Stimmung: müde
Musik: How soon is now (Titelsong von "Charmed" - läuft grade im ORF)

Ich glaub' das nicht! Ich hab's tatsächlich hinter mich gebracht! Das Fahrsicherheitstraining! Ich bin echt erleichtert - vor allem um € 170,-
Am meisten Angst hatte ich auf der Hin- und Rückfahrt mit meinen Kurskollegen: lauter Führerscheinneulinge (etwa 6-9 Monate seit der Prüfung) - Grund genug um Angst zu haben. So wenig Vertrauen ich diesbezüglich in mich selbst habe - in andere ist es noch weniger vorhanden. Aber ich habe auch das überlebt.
Die ersten beiden Stunden waren recht entspannt: Zuerst das psychologische Gruppengespräch in der Fahrschule (das war echt witzig mit einer total netten Vortragende), danach eine kurze theoretische Einführung. Anschließend wurde es dann ernst: auf nach Ludersdorf ins FSZ!
Ich hatte in mehrerlei Hinsicht echt Glück:
Da wir eine recht große Gruppe waren (18 Leute), wurde wir in 2 Hälften geteilt und durften/mußten bei der anderen Gruppe jeweils als Beifahrer mitfahren.

Ich war also nicht alleine!
Unser Leihauto war ein Diesel in schreiend gelbgrüner Farbe und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase geduldiger als Mamas Auto. Allerdings hatten wir diese Phase nicht wirklich, weil es sofort losging - das war eher stressig.
Weil wir ja eine große Gruppe waren, kamen wir auch nicht sehr oft dran (jede Übung nur einmal, maximal zweimal) - was mir auch ganz gelegen kam. Der Lerneffekt war allerdings nicht besonders groß: eher hatte das ganze den Zweck, denjenigen, die sich schon zu sicher fühlten, wieder ein wenig Respekt einzuflößen.
Die Bremsübungen fand ich ganz witzig, das Auto hat das echt brav gemacht, aber beim Schleudern und Gegenlenken war ich total daneben. Allerdings auch 90% der anderen FahrerInnen.
Dass es fast den ganzen Tag geregnet hat, war auch kein Nachteil. So war der Übergang, wenn wir auf nasse Flächen oder durch Fontänen fahren mussten, nicht so dramatisch. Und der Scheibenwischer war die ganze Zeit an, um den mußten wir uns auch nicht extra kümmern.
Anstrengend war es aber trotzdem und das ständige Aus-dem-Auto-Springen zur Besprechung, wieder reinspringen, Fahrer tauschen,... hat irgendwie genervt. Die anderen 17 Teilnehmer waren im Schnitt 10 Jahre jünger als ich, da fällt mir der Anschluß irgendwie schwer. Meine "Co-Pilotin" war ein Glücksgriff, weil sie schon viel gefahren ist seit ihrer Prüfung, obwohl sie vermutlich nicht grade der Typ Mensch ist, der mal in meinen engsten Freundeskreis gehören wird (Haare blondiert, ziemlich aufgedonnert, zentimeterlange Fingernägel, spindeldürr, BMW Cabrio mit Ledersitzen, Sitzheizung und Sommerreifen). Aber gut, ich konnte schon als 15- oder 20-Jährige mit Gleichaltrigen und Jüngeren nicht unbedingt viel anfangen... Mein Freundeskreis ist tendenziell gleich alt bis deutlich älter (bis auf einige Ausnahmen, die wie immer die Regeln bestätigen).
So, jetzt mach ich es mir gemütlich, immerhin bin ich schon seit 5:40 Uhr auf den Beinen. Gähn. Oh, das Geschirr muss ich noch waschen... Bäh.
Heute allerletzte Folge "Charmed" auf Pro 7. *hibbel*
Claudia