... die Herumtreiberin ...

30.11.2006 um 02:38 Uhr

Zu spät.

von: Gadabout   Kategorie: Job/Ausbildung

Stimmung: müde
Musik: You know my name; Mad World


2:00 Uhr ist zu spät zum von-der-arbeit-kommen. Definitiv. Bäh. Ich bin auch das viele Stehen und Gehen nicht mehr gewohnt, mir tun die Füsse weh.

Abgesehen davon war mein erster Arbeitstag nach vielen freien bzw. krankgeschriebenen Tage ganz witzig. Zwar total viel los, aber ich war sehr beschwingt, denn mich haben oben genannte 2 Lieder ständig begleitet. Also Ohrwurm. Pausenlos - stundenlang.

Arm yourself because no-one else here will save you
The odds will betray you
And I will replace you
You can't deny the prize it may never fulfill you
It longs to kill you
Are you willing to die?

The coldest blood runs through my veins
You know my name


Das Aufräumen dauert jetzt noch länger, weil die Shakemaschinen-Putzanordnung geändert wurde - und da heute so viel los war, konnten wir auch nebenher noch nicht saubermachen; daher ist es dann sooo spät geworden.

All around me are familiar faces
Worn out places, worn out faces
Bright and early for their daily races
Going nowhere, going nowhere

[...]

It's a very, very
Mad World
Mad World


Irgendwas wollte ich noch schreiben, aber ich hab's wohl vergessen. Naja, ist ja eigentlich auch Zeit zum schlafengehen...

Gute Nacht; oder besser: Guten Morgen!

Claudia

28.11.2006 um 11:56 Uhr

In eigener Sache...

von: Gadabout   Kategorie: Heim und Herd

Stimmung: grummel


Schon wieder ich. Aus aktuellem Anlass: die Ausgrabungen in unserem Haus im Erdgeschoß gehen weiter - samt dazugehörender Geräuschkulisse. Nur damit wir alle wissen, wovon ich spreche: Es wird quasi das gesamte Stockwerk abgetragen und ausgehöhlt. Ein wenig Angst hab ich ja schon, dass wir eines Morgens einfach um eine Etage absacken, wenn die so weitermachen.



He, aber das ist klasse! Ich kann jetzt die Straßenbahn sehen, ohne dass ich um die Ecke laufen muss! Fröhlich

Katze findet das übrigens auch sehr toll: Sie hat sich nun UNTERM Regal versteckt und kommt auch nicht wieder raus. Das sind dann diese Tage, an denen man als "normal arbeitender Mensch" abends nach Hause kommt und sich wundert, warum die Katze so verstört ist...




Claudia, der in erster Linie das Vieh leidtut...

28.11.2006 um 10:25 Uhr

Casino Royale

von: Gadabout   Kategorie: Film, TV, Buch


Guten Tag!

Ich hab jetzt eine Weile überlegt, ob ich über meinen gestrigen Kinobesuch einen Bericht schreiben soll. Da sich aber sonst in meinem Leben nichts Aufregendes tut: hier, bitteschön. Wer nicht weiterlesen mag, um nicht verspoilert zu werden, soll sich aber bitte trotzdem noch den nächsten Absatz durchlesen, okay?

Es ist nämlich so, dass ich total verwirrt war über die zeitliche Abfolge dieses Bond-Films. Was ich im Vorfeld gehört hatte:
1. Dass ein alter Roman noch einmal neuverfilmt werden sollte.
2. Dass "die Anfänge" des James Bond gezeigt werden sollten - kurz nach seiner Beförderung in den "Doppelnull"-Status.
Dadurch habe ich einen Film erwartet, der in der Vergangenheit spielt, eben VOR den anderen Filmen. Dem war aber nicht so, und das hat mich den ganzen Film über verwirrt. Was wir hier also zu sehen bekommen, ist nicht ein Prequel à la Star Wars, sondern ein gänzlicher Neuanfang - in der Jetzt-Zeit. Also vergeßt alles, was ihr an James Bond - Filmen gesehen habt und fangt einfach ganz neu an... Fröhlich

So, und nun ab in die Details:

Vorspann - Titelsong "You know my name"
Das Lied gefällt mir und paßt sehr gut in den Kontext, wie ich finde. Dass bei diesem "neuen Bond" vieles anders wird, merkt man auch hier: der Song wird von einem Mann gesungen (Chris Cornell). Der Vorspann ist von den Bildern her interessant, denn er schafft es einerseits, die Bond-Tradition gut weiterzuführen, aber andererseits auch irgendwie anders zu sein. Und das sage ich also absoluter Bond-Laie. Ich habe zwar den einen oder anderen Film gesehen, aber das wars dann auch schon.



Daniel Craig - der "neue" Bond
Ich habe am Rande mitbekommen, dass er ziemlich umstritten ist, es gab ja sogar Boykott-Aufrufe und sowas. Das war der Moment, wo ich mir dachte: Den Film muss ich sehen... Fröhlich
Nun: Ja, er IST anders. Zum einen natürlich schon allein deshalb, weil er noch am Anfang seiner Karriere steht (ich meine jetzt Bond, nicht Craig - wobei: der natürlich irgendwie auch) und daher seinen Stil erst finden muss. Er ist kantiger, härter, weniger charmant und bei weitem nicht so souverän wie die Vorgänger. Ist der "alte Bond" eher darauf angelegt, Frauenherzen in den ersten Minuten dahinschmelzen zu lassen, geht es mir bei Daniel Craig eher so, dass ich mit der Zeit einen gewissen Respekt für ihn aufbaue - der Kerl (das gilt für Craig UND Bond) arbeitet wirklich hart für seine Ziele. Die Sympathie kommt dann erst später, ganz langsam.


 Story
Ich kenne weder das Buch noch habe ich in die alte Verfilmung im Kopf. Die Geschichte ist interessant, aber am Ende irgendwie etwas undurchsichtig - finde ich. Was im Gegensatz zu den letzten Filmen auffällt: alles ist "erdiger", "normaler" - also kein durchgeknallter Typ, der mittels High-Tech die Weltherrschaft an sich reißen will, sondern ein "einfacher" Gauner, der das große Geld will - nicht mehr und nicht weniger.
Trotzdem würde ich für die Story nicht in Lobeshymnen ausbrechen - es ist halt ein Bond-Film. Sehr genial allerdings war der 2. Schauplatz (der erste war in Prag, beim "Verdienen" seiner Beförderung): Bond jagt einen Bombenleger quer durch die Stadt, ganz im Stil dieser "Parkour-Läufer " - kennt die jemand? Die klettern und springen und laufen über alles, was Ihnen in die Quere kommt - mit Rasanz und Eleganz. Eine Augenweide...
Allerdings zieht sich dabei auch eine Spur der Verwüstung (inkl. toter Menschen) durch die Stadt, und schon hier wird einem klar: das wird keine saubere "Light"-Version, hier wird es blutig zugehen. Und das tut es auch. Nicht, dass ich auf sowas stehen würde, aber wenn schon jemand einen Filmtod stirbt, dann sollte man auch sehen (oder erahnen können), dass Töten nun mal keine saubere Angelegenheit ist. Alles in diesem Film ist weniger "weichgezeichnet" als man es von Bond-Filmen gewohnt ist. Der Held hat auch Gefühle, die man ihm durchaus abkauft - er wird wütend, hat Angst, erlebt Schmerz und leidet; liebt. Er ist ein Mensch aus Fleisch und Blut und nicht unverletzlich, und: er macht auch Fehler.
Genial sein weibliches Gegenüber "Vesper Lynd". Schon als sie sich das erste Mal treffen, gibt es einen Schlagabtausch, der sich gewaschen hat - absolut sehenswert. Der erste Lacher im Film (genau weiß ich den Wortlaut nicht mehr, ich improvisiere also):
Vesper: "Werde ich mit Ihnen Schwierigkeiten bekommen?"
Bond: "Nein, Sie sind nicht mein Typ!"
Vesper: "Zu intelligent?"
Bond: "Nein. Single!"

Fazit
Mir hat er gefallen. Hätte ich nicht den halben Film mit meiner "zeitlichen Verwirrung" im Hinterkopf gekämpft, hätte ich den Film vielleicht noch ein wenig mehr genießen können. Natürlich ist es "nur" ein Bond-Action-Film, über dessen Grundaussage oder versteckte Bedeutungen man nicht diskutieren kann/muss, aber als solcher ist er gut gelungen und zumindest ich finde den Neustart sehr vielversprechend. Respekt für die mutige Entscheidung!

Just my 2 cents...

Hier gibts ein paar ausführlichere Kommentare: www.ciao.de

Liebe Grüße,

Claudia

26.11.2006 um 22:53 Uhr

Criminal Minds - Das geschenkte Leben

von: Gadabout   Kategorie: Film, TV, Buch

Stimmung: geschockt


 Ich weiß nicht, ob die Serie irgend jemand schaut, aber da war grade eine Folge, die war echt der Hammer. Mehr dazu: SAT 1

Wer die Folge verpaßt hat, sie wird morgen (Montag) um 23:55 Uhr wiederholt. Der Inhalt war in etwa folgendermaßen:

Ein "Mörderpärchen" soll hingerichtet werden, aber knapp vor der Exekution wird ein 13. Opfer gefunden. Daher entsteht die Befürchtung, dass es noch mehr als die 12 gefundenen Mädchenleichen gibt. Um das herauszufinden, begibt sich das Team der BAU (Behavioral Analysis Unit) ins Gefängnis. Während Hotch den Mann verhört - der sich sehr uneinsichtig und selbstgefällig gibt, befaßt sich Gideon mit der Frau - sie ist ganz anders als ihr Mann; und schnell kommt Gideon zum Schluss, dass sie unschuldig ist. Sie wird u.a. auch beschuldigt, ihren damals 2jährigen Sohn getötet zu haben, dessen Leiche aber nie gefunden wurde. So begibt man sich fieberhaft auf die Suche nach diesem Sohn, da dies die einzige Chance ist, die Frau vom Vollzug der Todesstrafe zu retten. Allerdings ist die Frau weiterhin nicht kooperativ und bittet, ja fleht Gideon an, den Jungen in Ruhe leben zu lassen. Schließlich wird der Sohn tatsächlich ausfindig gemacht, doch im letzten Moment respektiert Gideon den Wunsch der Frau, und sie wird tatsächlich hingerichtet.

Ich habe schon lange nicht mehr so mitgefühlt und -gezittert wie bei dieser Folge. Die Atmosphäre im Todestrakt war sehr beklemmend (mir spukte auch ständig "The Green Mile" im Kopf herum), die Handlung spannend bis zum Ende und der Schluß erschütternd... *grusel*


Dieses Bild stammt von der ziemilch genialen Seite: http://www.iad-ordnonstop.net

Fazit:
Eine erschütternd geniale Folge einer neuen Serie, die mir ab dem ersten Moment ans Herz gewachsen ist.

Fröhlich

Ja ich weiß - die Kategorie "TV-Junkie" heißt nicht zufällig so. Vielleicht sollte ich sie in "Serien-Junkie" umbenennen...

Claudia


PS.: Blogigo spinnt herum - die Kommentare funktionieren nicht immer und so. Also nicht ärgern, nur wundern.


26.11.2006 um 10:55 Uhr

Juchu! Jippi-je!

von: Gadabout   Kategorie: Job/Ausbildung

Stimmung: supergut
Musik: Alan Parsons rauf und runter


Ich bin schon manchmal leicht zu begeistern. Fröhlich Grade hab' ich "auf Arbeit" (ohjemine, das ist aber gar kein österreichisch-deutsch) angerufen, dass ich morgen wieder komme und da wurde mir gesagt: Hallo Claudi! Du hast Montag und Dienstag frei, und Mittwoch dann mit mir [Anmerkung: mit meiner Lieblingsschichtführerin] wieder die Spätschicht! Hach, ist das geil! Noch 2 Tage frei!
Ich muss immer lachen wegen dem "Claudi" - kein Mensch sonst kürzt mich so ab, überhaupt hatte ich in meinem Leben nie wirklich einen Spitznamen.

Mich wieder auf Arbeitssuche mache...

Claudia


PS.: Oh, da fällt mir ja grade noch was ein: dann könnte ich ja Montag ins Kino! Boah, das ist ja noch toller als ich dachte!
 
 

25.11.2006 um 15:47 Uhr

Layout-Bastelei

von: Gadabout   Kategorie: Dies und das

Stimmung: besessen!


Wehret den Anfängen!

Tja, das hab' ich leider verpaßt, was der Grund dafür ist, dass ich seit Stunden schon am neuen Aussehen meines Weblogs herumbastle. Ich weiß zwar nicht genau, woher ich das plötzlich kann (beim letzten Mal hat es mich noch gewaltig gefuchst), aber so macht das richtig Spaß! Fröhlich Also mir gefällt's - und vermutlich kommt spätestens zum ersten richtigen Wintereinbruch wieder eine Änderung. Oder schon früher, wer weiß...

Im IE gibt's übrigens einen ganz seltsamen Effekt, wenn man bis zum letzten Eintrag runterscrollt, das hab ich im Mozilla Firefox nicht. Sieht irgendwie witzig aus.

Alles Liebe,

Claudia


PS.: Weiß jemand, ob ich den gelben Hintergrund auch halbtransparent hinbekommen kann?

24.11.2006 um 14:36 Uhr

Brokeback Mountain

von: Gadabout   Kategorie: Film, TV, Buch

Stimmung: enttäuscht


 Hm. Gerade eben habe ich mir diesen Film auf DVD angesehen, und es fällt mir im Moment schwer, meine Eindrücke einzuordnen.

Meine Erwartungen waren nicht besonders hoch, unter anderen auch deshalb, weil ich mich zu erinnern meine, dass die Presseresonanz bei uns nicht besonders positiv war. Trotzdem oder gerade deshalb habe ich den Film sehr wohlwollend betrachtet. Ich finde die Geschichte an und für sich spitzenklasse. Mir gefallen die Darsteller, die Landschaftsbilder und die Musik fügt sich gut ein. Nur: die Emotionen sind bei mir nicht angekommen. Ich meine: die ganze Story ist echt tragisch, das kann ich mit dem Kopf erfassen, und wenn ich drüber nachdenke, könnte man heulen, aber: es berührt mich nicht. Und das laste ich dem Film an: Irgendwie wurde da was vermasselt. Vielleicht bin ich auch zu wenig einfühlsam? Keine Ahnung - da scheint jedenfalls einiges so subtil gelaufen zu sein, dass ich es nicht mitbekommen habe: die Geschichte mit dem Hemd zum Beispiel. Das wurde mir erst klar, als ich es bei Wikipedia nachgelesen habe. Ich bin mir nicht ganz sicher: Spricht das gegen meine Sensibilität oder gegen den Film? Fröhlich

Leider kenne ich niemanden, der den Film damals im Kino gesehen hat, mich würden einige Einschätzungen, Kommentare von andere interessieren. Immerhin hat der Film 3 Oscars bekommen!

Tja, schade.

Claudia


24.11.2006 um 11:06 Uhr

Ich werd' noch wahnsinnig hier.

von: Gadabout   Kategorie: Heim und Herd

Stimmung: aaargh!


Seit einigen Tagen (oder sind's Wochen?) wird bei uns im Haus der Keller umgebaut. Ich weiß ja nicht, was die da genau machen, aber: ICH HALTE DAS NICHT MEHR AUS! Den ganzen Tag diese aufdringliche Geräuschkulisse, es ist zum Wahnsinnigwerden:

BUMM... brösel, brösel
BUMM... brösel, brösel
(wenn ich raten müßte: eine Mauer wird mit einem Hammer umgehauen?)

oder:

BMEEEEEÖÖÖÖÖÖÖÖAAAAAaaaa...
BMEEEEEÖÖÖÖÖÖÖÖAAAAAaaaa...
(Bohrmaschine? N E B E N A N ???)


Manchmal geht das um 7:00 oder 8:00 Uhr in der Früh los, dann erst wieder Mittags, dafür aber über Stunden hinweg. Zwischendurch wackeln dann auch noch regelrecht die Wände. Manchmal herrscht dann für 30min oder mehr eine selige Ruhe, nur um dann von Neuem loszugehen. Besonders toll: Beide Geräusche zur selben Zeit... *heul*

Das hält Mietzekatze davon:

(sich seit Tagen hinterm Bücherregal versteckt)



(oder auf selbigem)


Gut, dass ich wenigstens kein Kopfweh mehr habe, das wäre ja noch unerträglicher...

Claudia


PS.: Und das bedeutet: Oh Mist, ich dachte, es hätte aufgehört und wollte mal mein Versteck verlassen, aber JETZT GEHT DAS SCHON WIEDER LOS!


23.11.2006 um 18:41 Uhr

Ich hab's getan.

von: Gadabout   Kategorie: Knips!


Nach ziemlich langer Zeit wieder einmal. Ich kann mich schon gar nicht mehr ans letzte Mal erinnern. Aber es hat mir Spaß gemacht, und ich habs auch nicht verlernt!

Fröhlich


Ich hab nämlich was gemalt: einen kleinen Hund! Eine Auftragsarbeit - es soll ein Weihnachtsgeschenk werden. Da die Wahrscheinlichkeit, dass der Beschenkte es hier zufällig findet, so gut wie null ist, stell ich ein Foto von dem Bild hier rein:


Ich war ja - weil die Körperhaltung des Hundes irgendwie seltsam ist - recht skeptisch, ob es überhaupt gut ankommt, aber die Auftraggeberin ist sogleich in verzücktes "Oh ja, das ist er, genauuuuuso guckt er uns in der Früh an, wenn wir aus dem Haus müssen" ausgebrochen. Ich liebe es, wenn sie das tun. Fröhlich

Immerhin konnte ich damit auch die Portokasse ein wenig aufbessern...

Liebe Grüße,

Claudia


23.11.2006 um 18:38 Uhr

Especially für Bianca

von: Gadabout   Kategorie: Knips!

Bitteschön - leider ein wenig verschwommen, aber doch gut erkennbar:


 

23.11.2006 um 11:31 Uhr

Gegendarstellung

von: Gadabout   Kategorie: Dies und das

Stimmung: ziemlich verschnupft, aber gutgelaunt
Musik: ah, gute Idee - ich könnte Musik einlegen! Was wär ich nur ohne mein Weblog!


Bevor ich meiner Überschrift gerecht werde, noch folgendes: Ich hätte nicht gedacht, dass mir jemals jemand einen "grünen Daumen" bescheinigt (wie in den Kommentaren geschehen), ehrlich... ("Denn (Pflanzen-) Leichen säumten ihren Weg...") Das ist bei mir wohl eine Frage von Sympathie und Antipathie. Äh, tja.

So, nun aber zum eigentlichen Thema: Ich fühle mich genötigt, hier mal ein paar allgemeine Worte zum Thema Arbeit und McDonalds zu verlieren.

1. Da ich hier im Weblog immer nur die "Extremsituationen" festhalte, bekommt der geneigte Leser fälschlicherweise das Gefühl, dass es immer so zugeht, was natürlich nicht der Wahrheit entspricht. Also: der Großteil der Kunden ist nett und höflich, hat eine deutlich verständliche Aussprache und reagiert auf Vergeßlichkeiten oder Fehler meinerseits äußerst freundlich und verständnisvoll. Der Umgang der Kollegen untereinander ist meistens auch recht angenehm, aber halt eben nicht immer. Das ist aber wohl auch überall so. Die Arbeit selbst ist ... na eine Arbeit halt. Das will ich mal so stehen lassen.

2. Womit ich wirklich hadere, ist mein Gehalt im Verhältnis zur Arbeit, die ich dort ableiste. Erst gestern habe ich wieder einen Bericht im TV gesehen zum Thema 800,-- Euro Grundsicherung, und ich finde das wirklich grotesk: Man möchte arbeitslosen Menschen mind. € 800,-- Euro im Monat zugestehen, weil man "in Österreich diese € 800,-- Euro monatlich braucht, um nicht in die Armut abzurutschen", und bemerkt dabei anscheinend nicht, dass es viele Menschen gibt, die brav arbeiten gehen (und nicht nur halbtags!) und trotzdem diese € 800,-- gar nicht bekommen. Ich glaube, ich würde unter solchen Umständen auch nicht arbeiten gehen - da hat aber nichts mit Faulheit zu tun oder "das System ausnutzen", sondern mit der mangelnden Würdigung. Das klingt vielleicht ein wenig geschraubt, aber wenn der Firma/der Gesellschaft meine Energie und Zeit, die ich für die Arbeit aufwende, nicht einmal so viel wert ist, dass ich davon leben kann, dann bin ich wohl in deren Augen nicht viel wert. Wenn der Mensch für das, was er tut, nicht die entsprechende Würdigung (und das funktioniert in diesem System nun mal über die Entlohnung) erfährt, wozu dann sich anstrengen?
Wobei ich hier gerade eine interessante Erfahrung am eigenen Leib mache: Das Gehalt beeinflusst mein Engagement und meine Arbeitsleistung nicht im Geringsten: ich gebe mein Bestes, weil ich einfach nicht anders kann, so bin ich eben gestrickt. Allerdings sinkt die Motivation, da überhaupt hinzugehen... Auch wenn mich meine vorige Arbeit wesentlich mehr genervt hat, war der Antrieb täglich hinzugehen größer, weil ich wusste, dass ich mir von dem Geld mein Leben finanzieren kann, und das ist hier leider nicht der Fall. Also entsteht für mich hier die paradoxe Situation, dass ich die Arbeit angenehmer finde als meine alte, aber trotzdem mehr Überwindung brauche, überhaupt hinzugehen.
 
3. Womit ich beim letzten Punkt bin: bei der Arbeit selbst. Klar, die Anforderungen sind überschaubar und die Herausforderung nicht sehr groß, aber abgesehen davon ist die Arbeit durchwegs in Ordnung. Der Kundenkontakt (obwohl physisch näher als am Telefon, was ich vorher gemacht habe) ist für mich grade richtig: Persönlich - aber kurz: aus den Augen, aus dem Sinn. In meiner vorigen Arbeitsstelle hatte ich einen fixen Kundenstamm, sodass ich mit den immer gleichen Kunden jeden Tag aufs Neue zu tun hatte, wenn auch "nur" am Telefon. Für mich war die psychische Belastung da viel höher, weil ich jeden Tag wieder dieselben Probleme durchkauen musste, dieselben nervtötenden Telefonate geführt habe, und oft schon im Vorhinein wusste, dass ein Geschäftsfall Probleme macht: weil das eben bei diesem bestimmten Kunden immer so ist/war. Aber auch gute Kundenkontakte wurden oft anstrengend, wenn sie zu persönlich wurden.
Das alles habe ich bei McDonalds nicht: Der nächste bitte! Und tschüs! Sich lange aufzuhalten ist weder erwartet noch erwünscht. Man geht abends einfach unbelastet aus dem Lokal und fängt am nächsten Tag genauso unbelastet wieder an.
 
Zusammenfassung:
Ich bin mit meiner Arbeit nicht unglücklich, weiß aber trotzdem nicht, wie ich mich jeden Tag motivieren soll hinzugehen; zumal ich mit einem Bein schon wieder draußen bin - weil ich es mir eben einfach nicht leisten kann. Von € 800,- (oder weniger, wenn ich Pech habe) kann ich nun mal nicht leben. Ist einfach so. Auch wenn ich keinen Luxus gewohnt bin, liegt mir diese Münzenherumdreherei eben nicht. Ich will hier aber auch nicht jammern, denn immerhin habe ich es mir selbst ausgesucht. Und das ist eben der Punkt: viele anderen haben die Wahl nicht wirklich. Und bei denen sollte man mal ansetzen, finde ich...
 
Noch Fragen?

Claudia

 

22.11.2006 um 21:42 Uhr

Green Hell Blog Tour - 4th Edition

von: Gadabout   Kategorie: GreenHell Blog Tour

Stimmung: kränkelnd, aber sonst gut
Musik: TV im Hintergrund


Es ist wieder einmal soweit!



Die Regeln wie immer hier: Sing to the North

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte."
Zugegebenermaßen ein wenig abgedroschen, aber doch oft wahr. Welches Bild geht euch nicht mehr aus dem Kopf, welcher Anblick läßt euch nicht mehr los, was ist euer täglicher Blickfang - und warum? Laßt uns daran teilhaben: in Wort und Bild!


Dieses Mal eröffne ich die Runde, meine Nachfolgerin wird sein: Illyria


Was ist es, das ich täglich sehe, und das mich beeindruckt: Der Berg vor meiner Haustür!


Nein, Scherz beiseite, das war nur Spaß, ehrlich! Dieses eine Mal verschone ich euch mit "meinem" Hausberg... Fröhlich


Okay, dann fange ich mal richtig an:

Ich habe lange überlegt (und ich bin sicher, in den nächsten Tagen wird mir noch das eine oder andere Bild einfallen, das ich genauso gut hätte nehmen können), aber ich habe mich entschieden, über eine ganz besondere Zimmerpflanze zu schreiben: Mein "Fensterblatt" (Monstera) - oft fälschlicherweise als Philodendron bezeichnet. Tatsächlich aber ist es so, dass es sich dabei um unterschiedliche Pflanzen handelt, die beide der Pflanzenfamilie der Araceae angehören.

Ich habe mein eines - mittlerweile prächtig gediehenes - Exemplar im Jahr 1999 erstanden, und zwar bei PLUS (vormals Zielpunkt). Da war er noch recht mickrig, wie das folgende Foto dokumentiert:

 
Ich habe damals in meiner Wohnung in Wien gelebt, und er und ein ebenso kleiner Ficus Benjamin waren meine ersten selbst erstandenen Zimmerpflanzen. Bis dato hatte ich um dieses Thema eher einen großen Bogen gemacht, denn in meinen Teenagerjahren war ich eher die allseits bekannte Pflanzenkillerin. Ob Gummibäume oder Kakteen - keine Pflanze wurde bei mir richtig alt. Deshalb hatte ich um die beiden Neuzugänge auch ein wenig Angst, aber ich hatte Glück: sie überlebten, wenn auch grade mal so.

Als ich 2 Jahre später nach Niederösterreich übersiedelte, war aus meinem mickrigen Fensterblatt noch nicht wirklich eine stattliche Pflanze geworden:

 


Aber dann! Innerhalb kürzester Zeit wucherte dieses Ding, zahlreiche neue riesige Blätter (die sich nun endlich auch mal richtig "teilten", wie es sich gehört) erblickten das Licht der Welt - und jedes einzelne begrüßte ich freudig - wirklich! Schon bald mußte ich wieder umtopfen, und das ganze Gewächs war nun schon so schwer, dass ich es alleine kaum mehr heben konnte. Was auch kein Problem war, denn im Haus war schließlich genug Platz! Bis... Ja bis die nächste Übersiedlung auf dem Plan stand: in meine Grazer Mini-Wohnung! "Die Pflanze muss mit", das war für mich von Anfang an klar! Aber wie unterbringen - das Zimmer ist grade mal 18m² groß und beherbergt: Bett, Kleiderschrank, Couch, TV, PC + Schreibtisch. Und: Riesenpflanze (die allein schon 3m² beansprucht)! Kein Mensch hat verstanden, warum ich sie mitnehmen mußte, und niemand wollte glauben, dass sie wirklich Platz hat, aber: Ich habe es geschafft! Die 3-4m langen Luftwurzeln habe ich in einem dicken Strang um den Topf gelegt; ein wenig Angst hatte ich, als wir sie durch die schmale Tür quetschen mußten, aber ausser 3 geknickten Blättern hat sie die Reise gut überstanden - und schon wieder zahlreiche neue Blätter bekommen! Ich liebe diese Pflanze!


Und Bianca, falls du das liest: Erkennst du, was ich auf der Topfvorderseite befestigt habe? Dankeschön noch mal an dieser Stelle!

 

So, hier endet die Geschichte meiner Lieblingszimmerpflanze vorerst - auf dass sie noch ein langes Leben hat! Nun könnte ich direkt fortsetzen mit meinem Bambus ("Gott hab' ihn selig!"), aber das würde zu weit führen... *schnief*





 

22.11.2006 um 10:52 Uhr

Krankgeschrieben.

von: Gadabout   Kategorie: Job/Ausbildung


Ich habs getan. Ich war beim Arzt (praktischerweiser hab ich einen ganz netten gefunden, grade mal 2 Häuser weiter - und nebenan eine Apotheke Fröhlich) und der hat mich auch prompt krankgeschrieben. Gleich die ganze Woche. Ich hab dann beim Mäcci angerufen und gesagt, ich melde mich morgen noch mal. Kann ja sein, dass es wieder mal so eine typische Claudia-1-Tages-Krankheit wird. Ich weiß, ich bin eigentlich ganz schön bescheuert. Na egal. Momentan fühle ich mich seltsam: ich habe die "Grippebegleiterscheinungen" wie juckende Nase, Kopfweh, Druck auf den Oberkiefer, schnell aus der Puste, wackelige Gelenke - aber kaum Schnupfen, nur ganz leichte "Hals"schmerzen und das wars eigentlich. Das Ohr ist ok, aber eine Entzündung im Hals hat der Doc schon gesehen. Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt - ich war ja seit Jahren nicht mehr richtig krank!

Heute ist aber auch ein Kuschelwetter zum Daheimbleiben: Regen, Regen, Regen...

Mal sehen, wieviele Einträge heute noch kommen...



Claudia


22.11.2006 um 07:46 Uhr

Linkes Ohr.

von: Gadabout   Kategorie: *jammer*

Stimmung: krank?


Da hat es angefangen. Gestern vormittag. Es fühlte sich an, als ob Wasser drinnen wäre - kennt ihr das? Irgendwie klingt dann alles so hohl (keine blöden Kommentare, bitte!). Am Abend kam dann ein unangenehmes Kratzen dazu - und zwar zwischen Nase und Hals, also definitiv NICHT Halsschmerzen, sondern weiter oben. In der Nacht verstopfte dann auch noch das linke Nasenloch, und das Kratzen wurde so schlimm, dass ich ein paar Mal davon aufgewacht bin. Jetzt habe ich auch noch leichte Kopfschmerzen. Und beide Ohren sind irgendwie "dumpf". Allerdings sind der "Schnupfen" und das Kratzen ein wenig besser seit ich aufgestanden bin.

Grandiose Überleitung: Warum bin ich überhaupt um diese Zeit schon auf? Weil die Hausverwaltung heute kommt, um irgend etwas abzulesen. Keine Ahnung. Meines Wissens sind die Zähler für Strom und dergleichen am Gang...? Naja, ich höre sie schon draußen, vermutlich werde ich es bald erfahren.

So, nun aber wieder zurück zur körperlichen Befindlichkeit. Was mache ich nun damit? Hätte ich einen Bürojob, dann würde ich einfach arbeiten gehen und mir nicht groß Gedanken machen: solange ich kein Fieber habe oder aus anderen Gründen wirklich nicht arbeitsfähig bin, ist das ja relativ egal. Aber in einem Gastronomie-Job? Soll ich den Gästen ins Gesicht niesen oder aufs Essen rotzen? T'schuldigung für die ungustiöse Beschreibung, aber das sind meine ersten Gedanken zu dem Thema. Also gleich zum Arzt? (Wobei mir da grade einfällt: Ich hab in Graz noch gar keinen "Hausarzt".) Oder doch nicht? Wenn es dann am Nachmittag tatsächlich schlimmer wird? Dann hat auch kein Arzt mehr auf! Außerdem wäre es ja doch besser, WENN ich nicht zur Arbeit kommen sollte, dass ich es gleich sage, und nicht erst 2 Stunden vorher. Hmmm...

Fragen über Fragen! Und wieder mal keiner da, der sie mir beantworten wird...

Kränkelnde Grüße,

Claudia


21.11.2006 um 17:13 Uhr

Ein herrlich...

von: Gadabout   Kategorie: Knips!

Stimmung: das linke Ohr ist irgendwie... taub?
Musik: Gimme, gimme...


...langweiliger freier Tag! Ich habe ein wenig aufgeräumt, das Geschirr gewaschen, bin zu lange vor dem Fernseher gehockt (naja, auf der Couch gelümmelt eher) und habe aus diesem Grund nichts Neues zu berichten. Daher einfach ein paar Fotos:


Katze müßte man sein, oder?






Und schon wieder:




So sieht Herbst für mich (auch) aus:
(Ich weiß: sehr unspektakulär. Aber wartet nur,
bis ich das gleiche Motiv mal bei Nebel erwische!)




Liebe Grüße,

Claudia


PS.: Jetzt ist mir doch noch was eingefallen. Gestern habe ich mich über eine Personalleasingfirma für eine Buchhandlung beworben und heute sogar eine email bekommen, dass meine Bewerbung bearbeitet und weitergeleitet wurde. Das ist immerhin schon mehr, als ich bisher an Reaktionen bekommen habe!


20.11.2006 um 23:42 Uhr

An Inconvenient Truth...

von: Gadabout   Kategorie: Film, TV, Buch

Stimmung: Kopfweh und todmüde (bin ich krank?)


Heute war ich im Kino (endlich!), und ich hatte die Auswahl zwischen:

- Ein gutes Jahr (Russel Crowe)
- Children of Men
- Eine unbequeme Wahrheit
- Scoop (Woody Allen, Scarlett Johannsen)



Ich habe mich dann für Nr. 3 entschieden, und es war eine gute Entscheidung. Von dem Film dürften die meisten wohl schon mal etwas gehört haben: Al Gore ("Ich war früher einmal der nächste Präsident der Vereinigten Staaten!") tingelt durch die ganze Welt mit seinem Diavortrag über die globale Erwärmung und ihre Folgen. Also inhaltlich nicht unbedingt etwas Neues für den durchschnittlich gebildeten Mitteleuropäer - aber der Film ist in erster Linie wohl für Amerikaner gemacht. Allerdings waren einige Punkte doch recht interessant und auch schockierend, v.a. was die Zeiträume betrifft, in denen sich die Dinge verändern... Wenn man den Zahlen und Grafiken glauben schenken darf, dann hat sich tatsächlich in den letzten 20 - 30 Jahren Dramatisches getan, und es wird so weitergehen, wenn sich nicht schnell etwas ändert. Die Aussicht, dass sich das Aussehen der Welt tatsächlich schon in den nächsten 30 - 50 Jahren ganz entscheidend verändern könnte (wenn zB die Polkappen oder Grönland tatsächlich noch weiter schmelzen), hat mich dann doch überrascht. Zusammenhänge und Mißverständnisse werden ebenso wie Widersprüche (warum gibt es einerseits Dürrekatastrophen und andererseits Überschwemmungen?) leicht verständlich dargestellt.
Der Vortrag ist recht einfach gestrickt und immer wieder humorvoll - trotz der ernsten Thematik. Eine besonders eindrucksvolle Animation war ein Eisbär (ähnlich dem aus der Coca Cola - Werbung), der schwer atmend durch das Meer paddelte auf der Suche nach einer Eisscholle. Als er endlich eine kleine erreicht hatte, brach sie entzwei, als er darauf klettern wollte. Dazu das Voice-Over sinngemäß: Die Polkappen schmelzen bedenklich, es brechen immer mehr Eisschollen ab, die schnell dahinschmelzen, es wurden in der letzten Zeit sogar einige ertrunkene Eisbären aufgefunden, denen es nicht gelang, das rettende Eis zu erreichen...

Der Film ist manchmal irgendwie seltsam aufgebaut. Man springt immer wieder hin und her zwischen dem Vortrag und persönlichen Eindrücken aus Al Gores Leben. Beides ist interessant und sehenswert, aber die Sprünge sind für mein Empfinden ziemlich abrupt und zusammenhanglos erfolgt, es war immer wieder schwer, da wirklich mitzukommen.



Al Gore scheint ein unheimlich sympathischer Mann zu sein, und ich frage mich: wie würde die Welt aussehen, wenn er Präsident geworden wäre und nicht dieser... dieser... lassen wir das. Jedenfalls hat es mich nicht gestört, dass es in dem Film auch ein wenig um ihn persönlich ging.

Was mir im ganzen Film gefehlt hat: Was sind denn nun die Möglichkeiten, das Ruder noch herumzureißen? Konkrete Vorschläge gibt es nicht wirklich - erst im Abspann kommen dann Ratschläge, was man tun kann; teilweise auch humorvoll präsentiert: "Schreiben Sie an den zuständigen Politiker, und wenn es keinen gibt: kandidieren sie selbst!" (Oder so ähnlich, ich hab's nicht mehr genau im Kopf.)


Wer es genauer wissen will:

http://movies.uip.de/eineunbequemewahrheit/ait_live/

http://climatecrisis.net (Originalseite)

Alles Gute!

Claudia

19.11.2006 um 19:53 Uhr

Heute in der Straßenbahn...

von: Gadabout   Kategorie: *hach*

Stimmung: einigermaßen ausgeschlafen...


Auf dem Heimweg gerade eben saß ein Mann (etwa im Pensionsantrittsalter) neben mir, der sich mit dem vor mir unterhielt. Die beiden schienen sich flüchtig zu kennen, hatten sich aber ein Jahr lang nicht mehr gesehen. Auf die Frage, wo der eine denn gewesen sei, kam die Antwort: "Am Indischen Ozean - meine zweite Heimat!" Das Gespräch ging weiter, bis er gefragt wurde, was er denn studiert hätte: "Philosophie, Deutsch und Geschichte, aber ich habe während der Dissertation abgebrochen. Aber ich bereue es nicht, ich habe soviel erlebt und gesehen in meinem Leben. Meine damaligen Kollegen sind heute Schuldirektoren und haben viel mehr verdient, gehen außerdem jetzt grade in Pension, ich aber habe das Geld, das ich verdient habe, immer in Reisen gesteckt. Bis auf Australien war ich fast überall. Auch auf dem Himalaya, das verändert einen..."

Leider mußte der Mann dann schon wieder aus der Straßenbahn springen, ich hätte ihm gerne noch weiter zugehört.

Ich möchte auch gerne einmal auf mein Leben zurückschauen und sagen: "Auch wenn ich nicht den bequemsten Weg gewählt habe, so bereue ich nichts. Ich habe so viel erlebt..."

Nachdenkliche Grüße,

Claudia

18.11.2006 um 21:16 Uhr

Höllentrip...

von: Gadabout   Kategorie: *ächz*

Stimmung: gleichgewichtsgestört


Ich bin wach. Noch immer. Seit nunmehr genau 34 Stunden. Ah - nein, im Zug habe ich heute morgen so ungefähr 1,5 Stunden vor mich hingedöst - mit zahlreichen Unterbrechungen. Ich war in diesen 34 Stunden:

- auf einem Stammtischtreffen
- 8 Stunden arbeiten
- 430km mit der Bahn unterwegs (Graz - Wien - Graz)
- auf einem Seminar

Mittlerweile brennen meine Augen so, dass ich kaum noch was sehe, und das Feintuning in meinen Gliedmaßen funktioniert auch nicht mehr ganz einwandfrei. Blöderweise gibt es grade heute nacht besonders viele Sternschnuppen zu sehen, aber ich fürchte, das wird dann wohl für mich nichts werden - das Timing ist mal wieder "Wödklasse"!

Vielleicht sollte ich gleich ein Schlafentzug-Experiment durchführen, wo ich schon dabei bin... Fröhlich


Ich geh wohl besser schlafen... Aber erst mal auf die Couch, da schlaf ich meistens schneller ein.

Gute Nacht!

Claudia

18.11.2006 um 02:47 Uhr

Ich habe morgen frei!

von: Gadabout   Kategorie: Job/Ausbildung

Stimmung: Ich habe frei! Ich habe frei! Ich habe frei!


Ja, wo fange ich an? Ach ja: HUUUURRRRRAAAAA! Ich habe morgen frei! Und dann noch 3 Tage - also 4 Tage am Stück! Ist das nicht toll? (Das bedeutet zwar vermutlich, dass ich danach wieder mehr als eine Woche durcharbeiten muss, aber das verdränge ich jetzt einfach mal...)


Aber abgesehen davon: Was war heute nur für ein Schei...XXX - Tag! Also nicht der frühe Nachmittag, da hab ich mich mit dem Grazer Stammtisch aus dem HDR-Forum getroffen, aber danach, bei der Arbeit! Zuerst war normal viel los für einen Freitag Spätnachmittag, danach war es extrem ruhig, um dann um kurz nach 22:00 Uhr aber sowas von auszuarten... Und zwar bis 10min nach 23:00 - vor lauter Streß hatte irgendwie keiner Zeit, rechtzeitig abzusperren, und daher hat das Hereinströmen der Kunden gar nicht aufhören wollen! *ächz*
Und natürlich habe ich den Nachtbus wieder nicht erwischt und bin zu Fuss nach Hause gestiefelt... Wie beinah jeden Tag in der letzten Woche.

Am Nachhauseweg hatte ich Zeit, über die "Arbeitsmoral" im Allgemeinen und im Besonderen nachzudenken. Der Grund waren zwei Erlebnisse des heutigen Tages:

Nr. 1
Die ganze Lobby ist leer, kein Kunde da. Während links und rechts von mir je 2 KollegInnen miteinander tratschen, räume ich die Saucen ein. Da kommt ein Kunde zur Tür herein, und weil ich die einzige bin, die das überhaupt mitbekommt, aber eigentlich grade am Arbeiten bin, sage ich zu Kollegin links - die steht gleich neben mir: "Machst du Kassa bitte?". Die mault zur anderen "Na klar, die da drüben tratschen auch, und ich soll das machen..." und quasselt einfach weiter. Die zwei rechts sind weiter entfernt und bekommen überhaupt gar nicht mit, dass da ein Kunde rumsteht. Also geh ich zur Kassa und mach das. Eh klar, ich Trottel. Die linke denkt wahrscheinlich: "Na bitte, geht doch!"

Nr. 2
Die linke Kassa und die mittlere (meine) sind von Kunden besetzt, der Kollege rechts hat grade nichts zu tun. Er steht gedankenverloren herum und starrt Löcher in die Luft, während die Pommes-Friteuse wie verrückt piepst und um Aufmerksamkeit schreit. Ein wirklich penetrantes Geräusch, aber nicht umsonst, denn: die Pommes müssen raus! Der Kollege rechts starrt einfach weiter. Noch mehr Kunden kommen rein und stellen sich an den zwei besetzten Kassen an, sie bemerken nicht, dass auch eine dritte Kassa geöffnet hat. Macht sich der Kollege wenigstens irgendwie bemerkbar, wenn er schon die Friteuse nicht von ihrem Leiden erlöst? Nein, er starrt einfach weiter. Ein freundlicher Hinweis meinerseits reißt ihn dann endlich aus seinen Träumereien und er bedient die Kunden. Das mit den Pommes erledige ich schnell zwischendurch.
Ein ähnliches Szenario gibt es an diesem Abend noch 3-4 mal. Ich kann und will ihm gar keinen Vorwurf machen, denn ich bin sicher, dass er es nicht mit Absicht gemacht hat: er hat es nur einfach gar nicht mitbekommen!

Ich neige dazu, mich an solchen Abenden selbst zurechtzuweisen, indem ich denke:
1. Ich bin vermutlich viel zu besserwisserisch, kritisch, unzufrieden, zu wenig verständnisvoll...
2. Ich sollte mich über sowas nicht ärgern sondern einfach Tacheless reden - selber schuld!
3. Ich kann nicht davon ausgehen, dass jeder meinen relativ hohen Leistungsanspruch teilt...
4. Warum mach ich mir überhaupt Gedanken, die anderen tun's doch auch nicht, und es hat vorher auch ohne mich geklappt - warum mache ich mich so wichtig?
5. Warum tu ich diese Sachen, wenn ich mich dann darüber ärgere? Warum bin ich so blöd und engagiere mich dann?
6. [...]

Allerdings hat mich ein Gespräch vor wenigen Tagen mit der Lieblingsschichtführerin aus Deutschland (Gegend um Dresden, glaube ich) dann doch hellhörig gemacht. Sie hat nämlich genau die Dinge beanstandet, die mir heute ganz auch besonders aufgefallen sind (heute war sie nicht da, sondern eine andere Schichtführerin): keiner schert sich um die Friteuse, das war in D damals ganz anders; es wurde allgemein besser zusammengearbeitet - mehr einander geholfen; generell wurde auch mehr Leistung verlangt, es war mehr Arbeit von weniger Leuten zu leisten; diese (österreich-typische?) "na is eh wurscht, kann man nix machen" - Haltung... Das sind ja im Grunde genommen auch die Dinge, die mich stören. Vor allem, weil ich dann der Typ Mensch bin, der dann einspringt und versucht, diese ganzen Lücken zu füllen. SIE ist da auch so, glaube ich - denn der Grund, warum mir das heute besonders aufgefallen ist, ist wohl der, dass sie eben NICHT da war!

Mich nervt das so, weil ich dadurch immer ziemlich schnell in die Position "Trottel vom Dienst" rutsche (war ja in der vorigen Arbeit auch nicht anders) - aber ich kann da aus meiner Haut einfach nicht raus und mir einfach auch denken: eh wurscht, ist halt so. Ich will diese Haltung eigentlich auch nicht annehmen, sie gefällt mir nicht!
Und jetzt wage ich mal, meine übliche Denkweise umzukehren und ausnahmsweise mal nicht davon auszugehen, dass ICH der Exot bin, der sich ändern muss, sondern dass ich einfach im falschen Umfeld bin. Wenn nämlich 2 oder 3 Leute zusammenarbeiten, die ähnlich ticken wie ich, dann ergänzt sich das ganz wunderbar - wie eine frisch geölte Maschine. Die Rädchen greifen ineinander, niemand hat das Gefühl ausgenutzt zu werden, jeder hilft jedem, und das Ergebnis kann sich sehen lassen und macht alle Beteiligten zufrieden.

Warum kann es nicht einfach so einfach sein?

Seufz.

Ein wenig genervt, Claudia
 

17.11.2006 um 04:09 Uhr

Sternschnuppe

von: Gadabout   Kategorie: *hach*

Stimmung: müde, was sonst um diese Uhrzeit?


Heute am Heimweg gab es wieder einmal einen wunderschönen klaren Sternenhimmel zu sehen. Ich habe daran gedacht, wie oft ich zuhause am Land (bevor das Dorf auch in der Nacht mittels Straßenlaternen beleuchtet wurde) den Nachthimmel betrachtet habe. Kennt jemand das Gefühl, wenn man hochschaut, zuerst erkennt man nur die bekannten Sternbilder, aber dann werden immer mehr und mehr Sterne sichtbar, dann die Milchstraße, und irgendwann hat man das Gefühl, da oben sind Myriaden von Sternen und der Himmel fällt einem gleich auf den Kopf? Es ist ein plötzliches Grauen, das mir dann immer direkt ins Herz gefahren ist - kalt und hart, schön und entsetzlich (wie Galadriel sagen würden...). Zugleich aber habe ich die Erkenntnis immer geschätzt, was für eine winzige Ameise ich doch eigentlich bin in diesem Universum. Ich sehne mich danach, mich wieder einmal so in den Sternenhimmel zu vertiefen, aber es ist überall viel zu hell für eine gute Sicht! Just in dem Moment, als der Wunsch immer größer wurde, habe ich eine Sternschnuppe geseh'n! Fröhlich Das erste Mal seit Jahren!

Und zufällig habe ich auf der Suche nach einen Sternschnuppenbild erfahren, dass in der Nacht von Samstag auf Sonntag (diese Woche) der alljährliche Sternschnuppenstrom (Leoniden) seinen Höhepunkt erfährt. Na vielleicht kann ich noch ein paar mehr erhaschen am Wochenende!