... die Herumtreiberin ...

12.07.2007 um 16:23 Uhr

Green Hell Blog Tour - 9th Edition

von: Gadabout   Kategorie: GreenHell Blog Tour


Bevor ich hier direkt mit meinem Blog Tour - Eintrag starte, muss ich noch ein wenig Zeit schinden - keine Ahnung, was ich schreiben soll... Heute habe ich die beiden (im vorigen Beitrag erwähnten) Geldbeträge abgeholt und - verantwortungsbewußt wie ich bin - gleich aufs Konto eingezahlt. Bye bye, Tischler! "Der Verlust ist nicht sehr groß." [/insider]

Und morgen schau ich mir mit meiner Schwester den neuen Harry Potter an - im O-Ton. Mo-Do hab ich abends den Englischkurs, Freitag Kino zum Englischlernen, das paßt einfach perfekt! Allerdings nimmt das jetzt auch schon bedenkliche Formen an: heute morgen bin ich tatsächlich mit englischen Phrasen und Vokabeln im Kopf aufgewacht und hab nach Worten gerungen... Fröhlich

Jetzt aber los:




Schrulligkeiten, seltsame Angewohnheiten und kleine Rituale, die sich eingeschlichen haben.

Mensch, ich war es selbst, die dieses Thema in die Runde geworfen hat, und jetzt weiß ich gar nicht, ob ich Schrulligkeiten oder Rituale habe. Ich fürchte, das könnten andere viel besser beurteilen.

Eine kleine Angewohnheit, die mich schon lange (in unterschiedlichen Ausformungen) begleitet, ist folgende: ich nehme aus Filmen oder Serien Szenen auf und höre sie mir ständig an. Als Kind (also vor uuuuunheimlich langer Zeit) habe ich mich mit Kassettenrekorder und leeren Kassetten bewaffnet, Videokassetten eingeworfen und zum Beispiel die Winnetou-Filme zum Hörspiel gemacht. Oder weil mir die Synchronstimme von Agent Mulder aus Akte X so gefallen hat, habe ich mir ebenfalls typische "Sager" von ihm aufgenommen - und dann rein mit der Kassette in den Walkman, Kopfhörer drauf und so war es einfach, zwar physisch in der Realität zu bleiben, aber geistig völlig abzutauchen.
In Zeiten von DVD's und MP3-Player lebt diese Angewohnheit wieder auf. Dieses Mal sind es vor allem Herr der Ringe und Andromeda - Passagen, die mich durch den Tag begleiten. Im O-Ton hat das sogar einen nützlichen Effekt: ich kann jetzt englische Sätze auswendig, die ich sonst wohl nie rausgebracht hätte...
"No, the journey doesn't end here! Death is just another path, one that we all must take. The grey rain curtain of this world rolls back..." (Wow, ich kann's wirklich auswendig!)
Oder: "Good Intentions! The Devil doesn't tempt us with measly offerings. He know's what we want most. [...] He's in everyone of us, aching to get out..."
Oder: "There must be something else..." "Everything you have ever done has led to this!"

Vielleicht sollte ich es auch gleich als lästige Gewohnheit festhalten, ständig Filmpassagen zu rezitieren. Aber auch das habe ich schon als Kind gemacht, mal sehen, ob ich noch was zusammenbekomme: "Der Weltraum - unendlich Weiten. Wir schreiben das Jahr..." (ok, das ist langweilig). Aber wie wär's damit: "Um herauszufinden, was in jener Schreckensnacht geschah, in der er vor 10 Jahren seine Eltern verlor, ist Jack Holborn von seinen Pflegeeltern weggelaufen und in zahllose Abenteuer geraten..." Gut, ich geb's zu, ich hab nachgeschaut. Aber ist es nicht schon eine Schrulligkeit, dass ich das Script, dass ich damals per Hand von der Videokassette mitgeschrieben habe, sofort aus dem Regal ziehen kann?
Und wer kennt das? "Nein. Nicht alles auf einmal. Vooooor uns liegt noch ein weeeeiiiiter Weg." Fröhlich Kleine Hilfe, ein weiteres Zitat aus demselben Film: "Es war Mitternacht im Haulewald, und in den turmdicken Stämmen knarrte und ächzte der Wind. Plötzlich rumpelte etwas Gewaltiges durch das Gehölz." (Ich hoffe, das stimmt, denn das ist wiederum was aus dem Gedächtnis.)

Bevor hier aber das lustige Zitateraten ausbricht, noch eine andere Angewohnheit, die so manchen Mitmenschen verwundert: Ich hab eigentlich (fast) immer (fast) alles dabei: Neben den Standards wie Geldtasche, Uhr, Handy, Kalender und Schlüssel schleppe ich auch noch Pflaster, Kugelschreiber, Leuchtstift und Block, Ersatzbatterien für Kamera und MP3-Player, Regenschirm, Plastiksackerl, Taschentücher, Feuchttücher, kleiner Spiegel, Haargel, Kopfwehtabletten, Stadtplan, Kaugummi, Kleiderroller (ihr wißt schon, dieses klebende Zeug, mit dem man Katzenhaare aus dem T-Shirt bekommt), USB-Stick,... mit mir herum. Das alles im Auto verstaut und immer dabei zu haben, wäre ja keine Kunst, aber wie es sich bestimmt schon herumgesprochen hat, bin ich unmotorisiert und zaubere all diese Dinge für gewöhnlich aus meinem Zauberrucksack hervor. Dass typisches "Frauenzeug" wie Schminke fehlt, ist keine Vergesslichkeit beim Aufzählen, sondern tatsächlich so. Aber alles andere muss ich immer dabei haben - man kann ja nie wissen. Fragt nicht, wie es mir geht, wenn ich mal eine andere Tasche dabei habe... :panik:

Eine "Schrulligkeit" ist wohl auch, dass ich des öfteren Selbstgespräche führe. Das kommt wohl daher, dass ich schon ziemlich lange alleine wohne. Fröhlich Ich versuche zu vermeiden, es in der Öffentlichkeit laut zu machen, was mir großteils doch immer wieder gelingt. Was mir allerdings ständig passiert: ich spreche zwar nur in Gedanken zu mir, Mimik und Gestik kriegen das aber leider nicht mit. Man schaut mich manchmal schon seltsam an...

Rituale... Ich fürchte, ich hab keine. Ich hab immer wieder versucht, welche einzubauen in den Alltag, aber nichts hat sich gehalten. Gut, man könnte es als Ritual bezeichnen, dass der erste Weg morgens zum PC führt, um ihn einzuschalten und die Grüne Hölle mit meinem Morgengruß zu beglücken, aber das war's auch schon. Nichts weiter. Leider. Ich hätte gerne ein paar Rituale. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Soooo alt bin ich nun auch wieder nicht.








Aber lassen wir das.

vor mir: Halefa
nach mir: Purslane

06.06.2007 um 17:25 Uhr

Green Hell Blog Tour - 8th Edition

von: Gadabout   Kategorie: GreenHell Blog Tour

Stimmung: müde




Zeitmaschine!

Angenommen, ihr hättet die Möglichkeit, in die Vergangenheit zurückzureisen:
Gäbe es ein bestimmtes Ereignis, das ihr ändern bzw. ungeschehen machen würdet?
Wenn nicht - warum?

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *


Puh, das ist ein schwieriges Thema. Vor allem müßte man sich zuerst einmal entscheiden, ob man dabei die gesamte Weltgeschichte in Betracht zieht oder nur die eigene Vergangenheit. Ich werde mich hier nur mit meiner Wenigkeit beschäftigen, denn das Thema Zeitgeschichte ist so komplex und ich kenne mich damit gar nicht aus, dass ich es lieber bleiben lasse. Außerdem wissen wir ja aus diversen SciFi-Serien und Geschichten, wie das ausgeht, wenn man den Lauf der Geschichte ändert. Da stellt man dann plötzlich fest, dass man eigentlich nie geboren hätte werden dürfen und schon steckt man mittendrin im allerschönsten Paradoxon und hat die Typen von der Temporal Time Police am Hals. Nicht gut, das musste schon Tante Käthe erfahren.

Ok, dann also zu mir. Spontan würde ich sagen: Nein, ich würde nichts ändern wollen. Nicht, dass ich mit meinem Leben rundum zufrieden wäre - ich wüßte schlichtweg gar nicht, wo und wann ich falsch abgebogen bin (und ob das überhaupt der Fall ist). Klar gibt es Kleinigkeiten, die mir heute noch leid tun. Allen voran vor allem zwei:

1. SMARTY - mein kleiner süßer heißgeliebter Kater, der leider nur 1 Jahr alt wurde. Ich wünschte, ich hätte konsequenter versucht, ihm die Antibiotika reinzustopfen, auch wenn er das gar nicht wollte. Vielleicht hätten sie geholfen. Schlimmer hätte es zumindest nicht werden können. Und außerdem tut es mir leid, dass ich ihn nicht rechtzeitig einschläfern habe lassen, sondern zusehen mußte, wie er elendiglich verreckt ist. Ich hatte wochenlang Alpträume deshalb.



2. FLORI - die kleine süße Maus. Hätte ich gewußt, dass sie von ihrem Ausgang an jenem verregneten Freitagnachmittag nicht mehr zurückkehrt, hätte ich nicht vorher mit ihr geschimpft, weil sie beim Herumtoben den schweren Eisenkerzenständer umgeworfen hat, dass er mitsamt Kerze durchs halbe Zimmer geflogen ist...



Ja. Das waren die "Kleinigkeiten".

Dann gibt es noch zwei "Ereignisse", wo mich die parallele Realität - verursacht durch eine andere Entscheidung - brennend interessieren würde.

Die eine Frage wäre: Was wäre, wenn ich tatsächlich nach der 4. Klasse Gymnasium in die Pferdewirtschaftsschule gewechselt wäre? Ich hätte dann vermutlich niemals Daisy bekommen, und vielleicht wäre ich nach Beendigung der Schule noch ratloser und planloser gewesen als ich es bin - aber ich weiß es nicht. Vielleicht wäre es auch anders gekommen, vielleicht wäre "es" das gewesen. Wie gesagt: vermutlich würde ich heute nicht anders entscheiden als damals (wobei damals nicht ich die Entscheidungsgewalt hatte), aber interessieren würde es mich schon.

Und das zweite Thema - und da würde ich heute vermutlich wirklich anders entscheiden - die Wahl des HTL-Kollegs. Ich besuchte damals den Zweig "Innenausbau", was mich nicht so wirklich interessiert hat - und die Schule habe ich ohnehin gehaßt. Es hätte dort einige Bereiche gegeben, die mir mehr gebracht hätten: Feinmechanik (Mechatronik) oder Elektronik zum Beispiel. Vielleicht wäre es schwieriger gewesen und vielleicht wäre ich heute auch nicht klüger als ich es tatsächlich bin, aber ich hätte wenigstens das Gefühl, etwas Nützliches gelernt zu haben. Was mich betrifft, waren die zwei Jahre HTL nämlich ziemlich "für'n Hugo".

Nichtsdestotrotz wird das alles wohl irgendeinen Sinn haben, daran glaube ich nach wie vor. "Was wäre wenn!" und "Hätte ich doch!" sind eigentlich Phrasen, die in meinem Leben so gut wie gar nicht vorkommen. Ich glaube, es lebt sich damit leichter - denn die Realität ist: ich habe nun mal keine Zeitmaschine. Um mit den Worten von Trance Gemini abzuschließen:

"Everything you have ever done
has led to this."



Da ich dieses Mal die erste in der Liste bin, verlinke ich nur weiter zu meiner Nachfolgerin Patty.

So long!

09.05.2007 um 11:06 Uhr

Green Hell Blog Tour - 7th Edition

von: Gadabout   Kategorie: GreenHell Blog Tour

Musik: Army of lovers: Obsession (echt, ich hab mir extra das Video auf Youtube gesucht!)



Obsessionen

Was begeistert euch besonders? Warum, und welche Auswüchse kann es annehmen? Und überhaupt - wovon seid ihr total besessen?


Oh je, das ist das richtige Thema für mich, denn vieles, was mich interessiert, artet bei mir - zumindest für eine gewisse Zeit - in eine Besessenheit aus.

Bestes Beispiel aus der jüngsten Geschichte: der neue MP3-Player und meine daraus resultierende Musik-Sortier-und-Sammel-Orgie, die bis in die frühen Morgenstunden dauerte und nur von wenigen Stunden Schlaf unterbrochen war.

Untrügliches Zeichen für eine Besessenheit: ich vergesse auf Essen (und sogar Naschen) - und Schlaf brauch ich dann erst recht keinen. Und wehe, jemand ruft mich an oder stört mich sonst irgendwie beim Ausleben der Obsession!
Das sind diese Tage, an denen ich das Leben wirklich lebenswert finde und dankbar sein kann für alle Möglichkeiten, die mir zur Verfügung stehen. Wenn ich in so einen „Rausch" komme, dann fühlt es sich an, als ob ein Turbomotor in mir anspringt und mich treibt und jagt, und es kommt mir dann oft so vor, als ob ich ein Stück weit die Kontrolle verliere und nicht mehr aufhören kann.

Beim Puzzlen passiert mir das immer wieder einmal, weshalb ich mir auch nur dann welche kaufe, wenn ich weiß, dass ich ein paar Tage frei habe - denn wenn ich erst angefangen habe, kann ich kaum aufhören, bevor es fertig ist. Dann schlafe ich schlecht und träume manchmal sogar davon. Nach wenigen Stunden krieche ich schon wieder aus den Federn und puzzle weiter. Das letzte Puzzlestück ist dann meistens wie eine Befreiung, also ob ich die Fesseln dann nach Tagen endlich wieder abschütteln und den Rest der Welt wahrnehmen kann.

Oder beim Lesen - ein spannendes Buch und ich bin hoffnungslos verloren. Da kann es mir passieren, dass ich es nachmittags aufblättere und erst um 4:00 Uhr früh damit aufhöre - nachdem ich es in einem Rutsch durchgelesen haben.

Ähnliches kann mir auch mit TV-Serien passieren - über lange Strecken laufen sie harmonisch neben dem Real Life her, aber es kann gewisse Auslöser geben, und ich ziehe mir 5 Folgen (oder mehr Fröhlich) auf einmal rein. Und je mehr ich mich dann reinhänge, umso weniger kann ich aufhören. Das dauert manchmal Tage, in denen ich dann auch bemerke, dass mir der Anschluss an die wirkliche Welt ein wenig abhanden kommt.

Aber die Themen enden nie: sei es, dass ich eine größere Aufräumaktion starte (die sich dann zu einer Wohnungsumgestaltung ausweiten kann) oder durch die Entdeckung von manchen PC-Spielen (z.B. die Escape-Games-Session von vor wenigen Wochen), aber auch ganz banale Dinge, die mir vor die Füße fallen: beliebige interessante Themen, wo ich bei der „Recherche" vom Hundertsten ins Tausendste komme - und plötzlich ist es weit nach Mitternacht; Unterlagen, die ich erstelle und dann irgendwann bemerke, dass ich eine „Doktorarbeit" draus gemacht habe; Lieder, die ich auf "Repeat" stelle und mir tagelang ohne Pause anhören kann... Was immer meinen Entdeckergeist und das „Rätsellösungs-Gen" ("Das möchte ich jetzt aber schon auch noch wissen!" und "Das muss doch irgendwie klappen!") aktiviert oder mich in eine andere Welt entführt, hat gute Chancen, zur Obsession zu werden.
_____________

Vor mir wagte lil_luthien einen Blick in die tiefsten Tiefen ihrer Seele, nach mir wird Patty diesen mutigen Schritt machen.
 

04.05.2007 um 13:15 Uhr

Green Hell Blog Tour - 6th Edition

von: Gadabout   Kategorie: GreenHell Blog Tour

Stimmung: langweilig
Musik: Udo Jürgens - Was ist Zeit


Dein nicht ganz so geheimer Wunschtraum, den du dir erfüllen würdest wenn du viel Geld hättest.

Eigentlich sind es nur Tagträume, Fantasien, Spinnereien die man sich ausmalt. Aber was wäre wenn man sie wirklich realisieren könnte? Was wäre wenn man plötzlich genug Geld hätte um all das zu tun was man eigentlich schon immer tun wollte, aber bis jetzt nur zu träumen wagte?


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Meiner Praktikumsstelle sei dank (der Chef ist mir abhanden gekommen und ich hab keine Arbeit, soll aber lt. seiner Anweisung noch dableiben) komme ich jetzt dazu, auch hier meinen Senf dazuzugeben.

Tja, viiiiiel. Geld. Als erstes würde ich allen möglichen Leuten was davon abgeben: denjenigen, denen ich meinem Gefühl nach noch was schulde und denjenigen, denen ich mal was versprochen habe und dann noch denen, die sich sehnlich etwas wünschen, es sich aber nicht leisten können.
Falls dann noch was übrig wäre (natürlich wäre dann noch was übrig, ich bin doch nicht bescheuert! Fröhlich) müsste ich mir ein paar grundsätzliche Gedanken machen: Will ich das Geld „für die Welt" sinnvoll einsetzen oder nur für mich? Gehen wir davon aus, da ließe sich ein brauchbarer Kompromiss finden und es bliebe dann immer noch genug für mich:

Nr. 1 auf der Wunschliste ist ein nettes kleines Haus mit viel Platz drumherum für einen eigenen Stall für meine 2-4 Pferde (die ich dann hätte). Details fürs Haus will ich jetzt nicht breittreten, aber eines wäre ein Muss: ein eigenes kleines „Heimkino" mit Beamer und Leinwand, damit ich mir meine ganzen Lieblingsserien auch mal in einem vernünftigen Format reinziehen kann - a propos: natürlich würde ich mir dann endlich all die DVD-Staffelboxen kaufen, die ich schon so lange haben möchte.
Dann bräuchte ich einen Chauffeur, aber nicht, weil ich so versnobt bin/wäre, sondern weil... Naja, ich und Autofahren, ihr wisst schon.

Nr. 2 wäre wohl irgend etwas mit Fliegen. Ich glaube, ich würde lernen wollen, einen Hubschrauber zu fliegen. Also, zuerst würde ich mir ein paar Stunden nur zum Mitfliegen leisten und die Gegend von oben bestaunen. Und danach dann die Flugstunden nehmen. Danach natürlich eigener Helikopter inkl. Start- und Landeplatz.
Vielleicht würde ich auch gerne mal in den Weltraum und die Erde von oben angucken. Oh ja, das hätte schon was.

Nr. 3 ...
Tja, eigentlich wäre es das schon im Großen und Ganzen. Vielleicht würde ich noch Afrika bereisen, den Monument Valley bestaunen und Urlaub in Irland machen, aber das kann ich jetzt nicht so abschätzen.
Oh, eines noch: Das Geld müsste natürlich dann auch eine Weile reichen, sodass ich zum Beispiel mit einem Halbtagsjob locker über die Runden käme, um reichlich Zeit für Freizeitaktivitäten zu haben:
- regelmäßig Völkerball spielen oder „Versteinern" mit Groß und Klein
- eine Musical-Laientruppe ins Leben rufen
- einen Abenteuerpark bauen, kaufen, anmieten,... (zum Laufen, Klettern, Springen,...)
- stundenlang vor PC oder TV sitzen oder lesen und mir so die Nächte um die Ohren
  schlagen, falls mir danach ist (oh, das mach ich doch schon! Fröhlich)

...to be continued...

Ich hör schon auf.

Vor mir hat Gamina geträumt und nach mir wird Lish das tun. Viel Spaß!

13.02.2007 um 12:24 Uhr

Green Hell Blog Tour - 5th Edition

von: Gadabout   Kategorie: GreenHell Blog Tour

Stimmung: ich werde doch nicht etwa krank?
Musik: Sinnerman (Nina Simone)


Die Regeln wie immer hier: Sing to the North




Alter Ego: In welcher Film-, TV- oder Buchfigur kann ich mich am ehesten wiederfinden und warum?

Vor mir schlüpft Patty (der wir übrigens das wunderschöne Bild verdanken) in eine fremde Rolle, nach mir entführt uns Stina in eine andere Welt.



Ja nun, ein sehr spannendes, aber wirklich schwieriges Thema, wie ich finde. Es wäre um einiges einfacher, würde die Frage lauten: Welche Figur bewundere ich am meisten, wer sind meine Helden? (Solche gibt es als TV-Junkie und Leseratte für mich mehr als genug!)

Hm, nach reiflicher Überlegung würde ich Aragorn wählen - aber nicht den König Aragorn, sondern seinen "Waldläufer-Aspekt". Ich kann mich noch gut erinnern, als ich die Bücher zum ersten Mal gelesen habe: es war Weihnachten 2003, nachdem ich "Die Rückkehr des Königs" im Kino gesehen hatte. Ich war - wie üblich - in Weihnachts"ferien" bei meinen Eltern, und dieses Mal hatte ich mein Pferd auch dabei. Zur gleichen Zeit hatte ich ein Weblog entdeckt von einer jungen Frau, die gemeinsam mit ihrem wanderritterprobten Haflinger von Deutschland aus den Jakobsweg bestritt. Und so verbrachte ich die Tage fast ausschließlich mit Herr der Ringe, Jakobsweg und Reiten. Es war Winter und kalt, es gab Regentage und Sonne, aber ich war durch nichts aufzuhalten: Stundenlang streifte ich mit Daisy bei Wind und Wetter durch den mir unbekannten Wald und stellte mir vor wie es wäre, so zu leben. Und egal ob ich völlig durchnäßt oder durchfroren nach Hause kam - ich habe jede einzelne Minute genossen.

 (Für Vergrößerung auf das Bild klicken!) Fernab von Lärm und Hektik, keine Behörden und Kontrollen, ohne Termine und Etikette. Einfach nur unterwegs sein und überleben. Auf sich selbst gestellt sein, den eigenen Geschäften nachgehen, die kleinen Abenteuer überstehen. Ein Leben im Verborgenen, ohne Aufsehen zu erregen und Ruhm zu erlangen, und ohne Ansehen und Macht. Hier und dort mithelfen, wenn Hilfe gebraucht wird - um dann weiterzuziehen. "Lonesome (St)rider" oder eben: Waldläufer. Auf dem Weg immer wieder auf ähnliche Menschen treffen, Freunde - aber am Ende wieder alleine weiterziehen, in stillem Einverständnis. Aber dann, wenn es drauf ankommt, wirklich aufeinander vertrauen zu können. Wenn der Ruf ergeht, diesem folgen und das Beste geben im Namen von Gerechtigkeit und Fairness. Für den einzelnen, für die Gemeinschaft. Um dann wieder in der Unauffälligkeit zu verschwinden.

Ich habe die Bücher leider lange nicht gelesen, aber wenn ich mich richtig erinnere, wird dort das Waldläufer-Dasein ein wenig ausführlicher beschrieben als in den Filmen. Ich blättere ein wenig in den Anhängen:

"Nach dem Ende ihres Königreichs traten die Dúnedain in den Schatten. Sie wurden ein verborgen lebendes, umherwanderndes Volk, von dessen Mühen und Taten kaum gesungen oder berichtet wurde."

Oh, und beim Überfliegen der folgenden Seiten entdecke ich noch einen Schatz (geht es anderen HdR-Lesern auch so, dass sie die wirklich bewegenden Dinge in den Anhängen finden?):

"Dann [in jungen Jahren, Anm.] nahm Aragorn in Freundschaft Abschied von Elrond; und am nächsten Tag sagte er seiner Mutter und Arwen Lebewohl und allen in Elronds Haus und ging fort ins wilde Land. Fast dreißig Jahre lang mühte er sich ab im Kampf gegen Sauron, und er wurde ein Freund Gandalfs, des Weisen, von dem er viel lernte. Auf viele gefährliche Fahrten gingen sie gemeinsam, doch im Lauf der Jahre ging er immer öfter allein. Lang und mühsam waren seine Wege, und allmählich nahm er ein etwas finsteres Aussehen an, wenn er nicht gerade lächelte; und dennoch erschien er den Menschen ehrwürdig wie ein König im Exil, wenn er seine wahre Erscheinung nicht verbarg. Denn er wanderte in vielen Verkleidungen und gewann Ruhm unter vielen Nahmen. Er ritt mit dem Heer der Rohirrim und kämpfte zu Wasser und zu Lande für den Herrn von Gondor; und in der Stunde des Sieges verschwand er, und die Menschen des Westens wußten nichts von seinem Verbleib. Weit in den Osten und tief in den Süden ging er allein, erforschte die Menschenherzen, die guten wie die bösen, und deckte die Anschläge und Verschwörungen von Saurons Dienern auf.
So wurde er schließlich einer der kühnsten Abenteurer seiner Zeit, bewandert in den Künsten und Überlieferungen der Menschen und doch mehr als nur ein Mensch, denn er hatte etwas von elbischer Weisheit, und in seinen Augen glomm ein Licht, das wenige ertragen konnten, wenn es aufflammte. Traurig und streng war sein Gesicht, geprägt von dem auferlegten Schicksal; und doch trug er stets eine Hoffnung im tiefsten Herzen, aus dem bisweilen Heiterkeit hervorsprang wie die Quelle aus dem Felsen."


Dass Aragorn dieses Vagabundenleben aufgeben mußte, um König zu werden, war ja für mich persönlich die größte Tragik der ganzen Geschichte (ich weiß ja nicht, ob Aragorn das auch so sieht, ähem). Elronds Worte "Put aside the Ranger - become who you were born to be!" - schrecklich.

Zum Abschluß noch ein paar Bilder (da ich grade kapiert habe, wie ich mit dem neuen DVD-Player gescheite Screenshots machen kann):

Aragorn, wie ich ihn am liebsten mag: dreckig, schwitzend, blutend und beim Pferde"flüstern":






Ich wünsche noch viel Spaß mit den anderen Einträgen aus unserer Blogtour!

Claudia

22.11.2006 um 21:42 Uhr

Green Hell Blog Tour - 4th Edition

von: Gadabout   Kategorie: GreenHell Blog Tour

Stimmung: kränkelnd, aber sonst gut
Musik: TV im Hintergrund


Es ist wieder einmal soweit!



Die Regeln wie immer hier: Sing to the North

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte."
Zugegebenermaßen ein wenig abgedroschen, aber doch oft wahr. Welches Bild geht euch nicht mehr aus dem Kopf, welcher Anblick läßt euch nicht mehr los, was ist euer täglicher Blickfang - und warum? Laßt uns daran teilhaben: in Wort und Bild!


Dieses Mal eröffne ich die Runde, meine Nachfolgerin wird sein: Illyria


Was ist es, das ich täglich sehe, und das mich beeindruckt: Der Berg vor meiner Haustür!


Nein, Scherz beiseite, das war nur Spaß, ehrlich! Dieses eine Mal verschone ich euch mit "meinem" Hausberg... Fröhlich


Okay, dann fange ich mal richtig an:

Ich habe lange überlegt (und ich bin sicher, in den nächsten Tagen wird mir noch das eine oder andere Bild einfallen, das ich genauso gut hätte nehmen können), aber ich habe mich entschieden, über eine ganz besondere Zimmerpflanze zu schreiben: Mein "Fensterblatt" (Monstera) - oft fälschlicherweise als Philodendron bezeichnet. Tatsächlich aber ist es so, dass es sich dabei um unterschiedliche Pflanzen handelt, die beide der Pflanzenfamilie der Araceae angehören.

Ich habe mein eines - mittlerweile prächtig gediehenes - Exemplar im Jahr 1999 erstanden, und zwar bei PLUS (vormals Zielpunkt). Da war er noch recht mickrig, wie das folgende Foto dokumentiert:

 
Ich habe damals in meiner Wohnung in Wien gelebt, und er und ein ebenso kleiner Ficus Benjamin waren meine ersten selbst erstandenen Zimmerpflanzen. Bis dato hatte ich um dieses Thema eher einen großen Bogen gemacht, denn in meinen Teenagerjahren war ich eher die allseits bekannte Pflanzenkillerin. Ob Gummibäume oder Kakteen - keine Pflanze wurde bei mir richtig alt. Deshalb hatte ich um die beiden Neuzugänge auch ein wenig Angst, aber ich hatte Glück: sie überlebten, wenn auch grade mal so.

Als ich 2 Jahre später nach Niederösterreich übersiedelte, war aus meinem mickrigen Fensterblatt noch nicht wirklich eine stattliche Pflanze geworden:

 


Aber dann! Innerhalb kürzester Zeit wucherte dieses Ding, zahlreiche neue riesige Blätter (die sich nun endlich auch mal richtig "teilten", wie es sich gehört) erblickten das Licht der Welt - und jedes einzelne begrüßte ich freudig - wirklich! Schon bald mußte ich wieder umtopfen, und das ganze Gewächs war nun schon so schwer, dass ich es alleine kaum mehr heben konnte. Was auch kein Problem war, denn im Haus war schließlich genug Platz! Bis... Ja bis die nächste Übersiedlung auf dem Plan stand: in meine Grazer Mini-Wohnung! "Die Pflanze muss mit", das war für mich von Anfang an klar! Aber wie unterbringen - das Zimmer ist grade mal 18m² groß und beherbergt: Bett, Kleiderschrank, Couch, TV, PC + Schreibtisch. Und: Riesenpflanze (die allein schon 3m² beansprucht)! Kein Mensch hat verstanden, warum ich sie mitnehmen mußte, und niemand wollte glauben, dass sie wirklich Platz hat, aber: Ich habe es geschafft! Die 3-4m langen Luftwurzeln habe ich in einem dicken Strang um den Topf gelegt; ein wenig Angst hatte ich, als wir sie durch die schmale Tür quetschen mußten, aber ausser 3 geknickten Blättern hat sie die Reise gut überstanden - und schon wieder zahlreiche neue Blätter bekommen! Ich liebe diese Pflanze!


Und Bianca, falls du das liest: Erkennst du, was ich auf der Topfvorderseite befestigt habe? Dankeschön noch mal an dieser Stelle!

 

So, hier endet die Geschichte meiner Lieblingszimmerpflanze vorerst - auf dass sie noch ein langes Leben hat! Nun könnte ich direkt fortsetzen mit meinem Bambus ("Gott hab' ihn selig!"), aber das würde zu weit führen... *schnief*





 

31.10.2006 um 13:28 Uhr

Green Hell Blog Tour - 3rd Edition

von: Gadabout   Kategorie: GreenHell Blog Tour

Stimmung: ausgezeichnet :o)
Musik: U2 - I Still Haven't Found What I'm Looking For


Und es geht weiter! Wie alles begann, findet ihr hier: Stina - Roots & Wings


Das Thema ist diesmal wieder ein allgemeines: Jahreszeiten. Die einen mögen es sengendheiß und liegen am liebsten im Sommer am Strand, die anderen verlieben sich jedes Jahr neu in den Frühling oder genießen das herbstliche Wetter bei einem Spaziergang. Oder ist gar der Winter eure liebste Jahreszeit? Und warum? Schreibt über alles, was euch zu dem Thema einfällt.

Vor mir widmet sich Nesse diesem Thema.

* * * * * * *

Jahreszeiten also... Das war ja mein Wunschthema, aber was soll ich nun schreiben? Ich würde dieses Thema gerne aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten, aber das könnte sehr umfangreich werden. Egal, ich fang einfach an.

Als Kind mochte ich eigentlich alle Jahreszeiten gleich gern. Wenn der Winter zu Ende ging, habe ich mich auf den Frühling gefreut, danach auf den Sommer (Ferien und Geburtstag!), und dann wieder auf den Winter (und Weihnachten).

Als Jugendliche bekam ich dann mein eigenes Pferd, und da verschob sich die Vorliebe eigenartigerweise zu ungunsten des Frühlings. Weil das die Zeit mit dem meisten Matsch war. Da hatte man den langen und kalten Winter endlich überdauert, die Sonne strahlte vom Himmel, aber die Pferde waren nicht nur mit Dreck "einpaniert", man konnte auch gar nicht raus ins Gelände, weil man oft wochenlang knietief im Matsch versank (Schneeschmelze sei dank!). Und dann dieses ewige Kräftemessen zwischen Winter und Frühling. Kaum hatte man sich an wärmere Temperaturen gewöhnt, kam auch schon der nächste Kälteeinbruch. Ich empfand den Winter an und für sich für in Ordnung, aber diese Übergangszeit machte mir zu schaffen.
Die Hitze im Sommer steckte ich hingegen locker weg, weil ich in meinen Sommerferien einfach schon früh morgens im Stall war und mich tagsüber zuhause aufhalten konnte.

In den letzten Jahren hingegen fand wieder eine Verschiebung statt, und zwar in Richtung Sommer. Das könnte unter anderem daran liegen, dass ich in eine etwas andere Region übersiedelt bin - die Winter waren nicht ganz so schneereich, der Frühling nicht so matschig, aber der Sommer extrem trocken und heiß. [Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass Sommer und Winter eine Mehrzahl haben, aber Frühling und Herbst nicht so wirklich... Seltsam.] Außerdem hatte ich im Spätsommer ein paar Mal "Pech" - von den persönlichen größeren und kleineren Unglücken wurde ich meistens im August/September heimgesucht. Und so kam es, dass ich meinen Geburtsmonat August momentan am wenigsten leiden kann.

Wenn ich mich selbst einen Jahreskreis über "begleiten" wollen würde - wann würde ich ansetzen? Diese Frage ist gar nicht so einfach - immerhin ist es ein Kreislauf ohne Ende und Anfang, zumindest empfinde ich das so.
Unseren traditionellen Jahreswechsel würde ich nicht als "Startpunkt" benennen. Eher noch meinen "gefühlten" Winterbeginn Ende November. Dann, wenn der Herbst wirklich vorüber scheint (die Bäume sind kahl, die Temperaturen rechtfertigen Winterjacke, Schal und Stirnband) und ich mich gerne mit Duftkerzen oder Räucherstäbchen in mein Wohnzimmer kuschle. Ich mag diese Zeit im Dezember, ich freu mich da noch richtig auf den Winter, warte gespannt auf den ersten Schnee und stelle fest, dass es draußen gar nicht so kalt ist, solange man in Bewegung bleibt oder zu arbeiten hat - bloß nicht herumstehen und warten! Oft ist es auch "nur" der Wind, der es so eisig macht.
Ende Jänner dann schleicht sich die Sehnsucht nach dem Frühling ein - es gibt schon vereinzelt warme Tage, die Lust machen auf mehr. Es ist ein auf und ab - auch gefühlsmäßig. Allerdings gilt es dann noch den Februar und März zu überdauern, und dann kommt auch noch der April. Auch wenn man die Natur langsam wieder erwachen sieht, ist das eine ganz schön lange Durststrecke, finde ich. Es wird immer noch sehr früh dunkel, was besonders schlimm ist, wenn man im "Bürozeiten-Alltag" festsitzt. Ich bin schon gespannt, wie für mich der nächste Frühling wird, falls ich dann noch in der Spätschicht arbeite!

Der Sommer bricht dann in der letzten Zeit immer sehr schnell über uns herein, meist hat es schon im Mai wochenlang hochsommerliche Temperaturen, und ich schwanke dann zwischen "genieße doch das schöne Wetter, vielleicht war das schon der ganze Sommer" und "muss es gleich wieder so heiß sein?". Schließlich wird es Juni, dann Juli - und wenn ich Glück habe, wird es ein eher verregneter Sommer. Ja, richtig gelesen: die sind mir nämlich lieber (das könnte auch daran liegen, dass ich mit Schwimmbädern und Badeteichen so gar nichts anfangen kann). Und monatelang brütende Hitze ertrage ich nur schwer - mit Schaudern denke ich an den Sommer 2001 - es hatte mehr als 2 Monate kein einziges Mal geregnet - ich kann mich noch gut erinnern, dass ich täglich morgens aus dem Fenster geschaut habe und dachte: Verdammt, schon wieder strahlend blauer Himmel!

Im August steigt dann die Vorfreude auf den Herbst, und eigentlich mag ich den August auch, wenn mich nicht gerade irgendeine Katastrophe heimsucht... (Dieses Jahr hatte ich einen schönen August!) Oft befällt mich um diese Zeit auch eine gewisse Unruhe - wenn sich nämlich in der ersten Jahreshälfte eine Unzufriedenheit über Zustände breitgemacht hat, die ich nicht ändern konnte (Job zum Beispiel), dann ist der September oft die Zeit, in der ich noch einmal mit "Gewalt" eine Veränderung herbeiführe, weil ich den Gedanken nicht ertragen kann, SO in die "Winterruhe" zu gehen. Daher ist für mich weniger der Frühling sondern eher der Herbst eine Zeit der Veränderung. Im Herbst bekomme ich auch plötzlich das Bedürfnis, die Sonnen- und Mondfeste zu feiern (Tag- und Nachtgleiche, Samhain). Ich freue mich über Sonnentage mit bunten Herbstwäldern (zahlreiche Fotos findet ihr in den vorigen Beiträgen), ich mag auch nebelverhangene Tage, es macht mir auch nichts aus, wenn ich langsam die dickeren Pullover aus dem Schrank holen muss. Besonders der Herbst ist auch gefüllt mit vielen schönen Kindheitserinnerungen, ich weiß nicht, warum. Empfinde ich den Spätwinter eher als ein zähes Ringen zwischen den Jahreszeiten, ist es im Herbst ein sehr angenehmer Wechsel - die Tage werden langsam kürzer, es wird kontinuierlich kälter, ich lasse mich einfach in den Winter tragen - und freue mich (um hiermit den Kreis zu schließen) auf meine Duftkerzen (Apfel-Zimt zum Beispiel)... Und dieses Jahr genieße ich den Herbst besonders, weil ich dank Spätschicht trotz der kürzer werdenden Tage immer noch genug vom Tag miterleben darf...


Hach, mir geht's so richtig gut!


* * * * * * *

Nach mir ist Ranwen an der Reihe!


Viel Spaß beim Lesen!

Claudia


08.10.2006 um 15:58 Uhr

Green Hell Blog Tour - 2nd Edition

von: Gadabout   Kategorie: GreenHell Blog Tour

Stimmung: angenehm herbstlich :o)
Musik: Enya - Pilgrim


Es ist soweit! Die 2nd Edition der Green Hell Blog Tour ist in vollem Gange! Wie überhaupt alles begann, findet ihr hier: Stina - Roots & Wings



Die vorige Etappe hat Centaurea bestritten!

Das Thema ist diesmal ein allgemeines: das Reisen. Schreibt über euer schönstes, schaurigstes, grässlichstes oder lustigstes Reiseerlebnis, oder von Orten, wo Ihr gerne mal hinreisen möchtet, oder über etwas ganz anderes, was Ihr mit dem Reisen verbindet.

Reisen...

Hm. Obwohl ich groß "Herumtreiberin" auf meinem Weblog stehen habe, kann ich mit dem Wort "Reisen" nicht allzuviel anfangen. Was also könnte ich dazu schreiben? Ja ok, ich war auf Malta (Maturareise), außerdem in Italien und in Ägypten, aber das war's dann auch schon... Ich wüßte nicht, was ich darüber groß schreiben sollte.

Über's Herumstreunen könnte ich dagegen einiges sagen, da liegen meine Wünsche und Träume. Mit einer Machete durch den Dschungel zum Beispiel. Auf Pilgers Spuren auf dem Jakobsweg nach Spanien. Zu Pferd durch Wälder streifen. Mit dem Zigeunerwagen durch die Puszta. Per Raumschiff fremde Galaxien erforschen... Oje, ich schweife ab.
Das ist es, was mich zum schwärmen und träumen bringt. Gilt das auch als "Reisen"? Eine Reise im herkömmlichen Sinn ist für mich etwas Organisiertes, Geordnetes, mit Koffer und Hotelzimmer und so Zeugs. Mit einem Ab- und Anreisetag. Mit Urlaubsfotos und Reiseberichten.
Was mich reizt, ist vielmehr ein bestimmtes Lebensgefühl: draufloszugehen, nicht wissend wohin, einfach der Nase nach.



Irgendwie scheint mir das auch eine passende Metapher für mein Leben zu sein. Ich schlendere so vor mich hin, ohne Plan und Ziel und entscheide bei jeder Abzweigung neu, wohin ich mich wende. Es kann schon mal vorkommen, dass ich vom Weg abkomme oder im Kreis laufe. Der Satz "Der Weg IST das Ziel" hat in dem Zusammenhang für mich erst wirklich eine Bedeutung bekommen. Das Leben als Weg. Und um mit Gandalfs Worten zu sprechen: Death is just another path...

Oh weia, wo bin ich nun gelandet! Thema verfehlt? Tja, das kann auch mal vorkommen... Nichtsdestotrotz (ist das nicht ein geniales Wort?) bin ich froh, dass ich mich damit beschäftigt habe, denn mir ist beim Schreiben wieder so einiges klar geworden...

 

Enya, Pilgrim

Pilgrim, how you journey
On the road you chose
To find out why the winds die
And where the stories go.

All days come from one day
That much you must know,
You cannot change what's over
But only where you go.

One way leads to diamonds,
One way leads to gold,
Another leads you only
To everything you're told.

In your heart you wonder
Which of these is true;
The road that leads to nowhere,
The road that leads to you.

Will you find the answer
In all you say and do?
Will you find the answer
In you?

Each heart is a pilgrim,
Each one wants to know
The reason why the winds die
And where the stories go.

Pilgrim, in your journey
You may travel far,
For pilgrim it's a long way
To find out who you are...

Pilgrim, it's a long way
To find out who you are...

Pilgrim, it's a long way
To find out who you are...


Weiter geht's auf unserer Tour demnächst mit JuanitaLaetitia

Alles Liebe,

Claudia

04.10.2006 um 11:49 Uhr

Green Hell Blog Tour - 1st Edition

von: Gadabout   Kategorie: GreenHell Blog Tour

Stimmung: Nachdenklich
Musik: Enya - May it be

Hier ist er also, mein Eintrag im Rahmen der Green Hell Blog Tour 1st Edition - spät aber doch! Wie es dazu kam findet ihr hier: Stina - Roots & Wings



Die Aufgabenstellung:
Stellt euch vor, ihr könntet in der Zeit zehn Jahre zurück reisen und euer damaliges Ich treffen. Was würdet ihr ihm sagen wollen? Vor was wollt ihr es warnen? Welche Ratschläge gebt ihr ihm mit auf den Weg? [Jegliche zeitreisentheoretische Paradoxa sind zum Zwecke dieses Blogeintrages außer Kraft gesetzt, ihr müsst euch also keine Sorgen um Paralleluniversen, multiples Kaskadenversagen und kleine Mönche mit Besen machen. Haut rein.]

Meine Vorgängerin war: JuanitaLaetitia mit Some elses Paradise
Also gleich mitten rein ins Geschehen:

Vor 10 Jahren, das war im Herbst 1996: da warst du grade 19 Jahre alt geworden und hattest das erste Jahr nach der Matura ziemlich planlos verbracht.
Seit wenigen Wochen bist du in der HTL in Mödling, lebst im Schülerheim und... naja, die Schule fängt gerade erst an, du fühlst dich noch ziemlich wohl und motiviert, nehme ich an. Der Schulbetrieb liegt dir eher als die Uni, auf der du ja auch kurz warst. Trotzdem beschleicht dich schon jetzt das Gefühl, dass diese Ausbildung wohl nicht ganz das Richtige für dich ist. Aber irgend etwas musst du ja machen, stimmts? Und eine bessere Idee hattest du leider auch nicht. Glaub mir, du wirst diese Schule noch so richtig hassen. Das Lernen wird dir ziemlich schwer fallen, und manche deiner dunkelsten Stunden werden im nächsten Jahr auf dich zukommen. Wenn ich dir einen Rat geben darf: Nimm es nicht so schwer, es geht schneller vorbei als du glaubst! Überhaupt: Nimm vieles lockerer, du lebst nur einmal!
In deinem zweiten Jahr hier wirst du einen jungen Mann kennenlernen, der für fast 5 Jahre dein Freund sein wird. Ihr werdet schöne Zeiten haben, aber bitte glaube mir: du wirst glücklicher sein, wenn du ihn dann wieder losgeworden bist...
Nach Beendigung des Kollegs wirst du nach Wien ziehen und endlich auch dein Pferd zu dir holen. Ich möchte dir eines ans Herz legen, auch wenn ich weiß, dass du es immer wieder vergessen wirst: Dein Pferd ist wichtig für dich, versuche einfach, regelmäßig dabeizubleiben. Du hast leider die schlechte Angewohnheit, es nicht zu bemerken, wenn es dir nicht gut geht. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber es ist wirklich so. Diesen Kreislauf wirst du aber auch durchbrechen, und zwar in ungefähr 5 Jahren. Da ziehst du wieder raus aufs Land und vieles wird besser. Nicht immer gut, du wirst auch Verluste erleiden - aber auch einige nette Menschen treffen, die dich unterstützen. Ach ja, und bitte gib dich nicht der Illusion hin, dass du irgendwann einmal "wissen wirst, was du wirklich machen möchtest" - was das betrifft, stehe ich heute am selben Punkt wie du gerade. Nein nicht ganz: immerhin weiß ich, was ich NICHT möchte! Das ist auch schon ein Vorteil!

Das Beste Jahr aber wird das Jahr werden, aus dem ich aus der Zukunft gerade zu dir spreche. Dir werden einige Lichter aufgehen:
- ENDLICH wirst du erkennen, dass nicht an dir alles falsch ist! Dein halbes Leben lang hast du geglaubt, dass mit dir etwas nicht stimmt - und das, bevor du in der Lage warst zu erkennen, wer du überhaupt bist! Also schreib es dir hinter die Ohren: Du bist ok so, wie du bist! Vielleicht gehst du nicht immer mit der Norm, aber ehrlich: Wen stört's? Also mach dir nicht selbst das Leben schwer!
- Du glaubst, dass du ein Kopfmensch bist, der Entscheidungen nur nach der Vernunft trifft - und es gab Zeiten, das hast du dich selber gehaßt dafür. Die Wahrheit ist, dass das gar nicht stimmt. Du triffst Entscheidungen sehr spontan und intuitiv - das war immer schon so, und das ist gut so! Du hast es nur nicht gesehen.
- Womit ich auch schon beim nächsten Punkt bin: Schau hin! Wenn es dir nicht gutgeht, wenn du dich nicht wohlfühlst, dann finde heraus, warum das so ist und ändere es, wenn du kannst. Du gewinnst keinen Preis, wenn du möglichst lange durchhältst...

Liebe Claudia, ich wünsche dir Alles Gute für die nächsten Jahre! Auch wenn für dich manches jetzt ziemlich düster klingt, hab keine Angst: Du weißt, dass du in Wahrheit eine unerschütterliche Optimistin bist und mit deinem Humor jede noch so traurige Situation meisterst!

Das nächste Thema steht auch schon fest: REISEN! Die erste der 2nd Edition ist Purslane: The Heart Is A Lonely Hunter

Mal sehen, ob ich etwas zustande bringen kann...

Nachdenkliche Grüße,

Claudia