... die Herumtreiberin ...

03.04.2007 um 17:19 Uhr

Es ist vollbracht.

von: Gadabout   Kategorie: Frau am Steuer!

 Am Freitag hatte ich meine 2. Perfektionsfahrt und damit auch den allerletzten Streich der 2. Führerscheinphase. Endlich! Da bisher noch kein Polizist an meine Tür geklopft hat, um mir den Schein abzunehmen, gehe ich davon aus, dass auch die termingerechte Weiterleitung von der Fahrschule an die Polizei geklappt hat.

Die Fahrt war sehr unspektakulär, weil wir wegen Stau in der Innenstadt (Freitag, 16:00 Uhr) raus gefahren sind. Wir waren zu zweit, hatten insg. 50min Zeit - kamen also jeder nur für 25min dran. Dann noch kurze Besprechung der Fehler und Unsicherheiten, und das war's auch schon. Fertig. Aus. Ende. Und das für gesalzene € 80,-.

Hoffentlich nie wieder Fahrschule.

24.03.2007 um 16:05 Uhr

Ich lebe noch!

von: Gadabout   Kategorie: Frau am Steuer!

Stimmung: müde
Musik: How soon is now (Titelsong von "Charmed" - läuft grade im ORF)

 Ich glaub' das nicht! Ich hab's tatsächlich hinter mich gebracht! Das Fahrsicherheitstraining! Ich bin echt erleichtert - vor allem um € 170,-

Am meisten Angst hatte ich auf der Hin- und Rückfahrt mit meinen Kurskollegen: lauter Führerscheinneulinge (etwa 6-9 Monate seit der Prüfung) - Grund genug um Angst zu haben. So wenig Vertrauen ich diesbezüglich in mich selbst habe - in andere ist es noch weniger vorhanden. Aber ich habe auch das überlebt.

Die ersten beiden Stunden waren recht entspannt: Zuerst das psychologische Gruppengespräch in der Fahrschule (das war echt witzig mit einer total netten Vortragende), danach eine kurze theoretische Einführung. Anschließend wurde es dann ernst: auf nach Ludersdorf ins FSZ!

Ich hatte in mehrerlei Hinsicht echt Glück:

Da wir eine recht große Gruppe waren (18 Leute), wurde wir in 2 Hälften geteilt und durften/mußten bei der anderen Gruppe jeweils als Beifahrer mitfahren. Fröhlich Ich war also nicht alleine!

Unser Leihauto war ein Diesel in schreiend gelbgrüner Farbe und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase geduldiger als Mamas Auto. Allerdings hatten wir diese Phase nicht wirklich, weil es sofort losging - das war eher stressig.

Weil wir ja eine große Gruppe waren, kamen wir auch nicht sehr oft dran (jede Übung nur einmal, maximal zweimal) - was mir auch ganz gelegen kam. Der Lerneffekt war allerdings nicht besonders groß: eher hatte das ganze den Zweck, denjenigen, die sich schon zu sicher fühlten, wieder ein wenig Respekt einzuflößen.

Die Bremsübungen fand ich ganz witzig, das Auto hat das echt brav gemacht, aber beim Schleudern und Gegenlenken war ich total daneben. Allerdings auch 90% der anderen FahrerInnen.

Dass es fast den ganzen Tag geregnet hat, war auch kein Nachteil. So war der Übergang, wenn wir auf nasse Flächen oder durch Fontänen fahren mussten, nicht so dramatisch. Und der Scheibenwischer war die ganze Zeit an, um den mußten wir uns auch nicht extra kümmern.


Anstrengend war es aber trotzdem und das ständige Aus-dem-Auto-Springen zur Besprechung, wieder reinspringen, Fahrer tauschen,... hat irgendwie genervt. Die anderen 17 Teilnehmer waren im Schnitt 10 Jahre jünger als ich, da fällt mir der Anschluß irgendwie schwer. Meine "Co-Pilotin" war ein Glücksgriff, weil sie schon viel gefahren ist seit ihrer Prüfung, obwohl sie vermutlich nicht grade der Typ Mensch ist, der mal in meinen engsten Freundeskreis gehören wird (Haare blondiert, ziemlich aufgedonnert, zentimeterlange Fingernägel, spindeldürr, BMW Cabrio mit Ledersitzen, Sitzheizung und Sommerreifen). Aber gut, ich konnte schon als 15- oder 20-Jährige mit Gleichaltrigen und Jüngeren nicht unbedingt viel anfangen... Mein Freundeskreis ist tendenziell gleich alt bis deutlich älter (bis auf einige Ausnahmen, die wie immer die Regeln bestätigen).

So, jetzt mach ich es mir gemütlich, immerhin bin ich schon seit 5:40 Uhr auf den Beinen. Gähn. Oh, das Geschirr muss ich noch waschen... Bäh.

Heute allerletzte Folge "Charmed" auf Pro 7. *hibbel*

Claudia

15.03.2007 um 09:45 Uhr

Blechschaden?

von: Gadabout   Kategorie: Frau am Steuer!

Stimmung: so lala
Musik: Alan Parsons Project - The Turn Of A Friendly Card - The Ace of Swords

 Wider Erwarten lebe ich noch und bin auch gesundheitlich nicht beeinträchtigt. Ich bin jetzt 20min in der Gegend herumgefahren, das muss als Mutprobe reichen. Der Kübel ist mir schon wieder 2x - völlig grundlos - abgestorben, aber wenigstens nicht grade mitten auf einer vielbefahrenen Kreuzung. Auf den "Hintenrum-Wegen" war wie erwartet um diese Zeit wenig los, weshalb ich bei den meisten Kreuzungen recht streßfrei fahren konnte. Ich habe mich dann auch noch ein kurzes Stück auf die vielbefahrene Vorrangstraße getraut, und auch da ging alles gut. Das ständige Gefühl "Oh mein Gott, was mache ich, wenn..." geht aber nicht weg.

Tja, und dann habe ich das Auto wieder eingeparkt. Und da komme ich nun auf den Beitragstitel zurück. Ich fürchte, ich hab beim Einparken eine(n) Delle/Kratzer verursacht. Nicht dramatisch, aber halt doch. Traurig Da stand nämlich links ein Auto und rechts so ein Holz-Dings, und auf der Beifahrerseite fehlt mir dann doch irgendwie das Einschätzungsvermögen, außerdem wollte ich ja das Auto nebenan nicht... Ich glaube, ich hab dann das Holz-Dings gestreift. Ich könnte mich... Traurig Natürlich beeinträchtigt der Schaden nicht die Funktionsfähigkeit - ist halt "nur" ein Kratzer, aber...

Meine Mama wird mich umbringen. Nein. Wird sie nicht. Aber es tut mir echt leid. Irgendwie passiert mir das dauernd mit geborgten Sachen. Egal, was ich mir ausborge, ich mach's kaputt. Also: Bitte borgt mir nichts mehr!

Fröhlich

Traurige Grüße,

Claudia,
die das Thema "Allein-Autofahren" jetzt wieder ad acta legt. Gut, dass das Auto heute nachmittag eh wieder weg kommt.


PS.: Ich geh jetzt eine Runde spazieren. Ich brauch frische Luft.
 

14.03.2007 um 20:16 Uhr

Nachtfahrt

von: Gadabout   Kategorie: Frau am Steuer!

Stimmung: :o)
Musik: Emilia Torrini - Gollums Song

 Wir leben noch! Grade komme ich von einer 50min - Autotour mit meinem sehr mutigen Bruder. Mein ewiger Dank sei ihm gewiß.

Wir kommen sozusagen "aus der Dunkelheit". Naja, so dunkel wie es in einer Stadt eben ist. Eigentlich waren wir sogar auch ein bißchen außerhalb, zB beim Schloß St. Martin. Ihr wißt schon: <KLICK>

Ist ganz gut gegangen, aber es irritiert schon ein wenig, wenn die Scheinwerfer in den Spiegeln blenden. Um diese Zeit ist aber viel weniger Verkehr als am späten Nachmittag, von daher war es besser zum Fahren als beim letzten Mal. Wir sind auch viel weiter gekommen, weil wir nicht dauernd irgendwie ranfahren und warten mußten und so. Auto hat zwar so 1-2x ziemlich gestottert, aber abgesoffen ist er mir nie. "Brummi" heißt der übrigens, meine Mama hat ihn so genannt. Sie hat ihn zu ihrem 50. Geburtstag bekommen, ihr erstes eigenes Auto. Fröhlich

Vielleicht werde ich morgen vormittag eine Runde alleine fahren. Mal sehen. Kommt auf meine psychische Verfassung an.

Draußen ist es übrigens immer noch sommerliche warm, heute ist das echt extrem.

Und nun ab vor den TV: "Criminal Intend"... Gute Nacht!

06.03.2007 um 19:11 Uhr

Wir leben noch!

von: Gadabout   Kategorie: Frau am Steuer!

Stimmung: Naja.

 Was ja schon mal ein gutes Zeichen ist... Brüderchen ist um 16:00 Uhr vorbeigekommen und die ersten Meter (weg von der Kreuzung) selbst gefahren. Bis zur ersten breiteren Querstraße, die kaum befahren ist: da habe ich dann ein paar Losfahren - Retourfahren - Übungen gemacht. Weil ich mich ja erst mal an das Benzinauto gewöhnen mußte. Mein Bruder hat mir auch gleich Mut gemacht und mir erzählt, dass er Mamas Auto auch recht gewöhnungsbedürftig findet. Toll...

Naja, es ging dann irgendwie, wobei es halt doch mit dem Diesel-Fahrschulauto einfacher ist. Hm. Und dann sind wir raus in die "Wildnis": direkt bei mir in der Gegend durch die ganzen Seitengassen. Wobei diese Idee auch nicht die Beste war, weil die Straßen recht eng sind und noch dazu ziemlich vollgeparkt. Und die meisten Kreuzungen waren zum Bergauf-Wegfahren. Und da ist mir das Auto dann 2x abgestorben. Und der dahinter hat sich auch prompt genötigt gefühlt zu hupen. Trottel. Dabei kriecht man ja in den ganzen Straßen ohnehin mit "30" dahin, was regen die sich wegen 3 Sekunden Wartezeit an der Kreuzung auf? Versteh einer die Städter... Naja, und 16:00 bis 17:00 Uhr ist natürlich auch nicht unbedingt die beste Zeit zum entspannten Autofahren.

Und einmal bin ich bei einer ziemlich seltsamen Kreuzung/Kurve (?) zu weit nach vorne gefahren, sodass ein riesenlanger Bus grade noch vorbei kam. Aber dem war das sowieso egal. Der wäre über das winzige Auto drübergefahren, ohne es zu merken.

Nach 40min waren wir dann wieder zuhause, ich schweißgebadet (wegen Autofahren und Krankheit) und mein Bruder anscheinend ziemlich entspannt...

Danach haben wir noch eine Weile im lauen Frühlingswind gequatscht, was vermutlich für meinen Reibeisen-Hals eher suboptimal war... Traurig

Donnerstag fahren wir dann wieder. Um die "blöde" Zeit. Ich hoffe, dass ich mich dann wenigstens gesünder fühle, das wäre echt angenehm.

Ich machen einen Regen-, Sonnen- und Dankbarkeitstanz, wenn endlich der März vorbei ist.

28.02.2007 um 12:53 Uhr

Fahrschule

von: Gadabout   Kategorie: Frau am Steuer!

Stimmung: *bibber*

 Jaaaa... Lange, lange hab ich's hinausgeschoben, das letzte Mal hinterm Steuer gesessen bin ich im Jänner 2006 (erste "Perfektionsfahrt"), das letzte Mal richtig gefahren im Juni 2005 (bei meiner LKW-Prüfung). Da ich aber bis Ende März nun den Rest der 2. Phase absolvieren muss, um den Schein zu behalten, muss ich mich nun echt ranhalten. Daher die Fahrstunde heute. Ich habe den Fahrlehrer gleich mal schwarzmalerisch auf das Kommende vorbereitet, und so sind wir zuerst zum Übungsplatz gefahren. Sehr entspannt, denn ich saß am Beifahrersitz. Fröhlich


Am Übungsplatz folgten kurze Übungen: anfahren, halten, rückwärts, halten. Zu meiner Überraschung hat das alles problemlos geklappt. Ein Hoch an dieser Stelle an die leidgeprüften und sooooo geduldigen Fahrschulautos! *dickerschmatz* Das blaue Wunder erlebt man dann halt erst später mit dem erstbesten Privat-PKW. Wurscht. Dann Achterfahren zum Lenken-üben und Runden fahren zum Schalten und Zielbremsen. Auch nicht wirklich schwierig. Also haben wir uns gleich hinausgewagt in die freie Wildbahn. Schon noch in der Stadt, aber natürlich nicht im Zentrum, also: Ampeln und viel Verkehr, aber keine Straßenbahnen... Und so haben wir uns dann durch die Gegend geschlängelt, raus aus der Stadt, durch Dörfer und über Berge (Steinbergstraße: eng und kurvenreich!). Im Großen und Ganzen war Fahren an und für sich überraschend einfach, allerdings fehlt mir schon der Überblick. Ich sehe manchmal Ampeln recht spät, und auch wenn ich sie frühzeitig sehe, funktioniert das mit dem Hinbremsen nicht g'scheit. Also das Bremsen schon, aber das rechtzeitig runterschalten. Keine Ahnung. Den Schulterblick mach ich zwar alibihalber, aber Tatsache ist: ich seh dabei nix. Mein Gehirn schafft es nicht, in der kurzen Blickzeit irgend etwas zu erfassen. Und manchmal neige ich dazu, zu weit nach rechts an den Straßenrand zu geraten - immer wenn es mir vermeintlich links zu eng wird. Da fehlt einfach das Gefühl für den Seitenabstand, und der Respekt vorm Entgegenkommenden ist zu groß. Schon alleine das ist ein Grund, sich auf dem Beifahrersitz wohler zu fühlen. Fröhlich

Der Fahrlehrer war eigentlich sehr positiv überrascht und meinte, dass ich nach so langer Zeit echt stolz auf mich sein könnte... Auch hier wieder das "Problem", das mich schon mein Leben lang begleitet: Mein subjektives Gefühl von Überfordertsein paßt überhaupt nicht zum objektiven Eindruck. Oder verständlicher ausgedrückt: Weil ich auch solche Situationen recht passabel meistere, nimmt mir niemand ab, wie es mir tatsächlich dabei geht. Denn noch immer es für mich völlig unvorstellbar, alleine mit einem Auto irgendwohin zu fahren. Übungsplatz geht grade noch, aber raus? Nein danke. Und beim Fahrsicherheitstraining bin ich dann allein. Ganz allein. Stundenlang.

*grusel*