... die Herumtreiberin ...

28.02.2007 um 12:55 Uhr

Sammelbeitrag

von: Gadabout   Kategorie: Dies und das

Stimmung: froh, wieder (noch immer :ugly:) da zu sein...

So, liebe Leute. Heute beglücke ich die Internet-Community mit vielen Einzelbeiträgen. Weil mich das nämlich nervt, dass man nicht mehrere Kategorien pro Beitrag auswählen kann. Und wenn man dann was sucht, findet man nur die Hälfte. Ich hab gestern auch mit den "Stichwörtern" experimentiert, aber das funktioniert auch nicht so, wie ich mir das vorstelle.

Also der Reihe nach:

 Gestern war ich zuerst im Wohnbeihilfenreferat (letzte Unterlagen abgeben) und danach im Kino: "Tagebuch eines Skandals". Zum Review bitte <HIER> klicken oder runterscrollen.

 Danach hatte ich mein Bewerbungsgespräch: <KLICK>

 Heute morgen dann besonders spannend: <Fahrstunde>


Angeregt durch <Patty's Weblog> habe ich soeben folgenden Test gemacht: "Which SciFi-Crew would you best fit in?". Ich mußte zwar manche Fragen mithilfe des Wörterbuchs lösen (<LEO> sei dank!), aber ich hab's hinbekommen. Und mit dem Ergebnis bin ich auch nicht ganz unzufrieden:


You scored as Nebuchadnezzar (The Matrix).

You can change the world around you. You have a strong will and a high technical aptitude. Is it possible you are the one? Now if only Agent Smith would quit beating up your friends.


 
81%
 Nebuchadnezzar (The Matrix)
 
81%
 Babylon 5 (Babylon 5)
 
75%
 Deep Space Nine (Star Trek)
 
75%
 Serenity (Firefly)
 
69%
 Millennium Falcon (Star Wars)
 
63%
 FBI's X-Files Division (The X-Files)
 
56%
 Enterprise D (Star Trek)
 
56%
 Moya (Farscape)
 
50%
 Bebop (Cowboy Bebop)
 
44%
 Andromeda Ascendant (Andromeda)
 
44%
 SG-1 (Stargate)
 
44%
 Galactica (Battlestar: Galactica)



1. Matrix: Zwar nicht ganz meine Nr. 1, aber doch: *Fangirl* Wen's interessiert, dazu gibt es einen Bericht auf meiner Homepage: <MATRIX>

2. Babylon 5: Tja, Claudia und Babylon 5, das ist eine ganz eigene Geschichte. Ich bin nämlich Deep Space Nine - Fan von ganzem Herzen. (Meine absolute Lieblingsserie, der ich immer treu bleiben werden. *herzchen*) Ich fürchte aber, dass mir auch Babylon 5 sehr gut gefallen könnte, und aus Rücksichtnahme auf DS9 (Insider wissen: da herrscht ein Konkurrenzkampf) habe ich bisher einen großen Bogen drum herum gemacht. Sollte ich jemals genug Geld haben und mir die gesamten 5 Staffeln auf DVD leisten können, dann kauf ich mir Babylon 5 - NACHDEM ich mir die sieben DS9-Staffeln (die ich auf Video eh schon habe) zugelegt habe...

3. DS9 - no comment, siehe Punkt 2. (Star Trek auf meiner Homepage: <KLICK>)

4. Serenity: Ich weiß in etwa, worum's geht, hab mir aber weder Serie noch Kinofilm angeschaut. Die DVD vom Film liegt seit Wochen hier, ich weiß aber nicht, ob ich nicht doch vorher die einzelnen Folgen... *nichtsoeinfach*

5. Star Wars: naja, brauch ich irgendwie so gar nicht...

6. X-Files: lange gern geguckt, aber es wurde dann irgendwie immer blöder, ich bin etwa bei der Hälfte ausgestiegen.

7. Enterprise D: Das ist doch die unter Captain Picard's Kommando, wenn mich nicht alles täuscht? Ohhh ja, da würde ich gerne eine Weile Dienst tun. Als Austauschstudent, falls DS9 mich grade entbehren kann. Fröhlich

8. und 9.: Farscape - nie gesehen, Cowboy Bepo - völlig unbekannt.

10. Andromeda: mein zweiter Liebling. *schmacht* So herrlich schräg, dass es mir schon wieder gefällt. Trance Gemini *hach*, Telemachus Rhade *schmacht*, Dylan Hunt *respekt* (Auch Andromeda hat sich auf meiner Homepage eine eigene Seite verdient, wenn auch eher kurz und bündig: <ANDROMEDA>)

11. SG-1: Hier gilt ähnliches wie für die Enterprise D: Nicht auf Dauer, aber für eine Weile: gern! Aber nur, wenn auch Daniel Jackson grade Dienst tut! Fröhlich Ich muss aber gestehen, dass ich die letzten 2-3 Staffeln nur sehr lückenhaft gesehen habe...

12. BSG: nie gesehen


So, wieder eine Menge Zeit und Platz mit völlig unnötigen Dingen verplempert. Naja, wer hat, der hat eben. Fröhlich

Viel Spaß mit den anderen Berichten!

Claudia

28.02.2007 um 12:53 Uhr

Fahrschule

von: Gadabout   Kategorie: Frau am Steuer!

Stimmung: *bibber*

 Jaaaa... Lange, lange hab ich's hinausgeschoben, das letzte Mal hinterm Steuer gesessen bin ich im Jänner 2006 (erste "Perfektionsfahrt"), das letzte Mal richtig gefahren im Juni 2005 (bei meiner LKW-Prüfung). Da ich aber bis Ende März nun den Rest der 2. Phase absolvieren muss, um den Schein zu behalten, muss ich mich nun echt ranhalten. Daher die Fahrstunde heute. Ich habe den Fahrlehrer gleich mal schwarzmalerisch auf das Kommende vorbereitet, und so sind wir zuerst zum Übungsplatz gefahren. Sehr entspannt, denn ich saß am Beifahrersitz. Fröhlich


Am Übungsplatz folgten kurze Übungen: anfahren, halten, rückwärts, halten. Zu meiner Überraschung hat das alles problemlos geklappt. Ein Hoch an dieser Stelle an die leidgeprüften und sooooo geduldigen Fahrschulautos! *dickerschmatz* Das blaue Wunder erlebt man dann halt erst später mit dem erstbesten Privat-PKW. Wurscht. Dann Achterfahren zum Lenken-üben und Runden fahren zum Schalten und Zielbremsen. Auch nicht wirklich schwierig. Also haben wir uns gleich hinausgewagt in die freie Wildbahn. Schon noch in der Stadt, aber natürlich nicht im Zentrum, also: Ampeln und viel Verkehr, aber keine Straßenbahnen... Und so haben wir uns dann durch die Gegend geschlängelt, raus aus der Stadt, durch Dörfer und über Berge (Steinbergstraße: eng und kurvenreich!). Im Großen und Ganzen war Fahren an und für sich überraschend einfach, allerdings fehlt mir schon der Überblick. Ich sehe manchmal Ampeln recht spät, und auch wenn ich sie frühzeitig sehe, funktioniert das mit dem Hinbremsen nicht g'scheit. Also das Bremsen schon, aber das rechtzeitig runterschalten. Keine Ahnung. Den Schulterblick mach ich zwar alibihalber, aber Tatsache ist: ich seh dabei nix. Mein Gehirn schafft es nicht, in der kurzen Blickzeit irgend etwas zu erfassen. Und manchmal neige ich dazu, zu weit nach rechts an den Straßenrand zu geraten - immer wenn es mir vermeintlich links zu eng wird. Da fehlt einfach das Gefühl für den Seitenabstand, und der Respekt vorm Entgegenkommenden ist zu groß. Schon alleine das ist ein Grund, sich auf dem Beifahrersitz wohler zu fühlen. Fröhlich

Der Fahrlehrer war eigentlich sehr positiv überrascht und meinte, dass ich nach so langer Zeit echt stolz auf mich sein könnte... Auch hier wieder das "Problem", das mich schon mein Leben lang begleitet: Mein subjektives Gefühl von Überfordertsein paßt überhaupt nicht zum objektiven Eindruck. Oder verständlicher ausgedrückt: Weil ich auch solche Situationen recht passabel meistere, nimmt mir niemand ab, wie es mir tatsächlich dabei geht. Denn noch immer es für mich völlig unvorstellbar, alleine mit einem Auto irgendwohin zu fahren. Übungsplatz geht grade noch, aber raus? Nein danke. Und beim Fahrsicherheitstraining bin ich dann allein. Ganz allein. Stundenlang.

*grusel*

28.02.2007 um 12:50 Uhr

Bewerbunggespräch oder Unternehmensberatung?

von: Gadabout   Kategorie: Job/Ausbildung


 Ja... das war die große Frage gestern abend! Das Gespräch dauerte von 19:00 bis 21:00 Uhr und fand in den privaten Gemäuern (= Büro) des Chefs eines kleinen Tischlereibetriebes statt.

Aber von vorne:
Ich hatte am Donnerstag ja insg. 13 Stk. "Blind"- Bewerbungen verschickt (alles Tischler hier in der Gegend) mit der Absicht, für 8 - 10 Stunden in der Woche eine Nebenbeschäftigung zu finden (Büro, Sekretariat). Diese Arbeit habe ich im Prinzip ja schon früher gemacht, daher meine Hoffnung einer etwas besseren Bezahlung als bei McDonalds & Co. Der Status Quo nach 6 Tagen: Von den 13 Bewerbungen ist bis heute eine "unbekannt verzogen" retourgekommen, ich habe eine Absage per email erhalten (kein Bedarf) und eine Einladung zum Gespräch: gestern abend eben.

Ausgangsposition: Sehr kleiner Betrieb, der eine Sekretärin mir Halbtagsbeschäftigung hat und trotzdem mit der Büroarbeit (v.a. mit der Rechnungslegung) überhaupt nicht zurechtkommt. Wenn ich vergleiche mit meinen bisherigen Erfahrungen, würde ich sagen: katastrophal. Da sind zum Teil Aufträge aus dem Jahr 2004 noch immer nicht fakturiert.
Die Anforderung an mich wäre eben: mithilfe meiner bisherigen Kenntnisse rausfinden, woran es hakt und eine Umstrukturierung bewirken.

Klingt unheimlich spannend, auch wenn ich mich am Ende selbst wegrationalisieren werde. Da ich aber ohnehin momentan nicht weiß, wie ich im Sommer und ab Herbst zeitlich unterwegs bin, wäre mir das zum jetzigen Zeitpunkt egal. Chef und Chefin sind unheimlich nett, die Atmosphäre scheint recht familiär und menschlich zu sein, ich warte nun also auf eine Zu- oder Absage, denn es ist überhaupt noch nicht klar, ob und wie ich da mit der bereits im Betrieb befindlichen Sekretärin zusammenarbeiten könnte. Ich hoffe nur, dass die Entscheidung nicht annähernd so lang dauert wie die Rechnungslegung. Fröhlich Weil ich jetzt nämlich nicht ganz sicher bin, ob ich nicht doch noch ein paar Bewerbungen verschicken soll. Andererseits zeigt mir meine Erfahrung: solche Sachen ziehen sich in meinem Leben immer in die Länge.

Also wieder mal: warten...

28.02.2007 um 12:45 Uhr

"Tagebuch eines Skandals"

von: Gadabout   Kategorie: Film, TV, Buch

Stimmung: :o)

 Tagebuch eines Skandals

Ich gebe zu, ganz unvoreingenommen konnte ich mir den Film nicht anschauen. Zum einen, weil ich in Cate Blanchett große Erwartungen setze, zum zweiten, weil man über den Film ja auch nur Gutes zu hören bekommt. Cate Blanchett war unter anderem quasi schon als Oscar-Garantie gehandelt worden. Erstens kommt es anders und...

Der Film ist ungewöhnlich. Es beginnt damit, dass man die Welt nur durch Barbara's (Judi Dench) Augen sieht: ihre Stimme kommentiert das Geschehen, während sie die Erlebnisse ihrem Tagebuch anvertraut. Auch die Ereignisse zwischen Sheba (Cate Blanchett) und ihrem Schüler Steven (Andrew Simpson) erfährt man erst, als Barbara es von Sheba erzählt bekommt. Man vergißt aber trotzdem immer wieder, dass man eigentlich nur durch Barbara's Augen blickt.

Der Film wird dominiert von den beiden Frauen, die ihre jeweilige Rolle überzeugend darstellen, auch wenn ich mich anfangs erst an Judi Dench gewöhnen mußte - kenne ich so doch eigentlich nur in der Rolle der "M" aus James Bond. Und da tritt sie naturgemäß wesentlich souveräner, glatter und weniger boshaft auf. Auch Sheba's Mann Richard (Bill Nighy, der mir zwar unheimlich bekannt ist, den ich aber nicht zuordnen kann) spielt eine eher untergeordnete Rolle.

Der Soundtrack wurde mit einem Oscar ausgezeichnet - er hat sich offensichtlich perfekt in den Film eingefügt, denn er ist mir kein einziges Mal aufgefallen (anders als zB bei "One Way", der mich als Film genervt hat, und - was mich betrifft - von der tollen, beschwingten musikalische "Untermalung" übertönt wurde).


Was gibt es allgemein über den Film zu sagen? Lacher gibt es kaum (abgesehen von einigen zynischen Kommentaren eher am Anfang des Films), aber es ist nun mal keine Komödie. Es fiel mir streckenweise schwer mich zu konzentrieren, was eher ungewöhnlich ist, weil ich mich eigentlich gerne von der Handlung mitreißen lasse. Die Geschichte an und für sich ist sehr interessant, aber richtig Spannung kam bei mir nicht auf - ein Psycho"thriller" mit überraschenden Wendungen ist es nicht (auch wenn sich hier mein Erleben anscheinend von anderen Kritiken unterscheidet). Weil man ja durch die Erzählweise (Barbaras Tagebuch) eigentlich immer informiert ist über ihre Pläne und Intrigen. Sheba ist diejenige, die keine Ahnung hat, aber ich habe mir zu keinem Zeitpunkt wirklich Sorgen gemacht, dass Barbara vielleicht am Ende doch ihren Willen bekommen wird.

Absolut überzeugend und nachvollziehbar waren für mich die unterschiedlichen Probleme der beiden Frauen: Die eine isoliert und einsam, ihren eigenen Phantasien hinterherträumend aber unfähig, vernünftig damit umzugehen - sie beschreitet einigermaßen bizarre Wege, um Kontakte zu knüpfen und Menschen an sich zu binden. Die andere äußerlich glücklich, aber innerlich auf der Suche, ohne zu wissen wonach, vertrauensvoll und leichtgläubig. Ihr Leben: geradlinig, moralisch einwandfrei und langweilig.

Fazit:
Ich habe in den letzten Monaten Filme gesehen, die mich mehr begeistert haben, allerdings ist "Tagebuch eines Skandals" bestimmt eine Geschichte, die ich mir öfter ansehen kann/muss/möchte!

Erfahrungsberichte im Netz:

www.ciao.de und www.dvd-forum.at
 

26.02.2007 um 21:01 Uhr

Oscar und "Sonnenuntergang einmal anders"

von: Gadabout   Kategorie: Knips!

Stimmung: hmmmm...?


Also: ich bin enttäuscht. Ich bin ja kein fanatischer Oscarnacht-Gucker und habe mir die Ergebnisse erst irgendwann am Nachmittag zu Gemüte geführt. "Departed" fand ich im Großen und Ganzen ja nicht schlecht (der Film war mir grade mal einen Absatz wert: <<KLICK>>), aber oscarreif... naja. Geschmäcker sind anscheinend sehr verschieden. Aber dass Cate Blanchett keinen Oscar bekommen hat, nehme ich jetzt persönlich. *grummel*

Ich fange nämlich gerade an, ein richtiges Fangirl zu werden.  Sie ist in diesem Jahr auch recht oft im Kino zu bewundern... Und morgen schau ich mir "Tagebuch eines Skandals" an, jawohl!



Und jetzt:

"Sonnenuntergang einmal anders"








25.02.2007 um 12:26 Uhr

Der Fotostory vorläufig (?) letzter Teil

von: Gadabout   Kategorie: Heim und Herd

Stimmung: ok
Musik: "Pressestunde" im TV als Hintergrundrauschen


Endlich kann ich die lange angekündigten Bilder meiner frisch geputzten Wohnung nachreichen. Da der Besuch der Eltern kurzfristig auf Freitag vorverlegt wurde, war's dann noch ganz schön stressig mit Aufräumen. Aber ich habe es geschafft und auch zahlreiche Fotos gemacht.

Der Rundgang beginnt im Vorraum:


Rechts im Bild die Wohnungstür mit Graz-Stadtplan, daneben Garderobe und Spiegel mit Schweinchen-Bilderrahmen (von meiner Schwester gebastelt) und Regal.


Schwenk nach rechts: WC-Tür (da schau ma jetzt aber nicht rein!) und Eingang zum Bad. Rechter Bildrand: Pinnwand mit Fotos, Post- und Glückwunschkarten,...



Blick ins Bad - klein aber fein. Sogar mit Badewanne! Leider ist der Warmwasserboiler so klein, dass ich die Wanne nicht mal halb voll bekomme. Das hat bestimmt ein Architekt geplant... Wütend



Blick ins Wohn-/Schlaf-/Arbeitszimmer... Im Hintergrund Loggia und genialer Ausblick. Die Loggia erspare ich uns vorläufig, denn da herrscht das blanke Chaos. Vielleicht in 2 oder 3 Monaten...



Die "neue" Schlafstelle. Früher war da mal die Couch, aber die mußte eben auf die Loggia hinaus. Besonders toll finde ich meine großzügige Ablage für Bücher, Kerzen und sonstigen Krimskrams. Unter der Pflanze (hinter der Pferdegesicht-Decke) versteckt sich unschätzbar viel Platz für Zeugs.




Kleiderschrank mit Schiebetüren, an der Seite Mondkalender und "Wege zum Träumen"-Kalender, dahinter das verwaiste Hochbett mit Stauraum drunter.


Und so siehts drunter aus:
Meine inzwischen fast weltberühmten Klinkerziegel-Regale mit Büchern, Büchern, Büchern...




Früher mal war das da mein Bett. Aber weil ich da drin überhaupt keinen erholsamen Schlaf finden konnte - und das über Monate hinweg - habe ich es nun zum "Mutziland" ernannt. Inklusive reichlich Platz für Bücher...



Themenwechsel!
Meine Fernsehecke mit feudal-großem TV-Gerät und ein paar dekorativen Relikten vom "Afrika-Dschungeleck" aus dem Göllersdorfer Haus. Und Videokassetten-Sammlung.



Daneben der Schreibtisch mit Mini-Monitor und Maxi-Drucker (der sollte entsorgt werden, ich hab ihn dann geschenkt bekommen). Rechts schon ein kleiner Einblick in die Küche...


Vorher aber noch ein Detail der "Galerie". Hoffnungslos überladen, aber eine wichtige Erinnerungen-Sammlung. Pferdepuzzle, viiiiele Daisy-Bilder (ein geringer Teil dessen, was ich eigentlich noch aufhängen könnte), sinnlose kleine Accessoires und meine Musik-CD's.



Weiter geht's zur Katzen-Futterstelle; im Hintergrund mein kleines Kästchen (Esche furniert), das ich in der Schule selbst getischlert habe. Ich mag es. Es hat schon einige Umzüge hinter sich und wird mich auch weiterhin begleiten. Darüber: Regal mit ... Büchern! Rechts der (einzige) Küchenschrank.



Bitteschön, die letzte Station: Mini-Küche mit Mini-Boiler und Mini-Waschmaschine. Ich liebe diese Waschmaschine. Sie ist außen so ... klein ... und innen paßt so viel rein! (Hoi, habe ich grade einen genialen Werbespruch erfunden?) Die Küche ist im Übrigen der Raum mit den meisten Ikea-Accessoires: Stangen mit den Körbchen und Haken, die Kunststoff-Schneidbretter und das gläserne Regal"brett" ganz rechts. Und auch Teile des Geschirrs (v.a. Auflaufformen).
Das Puzzle an der rechten Wand hängt nur aus Platzgründen da herum. Ich wußte damals beim Einzug einfach nicht wohin damit (es ist so groß, dass ich es nirgends geschützt lagern konnte), also habe ich es kurzerhand an die erstbeste freie Wand genagelt.



Ordnung ist das halbe Leben...




So, und das war er auch schon - der kurze Rundgang durch die kleine Wohnung. Kaum zu glauben, dass ich mich von fast 150m² plus Garten auf 32m² plus Loggia geschrumpft habe. Und ich hab gar nicht das Gefühl, besonders viel weggegeben oder zurückgelassen zu haben.

Schönen Sonntag wünsche ich noch!

Claudia

22.02.2007 um 15:32 Uhr

Lady Trudi - Musikvideo

von: Gadabout   Kategorie: *hach*

Stimmung: festgebissen
Musik: Cat Stevens - Lady D'arbanville


Das haben wir nun davon. Ich hab wirklich keine Fotos geknipst. Aber viele kurze Videos aufgenommen. (Man nehme mir bitte endlich die Kamera weg!) Und dann hab ich auf meinem PC doch noch ein Programm gefunden zum Bearbeiten. Und zum Musik drüberspielen. Und daher habe ich in den letzten 2 Stunden das erste Musikvideo meines Lebens hergestellt. Es ist natürlich nicht perfekt: Die Hintergrundgeräusche hab ich nicht wegbekommen, das Ende ist ein wenig abrupt und mit 20MB ist die Datei noch ganz schön groß. Aber wie wie heißt es so schön? Nobody is perfect. Und: Trial and error. Und zu guter letzt: Übung macht den Meister!

Also, viel Spaß mit:



Aber jetzt geh ich ... hmmmm ... war da nicht noch was ... ?





EDIT um 16:15 Uhr:

Eins muss ich dringend noch loswerden:

Die Balkontür ist sperrangelweit offen, die pralle Sonne scheint herein, die Katze schläft am Bett, Robbie Williams singt lautstark "Me and my monkey" und "Mr. Bojangels", der Backofen macht grade mein "Mittag"essen, das Geschirr ist gewaschen, ich tanze und singe durchs Zimmer... Das wird doch nicht der Himmel auf Erden sein?

Today, Sisters, life is good!



22.02.2007 um 13:39 Uhr

Ein paar Worte...

von: Gadabout   Kategorie: Dies und das

Stimmung: :o))))
Musik: Alan Parsons Project - The Eagle Will Rise Again


...zur aktuellen Lage. Und keine Bilder, versprochen!

Also, wo fange ich an?

Ach ja: Eigentlich wollte ich diesen Beitrag schon vor einer Stunde schreiben, aber ich bin bei blogigo nicht reingekommen. Und ins Forum auch nicht. Beschäftigt An und für sich schon ein Grund zum Verzweifeln. Zum Glück haben alle denkbaren anderen Seiten funktioniert (Selbsthilfegruppe für forumslose Internetbenutzer). Und jetzt - komm ich hier und ins Forum wieder rein. Ist das nicht mysteriös? Ich hab da immer das Bild im Kopf, dass im Moment eben irgendeine Zufahrtsstraße gesperrt ist. Funktioniert Internet so? Keine Ahnung.

A propos funktionieren: Mein PC ist in den letzten Tagen einige Male beim Hochfahren auf halber Strecke steckengeblieben. Das erfreut mich ganz und gar nicht, denn da steh ich mit meinem Computer-Halbwissen echt am Schlauch. Sonst funktioniert aber alles einwandfrei. Vielleicht sollte ich doch einfach mal wieder meine ganzen Daten auf meine externe Festplatte sichern... Fröhlich Man kann nie wissen.

 Vom AMS habe ich heute die Zuschrift bezüglich des Notstandsgeldes erhalten. Ich bekomme tatsächlich ab Ende Februar 92% des Arbeitslosengeldes. Genehmigung erteilt bis: 24.02.2008 - allerdings habe ich nicht vor, es so lange in Anspruch zu nehmen...

 13 - meine neue Glückszahl. Hoffentlich. So viele Bewerbungen habe ich heute nämlich abgeschickt. Um nebenher noch Geld dazuzuverdienen. So nett das mit den 92% auch ist - leben kann ich davon nicht. Und McDonalds behalte ich mir also Notlösung im Kopf. Wenn gar nix anderes geht...

 Samstag hab ich einen Gesprächtermin mit meinen Eltern - wegen der Finanzierung meiner Aus-/Um-/Weiterbildung. Das wiederum ist ein sehr guter Anlaß, um endlich...

 ...meine Aufräumaktion hier zu beenden. Jetzt ist diese Wohnung eh schon so winzig klein, und trotzdem finde ich kein Ende. Gah!


Das war's eigentlich auch schon für heute. Draußen scheint die Sonne, es ist frühlingshaft warm (ich weiß, dass ich nun wirklich nichts Neues, aber ich bin jeden Tag aufs Neue fasziniert), die Katze galoppiert wie ein Wahnsinnge herum (aber sobald ich die Kamera einschalte, ist es vorbei) und die Vögel zwitzschern draußen derart laut, dass man meinen könnte, es sei bereits April oder Mai.

So long...

Claudia

21.02.2007 um 01:32 Uhr

Faschingdienstag...

von: Gadabout   Kategorie: Unterwegs...

Stimmung: geschafft!


...und ich bin nicht nur blöd daheim herumgesessen! Fröhlich Ich habe mich nämlich frühmorgens sehr spontan entschlossen, die längst fällige Reise nach Knittelfeld zu machen - und das trotz drohender Faschingsfeiern und -umzüge. Das Wetter war wunderschön, ich hab' die ganze Speicherkarte vollfotografiert (!) und der folgende Bericht wird sehr sehr lang werden... Auf der Karte (zum vergrößern anklicken!) habe ich einige Stationen mit Punkten gekennzeichnet - diese finden sich auch anschließend in Text und Bild wieder.



.1
Bahnhof in Knittelfeld:


Ist das nicht süß?


Warum muss ich hier an die Harry Potter - "Nocturn Alley" denken?


Für Gabi:


.2
Mein magischer Fixpunkt:
Dieser Kirchturm ist von fast überall aus zu sehen und
daher als Orientierungspunkt prädestiniert:

Natürlich gibt es hier auch sehr nette Gassen/Straßen:

Und es ist halt doch Faschingdienstag:


Am Kapuzinerplatz treffen sich die Knittelfelder Faschingsnarren: Jedes Musikstück wird mit einer Trillerpfeife eingeleitet - und als ich dann "schrill, schrill" und danach "Final Countdown" von Europe höre (in der Blasmusikfassung), muss ich wirklich lachen. Irgendwie klingt es so ... verzweifelt begeistert...



Vieles hier ist mit Liebe zum Detail gemacht:

Ich habe auch herausgefunden, warum Knittelfeld eine so extrem hohe Bevölkerungsdichte hat:
1. gibt es hier wirklich viele Hochhäuser für so eine Kleinstadt
2. besteht diese Stadt im Prinzip nur aus dem Stadtkern. Wann immer man glaubt, man kommt jetzt an den Stadtrand, stellt man fest, dass man sich schon im angrenzenden Dorf befindet. Daher ernenne ich den heutigen Tag zum "Tag der Ortsenden". Ihr werdet schon sehen warum...



HA-HA! Wo es so ein Schild gibt, sind für gewöhnlich auch Pferde nicht weit!

Häh? Hab ich was verpaßt?
Eine Ortsende-Tafel, ohne dass ich je einen Ortsbeginn passiert habe?
(Achtung: Das ist erst der Anfang!)


Jö, und die Autobahn (äh, Schnellstraße) hab ich auch gefunden!
Leider ist das Bergmassiv im Hintergrund (könnten die Seetaler Alpen sein,
bin aber nicht sicher) nur zu erahnen...


.3
Wendepunkt - hier drehe ich vorerst wieder um. Ich denke, das ist vom Sonnenstand her die bessere Lösung. Wenn ich in die "interessantere" Richtung schaue, habe ich nämlich immer nur Gegenlicht. Und das in Verbindung mit leichtem Dunst = keine besonders schönen Bilder...




Na bitte, dachte ich mir's doch!

Schon wieder ein Ortsende ohne Anfang - aber endlich, es geht auch anders:


Ich spaziere nun auf dem direktem Weg durch die Stadt in Richtung Südosten - zur Hügelkette auf der anderen Seite von Bahnstrecke und Mur. Als ich mich umdrehe, erstarre ich für einen Moment: Majestätisch ragt ein schneebedeckter Berg über den Dächern auf. Für mich als Flachländler ist das immer wieder beeindruckend und ein wenig einschüchternd. Aber das ist das sympathische an dieser Gegend: Die Berge sind nah und hoch genug, um imposant zu sein, aber doch nicht so nah, dass sie erdrückend und bedrohlich wirken. Ich würde jetzt gerne den Namen dieses Gipfels nennen, aber leider konnte ich nicht eindeutig fündig werden. Es könnte einer von den Gipfeln der Seckauer Alpen sein mit einer Höhe bis zu 2400m.


Mach es wie die Sonnenuhr, zähl' die heit'ren Stunden nur!



Hier gibt es nicht nur Pferde, sondern auch Kühe
- wir sind halt doch schon fast auf der Alm!


.4
Innerhalb weniger Minuten passiere ich Ortsanfang und -ende:


Thalberghof! Merken! Da gab's nämlich vorher auch schon eine Zufahrt. Das bedeutet: Es kann eigentlich keine Sackgasse sein, oder? Aber trotzdem: Von nun an wird's nämlich ziemlich "einöd"...



Na los, und nun alle gemeinsam:
 HEIDI! HEIDI! Deine Welt sind die Berge...


 HEIDI! HEIDI! Denn hier oben bist du zuhaus...


 Dunkle Tannen,... (*)

 ..."grüne" Wiesen im Sonnenschein...


 HEIDI! HEIDI! Brauchst du zum Glücklichsein!




(*) Das war echt gruslig. Da war nebenan eine Starkstromleitung, die hat ziemlich laut gesurrt, aus der Ferne war der Lärm eine Baggers zu hören, von den Bergen links und rechts hallte es wider, dazu das Geschrei der 15 - 20 Krähen, die in einem Schwarm aufflogen. Leider habe ich das nicht auf Foto bannen können.

.5
Heissa, da isser wieder!

Zu dem Zeitpunkt war ich schon ca. eine Stunde lang (es kam mir vor wie drei) immer tiefer in dieses Tal gewandert und wurde langsam mutlos, weil sich gar keine Richtungsänderung (nämlich um den Berg herum und wieder aus dem Tal raus) abzeichnete. Und umdrehen, den ganzen Weg zurück? Nein, bitte nicht!



Tatsächlich. Ich hab ihn gefunden, diesen Hof. Am "Gipfel".
Hier gibt's Mietzekatzen.

Der erste Blick runter auf die Stadt. Die Hatscherei hat sich also gelohnt.

Ohhhh... Und wie!


.6
Es war einmal ... ein Weg. Und dieser Weg sah sehr vielversprechend aus. Man kann ihn auf dem Bild da unten sehen. Jedenfalls sah er weit besser als der andere (der war es nicht mal wert, fotografiert zu werden!) - denn dieser andere Weg führte wieder bergauf! Und doch: "Mein" Weg endete ganz plötzlich, und ich mußte ein beträchtliches Stück wieder zurückgehen. Argh! Warum passiert mir das ständig? (Wie zum Hohn habe ich ihn später sogar auf der Karte gefunden - mit dem Ende im Nirgendwo...)



Kommando retour, schon bin ich wieder auf Kurs.
Der erfahrene Waldläufer und Fährtenleser weiß natürlich sofort:
Hier waren Pferde unterwegs!


Wenigstens geht es wieder bergab, wenn auch in die völlig falsche Richtung...

Aber tatsächlich: Irgendwann lande ich wirklich wieder unten, am Ufer der Mur.

.7
Mur-Brücke:


Und hier meine dreckigen Latschen.
Der Rückweg durch den Wald war nämlich ganz schön matschig und rutschig.


Ich habe noch nie in so kurzer Zeit (zu Fuß)
so viele verschiedene Ortstafeln gesehen...


Na bitte, geht doch:



Links im Bild wieder mein Orientierungspunkt, rechts eine sehr imposante Volksschule.

Auch in Knittelfeld sind die Sträucher vom frühlingshaften
Wetter verwirrt und blühen fröhlich drauf los:

.8
"Mittags"pausenstation:
Das erste Mal wieder bei McD. seit... naja, eh schon wissen...




Irgendwo da auf dem Berg bin ich wohl herumgekraxelt:

MUHUUUU!


.9
Eine eindrucksvolle Villa auf einem "Gipfelchen" -
leider kommt man nicht besonders nah ran, weil:
"Privatbesitz - Betreten verboten"

Oh weia. Solche Wege haben es mir wirklich angetan:

.10
Da ich hier von aus einen wirklich tollen Ausblick auf die Stadt, das Umland und den bevorstehenden Sonnenuntergang habe, mache ich eine Pause und ruhe meine schon arg beanspruchten Beine aus. Und so warte ich...

...mache dämlich Bilder...


...und warte...

...drehe Filmchen mit der Kamera:
RUNDUMBLICK - Video ...
(Tipp: runterladen und mit halber Geschwindigkeit abspielen,
dann wird man nicht ganz so schwindlig dabei...)

...und warte...

Wann beim Teutates geht hier die Sonne endlich unter?

...und spaziere ein wenig das Bächlein entlang...

(Hier werde ich später drüberspringen.
Ich bin früher unheimlich gern und ständig über Gräben gesprungen.)


Na endlich! Die Sonne verschwindet hinter den Bergen!
(Da bekomme ich aber von meinem Balkon aus
malerischere Sonnenuntergänge vor die Linse!)

Leider existiert kein Beweisfoto, aber ich bin tatsächlich über den Bach gesprungen!

(Ich hätte aber auch einfach die Brücke nehmen können...)

Hach, wie auf einer Postkarte!
(Müßte ich raten, würde ich sagen:
Speikkogel/Hochalmkogel/Ameringkogel (2187m)/Größenberg)

Armes Kettenhündchen.




.11
Wieder unter der Autobahn (äh, Schnellstraße) durch:


Noch mal Postkarte:




Na ok, malerisch ist es hier auch, ich hab nur nicht lange genug gewartet. Aber es wird, sobald die Sonne weg ist, ziemlich bibber-kalt. (Also verhältnismäßig halt. Im Vergleich zum strammen Fußmarsch bei strahlendem Sonnenschein.)



Ziemlich planlos "irre" ich durch die Stadt - immer der Nase nach. Grade als ich meinen Orientierungssinn ernsthaft in Frage stellen will, erblicke ich "meinen" Kirchturm. Funktioniert also doch, meine Kompassnase!





Nun bin ich glücklich und sehr zufrieden wieder zuhause angekommen. Ich bin nicht nur in Knittelfeld (und Gegend) verliebt, ich möchte schon fast sagen: ich habe mein Herz verlor'n... Allerdings bin ich jetzt nur noch müde, mir tun die Beine weh (habe ca. 23"Karten"kilometer zurückgelegt, aber ohne Berücksichtigung der kleineren Umwege und Höhenmeter - es könnten also durchaus fast 30km gewesen sein), im Gesicht habe ich einen Sonnenbrand und für die Bearbeitung der Bilder und diesen Eintrag habe ich etwa gleich lang gebraucht wie für die Wanderung. Aber es hat sich gelohnt...

Ich werde da auf jeden Fall mal wieder vorbeischauen. Im Frühjahr. Und im Sommer. Und natürlich im Herbst!



Alles Liebe!

Claudia


19.02.2007 um 19:09 Uhr

Abendstimmung und Katzengejammer

von: Gadabout   Kategorie: Knips!

Ohne Worte:





Und hier gibts ein Video von Katze Trudi zum Downloaden:

SM-Katze: Jaaaa, fester, fester!

(Achtung: 18MB groß. Falls mir jemand sagt, wie ich das Video
speicherplatzmäßig kleiner bekomme, bitte sehr!)

19.02.2007 um 12:42 Uhr

Dies und das

von: Gadabout   Kategorie: Dies und das

Stimmung: :o)
Musik: Tanita Tikaram - Twist in my sobriety


"Lange" nichts von mir gehört, stimmts? Das liegt daran, dass ich Freitag und Samstag wieder in Wien auf Seminar war. Und gestern hab ich den nebligen Sonntag einfach im Bett, mit Buch, PC und TV vertrödelt. War auch ganz nett.

Heute war ich aber schon fleißig. Zum einen hab ich meinen Antrag auf Notstandsgeld beim AMS abgegeben und erwarte mit Spannung das Schreiben. Danach war ich noch beim Friseur und hab meine Haare ein wenig kürzen lassen:



Wirklich anders ist es ja gar nicht, nur der Übergang kurz-lang ist deutlicher. Das wollte ich eigentlich von Anfang an schon so, aber es dauert immer, bis ich die Friseurinnen auch davon überzeugt habe. Jedenfalls kitzelt es jetzt. Echt witzig. Genau am Übergang, bei jedem Schritt. Daher habe ich heute die ganze Zeit ein leicht debiles Grinsen im Gesicht.
Und falls das mit meiner Ausbildung nix wird, dann geh ich halt zum Bundesheer. Die passende Frisur hab ich ja schon.

Seltsame Dinge passierten, als ich wieder nach Hause kam: Wie üblich war die erste Aktion: Computer an! Dabei streikte dann der Monitor. PC lief lautstark, Monitor schwarz. Verdammt! Der wird doch nicht jetzt den Geist aufgeben! Katastrophe! Also an allen Kabeln gerüttelt, hilft nicht. Also PC noch mal aus und ein. Und siehe da: Monitor springt wieder an! Puh, Gott sei Dank!
Zwei Minuten später: Lautsprecher gibt keinen Ton von sich. AAAARGH! Was ist denn nur los? Waren die Heinzelmännchen inzwischen hier? Also flink unter den Schreibtisch gekrochen: Der Stecker war rausgezogen. Häh? Gestern abend funktionierte noch alles, und ich hab bestimmt nichts ausgesteckt, das wüßte ich. Und dass ich schlafwandle, wäre auch was ganz Neues... Sehr eigenartig. Eindringlinge? Erdbeben? Egal, jetzt funktioniert wieder alles. Nur nicht zuviel drüber nachdenken.


 Da der PC ja wieder ging, habe ich zuerst mit meiner Bank Kontakt aufgenommen und um Erweiterung des Überziehungsrahmens gebeten. Eigentlich wollte ich das nicht mehr tun. Aber bevor ich jetzt wochenlang herumzittere, ob sich's denn ausgeht (weil die größeren Ausgaben immer Anfang des Monats abgebucht werden, das Geld aber erst eine Woche später aufs Konto kommt), mache ich das lieber so - und habe eine Sorge weniger... Wieder ein loses Ende eingefangen und verknotet. Hach, tut das gut!

 Einen weiteren Faden habe ich gekappt: Die Praxisfall Mediation mit meinem Kollegen. Die Situation hat mich in den letzten Tagen und Wochen schleichend immer mehr belastet, und am Seminar ist dann der Groschen dahingehend gefallen, dass ich die Zusammenarbeit beenden möchte. Abgesehen davon, dass ich momentan meinen Kopf überall habe nur nicht bei meinen Klienten, harmoniert auch das Team nicht so wirklich - wir sind einfach zu unterschiedlich. Interessanterweise hat sich just heute Vormittag eine neue Möglichkeit einer Zusammenarbeit aufgetan!

 NOWA hat mich soeben auch noch mal angerufen und bestätigt, dass der Kurs ok geht. Ich war zwar schon davon ausgegangen nach dem Gespräch vom Donnerstag, aber dass ich es jetzt ganz fix habe, stört mich natürlich auch nicht.

Schönen Wochenanfang!

Claudia


Noch ein PS.: Das Foto habe ich vor ein paar Tagen gemacht. Den Vogel, der durch das Bild fliegt, habe ich erst grade bemerkt. So ein Glück aber auch!



15.02.2007 um 16:07 Uhr

Klein-Claudia in der großen Stadt...

von: Gadabout   Kategorie: Unterwegs...

Stimmung: müde aber :o)
Musik: Gigi d'Agostini: La Passion


Puh, endlich wieder da! Ich war ja gar nicht so lange weg, aber der Tag hatte es durchaus in sich - und der Bericht in seiner vollen Länge beweist das. Nur Mut, denn es wird keine Kurzfassung davon geben!

Der Tag begann heute schon mal gaaaanz toll: Der Wecker hat nicht geklingelt! Oder: ich habe ihn nicht gehört, weshalb ich um eine Stunde verschlafen habe: Ich wollte mich nämlich schon um 8:00 Uhr auf den Weg zum Hausverwalter machen.

Nein halt, der "Tag" begann eigentlich schon früher! Und zwar um 00:30 Uhr nachts, da hab ich mich nämlich ins Bett begeben. Um dann, ca. 1,5 Stunden später wieder rauszukriechen: ich könnte nämlich ums Verrecken nicht einschlafen. Dieses Mal wußte ich aber wenigstens warum: Mir gingen die aktuellen Mühseligkeiten noch immer im Kopf herum. Was habe ich also gemacht? Richtig: PC aufgedreht und Weblogs gelesen! Fröhlich Was sonst? Um 3:00 Uhr hab ich es ein zweites Mal versucht und konnte dann auch endlich einschlafen.

Um 8:00 Uhr sprang ich also mit geröteten Augen und ziemlich unausgeschlafen aus dem Bett. Da ich aber zum Glück in der Früh ziemlich gut in Schwung komme, saß ich 20min später bereits in der Straßenbahn - in Richtung Norden, zur Hausverwaltung. /Vorher registrierte ich noch im Halbschlaf, dass die Bäume an der Hausvorderseite bis auf 2 alle umgeschnitten worden waren. Wer macht sowas? Traurig/ Nach einem forschen Fußmarsch bei trübem Wetter näherte ich mich gegen 9:00 Uhr dem Zielgebiet und schoß auch gleich um 3 Häuser über selbiges hinaus. Also Kommando retour: Uff, besagtes Büro lag anscheinend in einem großen Wohnpark, in dem ich mich nach einigem Herumirren dann doch noch zurechtfand. Ah, da ein Haus, das aussieht wie ein Bürogebäude! Paßt! Hausnummer? Paßt auch! Namensschild? Paßt nicht! PASST NICHT? Nein. Ca. 10 Firmen gab es da abzulesen, aber meine gewünschte war nicht dabei. Also Telefon herausgekramt, Herrn von Hausverwaltung angerufen: "Grüß Gott, ich ruf an wegen der Wohnungsaufwandsbestätigung! Wie, die haben sie mir schon zweimal geschickt? Nein, ist nicht angekommen. Nein, sie brauchen sie mir nicht noch mal schicken, ich steh nämlich schon vor der Haustür! Gleich im Erdgeschoß rechts? Sehr gut, bin gleich da!" Es war dann tatsächlich so einfach - nach 3 Schritten stand ich schon im Büro. Da der Zettel grade aus dem Drucker kam, bin ich geneigt zu glauben, dass er mir wirklich schon mal geschickt wurde; fertig war er jedenfalls schon. Schneller als angenommen (war wohl nix mit Sitzstreik - dabei war ich so wild entschlossen!) war ich also schon wieder am Rückweg.

Oh, was erblickten meine müden Augen da? ... Eine Wiese mit einem Zaun drum herum. Breites weißes Elektroband! Mittendrin ein Gebäude, sieht nach Halle aus - REIThalle? Boah, es wird doch nicht... Da! PFERDE! Wow, mitten in Graz! Ich mache einen Haflinger aus, einen Schimmel... Ob ich da mal einen Sprung reinschauen kann, Pferdeluft schnuppern?
Beim Näherkommen war dann allerdings zu erkennen, dass die Pferdekoppel in einem größeren Gelände integriert war - eine Einrichtung für behinderte Kinder und Erwachsene, anscheinend mit Hippotherapiezentrum? Notiz: Unbedingt ausforschen, ob die Vermutung stimmt!

Nächster Programmpunkt: Quer durch die Stadt ins Stadtzentrum zum Wohnbeihilfenreferat, meine ganzen Unterlagen endlich abgeben. Jetzt, wo ich endlich den einen fehlenden Wisch in der Hand hatte! Aber dann! Aber dann habe ich in der Straßenbahn die Bestätigung mit dem Mietvertrag verglichen und mir in Erinnerung gerufen, wieviel ich monatlich überweise, und: es fehlten fast Euro 50,- Oh weh, oh graus! Das ließ nun drei Möglichkeiten offen: 1. ich zahle zu viel Miete, 2. die Bestätigung ist falsch oder 3. es gibt da irgend etwas, das ich nicht verstehe und es ist alles ok. Also schnell das Maxerl im Beihilfenreferat befragt, aber der konnte mir auch nicht helfen. Daher noch mal die Hausverwaltung angerufen und tatsächlich: Die Bestätigung war falsch!




[kein Kommentar]

"Oh, das tut mir leid, ich schicke Ihnen die richtige nach!" Fröhlich Ja. Fröhlich Klar. FröhlichSicher. NICHT. MIT. MIR! "Äh, nein, bitte nicht! Ich bin grade im Referat, könnten Sie es einfach hierher faxen? Danke!" Das Beihilfen-Maxerl meinte dann noch: "Aber Sie müssen jetzt nicht extra warten, bis der Zettel ankommt, die restlichen Unterlagen passen ja!" "Danke, sehr lieb! Meine Telefonnummer haben Sie ja, falls der Wisch doch nicht kommt!"
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann warten sie noch heute...

Nun sollte mich mein Weg eigentlich zu meinem Bruder führen, um mit ihm unter anderem auch die Autofahren-Sache zu besprechen, aber er war leider grade nicht da und vertröstete mich auf Mittag. Da war es erst 10:00 Uhr (wow, ich lag ja wirklich sehr gut in der Zeit bisher!) - was also thun, Fisch? (Sorry, das mußte jetzt einfach sein.) Das Naheliegendste (wenn man es nicht grade räumlich betrachtet): ab in die Fahrschule! Ich hatte mich nämlich in meiner nächtlichen Wachphase entschlossen, eine Fahrstunde zu nehmen und auch gleich am besten den Termin für die Überprüfungsfahrt zu fixieren - sozusagen also zeitliches Korsett. Also wieder Richtung Norden - zum Hauptbahnhof. Na und da begann die Irrfahrt dann erst so richtig - ein schlechtes Omen? Vorne am Gebäude in großen Buchstaben: EINGANG UMS ECK! (inkl. grafischer Unterstützung) Ich ging also wie beschrieben ums Eck. Und dann ein Stückl gradeaus. Bis zu einer Glastür mit der Aufschrift "Fahrschule". Doch der Weg war versperrt! Beziehungsweise: die Tür war zu. Hmmm... Zum Glück schickten mir die Götter eine Dame, die zwar auch so planlos war wie ich (aber längst noch nicht so entmutigt) - und der ich einfach hinterherdackeln konnte. Also zuerst wieder 10m retour, dann beim Eingang vom Supermarkt rein, rechts in eine Nische zum Lift. Hoch in den ersten Stock. Wow, geschafft! Hehehe, denkste! Eine Menge Schilder, die den Weg nach links oder rechts weisen, aber kein Fahrschulschild. *heul* Dame wendet sich kurz entschlossen nach links, geradeaus, rechts, wieder links, keine Ahnung... Dann, tatsächlich, die Fahrschule! Seltsamerweise kam hilfreiche Dame grade jetzt ins Wanken - warum jetzt, dem Ziel so nahe? Gemeinsam schafften wir es doch, aber das Abenteuer war noch nicht zu Ende. Wirklich abenteuerlich war nämlich die Einrichtung: der Empfangsbereich wie eine urige Bar mit Hockern davor, und das Highlight: eine ferngesteuerte langgezogen-sechseckige Metalltür-Einstiegsluke ins Büro. Wow. Das könnte glatt so eine Spielerei von mir sein (wer erinnert sich nicht gerne an meine *swisch* automatische Raumschifftür in meinem *swisch* Zimmer?), nur halt professioneller. Äh ja, warum war ich nochmal hier? Ach ja, Termine! Ich hab jetzt einen Termin für eine Fahrstunde. Ich sag aber nicht wann. Fröhlich Böse, böse. Glaubt nur ja nicht, dass ihr euch in Sicherheit bringen könnt, bätsch! Wenn ich leide, dann können auch alle anderen leiden!

Zurück zum heutigen Tag (nur noch ein wenig durchhalten, wir nähern uns dem Ende): Erst 10:30 Uhr, noch eine Stunde totzuschlagen. Oh, da muss ich ja direkt noch was erklären: Es ist nämlich so, dass ich mir gestern um exakt 14:20 Uhr eine 24-Stundenkarte angestempelt hatte, weshalb ich nun möglichst viele Straßenbahnkilometer in diese Zeit reinquetschen mußte. Daher das dicht gedrängte Programm der letzten Stunden... So, trotzdem bin ich aber zu Fuß in Richtung "Bruders Heim" gegangen - wieder quer durch die Stadt ins Zentrum und noch ein wenig südlicher. Der übliche Spießrutenlauf: Hätte ich nicht inzwischen Scheuklappen, wäre ich jetzt Besitzer von 5 - 7 Ausgaben "Megaphon" (Obdachlosenzeitung, die in Graz an jeder Ecke verkauft wird), Sponsor von amnesty international und Pate von mind. ein paar km² Urwald und dem einen oder anderen Wal.

Schließlich konnte ich mich bis zu meines Bruders Wohnung durchkämpfen und meine schnellwachsende Nichte bewundern, bekam ein schmackhaftes Mittagessen vorgesetzt und führte äußerst interessante und erhellende Gespräche (meinen Bruder betreffend, nicht das Autofahren). Um exakt 14:27 verließ ich - bei strahlendem Sonnenschein - die Straßenbahn an meiner Heimathaltestelle, was bedeutet, dass ich ganze 7min lang Schwarzfahrer war. Ich weiß ja nicht, wie andere Leute das machen, aber das kostet mich echt Nerven. Ich Hasenfuß ich.

So, das war der langen Geschichte glückliches Ende... Ah! Nein! Hab ich doch glatt das Wichtigste vergessen: NOWA hat angerufen! Ich darf zum Kurs, ich darf zum Kurs!  Also ganz wahrscheinlich zumindest. Wenn sie sich nicht mehr meldet. Hat sie gesagt: Sie ruft jetzt gleich beim AMS an, und wenn sie sich nicht mehr meldet, dann geht das ok. Das ist immerhin schon 3 Stunden her. Ich würde sagen: Das geht. Oder?

Nun aber wirklich Ende! Danke für die Aufmerksamkeit!

Claudia

14.02.2007 um 23:30 Uhr

"Schräger als Fiktion"

von: Gadabout   Kategorie: Film, TV, Buch

Stimmung: hmmm, ja wie eigentlich?
Musik: Blues Brothers 2000 Soundtrack: Ghostriders in the Sky


Tja. Ich wollte doch nicht schon wieder ins Kino wegen Geld und so... Und doch! Aber ich kann's erklären.

Heute hatten wir nämlich ein Treffen vom Grazer Stammtisch aus dem Herr der Ringe-Forum. Ich hatte mich die letzten Tage schon sehr darauf gefreut, allerdings befiel mich heute gegen mittag ein ganz eigenartiges Gefühl: leichtes Kopfweh und eine leicht depressive Verstimmung. Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll - irgendwie scheint mir mein Leben zur Zeit nicht wirklich schwierig oder problematisch, aber ungeheuer ... mühsam, zäh. Alles zieht sich, ich warte auf 1000 Dinge (Zu- oder Absagen, behördliche Bescheide, Bestätigungen,...), und mir geht echt das Geld aus. Ich sollte den Mediationskurs bezahlen und hab keine Ahnung nicht wie. Da ich aber nicht weiß, ob ich ab März den NOWA-Kurs machen kann, tu ich mir schwer, Maßnahmen zu setzen (Geringfügige Arbeit suchen? Finanzplan mit meinen Eltern erstellen?)... Ich sollte auch endlich den blöden Führerschein fertig machen, und trau mich nicht drüber. Na wie auch immer, sehr zäh eben, da verläßt mich dann und wann der Mut.

Nun aber zurück zum Nachmittag: Zuerst haben wir (insg. 5 Leute) uns im "Brot und Spiele" getroffen, wo wir Rigoletto (heißt das wirklich so?) gespielt haben, ein wirklich lustiges, wenn auch ein wenig stressiges Kartenspiel. Ja und danach war eben Kino angesagt - und die Wahl fiel auf "Schräger als Fiktion" (Bericht weiter unten). Ich konnte da ja schlecht aus der Reihe tanzen und nicht ins Kino mitgehen - wenn ich endlich mal in soziale Aktivitäten verwickelt bin. Fröhlich Nach dem Film beschlossen wir eine spontane Wohnungsbesichtigung bei Milui, die ja erst vor ein paar Tagen eingezogen ist. Eine wirklich nette Wohnung mit erstaunlich großen Zimmern (für eine kleine Wohnung) in Uni-Nähe. Besonders abenteuerlich war der Weg dahin: Durch einen Stollen mitten durch den Schlossberg! Ich wußte gar nicht, dass es diesen Tunnel gibt! Sehr spannend, man lernt wirklich nie aus. In der Wohnung haben wir noch eine Runde Bohnanza gespielt, auch ein nicht allzu kompliziertes Kartenspiel mit hohem Spaßfaktor und geringerem Verletzungsrisiko als bei Rigoletto.
Nachdem ich in der letzten Zeit bei meinem Bruder unter anderem "Siedler von Catan" mit ungefähr 27 Erweiterungen (da braucht man allein fürs Auf- und Abbauen je eine halbe Stunde!) gespielt habe, stelle ich fest: Ich kann mich für die einfacheren Spiele mehr begeistern...
Gegen 22:00 machten wir uns dann alle auf den Heimweg, und jetzt bin ich also wieder da! Fröhlich Hat echt Spaß gemacht, freu mich schon aufs nächste Mal!

* * * * *

Nun aber zum Film:

Schräger als Fiktion



Wir haben da einerseits Harold Crick (sehr passend: Will Ferrel), ein überkorrekter Steuerprüfer mit einem gewöhnlichen langweiligen Leben. Bis er eines Tages eine weibliche Stimme in seinem Kopf hört, die mitkommentiert, was er gerade so macht. Er findet mit Hilfe des Literatur-Professors Jules Hilbert (ein in dieser Rolle wirklich sehr überzeugender Dustin Hoffman *schmacht*) schnell heraus, dass er die Hauptfigur in einer Geschichte ist, und: dass die Autorin wohl vor hat, ihn zu töten. Harold ist natürlich nicht begeistert von der ganzen Sache und versucht, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen...
Die Autorin Karen Eiffel (Emma Thompson, ebenso blendend besetzt) wiederum hat gerade eine Schreibblockade und weiß noch nicht, WIE sie ihren Helden umbringen soll - aber DASS er sterben muss ist gewiss. Und so betreibt sie ausgiebig Grundlagenforschung: im Krankenhaus in der Notaufnahme, bei strömendem Regen auf einer Brücke und auf der Tischkante ihres Schreibtisches - um nachzuempfinden, wie sich jemand fühlt, der vom Dach springt...



Kurzes Fazit: sehenswerter Film mit ungewöhnlicher Story, einmaligem Humor und einem durchaus interessanten Ende. Ich habe über weite Strecken vor mich hingekichert und mich blendend amüsiert. Eine Geschichte mit durchwegs sympathischen Charakteren, die ganz ohne Bösewicht auskommt und trotzdem nicht ganz unspannend und einfach hin- und mitreißend ist. Ein eher stiller Film ohne wirklichen "Wow-Effekt", aber sein Geld allemal wert. Und der Titel trifft es doch ziemlich gut!

Ein wenig beunruhigend ist lediglich, dass ich auch ganz oft mit einem inneren "Kommentator" durch das Leben laufe. Ich hatte das immer für "normal" gehalten, aber... Sollte ich mir vielleicht Sorgen machen? Traurig

* * * * *

Für morgen habe ich mir folgendes vorgenommen: Nachdem ich nun schon mehr als 1 Monat (!!!) auf meine Wohnungsaufwandsentschädigung warte (die ich schon mehrmals angefordert habe), werde ich morgen höchstpersönlich beim Hausverwalter antanzen und notfalls einen Sitzstreik veranstalten, bis ich den blöden Wisch endlich habe - und damit zum Wohnbeihilfenreferat gehen kann... Wünscht mir Glück!

Gute Nacht!

Claudia

14.02.2007 um 14:05 Uhr

Frühling!

von: Gadabout   Kategorie: Knips!

Musik: Renée Fleming - Twilight and Shadow (LotR-Soundtrack)

 

Gestern auf der Wiese vor dem Haus
 

13.02.2007 um 12:24 Uhr

Green Hell Blog Tour - 5th Edition

von: Gadabout   Kategorie: GreenHell Blog Tour

Stimmung: ich werde doch nicht etwa krank?
Musik: Sinnerman (Nina Simone)


Die Regeln wie immer hier: Sing to the North




Alter Ego: In welcher Film-, TV- oder Buchfigur kann ich mich am ehesten wiederfinden und warum?

Vor mir schlüpft Patty (der wir übrigens das wunderschöne Bild verdanken) in eine fremde Rolle, nach mir entführt uns Stina in eine andere Welt.



Ja nun, ein sehr spannendes, aber wirklich schwieriges Thema, wie ich finde. Es wäre um einiges einfacher, würde die Frage lauten: Welche Figur bewundere ich am meisten, wer sind meine Helden? (Solche gibt es als TV-Junkie und Leseratte für mich mehr als genug!)

Hm, nach reiflicher Überlegung würde ich Aragorn wählen - aber nicht den König Aragorn, sondern seinen "Waldläufer-Aspekt". Ich kann mich noch gut erinnern, als ich die Bücher zum ersten Mal gelesen habe: es war Weihnachten 2003, nachdem ich "Die Rückkehr des Königs" im Kino gesehen hatte. Ich war - wie üblich - in Weihnachts"ferien" bei meinen Eltern, und dieses Mal hatte ich mein Pferd auch dabei. Zur gleichen Zeit hatte ich ein Weblog entdeckt von einer jungen Frau, die gemeinsam mit ihrem wanderritterprobten Haflinger von Deutschland aus den Jakobsweg bestritt. Und so verbrachte ich die Tage fast ausschließlich mit Herr der Ringe, Jakobsweg und Reiten. Es war Winter und kalt, es gab Regentage und Sonne, aber ich war durch nichts aufzuhalten: Stundenlang streifte ich mit Daisy bei Wind und Wetter durch den mir unbekannten Wald und stellte mir vor wie es wäre, so zu leben. Und egal ob ich völlig durchnäßt oder durchfroren nach Hause kam - ich habe jede einzelne Minute genossen.

 (Für Vergrößerung auf das Bild klicken!) Fernab von Lärm und Hektik, keine Behörden und Kontrollen, ohne Termine und Etikette. Einfach nur unterwegs sein und überleben. Auf sich selbst gestellt sein, den eigenen Geschäften nachgehen, die kleinen Abenteuer überstehen. Ein Leben im Verborgenen, ohne Aufsehen zu erregen und Ruhm zu erlangen, und ohne Ansehen und Macht. Hier und dort mithelfen, wenn Hilfe gebraucht wird - um dann weiterzuziehen. "Lonesome (St)rider" oder eben: Waldläufer. Auf dem Weg immer wieder auf ähnliche Menschen treffen, Freunde - aber am Ende wieder alleine weiterziehen, in stillem Einverständnis. Aber dann, wenn es drauf ankommt, wirklich aufeinander vertrauen zu können. Wenn der Ruf ergeht, diesem folgen und das Beste geben im Namen von Gerechtigkeit und Fairness. Für den einzelnen, für die Gemeinschaft. Um dann wieder in der Unauffälligkeit zu verschwinden.

Ich habe die Bücher leider lange nicht gelesen, aber wenn ich mich richtig erinnere, wird dort das Waldläufer-Dasein ein wenig ausführlicher beschrieben als in den Filmen. Ich blättere ein wenig in den Anhängen:

"Nach dem Ende ihres Königreichs traten die Dúnedain in den Schatten. Sie wurden ein verborgen lebendes, umherwanderndes Volk, von dessen Mühen und Taten kaum gesungen oder berichtet wurde."

Oh, und beim Überfliegen der folgenden Seiten entdecke ich noch einen Schatz (geht es anderen HdR-Lesern auch so, dass sie die wirklich bewegenden Dinge in den Anhängen finden?):

"Dann [in jungen Jahren, Anm.] nahm Aragorn in Freundschaft Abschied von Elrond; und am nächsten Tag sagte er seiner Mutter und Arwen Lebewohl und allen in Elronds Haus und ging fort ins wilde Land. Fast dreißig Jahre lang mühte er sich ab im Kampf gegen Sauron, und er wurde ein Freund Gandalfs, des Weisen, von dem er viel lernte. Auf viele gefährliche Fahrten gingen sie gemeinsam, doch im Lauf der Jahre ging er immer öfter allein. Lang und mühsam waren seine Wege, und allmählich nahm er ein etwas finsteres Aussehen an, wenn er nicht gerade lächelte; und dennoch erschien er den Menschen ehrwürdig wie ein König im Exil, wenn er seine wahre Erscheinung nicht verbarg. Denn er wanderte in vielen Verkleidungen und gewann Ruhm unter vielen Nahmen. Er ritt mit dem Heer der Rohirrim und kämpfte zu Wasser und zu Lande für den Herrn von Gondor; und in der Stunde des Sieges verschwand er, und die Menschen des Westens wußten nichts von seinem Verbleib. Weit in den Osten und tief in den Süden ging er allein, erforschte die Menschenherzen, die guten wie die bösen, und deckte die Anschläge und Verschwörungen von Saurons Dienern auf.
So wurde er schließlich einer der kühnsten Abenteurer seiner Zeit, bewandert in den Künsten und Überlieferungen der Menschen und doch mehr als nur ein Mensch, denn er hatte etwas von elbischer Weisheit, und in seinen Augen glomm ein Licht, das wenige ertragen konnten, wenn es aufflammte. Traurig und streng war sein Gesicht, geprägt von dem auferlegten Schicksal; und doch trug er stets eine Hoffnung im tiefsten Herzen, aus dem bisweilen Heiterkeit hervorsprang wie die Quelle aus dem Felsen."


Dass Aragorn dieses Vagabundenleben aufgeben mußte, um König zu werden, war ja für mich persönlich die größte Tragik der ganzen Geschichte (ich weiß ja nicht, ob Aragorn das auch so sieht, ähem). Elronds Worte "Put aside the Ranger - become who you were born to be!" - schrecklich.

Zum Abschluß noch ein paar Bilder (da ich grade kapiert habe, wie ich mit dem neuen DVD-Player gescheite Screenshots machen kann):

Aragorn, wie ich ihn am liebsten mag: dreckig, schwitzend, blutend und beim Pferde"flüstern":






Ich wünsche noch viel Spaß mit den anderen Einträgen aus unserer Blogtour!

Claudia

11.02.2007 um 22:40 Uhr

Wir sind wieder da!

von: Gadabout   Kategorie: Unterwegs...

Stimmung: ?
Musik: ORF 2 - Untermalung: Offen gesagt


Mit "wir" meine ich in diesem Fall die Blogigo-Gemeinde. In den letzten Tagen gab es nämlich eine stetig ansteigende Anzahl von Usern, die sich hier nicht mehr einloggen konnten. Jetzt geht's anscheinend wieder und ich hoffe, dass es so bleibt.

Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Ich bin verliebt!  Sie ist so wunderschön, frei, wild und romantisch,...


... die beeindruckende Gegend um Knittelfeld!

Ein ziemlich weites Tal, durch das sich die Mur schlängelt, umrahmt von Bergen mit beachtlicher Höhe, darauf Wälder und Wiesen, Felsen und Schneeflächen. Diese "Verliebtheit" ist aber gar nichts Neues, wie mir gestern klar wurde. Im Grunde ist nämlich die Begeisterung für die Landschaft sogar der Auslöser für den Umzug nach Graz gewesen (da bin ich "ihr" näher... *seufz*), aber irgendwie war mir das nicht ganz bewußt. Warum vergesse ich Gefühlszustände so schnell?


*hach*



Das eigentliche Ziel meiner Unternehmung:
meine Daisy (im Hintergrund), hier mit ihrem besten Freund Napoleon...


Fellmonster! Ist sie nicht süß?

 Tssss, was für eine Krätze! Streckt mir direkt die Zunge raus - was sie mir damit wohl sagen will? Offensichtlich geht es Daisy sehr gut, ich war eine kleine Runde spazieren, sie geht völlig klar, Husten oder Verschleimung scheinen auch kein Thema zu sein. Generell herrscht ein wenig Langeweile (bei allen Pferden), da aufgrund des Matschwetters zur Zeit die Almwiesen gesperrt sind und daher "nur" die befestigten Flächen zur Verfügung stehen.



Was für eine herrliche Aussicht!


Was für ein sommerliches Wetter!
Bobfahren im T-Shirt, das mußte ich einfach fotografieren!


Was für ein nettes Gruppenfoto!
(Im Vordergrund die jüngste Tochter des Hauses - auch im T-Shirt...)
Und, wer findet Daisy?


Heimweg - auch hier gibt's Sonnenuntergänge!

Endlich bin ich dazugekommen, den schon wochenlang geplanten Besuch zu machen. Trotz jeder Menge Zeit kommt dann doch dauernd etwas dazwischen, und wenn es unsicheres Wetter ist! Dass dieser Beitrag relativ wortkarg ausgefallen ist, liegt daran, dass blogigo diesen Ausfall hatte - irgendwie habe ich leider vergessen, was ich noch alles schreiben wollte in den letzten 2-3 Tagen, aber naja: ich lasse einfach die Bilder für mich sprechen!

Einen kleinen Ausblick in die nächste Woche kann ich schon geben:
- die Blogtour geht weiter mit einem spannenden Thema
- ich werde endlich eine kleine virtuelle Wohnungsführung machen
(sobald die Aufräumarbeiten beendet sind)
- ich hoffe auf einen positiven Bescheid, was meinen NOWA-Kurs betrifft...

Ich wünsche guten Start in die neue Woche!

Claudia


PS.: Das haben wir übrigens heute gemacht:



08.02.2007 um 09:25 Uhr

Voller Terminkalender

von: Gadabout   Kategorie: *ächz*

Stimmung: ich weiß noch nicht...
Musik: Eminem - Lose yourself


Gestern war wieder mal so ein Herumwusel-Tag: wenn ich "arbeitssuchend" bin, dann bin ich mehr eingespannt als in Angestelltenzeiten...


 FRAUENHAUS
Ich war eigentlich schon vorgestern dort, aber da hatte ich vor lauter Minimoys keine Zeit, dieses Gespräch zu erwähnen... Also: Ich hab jetzt definitiv die Zusage für ein 2-Monats-Praktikum im Sommer. Jetzt muss das nur noch in meinen Zeitplan passen und vom AMS abgesegnet werden...



Gestern vormittag habe ich tatsächlich damit angefangen, das Badezimmer zu putzen. Ich wollte eine große Wegschmeißaktion starten, bin aber draufgekommen, dass es gar nicht so viel zum Wegwerfen gibt. *grübel* Da war ich anscheinend schon mal fleißig und kann mich noch nicht mal erinnern... Weit bin ich aber nicht gekommen, da ich vor 11:00 Uhr schon aus dem Haus mußte:


Verrückt NOWA
Gestern war "Auswahlgruppe Perspektivenerweiterung". Das heißt, dass es eine Vorbesprechung und Vorauswahl an Teilnehmern war für den Kurs, der Anfang März startet. Ich bin grundsätzlich interessiert, wäre auch grundsätzlich geeignet, habe aber vom AMS noch nicht das OK. Das wird NOWA für mich nächste Woche erledigen und mich dann informieren. Ich will hier deshalb noch gar nicht genauer auf den "Lehrplan" eingehen, das werde ich bestimmt noch nachreichen, wenn es denn zur Teilnahme kommen sollte.


Fröhlich FAMILIENTREFFEN
Naja, so ähnlich. Meine Eltern und meine Schwester hatten gestern Einkaufsnachmittag in Graz, und deshalb habe ich mich kurz mit ihnen getroffen. Zu meiner Überraschung war mein einer Bruder auch dabei, dessen neue Wohnung wir dann bei der Gelegenheit auch gleich besichtigt haben. Das "Treffen" ist am besten so zu beschreiben: Jakominiplatz - Hauptplatz - Annenstraße - Jakominiplatz - Hauptplatz - Annenstraße - Jakominiplatz. Und das zwischen 16:30 und 18:30 Uhr. Ähm. Tja.


 TREKDINNER
Zum letzten Mal war ich im Oktober oder November da, es mußte einfach sein. Da trifft man einerseits immer wieder die gleichen Leute, aber auch jedes Mal neue Gesichter. War ziemlich verraucht, hat Spaß gemacht (ich habe hauptsächlich unterschiedlichen Diskussionen gelauscht), und ich bin dann mit der letzten Straßenbahn nach Hause gefahren...


 POST!
(Diesen Icon habe ich vom HDRF-Forum geklaut, ich hoffe, das ist nicht strafbar!) Gestern habe ich meinen Scheckkarten-Führerschein zugeschickt bekommen, ich denke, da bin ich jetzt ein wenig Pionier. Also das Foto ist dermaßen klein (abgemessene 19 x 23mm), in Schwarzweiß und von so schlechter Qualität, dass man außer der Frisur und den Augen kaum was sieht. Also den möchte ich sehen, der mich anhand dieses Fotos identifizieren kann, wenn die Frisur anders ist! Zwar sehr praktisch, weil einfach in die Geldtasche zu stecken, aber abgesehen davon... gräßliches Teil!

In diesem Sinne...

Claudia

07.02.2007 um 08:36 Uhr

Arthur und die Minimoys

von: Gadabout   Kategorie: Film, TV, Buch

Stimmung: süüüüüß!


Gestern war also wieder Kinotag! Nun ist aber mal Schluß, hörst du? Jaja, schon gut... *maul*









Eigentlich
steh ich auf Zeichentrick- und Animationsfilme ja nicht besonders (Shrek, Ice Age und Co...), aber diese Minimoys wollte ich mir dann doch ansehen. Unter anderem hat mich Luc Besson gelockt, und vielleicht liegts auch nur am allgemeinen Kinowahn, der mich in der letzten Zeit befallen hat...

Überraschenderweise begann der Film nicht animiert, sondern mit echten Menschen in einer echten Landschaft (bestimmt gibt es dafür auch einen g'scheiten Fachausdruck?), aber ziemlich überzeichnet, sodass der Übergang zum animierten Teil dann auch nicht sehr heftig war.



Arthur lebt mit seiner Großmutter in einem baufälligen Haus irgendwo in der weiten Landschaft von Connecticut. Geld ist keines mehr da, das Grundstück gehört schon lange der Bank, und nun ist es so weit: Arthur und seine Gromutter sollen vor die Tür gesetzt und das Haus dem Erdboden gleich gemacht werden: das darf natürlich nicht passieren! Der kleine Arthur macht sich also auf, um einen Schatz zu finden, den der verschwundene Großvater einst im Garten versteckt hat. Die Minimoys, die lt. dessen Aufzeichnungen ebenfalls im Garten wohnen, sollen ihm dabei helfen...


Tatsächlich gelingt es Arthur Kontakt aufzunehmen, und schon bald wird der muntere kleine Kerl noch kleiner geschrumpft (selbst Ameisen wirken im Vergleich riesig) und erlebt zusammen mit Prinzessin Selenia und ihrem Bruder Beta so manches Abenteuer.

Irgendwie seltsam: den ganzen Film über fühlte ich mich an andere Filme erinnert: Matrix, Harry Potter, Herr der Ringe, Star Wars,... Vermutlich mit Absicht, denn es gab u.a. auch zwei Szenen, die eindeutig aus Pulp Fiction und Saturday Night Fever entlehnt waren. Der Bösewicht Maltazar (dessen Name nicht genannt werden darf!) schien die animierte Reinkarnation von Lord Voldemort zu sein, die Moskitoschwärme schwirrten in die unterirdische Höhle ganz genau so herum, wie es einst die Squiddies in "Matrix Revolutions" vormachten. Und der Gedanken, dass die Minimoys eine winzige Abart der Hobbits sein könnten, liegt auch nicht unbedingt fern. Ein Teil meiner Aufmerksamkeit war also ständig abgelenkt mit dem Gedanken: Woran erinnert mich das nur wieder?
Leider reicht die deutsche Synchro in der hochkarätigen Besetzung nicht an die englische heran (David Bowie, Madonna, Snoop Dogg, Robert DeNiro, Harvey Keitel usw.); Nenas Stimme hätte ich nicht erkannt, wenn ich es nicht gewußt hätte.

Der Film ist witzig und süß, sehr schrill-bunt gemacht mit viel Liebe zum Detail, die Bösewichte sind ziemlich gruselig und richtig eklig (ich glaube, als Sieben- oder Achtjährige hätte ich mich gefürchtet), teilweise sind "Kameraführung" und Schnitt recht rasant - für meinen Geschmack zu schnell. Die Moskitos zum Beispiel schwirren herum, dass einem schwindlig wird; man hat kaum die Möglichkeit, sie sich anzusehen. Der Versuch aufzuzeigen, wie wir durch unbedachtes Verhalten die Umwelt beeinflussen, bleibt ein Versuch. Die Handlung ist natürlich nicht besonders komplex, immerhin ist es (auch) ein Kinderfilm.
Ich habe es nicht bereut, dass ich mir den Film angesehen habe, er sagt mir immerhin mehr zu als zum Beispiel Shrek. Aber ich hab' auch ein Faible für Feen und Elfen. Fröhlich Es ist und bleibt halt ... Zeichentrick und Animation!


Hier die offizielle Seite: http://www.arthur-derfilm.de

Und wie immer: Ciao-Erfahrungsberichte: Ciao


Die Bilder habe ich von dieser Seite verlinkt: http://www.worstpreviews.com

Viel Spaß!

Claudia

05.02.2007 um 12:34 Uhr

"MA 2412" wie es leibt und lebt!

von: Gadabout   Kategorie: *argh*

Stimmung: *zähnefletsch* + *Schaum vorm Mund"
Musik: Chris Isaak - Wicked Game


Amtsschimmel und Behördenfrust, die Zweite!

Teil 1 gibt's <<hier >> nachzulesen! Fröhlich

Ja, heute war es also soweit, ich mußte zur Bundespolizeidirektion Graz - wegen dieser unsäglichen Führerscheinsache. Parteienverkehr 8:00 bis 13:00 Uhr, aber laut Auskunft des Polizisten, der mir vor ein paar Tagen das Schreiben überreicht hat: Anstellen am besten noch früher. Na toll... Also bin ich heute um 6:00 Uhr aus den Federn gekrochen und habe mich dann auch bald auf den Weg gemacht. Folgendes Foto beweist zweierlei Dinge:



1. In Graz gibt es nicht nur Sonnenunter-, sondern auch -aufgänge (ist die Zeichensetzung hier richtig?)! Auf Fotos optisch allerdings nicht zu unterscheiden...

2. Eigentlich wollte ich damit belegen: Dass ich bereits um kurz nach 7:05 Uhr an Ort und Stelle war. Nun leider zeigt das Foto vor allem eins: dass nämlich die Uhr auf der Kamera um 15min nachgeht... Wütend

Um 7:05 war ich also da, vor mir schon 3 Leute, die vor der verschlossenen Tür warteten. "Einlass" war um 7:30 Uhr, bis dahin wuchs die Anzahl auf geschätzte 10 - 12 Wartende. Und dann ereignete sich wieder ein Phänomen, das ich bisher nur in Graz regelmäßig erlebe: Anstatt der Reihe nach - der Wartezeit entsprechend - zum Automaten zu gehen und Nummern zu ziehen, wurde munter reingedrängelt, und so ergatterte ich schließlich die Nr. 8, obwohl ich doch eigentlich als 4. dort war und mir 25min in der Kälte die Finger und Zehen abgefroren hatte. Was soll das denn? Auch beim Ein- und Aussteigen in die bzw. aus der Straßenbahn dasselbe Bild: null Disziplin! So nett Graz als Stadt auch ist, an "den Grazer an und für sich" werde ich mich wohl nie gewöhnen...

So, nun war es also halb acht und ich konnte die weitere Wartezeit wenigstens im Warmen verbringen. Schon bald gab es ein weiteres seltsames Schauspiel zu beobachten. Nr. 1 und ein paar Minuten später Nr. 2 betraten den Raum mit den (drei) geöffneten Schaltern. Nr. 1 kam ca. 10min später wieder raus, ging quer durch den Wartesaal zu einem anderen Schalter mit der Aufschrift "Zahlstelle" und reihte sich dort in eine Schlange ein. Danach führte ihn der Weg wieder zurück in den "Schalterraum", den er 3 - 5 min später wieder verließ. Dasselbe Schicksal erlitten fast alle: Rein - raus zur Zahlstelle - wieder rein. Manche waren dann anscheinend fertig und gingen heim, während sich manch anderer ein drittes Mal anstellte - bei Schalter "19", der Führerscheinausgabe. Kurioserweise schwindelten sich zwischendurch auch immer wieder Menschen hinein, die es anscheinend nicht nötig hatten, eine Nummer zu ziehen.

Um ca. 9:00 Uhr kam ich auch endlich dran, wurde dann aber vom Schalter 17 gleich in ein Hinterzimmer geführt, wo ich mein Anliegen vortrug (Verlängerung der Probezeit bzw. "Rückgabe" des Führerscheins). Ich sollte dann vor der Tür Platz nehmen und auf den Chef warten. Wütend Kein Problem, ich warte gerne! Während der 15minütigen Wartezeit dufte ich noch das eine oder andere Kuriosum erleben (Menschen, die hin- und hergeschickt wurden; Auskünfte, die angeblich vor 3 Jahren ganz sicher erteilt wurden, aber nirgends schriftlich nachzulesen waren; alte wie auch junge Menschen, die unsere Bürokratie verfluchen...)
Dann endlich: Der Boss naht! Er erklärte mir dann ganz genau, wie das nun wirklich weitergehen würde mit meinem Führerschein, wir stellten fest, dass die Frist nun doch nicht am 21. Februar, sondern erst am 01. April enden würde (er konnte sich aber auch nich erklären, warum), wunderten uns, dass die Wohnsitzänderung, die ich Anfang September bekanntgegeben hatte, erst Mitte Jänner in den Akten vermerkt wurde (auch dass konnte er sich nicht erklären) und vereinbarten dann, dass wir nun also nur die Probezeitverlängerung vornehmen würden. Ob ich denn ein Passfoto mithätte? Passfoto? PASSFOTO? Natürlich hatte ich keines. Glücklicherweise gibt es einen Automaten direkt im Wartesaal, der sofort für mich in Aktion treten mußte. Ich weiß jetzt auch endlich, warum ich zum ersten Mal seit Monaten (!) wieder Pickel am Kinn habe - nur wegen dieser blöden Fotos! Ja, das macht Sinn - wäre doch gelacht, wenn ich mal auf einem Foto nicht irgendwie enstellt wäre (zugeschwollenes Auge, Fieberbläschen,...).
Ich durfte zum Glück gleich wieder ins Büro rein und mußte nur 5min warten, dann wurde das endlich erledigt. Fast wäre mir noch zum Verhängnis geworden, dass ich meinen Meldezettel nicht dabei hatte (wie, ihr habt nicht ständig den Meldezettel im Rucksack?) - aber zum Glück hat's der Reisepass auch getan. Den hab ich nämlich tatsächlich fast immer dabei. Gebranntes Kind... - ihr wißt schon. (Natürlich hätte die Behörde Zugriff auf die ganzen Daten, aber püh, das wäre doch zu einfach, oder?)

Zumindest war die Dame einigermaßen nett, und so plauderten wir ein wenig, während der Drucker meinen "vorläufigen Führerschein" ausdrucken mußte (ich krieg demnächst nämlich einen in Scheckkartenformat zugestellt!):

Sekretärin (S): Einen Moment dauert's noch. Wie lange warten Sie denn schon?
Claudia (C): Seit kurz nach sieben!
S: *großeaugen* So lange? Haben Sie eine Nummer gezogen?
C: Ja sicher! *mirschwantgrausames*
S: Ach, das hätten Sie aber nicht müssen!
C: *ruhigbleiben*
C: *durchatmen*
C: *nichtweinen*
C: *wirdschonwieder*
...

Meine Schwester und ihre Freundinnen haben ein neues "Hobby": Sie filmen sich gegenseitig mit dem Handy, wie sie gegen Wände laufen und dann zu Boden gehen. Eine macht dabei mit den Händen ein klatschendes Geräusch, damit es echter wirkt. Ich werde sowas von mir auch bald machen. Bis dahin muss der da herhalten:

Traurig Traurig Traurig Traurig Traurig

Um kurz nach 10:00 Uhr war ich dann endlich draußen. Nicht beweiskräftiges Beweisfoto:



Der Platz heißt vermutlich deshalb so, weil die Menschen, die aus dieser Behörde wieder rauskommen, erst einmal daran erinnert werden müssen, dass es besser ist, sich mit dem Leben auszusöhnen, anstatt sich gleich vor's nächste Auto zu werfen... Warum muss ich jetzt an Asterix denken und an die Geschichte mit dem "Haus, das Verrückte macht"?


Ich bin so müde. Warum ist Leben so kompliziert und anstrengend? Ich überlege, ob eine Einweisung in eine Klapsmühle nicht doch die befriedigendere Alternative wäre. Ein Vorbild habe ich ja schon lange: "Howling Mad" Murdock ...

Grüße,

Claudia


PS an die nicht-österreichischen Leser: "MA 2412" ("Weihnachtsreferat") bezieht sich auf eine Comedy-Serie mit österreichischen Kabarettisten, die das Wiener Amtswesen durch den Kakao zieht. WIKIPEDIA weiß es genau!

03.02.2007 um 14:03 Uhr

Manchmal, ja manchmal...

von: Gadabout   Kategorie: *argh*

Stimmung: *zähnefletsch*


...hasse ich "die Menschen" so richtig. Besonders die Gruppe der männlichen Artgenossen zwischen 12 und 20 Jahren.

Eigentlich wollte ich einen "Reisebericht" über meinen gestrigen Ausflug nach Fürstenfeld hier hinterlassen, aber erstens gibt's eh keine wirklich guten Bilder, und außerdem beschäftigt mich derzeit eine Begebenheit heute in der Straßenbahn viel mehr:

Eine Gruppe männlicher Jugendlicher im "gefährlichen" Alter sitzt nahe der Tür. Ich steige ein, scanne das Terrain und mein Instinkt sagt mir: Abstand halten! Was ich dann auch mache. Zwei Stationen später stehen die Jungs auf, drapieren sich um den nächsten Ausgang und warten, bis die Straßenbahn hält. Sie steigen langsam nacheinander aus, und als die Türen schon fast wieder schließen, greift sich der letzte der Gruppe die Tasche einer Frau, die neben der Tür sitzt. Die Jungs rennen los, die Frau brüllt "Gib das wieder her, du Arsch!", springt im letzten Moment ebenfalls raus und läuft diesen Idioten hinterher. Da sie eher klein und von rundlicher Statur war, nehme ich nicht an, dass sie sie noch gekriegt hat. Keiner der anderen Fahrgäste hatte ein Chance zu helfen. Das alles ging viel zu schnell: bis ich kapiert hatte, was passiert war, waren die Türen schon geschlossen und die Straßenbahn wieder in Bewegung.

Warum sind Menschen so ... ? Argh! Mir fehlen die Worte, ich kann diese Eigenschaft noch nicht einmal in Worte fassen. Und diese dämlichen Geschöpfe sitzen jetzt vermutlich beisammen, beglückwünschen sich zur mutigen Tat und lachen sich krumm; und haben die "Beute" vermutlich längst im nächsten Mülleimer entsorgt, weil sie den Krempel sowieso nicht gebrauchen können. Während die arme Frau heute herumläuft und sich zu Tode ärgert oder vielleicht auch sehr traurig ist; ich weiß ja nicht, was ihr da überhaupt entwendet wurde.

Wie kann "Mensch" nur so sein? Wie kann man sich in der Welt entspannt und friedlich bewegen, wenn solche Trottel überall herumlaufen? Und wenn man das jemandem erzählt, dann bekommt man noch zur Antwort: dann pass halt besser auf dein Zeug auf! Hallo? Ist es so schwierig, zwischen "mein" und "dein" zu unterscheiden? Ist es männlichen Artgenossen im besagten Alter nicht möglich, sich halbwegs zivilisiert aufzuführen, besonders wenn sie im Rudel auftreten? Angeblich soll es inzwischen ja auch Mädchengangs geben, die sich ähnlich verhalten, die sind mir aber bisher noch nicht untergekommen.

Eins weiß ich: mit solchen Jugendlichen könnte ich nicht arbeiten... es würde mich verzweifeln lassen oder aber mich zum Gewalttäter machen.

Trotzdem schönes Wochenende!

Claudia


PS.: Ich weiß, ich habe ausufernd verallgemeinert. Mir war danach. Fröhlich