It's my life

16.09.2007 um 14:32 Uhr

Das Los der großen Schwester

von: Simone

Erst einmal ein liebes Hallo an alle, die meinen Blog lesen, es sind ja anscheinend mehr als nur eine. Sogar mindestens doppelt so viele! :P

Es ist gut möglich, dass sich jetzt die eine oder andere fragt, was dieser Titel zu bedeuten hat. Es ist ganz einfach; ich habe 3 kleine Geschwister, bin de facto die älteste von uns vieren. Und manchmal ist das ganz schön nervig.

Es stimmt schon, einige Vorzüge hat dieser Status natürlich auch, wie zum Beispiel mehr Taschengeld, länger ausbleiben können, etc. Allerdings muss ich hier gleich einräumen, dass meine lieben kleinen Geschwister das auch alles noch erleben werden, wenn sie gleich alt sind wie ich. Deshalb sehe ich mich gezwungen, das obere Statement zu korrigieren: NICHT die Älsteste zu sein, hat viele Vorzüge.

Meine kleinen Geschwister waren 8 bzw. 10 bzw. 14 Jahre alt, als sie das erste Mal (und bis jetzt einzige Mal) einen Cluburlaub genießen durften. Ich war 16. Als ich noch im zarten Volksschulalter war, hab ich mir wochenabends allerhöchstens Komissar Rex angeschaut und bin dann brav ins Bettchen, am Wochenende hat mich meine Matraze auch schon nach dem Hauptabendfilm gesehen, sofern er einigermaßen jugendfrei war. Wie schaut das bei meinen Geschwistern aus? Die betreiben exzessives abendliches Fernsehen, da sind die ärgsten Filme dabei. Und natürlich spielen sie täglich sehr lange Computer. Den hatten wir damals, also vor so 8 Jahren, noch gar nicht. Diese Liste der Vorteile jüngerer Geschwister, die hauptsächlich dadurch entstehen, dass ältere Geschwister im Hause sind, von denen es sich mitschmarotzen lässt, ließe sich noch länger fortsetzen, aber so lange will ich nicht vor dem Computer zubringen.

Was mich eigentlich bewogen hat, diesen Eintrag zu schreiben, ist folgende Begebenheit. Meine Eltern wurden von alten Schulkollegen eingeladen. Nun sind besagte Kollegen aber in Oberösterreich beheimatet, und damit sich das ganze Unerfangen auszahlt, wurde beschlossen zu übernachten. Also, dieses Wochenende fand/findet dieses Wochenende statt. Wie es der Zufall so will, hat meine kleine 10jährige Schwester genau heute Vormittag eine kleine JiuJitsu-Aufführung in Andritz. Das Problem dabei: Wie kommt sie bloß hin? Die Lösung: Ich fahr mit ihr mit dem Rad hinunter. Alleine fahren darf und kann sie noch nicht, weil sie erstens den Radfahrausweis nicht bekommen hat und sie zweitens recht unachtsam sein kann und dann möglicherweise von einem Auto gerammt würde oder so. Kurzum, ich musste heute in der Früh aufstehen, Frühstück richten, schaun, dass sie sich anzieht und dass sie rechtzeitig fertig ist, dann mit ihr hinfahren, heimfahren für meinen älterenjüngeren Bruder Essen machen, weil der ausgerechnet heute nach Malta fliegt, wieder zu meiner Schwester fahren und sie abholen. Nicht zu vergessen, dann das Mittagessen für meine übriggebliebenen Geschwister kochen. Das Leben ist ganz schön hart.

Vielleicht denkt sich jetzt jemand, dass das alles doch keine Dramatik ist, ist es im Prinzip auch nicht. Mich ärgert nur, dass meine Geschwister das alles nie machen werden müssen, ganz einfach aus dem Grund, dass es dann keine anderen kleinen Geschwister geben wird.  Die Welt ist ungerecht.

12.09.2007 um 22:35 Uhr

Reanimation

von: Simone

Wie der Titel schon verrät, tu ich diesen Blog jetzt wiederbeleben. Wie lange er dann weiterleben wird, oder ob er wieder ins Koma fällt, ist noch unklar. Also, erfreuen wir uns an ihm, so lange er noch unter uns weilt.

Was bei mir passiert ist: Recht viel. Ich hab die 8. Klasse (Deutschland: 12. Klasse) sehr gut abgeschlossen, ich hab die Matura gemacht (falls es wen interessiert: Auch mit Auszeichnung), ich war auf Alternativ-Maturareise auf Mallorca, aber nicht Ballermann, ich war in Kanada mit kleinem Abstecher nach New York City, ich war am Frequency, ich war auf Jungscharlager und hab kleine Kinder betreut, und jetzt das Allerneueste:

Ich hab auf der TU Graz immatrikuliert und inskribiert. Sobald der Studienbeitrag bei der Uni angelangt ist, gelte ich als Chemiestudentin. Nix mehr Schülerin, nein. Jetzt bin ich Studentin. Ich hab irgendwie so viel Freizeit. Das heißt, im Moment hab ich ja noch Ferien. Nur irgendwie scheine ich da die einzige in meinem nächsten Umfeld zu sein. So kommt es, dass ich nun jeden Tag in der Früh, und zwar sehr früh - ich bin Langschläferin, oder sagen wirs so: ich muss bis 9 uhr schlafen, um ausgeschlafen zu sein, außer es wird in der Nacht davor seeehr spät. Dann länger. - geweckt werde. Unabsichtlich. Von meiner lieben Familie. Das hat man davon, wenn sein Zimmer neben der Küche ist. Meine Mama steht auf, weil sie Frühstück und Jause richtet. Meine 3 (!!!) Geschwister stehen nacheinander auf, weil sie ja zur Schule müssen. Mein Papa steht auf, der muss ja arbeiten gehen. Alles in allem ergibt das jede Menge LÄRM. Aus, schluss. stop! Ich will meine Ruhe haben!

Jetzt aber zu was anderem: (Ich fange gar nicht erst an, irgendwas nachholen zu wollen betreffend Geschehenes niederschreiben) Was ich den ganzen Tag mache. Gute Frage. Dies und das. Heute hab ich eifrig an meinem Ticket-Album weitergebastelt. Was das ist? Nun, ich hab mir vor einiger Zeit in den Kopf gesetzt, alle Eintrittskarten zu sammeln, und die kommen jetzt in ein schönes Album und werden von mir aufwendigst verziert. Und das aufwendigst kann man sich folgendermaßen vorstellen: Ich bin heute den ganzen Tag (gut, mit ein paar Unterbrechungen) dabei gesessen und hab nicht einmal ein Jahr geschafft. Man muss wissen, ich hab vor schätzungsweise einem Jahr oder so mit dem Album begonnen, aber alle auffindbaren älteren Karten reingetan. Die älteste stammt von 1997 (aber die nächste is dann schon 2 Jahre jünger). Und übers Jahr hab ich dieses Ding vergessen oder hab keine Zeit dafür gehabt. So, und im Moment bin ich (eh schon) im Oktober 2005. Wahnsinnig spannend, nicht?

Aber trotzdem werd ich jetzt ins Bettchen gehn und noch was lesen.

Man liest sich, baba.