...das ist der Weg zu den Sternen!
Genau darüber möchte ich heute berichten - Sterne. Der Grund: Als ich heute nacht nach Hause kam, hab ich am Sternenhimmel meine "Lieblinge" gesehen: Orion, Aldebaran und die Plejaden. Das hat mich daran erinnert, dass es einst mein Exfreund in Graz war (er war Hobbyastronom), der mir den Aldebaran gezeigt hat - und ich konnte mir den Namen nicht merken! Da hat er mir eine Sternenkarte ausgedruckt und sie mir zum "Lernen" gegeben...
Ein Sternengucker war ich aber früher schon - wir hatten so ein kleine Büchlein zuhause mit Karten und Bildern und Beschreibungen, und ich bin immer wieder nachts raus, um sie mir anzusehen und zu merken.
Gestern also - mir ist übrigens wieder aufgefallen, dass die Sterne über Graz viel besser zu sehen sind als in Niederösterreich 50km von Wien entfernt - konnte ich meine "alten Freunde" wiedersehen, und deshalb möchte ich hier ein wenig davon erzählen...
(Die Fotos übrigens stammen nicht von mir, die hab ich mir aus dem www zusammengesammelt.)
Das sind die drei in voller Pracht.
Der Orion ist eines der auffallendsten Sternbilder am Himmel. Im Winter ist er die ganze Nacht über zu sehen, aber auch jetzt im Oktober kann man ihn noch vor Mitternacht im Osten aufgehen sehen.
Die wichtigsten Sterne des Sternbildes sind:
Schulter:
Beteigeuze, auffallend hell links oben (arab. für "Achsel")
Bellatrix, rechts davon
Füsse:
Rigel, der helle Stern rechts unten (arab. für "Fuss")
Saiph, links davon
Gürtel:
Alnitak, Alnilam, Mintaka (von links nach rechts)
Darunter das Schwertgehänge, in dem sich der berühmte Orionnebel befindet (M42), dem man schon mit einem besseren Feldstecher sehen kann (angeblich).

Ich habe hier extra ein Bild gesucht, auf dem man auch die
3 Gürtelsterne am oberen Bildrand noch sehen kann.
Vom Nebel selber gibt es natürlich noch viel schönere Bilder...

Die Mythologie gibt verschiedene Geschichten her:
1. Der Jäger Orion rühmte sich, alle Tiere besiegen zu können, weshalb zwischen ihm und dem Skorpion ein heftiger Kampf entbrannte. Die Götter versetzten die beiden aus diesem Grund an zwei gegenüberliegende Seiten des Himmelsgewölbes, sodass der eine im Westen verschwindet, sobald der andere im Osten aufgeht.
2. Er soll außerdem der Sohn des Meeresgottes Poseidon gewesen sein, der die Insel Chios von wilden Tieren befreite. Als er jedoch Merope, die Tochter des Königs Oenopion vergewaltigte, wurde er zur Strafe von ihrem Vater geblendet. Orion wanderte blind nach Osten um von den Strahlen der Morgensonne geheilt zu werden. Eos, die Göttin der Morgenröte, verliebte sich augenblicklich in ihn. Die keusche Jagdgöttin Artemis missgönnte ihr den jungen Mann und erschoss ihn mit einem Pfeil, woraufhin er am Sternenhimmel verwewigt wurde.
3. Einer anderen Version nach wollte Artemis aus Liebe zu Orion ihrem Keuschheitsgelübde entsagen. Ihr Zwillingsbruder Apollon, der dies verhindern wollte, bediente sich einer List. Er überredete Artemis, sich im Bogenschießen zu üben und auf die Meereswellen zu zielen, während Orion dort schwamm. Orion wurde von einem Pfeil tödlich getroffen. Die trauernde Artemis versetzte ihren Geliebten an den Himmel.
* ALDEBARAN im Sternbild STIER
Aldebaran (Mitte unten) ist der Name des Sterns α Tauri im Sternbild Stier. Der Name kommt aus dem arabischen und bedeutet der (Nach-)Folgende, weil der Stern den Plejaden am Himmel zu folgen scheint. Der Aldebaran ist ein Roter Riese, der von einem Roten Zwerg begleitet wird. Obwohl er mitten unter den "Hyaden" zu sehen ist, gehört er nicht zu diesem Sternhaufen, da er der Erde um ca. 100 Lichtjahre näher ist. Aldebaran bildet das Auge des Sternbildes Stier, wie auf dem unteren Bild gut zu erkennen ist.
* PLEJADEN
Die Plejaden ("Siebengestirn") sind ein offener Sternhaufen (M45) und gehören noch zum Sternbild Stier. Der Sternhaufen beinhaltet mindestens 1200 Sterne, wovon mit freiem Auge meist nur 6 - 9 Sterne zu sehen sind. Sie sind Teil unserer Galaxie, der Milchstraße.
Die hellsten Sterne sind nach Gestalten der griechischen Mythologie benannt, dem Titanen Atlas, seiner Frau Plejone sowie ihren sieben Töchtern Alkyone, Asterope, Celaeno, Elektra, Maja, Merope und Taygete. Die Plejaden, die als Nymphen einzuordnen sind, erzogen Dionysus und Zeus. Der Mythologie nach wurden sie von Orion verfolgt. Zeus versetzte sie als Sternbild an den Himmel, doch auch dort werden sie noch immer von Orion verfolgt, dessen Sternbild sich etwa 30° südwestlich der Plejaden befindet.
Die Plejaden galten in fast allen Kulturen als besondere Sterne, z. B. bei den Babyloniern, die die magische Zahl vierzig damit begründen, oder im Werk Hesiods. Eine Gruppe von sieben Sternen auf der Himmelsscheibe von Nebra und eine Gruppe sechs gezeichneter Punkte in den Höhlen von Lascaux oberhalb des Auerochsen werden ebenfalls mit den Plejaden identifiziert.
Übrigens: Der japanische Name der Plejaden ist Subaru. Das Markenzeichen des gleichnamigen Autoherstellers zeigt daher sechs Sterne in ähnlicher Anordnung.
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Nun sind wir am Ende des kleinen Ausflugs angelangt. Es gäbe ja noch so viel mehr nachzulesen und zu erzählen, aber ich muss mich nun meinem Mittagessen widmen, da ich in einer Stunde wieder zur Arbeit aufbrechen werden...
Schönen Sonntag noch!
Claudia