Mann auwwf dem ich schbiiieln' gann, wie auffer Wlööde, der iii*icks* nix!“
Verstehe!“

Ich hatte einfach nur mal wieder raus gemußt! Naja; Das Budget wie immer einfach zum heulen- kam nur meine -wie ohnehin meistens- präferierte Stammdisse in Frage.
Nicht so eine von diesen absolut oberteuren Luxus-Pinten: Preise gerade noch bezahlbar, und die Gäste-Klientel nicht ausschließlich dem Kindergarten entsprungen. Also eine absolute Ausnahme in dieser Gegend- und damit (gezwungenermaßen) voll mein Ding!
Wie es schien, genau SO wie auch für die Belegschaft einer der Abteilungen eines hiesigen, überregionalen Industriegiganten, welche nun geschlossen zum all-weihnachtlichen Gemeinschafts-Besäufnis angetreten war.
Madame war eine von ihnen. Doch im Gegensatz zum 'einfachen Gefolge' aus dem der Rest ihres hier anwesenden Kollegiums zu bestehen schien, strahlte sie in ihrem Vollsuff alle nur erdenkliche Abschätzigkeit aus. Verständlich! Immerhin war es für ihre Hohheit ganz bestimmt schon eine Zumutung gewesen, sich -durch das Begehren des Pöbels bedingt- zu einem Besuch in diese Absteige nötigen zu lassen.

Hey, aber was sollte es schon? Zumindest auf anatomischer Ebene, standen die Männer in dieser Billig-Klitsche, sicherlich in keiner Weise denen nach, die sie für gewöhnlich in ihren Schicki-Micki-Läden so aufgabelte! … waren ja eigentlich sowieso alle gleich ... Und leichter zu kriegen, waren sie hier am Ende obendrein …

Mit ihren 37 Chefsekretärinnen-Lenzen- und ebenso attraktiv wie besoffen- UND sich -ganz offensichtlich- dieser Tatsache immer noch vollkommen bewußt, war sie auf der Jagd! Trotz ihrer 3.0 Promille! Nicht nach mir! Zumindest glaube ich es nicht. Denn sie setzte sich erst neben mich, nachdem sie beobachtet hatte, wie ich mich für eine ganze Weile mit einem -ganz bestimmten- Bekannten aus dem Fitness-Studio unterhielt, der heute abend ebenfalls anwesend war.

Ich schätze dieser Mann, den sie zuvor schon (ausnahmsweise, wie es schien) ziemlich erfolglos zu umgarnen versucht hatte, stellte einfach eine attraktivere Beute dar, als ich; Wie es aussah, war er nicht nur charmanter – er war jünger, größer, stärker- wirkte wohl einfach eindrucksvoller. Das ganze Programm eben! Und in Anbetracht ihrer gegenwärtigen Notsituation, legte sie hier -ganz einfach- ein vollkommen berechtigtes Interesse, am leistungsstärksten Exemplar an den Tag!

Auch wenn zumindest ein Teil ihrer Erfolglosigkeit beim anbaggern, darin begründet zu liegen schien, dass der Mann (mit einer an diesem Abend NICHT anwesenden Frau) verheiratet ist, empfand ich es nicht gerade als ein allzu großes Wunder, dass dieser nun wiederum, ihre hochwohlgeborene Rolligkeit und meine Wenigkeit, nicht mehr für einen einzigen Moment aus den Augenwinkeln ließ, nachdem sie sich erst einmal neben mich gepflanzt hatte.

Tja Alter .. so'n Scheiß! Schätze, er hatte nun doch damit begonnen, seine vormalige Standhaftigkeit zu bereuen. So ein kleiner Seitensprung … naja … die Frau auf Geschäftsreise … najaaaEigentlich mußte er jetzt ja nur noch irgendwie an mir vorbei.
Und ich wette, genau darauf hatte das teilsedierte, wasserstoffblonde Monster spekuliert!

Ich brauche sicherlich kaum zu erwähnen, dass die Beiden am Ende dann doch plötzlich verschwunden waren.

Strunzvoll- und trotzdem ein absolut hinterhältig kalkulierendes Biest!
Er auch nicht gerade viel besser! BEIDE verheiratet!

Schon klar- hier geht’s nicht um Zuneigung- sondern um Befriedigung.
Aber dass Liebe zuweilen auch auf diese Weise beginnen kann, macht dem Gelegenheits-Romantiker in mir ziemlich zu schaffen.




Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenSpring_Roll schreibt am 10.12.2013 um 15:48 Uhr:Sei froh, dass es dir erspart blieb, Julio ... manch eine jagende Diana reitet so lange, bis sie reisekrank wird ... und das Ergebnis möchtest du wirklich nicht einmal in deinen kühnsten Albträumen erleben ;-)

    Der Comic im Kopf treibt Blüten ... arrrrrgh ....

  2. zitierenjulio schreibt am 10.12.2013 um 18:25 Uhr:
    Spring_Roll:Sei froh, dass es dir erspart blieb, Julio ... manch eine jagende Diana reitet so lange, bis sie reisekrank wird ... und das Ergebnis möchtest du wirklich nicht einmal in deinen kühnsten Albträumen erleben ;-)

    Tja- ich weiß nicht. Je länger ich darüber nachdenke, desto interessanter kommt es mir DOCH vor ... Immerhin: Was weiß ich schon - und was sollte ich (tatsächlich) alles wissen?
    Makaber in jedem Fall; keine Frage ...
  3. zitierenMuffin schreibt am 10.12.2013 um 22:16 Uhr:Das find ich schon ziemlich bitter, wenn man sowas nötig hat, obwohl man verheiratet ist und zwar beide... Da kann ich Spring Roll nur Recht geben, sei froh, ey.
  4. zitierenjulio schreibt am 10.12.2013 um 22:30 Uhr:
    Muffin:... sei froh, ey.

    Hmm, ja, ich denke. :)
  5. zitierenHedera schreibt am 11.12.2013 um 15:16 Uhr:verheiratet sein bedeutet doch nicht automatisch (leider oder nicht) die befriedigung aller wünsche, gelüste, träume doer die verhinderung derselben auch wenn der göttergatte/gattin NICHT dabei ist. Das Wort Treue als Einwand ist ein sehr wichtiger aber auch das kann, sollte evtl. nicht aber wer befielt das eigentlich- jedenfalls das mit der Treue kann auch ganz schön schwierig werden. Besoffene Seitensprünge finde ich auch nicht wirklich traumhaft, es bleibt sprichwörtlich dann sicher ein bitterer Nachgeschmack aber mit dem Wort Ehe so automatisch eine Traumwelt von Treue, lebenslanger Erotik und ich weiß nicht was hier zu lesen (wenn auch nur zwischen den zeilen), das finde ich schon fast kindlich weil so (leider) unrealistisch...seufz. Wobei ich wieder bei der Frage wäre, was kam zuerst bzw. ist das denken an einen anderen auch schon ein Seitensprung? Und wird selbiger nicht erst zu einem, wenn ich meine aus falschen Gründen von dieser Schandtat dem Mann/Frau berichten zu müssen um die eigene, arme,kleine Seele zu befreien (in meinen Augen ist genau das der Fehler überhaupt...!!)?
  6. zitierenSpring_Roll schreibt am 11.12.2013 um 17:03 Uhr:Man steckt nicht in der Situation des anderen. Nur in der eigenen. Und ich zumindest riskiere als Single nicht, mich in einen verheirateten Flirt zu verlieben.
    Was ich meinte, Julio, kannst du in einer deutschen Komödie bestaunen. Keinohrhasen oder Zweiohrküken glaube ich. Er schleppt sie ab ... wilde Galopperperformance ... und dann will der saure Magen sein Recht. So strunzvoll, wie Madame war, war dieses Risiko wohl realer als viele weitere ;-)
  7. zitierenjulio schreibt am 11.12.2013 um 17:10 Uhr:@Hedera:
    Ich persönlich bin ein Fan von Ehrlichkeit und Treue; Im Kern (immer noch) konservativ halt! :-) Allerdings toleriere ich ohne Weiteres sochle Konzepte, wie zb. auch das der offenen-Beziehung, und ich kann sicherlich den einen- oder anderen Beweggrund nachvollziehen, der Menschen für eine solche Umgangsform sensibilisiert. Und wenn eine offene Beziehung innerhalb einer Ehe statt findet- die Partner sich hier also gerne auch einmal mit anderen vergnügen, habe ich damit -auch auf moralischer Ebene- KEIN Problem, SOLANGE dies alles ohne jedwede Heimlichkeiten statt findet. Also eben OFFEN (und ehrlich). Und natürlich weiß ich dass Seitensprünge gemacht werden- dass wir alle Fehler machen- und Scheiße schlicht passiert!
    Ich weiß aber auch, warum ich (immernoch) -so ein klein bisschen- davon träume, vielleicht irgendwann DOCH NOCH dieses ganz spezielle Treueversprchen zu leisten! Für mich ist mit diesem Versprechen viel verbunden, das ich auch gerne halten würde, wenn es irgend geht; Ich muß mir vom Pluralismus ja nicht jedes einzelne, kleinkarierte Ideal zerschießen lassen! :-)

    Doch von all dem mal vollkommen abgesehen:
    Die Frau in meinem Beispiel war geradezu gefangen in ihrer Gier, die sie tatsächlich auch noch innerhalb irgendeiner Wertvorstellung integriert zu haben schien! Ein Mann war für sie nur aus einem Blickwinkel betrachtbar! Ich frage mich, ob es für sie in der Hauptsache überhaupt noch um Sex ging, sondern nicht noch viel mehr um eine TROPHÄE! Mögen auch so einige Männer kein Problem mit der Haltung der Dame haben- verrät sie mir dennoch genügend über ihren Charackter! :)

    @Frau Rolle:
    Das von Dir Geschilderte, würde bei IHM wohl matchen, denke ich .. aber SIE (in ihrer kleinen Welt) brauchte was anderes. (Siehe Hedera-@Text)
  8. zitierenSpring_Roll schreibt am 11.12.2013 um 21:36 Uhr:Nicht um eine Trophäe... sondern um Bestätigung ... wahrgenommen werden. Sogar in einer Ehe kann frau sich als Neutrum fühlen. Und es gibt Zeiten, in denen das Verlangen nach ETWAS übermächtig wird. Unter Alkohol endet es nicht gut ... und ansonsten in Tränen

  9. zitierenjulio schreibt am 11.12.2013 um 21:59 Uhr:Ich verstehe was Du meinst. Das Leben einer Frau, die in einer Beziehung (insbesondere in einer Ehe) tagtäglich einfach nur übersehen wird, ist emotionales Gefängnis! Da muß man (Frau) einfach irgendwann ausbrechen.
    Aber diese Frau war anders!
  10. zitierenGrafKroete schreibt am 12.12.2013 um 08:30 Uhr:Jaja..... Ehre und Treue sind die Fundamente auserehehichen Übels. Aber was schreib ich da, das weis soch jedes Kind.
  11. zitierenginablum schreibt am 12.12.2013 um 12:58 Uhr:Ähem....hüstel....warst du nicht selbst "der Andere" - eine ganze Weile?
  12. zitierenHedera schreibt am 12.12.2013 um 15:02 Uhr:Ich will auch nicht für eine "offene" Beziehung sprechen. Nein, nicht. Ehrlichkeit und Treue sind natürlich "Werte" aber die Realität sieht doch einfach zu mindestens 70% anders aus. Die "Ehe" und auch die ohne Trauschein nämlich ähnlich der Ehe, kann sich mit der Zeit selbst erlegen, durch Ignoranz, Langeweile oder einfach Alltag. Und da ist ein Flirt willkommen. Will gar nicht direkt vom Fremdgehen reden. Ein bißchen Selbstbestätigung tut gut. Ich selbst, das gebe ich gerne zu, hatte immer Probleme mit dem danach...einmal losgelassen, wäre ich in bestimmten Situationen kaum zu bremsen gewesen...bei mir siegte die Vernunft nie. Leider oder auch nicht. Und wo fängt Untreue an und wo hört sie auf...
  13. zitierenGrafKroete schreibt am 12.12.2013 um 15:57 Uhr:Tja Gina, was denkst Du wie ich zu meiner Meinung komme???

    Untreue ist irrelevant, denn dazu müsste man erst mal Treue definieren, in Zeiten wie diesen gar nicht so einfach, oder ......? Welcher verblendete Geist glaubt einen Schwur der meist unter dem Einfluss körpereigener Drogen in Bezug auf die Momentaufnahme einer/eines Gegenübers geleistet wurde lebenslang erfüllen zu können ohne das an Ende eine Nibelungentreue daraus wird?

    "Bis das der Tod Euch scheidet" kann bedeuten das man nach n paar Jahren mit einer komplett verwandelten Person verbandelt ist die permanet gegen die eiegenen moralischen Werte verstösst.

    Ich persönlich hab nie einen solch unsinnigen Eid (Treueschwur) geleistet, obwohl oder gerade weil Hagen mein Held des Nibelungenliedes war....*grins*

  14. zitierenginablum schreibt am 12.12.2013 um 17:26 Uhr:Werter Graf, meine Frage richtete sich an Julio. Nichts für ungut.
  15. zitierenjulio schreibt am 12.12.2013 um 17:37 Uhr:@gina: War ich. Und ich war's aus Überzeugung!
  16. zitierenginablum schreibt am 12.12.2013 um 20:27 Uhr:Nu ja, vielleicht war es die Führungsetagen-Gazelle ja auch? Ebenso wie Lucy? Und der designierte Doktor? Und die bezaubernde Trini?
    Was ich sagen will: Jeder hat so seine Gründe.
  17. zitierenginablum schreibt am 12.12.2013 um 20:45 Uhr:
    GrafKroete:Tja Gina, was denkst Du wie ich zu meiner Meinung komme???

    Untreue ist irrelevant, denn dazu müsste man erst mal Treue definieren, in Zeiten wie diesen gar nicht so einfach, oder ......? Welcher verblendete Geist glaubt einen Schwur der meist unter dem Einfluss körpereigener Drogen in Bezug auf die Momentaufnahme einer/eines Gegenübers geleistet wurde lebenslang erfüllen zu können ohne das an Ende eine Nibelungentreue daraus wird?

    "Bis das der Tod Euch scheidet" kann bedeuten das man nach n paar Jahren mit einer komplett verwandelten Person verbandelt ist die permanet gegen die eiegenen moralischen Werte verstösst.

    Ich persönlich hab nie einen solch unsinnigen Eid (Treueschwur) geleistet, obwohl oder gerade weil Hagen mein Held des Nibelungenliedes war....*grins*

    @ Graf Kröte:
    Meiner Meinung nach verwechselst du sexuelle Treue mit dem Zwang, zusammen zu bleiben, obwohl man unglücklich ist.
    Sind zwei glücklich miteinander, werden sie sich wohl eher nicht in fremde Schlafzimmer sehnen. Wenn nicht, sollten sie Konsequenzen ziehen. Oder falls sie glücklich sind, aber dennoch Sarte und de Beauvoir spielen wollen, wenigstens verlässlich diskret bleiben und den anderen mit unnötigen Geständnissen verschonen. Da wünsche ich mir Verschwiegenheit.
  18. zitierenjulio schreibt am 12.12.2013 um 23:22 Uhr:
    ginablum:Nu ja, vielleicht war es die Führungsetagen-Gazelle ja auch? Ebenso wie Lucy? Und der designierte Doktor? Und die bezaubernde Trini?
    Was ich sagen will: Jeder hat so seine Gründe.


    Welche Gründe wer auch immer haben mag; Es dreht sich an dieser Stelle weder um Lucy- noch um designierte Doktoren- oder gar um die gute Trini! Und wie ich bereits sagte: Ich habe VERSTÄNDNIS für Frauen (und in diesem Sinne ebenso auch für Männer) die -in ihrer Beziehung komplett übersehen- irgendwann unorthodoxe Wege einschlagen!
    HIER dreht es sich um jemanden der kalt und berechnend ist- und sich ausschließlich selbst am nächsten- wenn es darum geht ein Bedürfnis zu befriedigen! Und es dreht sich um meinen Eindruck von DIESER PERSON, den ich hier aufgeschrieben habe! Dass "jeder seine Gründe hat" ist mir vollkommen klar- aber diese Dame brauchte (mit ihrer ausschließlich selbstgerecht- und hochnäsig wirkenden Art) scheinbar GAR KEINE! Davon, habe ich gesprochen.
    Wie Du darauf kommst, dass ich die Leute hier über einen Kamm schere, ist mir schleierhaft!
  19. zitierenGrafKroete schreibt am 12.12.2013 um 23:53 Uhr:....... oh warum so verbissen? Philosophie ist wenn man trotzdem LEBT. Viele Problenstellungen, viele Kontepte, ein paar Lösungsansätze!
  20. zitierenjulio schreibt am 13.12.2013 um 00:04 Uhr:Hab' mich gerade bloß irgendwie so'n bisschen an den Pranger gestellt gefühlt! ;)
  21. zitierenGrafKroete schreibt am 13.12.2013 um 10:22 Uhr:Och ....... das sollte man nicht so ernst nehmen! Menschen die eine abweichende Meinung vertreten sind am Pranger zu Hause.

    Humor ist wenn man trotzdem lacht,
    Philosophie ist wenn man trotzdem lebt,
    Religion ist wenn man trotzdem stirbt.

    Humor ist somit die einzig wahre Haltung zum Leben, denn wach wahrgenommenes Sein bedeutet den modellhaften Lehren zu trotzen, paradox Denken zu können und das können die Wenigsten. Humorlose Bande.
  22. zitierenjulio schreibt am 13.12.2013 um 15:35 Uhr:Hast recht, Graf. Es gibt allerdings -hier und da- so ein paar klitzekleine Momente, da muß man einfach mal ein bisschen rumfrotzeln. :) Ich weiß- Dir ist es da schon ähnlich ergangen- immerhin gucke ich von Zeit zu Zeit auch mal in DEIN Blog! ;)
  23. zitierenGrafKroete schreibt am 13.12.2013 um 15:45 Uhr:Grins ...... ich weiß. Heut abend geh ich auf ne Weihnachtsfeier ...... der einzige Spass der mir da vergönnt sein wird ist rumfrotzeln!!!
  24. zitierenMariaHilf schreibt am 18.12.2013 um 22:04 Uhr:Betrunken jemand aufgabeln....hmmm.....ich glaube trotzdem das Liebe anders geht...und Liebemachen auch.

    Und Bestätigung bekommt man auch anders.....nun werden manche Frauen anscheinend dem Gros der Männern immer ähnlicher - widerspricht meiner Idee von Orientierung....immer nach oben (moralisch)...nie nach unten.

    Ansonsten saß ich schon im Glashaus - da werf ich nicht auch noch mit Steinen....
  25. zitierenjulio schreibt am 19.12.2013 um 01:51 Uhr:Hmmm .. im Glashaus sitzen ... Ich vermute dass ihr bereits eine solche Erkenntnis für immer verwährt bleiben wird ... (der Führungsetagen-Gazelle)
    Von daher: ... ehrt dich allein schon deine Offenheit!! (zumindest macht es den Anschein) ... und ich kann mir nicht im entferntesten vorstellen, dass es irgendwelche Ähnlichkeiten gibt.
  26. zitierenAmanita schreibt am 20.12.2013 um 13:29 Uhr:Wer weiß, wie's bei all diesen gut verheirateten Leutchen aussieht, wenn sie die Wohnungstür hinter sich zumachen. Wenn ich da so an unsere Wenigkeit denke... nach außen ein Traumpaar, nach innen der 3. Weltkrieg, der Tod auf Raten, zwegat-reif verschuldet und sich wegen jeden neben den Papierkorb gezielten Bonbonpapiers an die Kehle fahrend.
  27. zitierenAmanita schreibt am 20.12.2013 um 15:35 Uhr:
    GrafKroete:

    Ich persönlich hab nie einen solch unsinnigen Eid (Treueschwur) geleistet, obwohl oder gerade weil Hagen mein Held des Nibelungenliedes war....*grins*


    Hagen von Tronje, der Finsterling. Der erste quer schlagende Einzelkämpfer der Literaturgeschichte. Der schwört auf nichts als auf sich selbst ;-))
  28. zitierenjulio schreibt am 20.12.2013 um 15:46 Uhr:
    Amanita:Wer weiß, wie's bei all diesen gut verheirateten Leutchen aussieht, wenn sie die Wohnungstür hinter sich zumachen. Wenn ich da so an unsere Wenigkeit denke... nach außen ein Traumpaar, nach innen der 3. Weltkrieg, der Tod auf Raten, zwegat-reif verschuldet und sich wegen jeden neben den Papierkorb gezielten Bonbonpapiers an die Kehle fahrend.

    ... ABER zusammen! Ist doch irgendwie trotz allem schon fast (immernoch) im Sinne des Heiratserfinders ... fast WETTE ich, dass ihr euch gegenseitig fehlen würdet, wenn man euch auseinander-nähme! Ebenso, wie ihr euch jetzt an der Kehle hängt ... ;)
  29. zitierenGrafKroete schreibt am 20.12.2013 um 16:06 Uhr:Ja Amanita so könnte man es sehen ...... aber vergiss nicht das er der wirkliche Häuptling der Burgunder war und seine Könige lieber starben als ihn auszuliefern. Ergo war er kein Finsterling sondern eine der wenigen vernünftigen Gestalten deutsche Heldengeschichten, denn er versuchte nichts anderes als den Prinzipien die ER für richtig hielt trotz widrigster Umstände zu folgen.....*g*

    Wie ich eins obendrüber las bist Du wohl auch ein "Burgunderkönig"? Keine Lust den Kram mal hinzuschmeissen um wieder zu LEBEN. Das ist lediglich eine Frage des Mutes ........ ich hab (m)ein dementsprechendes Vertragsverhältnis vor 14 Jahren gekündigt, bevor es soweit kam. Ja ich weiß, bin ja auch n Querschläger.
  30. zitierenAmanita schreibt am 21.12.2013 um 04:38 Uhr:
    julio:... ABER zusammen! Ist doch irgendwie trotz allem schon fast (immernoch) im Sinne des Heiratserfinders ... fast WETTE ich, dass ihr euch gegenseitig fehlen würdet, wenn man euch auseinander-nähme! Ebenso, wie ihr euch jetzt an der Kehle hängt ... ;)

    Das ist so ein Punkt, über den ich gerade seeeehr viel nachdenke. Nach 14 Jahren unerschrockenen gemeinsamen Kampfes gegen den schäbigen Rest der Welt, gegen die Allgewalt der finanziellen Erdrutsche und gemeinsamen Lachens über die Idiotie mancher Ideologien und Mainstreamtypen sind wir echte Kriegsveteranen, die vermutlich nicht mehr ohne einander können.... Allein schon dieses Grinsen würde mir vermutlich fehlen. Und sogar das ewige Gemecker des Kronprinzen ist immerhin ein Hintergrundgeräusch, das "heimatlicher Stall" bedeutet. Und immerhin - manchmal schmeckt ihm mein Essen sogar :-))
  31. zitierenjulio schreibt am 21.12.2013 um 16:06 Uhr:@Amanita: Fast bin ich versucht einfach die Fresse zu halten- aber wie immer, neige ich auch jetzt dazu mir mal wieder ein schönes Süppchen einzubrocken! So sei es.

    Ich habe in der letzten Nacht in deinem Blog geschaut- und ich habe wieder einmal (und wie immer -relativ gern-) von der abenteuerlustigen Kämpferin gelesen. Diesmal, wie sie daran denkt die Wände niederzubrennen- das Ende mit einem Seitensprung zu besiegeln- und HEIMzukehren.
    Abgesehen davon, dass ich deine Ambivalenz bemerkenswert finde, welche sich für mich ua. in dem Gegensatz aus dem versöhnlichen Klang hier- sowie der (zunächst) abermals kampflustig wirkenden Ansage aus deinem eigenen Blog wiederspiegelt, muß ich nun aber auch sagen dass ich meine oben stehende Fast-Wette mal lieber wieder zurück ziehe!!!
    Vielleicht bist Du ja auch ein bisschen wie der Berufssoldat, der -kurz vor der Entlassung- befürchtet, dass ihm das Gebrüll vom Spieß fehlen könnte! (???)
  32. zitierenMariaHilf schreibt am 22.12.2013 um 22:10 Uhr:Julio, nein da gibt es wahrscheinlich keine (ähnlichkeiten)....zum Aufgabeln, um dann besoffen schlechten Sex zu haben, neige ich nicht.....das Glashaus....lange wollte ich mich mal trennen.....wahrscheinlich so geschätzte 12,8 von 13,2 Jahren.....das kann schon mal zur Untreue führen - kein schöner Zug von mir und zollt nur meiner eigenen Feigheit....deshalb kann ich übrigens auch nie glauben, das alles in einer Beziehung schön ist, wenn einer oder beide fremd gehen, aber das mag meine Begrenztheit sein....aber vielleicht leben die Menschen ja auch lieber mit "nichtallesschön" als allein

    Amanita.....Stille ist auch schön! da fehlt einem plötzlich das Hintergrundrauschen gar nicht mehr....und manchmal wirds ja auch anders wenn sich einer mal bewegt, was ich so das ein oder andere Mal bei dir gelesen habe....nun - ich halte es ja auch lange aus - zu lange.

    liebe Grüße
  33. zitierenjulio schreibt am 22.12.2013 um 23:41 Uhr:
    MariaHilf: ... kein schöner Zug von mir und zollt nur meiner eigenen Feigheit...

    Naja- wenn ich bedenke, zu was für einer Selbstkritik Du dich immer zu zwingen scheinst, war dieser "Zug" von dir am Ende gerechtfertigter, als man vielleicht denken mag ...

    Lg zurück
  34. zitierenMariaHilf schreibt am 23.12.2013 um 20:34 Uhr:.....dumm wars von mir!...hat es doch den Anderen ins Recht gesetzt, wo er im Unrecht war...und dagegen komme ich bis heute nicht gegen an....ist er doch der Vater meiner Mädels...

    Jaja, manche bekommen Kinder, um sich trennen zu können, manche bauen dann noch ein Haus, um sich trennen zu können und manche, die müssen dann auch noch heiraten, um sich endlich scheiden lassen zu können - zu den letzteren gehöre ich.

    Und das mit der Selbstkritik....der schonungslose Blick...ist es....hat was mit Wahrhaftigkeit zu tun und vielleicht mit Schutz....manchmal ists zu viel - gebe ich zu, ist halt ein Zwang, den ich wohl nicht mehr los werde.

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