Ben en Granada

31.10.2008 um 23:49 Uhr

Franzi und Hannes sind angekommen, 31.10.08

Morgens war ich heute wieder beim Spanischkurs. Da ich noch sehr viel Hausarbeit vor mir hatte (waschen, einkaufen, bügeln, ...) entschied ich mich die Vorlesung am Nachmittag nicht zu besuchen. Außerdem sah ich im Vorlesungsprogramm, dass die Inhalte der kommenden Vorlesung nicht äußerst spannend sein werden – deshalb bevorzugte ich die Zeit sinnvoller zu nutzen.

Abends wartete ich dann schon gespannt auf den Anruf von Hannes und Franzi, wann die Beiden denn nun endlich ankommen würden. Nach einem ersten Telefonat mit den beiden am Nachmittag, rechnete ich um ungefähr 22:00 Uhr mit deren Ankunft. Ich war noch im Fitnessstudio und als ich danach immer noch keinen Anruf von den Beiden erhalten hatte, wunderte ich mich bereits, wo sie blieben. Wieder zu Hause angekommen musste ich läuten, da ich meine Schlüssel vergessen hatte und ratet mal, wer mir da die Tür öffnete: Hannes! :o)

Zuerst unterhielten wir uns natürlich eine Weile, sprachen über deren Reise und mein Leben in Spanien. Nachher kochte ich das Abendessen mit etwas Unterstützung von Hannes und Franzi :o) Aber gut, in unserer riesigen Küche ist es auch enorm schwierig zu dritt effizient zu kochen, da geht man sich schon zu zweit eher im Weg um. Hannes' Meinung zu meinem Essen: „Kochen kann er mittlerweile.“ [Zitat Ende]

Pepe teilte uns mit, dass heute in der Wohnung von Minia, Lucía und Maria eine kleine private Halloween-Fiesta stattfinden würde. So zogen wir los um uns bei den Chinesen noch mit Stoff zu versorgen und spazierten dann zur Party. Hier einige Eindrücke der netten Feier: 

Hannes musste sich nicht einmal mehr verkleiden :-)

¡Viva el Cruzcampo! - Ein wirklich gutes Bier!

Hannes fand sichtlich schnell Anschluss.

Ganz versessen waren die Spanier auf unsere blonde Rarität (vgl. vorheriges Foto), so auch Pepe. :o) 

Diese Italiener sind ein lustiges Volk ... und wie attraktiv! :o)

30.10.2008 um 23:36 Uhr

Netter Abend mit Jose, 30.10.08

Der heutige Tag war Alles in Allem sehr erfolgreich. An der Universität hatte ich zwei Kurse, wobei ich in beiden sehr zufrieden mit dem Sprachverständnis sein konnte. Im Kurs „ingeniería del software“ bekamen wir Laptops von der UGR und arbeiteten mit phpmyadmin. Wir machten uns den ärgsten Spass aus der Aussprache der Professorin, welche beispielsweise englische Schlüsselwörter der Abfragesprache SQL genau so aussprach wie man sie schreibt. So wurde aus dem englischen „delete“ [dɪˈli:t] ein D-E-L-E-T-E oder aus “value” [ˈvælju:] ein V-A-L-U-E.

In der Vorlesung aus „ofimática“ besprachen wir hauptsächlich die Übung, welche wir als nächstes erarbeiten werden – Erstellung einer Homepage mit Zugriff auf eine Datenbank.

Am Abend traf ich mich mit Jose und ursprünglich wollten wir uns ein Improvisionstheater im Granada 10 – eigentlich eine Diskothek, aber anscheinend auch eine Art Veranstaltungszentrum – ansehen. Ich war zuvor noch im Fitnessstudio und verpasste deshalb einen Anruf von Jose, dass wir uns besser früher treffen sollten als ursprünglich abgemacht, da angeblich recht viele Leute kommen werden. Nun ja, als wir dann ankamen fanden wir tatsächlich schon eine Schlange von der Nebenstraße, in der sich das Granada 10 befindet, bis zur Hauptstraße vor. Nachdem wir circa 20 Minuten gewartet hatten, gab uns ein Angestellter Bescheid, dass kein Platz mehr für weitere Gäste wäre ... tjo, dumm gelaufen. So entschieden wir uns Tapas essen zu gehen und verbrachten einen total netten Abend. Angeblich soll dieses Theater auch öfter stattfinden, so gesehen haben wir noch öfter die Gelegenheit dieses zu besuchen. Ich lernte an diesem Abend wieder sehr viele neue, wichtige Wendungen und Phrasen, welche mir Jose netterweise immer sehr geduldig und verständlich erklärt.

29.10.2008 um 23:59 Uhr

Fröstl, fröstl..., 29.10.08

Palmen hin, Palmen her: Jetzt wird es kalt – auch in Granada! Heute morgen ging ich mit langarmigem Shirt, einem Pullover und meiner Herbstjacke zum Sprachkurs. Wie immer: Sehr unterhaltsam und lehrreich!

Nachher ging ich mit Iva, einer französisch-sprachigen Schweizerin, noch einen Café in der Cafeteria des CLM (Centro de Lenguas Modernas) trinken. Irgendwie erinnert mich die Frau an Chester, nur in weiblicher Form. Aber ähnlich ausgeflippt und un poco loco, aber zweifelsohne sympathisch. Ich nutze eben jede Gelegenheit um Leute kennenzulernen um Spanisch zu praktizieren – bis zum umfallen :o)

Nachher war es dann schon möglich nur mehr mit dem Pullover durch die Straßen zu spazieren, die Jacke konnte ich bereits ablegen. Wieder zu Hause habe ich Wäsche gewaschen, gekocht, gelernt, etc. Am späteren Nachmittag wurde es in meinem Zimmer immer kälter, so kalt, dass es schon richtig unangenehm war. Ich habe mich bei Francisco erkundigt, ab wann denn die Zentralheizung aktiviert werden würde, denn bisher funktioniert diese nicht. Angeblich sollte sich das am 1 November ändern. Pepe meinte jedoch, dass die Zentralheizung dann nur von 13:00 – 20:00 Uhr aktiv sei. Naja, aus diesem Grund sollten wir eigentlich in jedem Zimmer einen elektrischen Heizkörper haben. Das ist bei mir auch der Fall, nur dummerweise funktioniert dieser nicht. Bei David, der ja im Moment nicht da wäre, konnte ich keinen vorfinden, obwohl Pepe meinte, dass seines Wissens nach in jedem Zimmer einer vorhanden sein sollte. Nun ja, jetzt habe ich zwischenzeitlich den Heizkörper aus dem Wohnzimmer in mein Zimmer gestellt, da es ansonsten wirklich unangenehm kalt wird. Mein große Fenster spendet zwar viel Licht, ist aber nur sehr schlecht, oder sagen wir kaum isoliert und lässt somit viel Kälte durch. Ich bezweifle, dass ich heute, bevor ich mir den elektrischen Heizkörper aus dem Wohnzimmer schnappte, über 20° in meinem Zimmer hatte. Ich habe Francisco heute schon ein SMS geschrieben und hoffe, dass er sich schnell um meinen kaputten Heizkörper kümmern wird.

Abends um 19:00 Uhr hatte ich dann noch eine Praxiseinheit aus „ingeniería del software“ - so entkam ich wenigstens meinem kalten Zimmer und genoss die Wärme in der ETSIIT.

Nachdem ich nach 21:00 Uhr wieder zu Hause eintraf, gingen wir noch auf ein paar Tapas um nun Christina schlussendlich zu verabschieden, da sie morgen wieder nach Griechenland fliegen wird. Auch Antonio, der sympathische Informatikstudent, den ich schon vor einigen Tagen kennengerlent hatte, war mit von der Partie. Wie schon bei unserem ersten Treffen, habe ich mich sehr gut mit ihm unterhalten. Um morgen wieder halbwegs fit zu sein, werde ich mich jetzt doch schön langsam ins Bett legen -in diesem Sinne: Guats Nächtle!

28.10.2008 um 23:37 Uhr

Stromausfall, 28.10.08

Als hätte ich es gestern schon verschrien, habe ich heute verschlafen. Nun ja, eigentlich habe ich nur wieder einmal vergessen den Wecker richtig zu stellen, sprich nicht nur die Weckzeit anzugeben, sondern den Wecker anschließend auch zu aktivieren. So war ich heute wieder in 10 Minuten angezogen und kam dann trotzdem noch pünktlich zum Treffen mit Jose, Guillem und Ivan um ein wenig für unser Projekt aus „ingeniería del software“ zu arbeiten.

Danach hatten wir in der Praxiseinheit aus „ofimática“ den ersten kleinen Test zur ersten Übung. Wir bekamen eine kurze Aufgabe zur Erstellung einer Kalkulationstabelle mit unterschiedlichen Funktionen, welche wir in 20 Minuten realisieren sollten. Etwas stolz muss ich nun sagen: Ich war als Erster fertig und hatte auch alle Anforderungen erfüllt – erreichte somit mit der Extraaufgabe 120% der Punkte – Scheiß Streber! :o)

Die folgende Vorlesung war dann eher wieder ernüchternd: In „comportamiento del consumidor“ diskutierten wir heute die Fallstudie, welche wir zu Hause bearbeitet hatten. Jeder, der eine Wortmeldung von sich gab, wurde notiert und erhielt somit Punkte für die Mitarbeit. Nun ja, ich beschloss mich aufgrund meines bisherigen Sprachniveaus doch noch eher im Hintergrund zu halten und verabsäumte somit Mitarbeitspunkte zu sammeln. Mal sehen wie es bis zur nächsten Fallstudie aussieht.

Als nächstes stand die Praxiseinheit aus „informática de gestión“ am Programm. Nachdem wir bereits 1,5 Stunden an einem Word-Formular gearbeitet hatten, ging plötzlich das Licht aus um nach wenigen Sekunden wieder hell zu leuchten. Natürlich reichte dieser kurze Stromausfall um alle Rechner im Saal lahmzulegen und die verzweifelten Studenten zur Weißglut zu bringen, speziell jene, welche ihr Dokument noch nicht gespeichert hatten. Ich war eigentlich der Meinung das Dokument gerade 1 Minute vor diesem Zwischenfall gespeichert zu haben, aber zu Hause musste ich dann feststellen, dass dies nicht der Fall war. Ich vermute, dass ich wie gewohnt nebenher STRG+S gedrückt habe, um das Dokument zu speichern. Blöderweise heißt speichern auf Spanisch jedoch „guardar“ und somit lautet die richtige Tastenkombination STRG+G. Das weiß ich zwar eigentlich schon, aber was soll man schon gegen die Macht der Gewohnheit ausrichten. Zumindest bin ich nicht der Einzige, der sich dieser Aufgabe erneut widmen darf.

27.10.2008 um 23:36 Uhr

Mexikanische Unterstützung, 27.10.08

Auch wenn heute Montag war und ich wieder 3 Kurse zu besuchen hatte, verlief der Tag recht gut. In der Früh beim Spanischkurs fühlte ich mich leicht überfordert, da wir unglaublich viele neue Vokabeln lernten, welche zur Charakterbeschreibung dienen. Wenn man sich diese Kapitel einmal bewusst durch den Kopf gehen lässt, gibt es wirklich unwahrscheinlich viele unterschiedliche Charakterzüge und -eigenschaften.

Im Gegensatz dazu war die Vorlesung aus „ingeniería del sofware“ zum ersten Mal eher angenehm. Bisher hatte ich große Probleme die sehr schnell sprechende Professorin zu verstehen – heute jedoch behandelten wir das Thema Datenbanken, welches mich schon immer sehr interessiert hat und mir zusätzlich auch von der FH in Kufstein schon bekannt war. Es ist total interessant zu erfahren, wie die ganzen Fachbegriffe rund um ein bekanntes Thema in einer Fremdsprache lauten.

Bis zur nächsten Vorlesung hatte ich 2,5 Stunden frei. Diese nutzte ich um den Campus zu wechseln und die Fallstudie aus „comportamiento del consumidor“ fertigzustellen. Im Kurs selber traf ich wieder Graciela, eine nette Mexikanerin, welche mich fragte, ob ich mit den Aufgaben schon fertig sei. Ich bejahte ihr frage, brachte jedoch meine Zweifel bezüglich der Sprache und der Rechtschreibung meiner Texte zum Ausdruck. Darauf meinte Graciel sofort: „Kein Problem, schick mir deine Texte und ich lese sie dir Korrektur!“ Zuerst konnte ich es gar nicht glauben und nach mehrmaligem Nachfragen nahm ich ihr Angebot dankend an.

Abends schrieb ich dann noch mit Graciela und wir korrigierten gemeinsam meine Arbeit. Ich muss sagen, dass ich ziemlich stolz auf mich bin, da ich gar nicht so viele arge Fehler eingebaut habe. Einige Artikelfehler, manchmal das falsche Geschlecht und einige Präpositionen vertauscht – aber im Großen und Ganzen sehr okay.

Nach einem Tag harter Arbeit setzte ich mich dann mit David zusammen um ihn bei einem Gläschen Wein und ein paar Stamperl MW zu verabschieden. Ja, David verlässt mich für eineinhalb Wochen, da er nach Hause fährt um seine Familie und seine Schüler zu besuchen. Morgen Nachmittag geht sein Flug und am 6.November kommt er wieder retour. Ich frag mich schon, wer mich jetzt wecken soll, wenn ich wieder mal verschlafe, und wer mir dann so liebevoll mein Frühstücksbrot herrichtet? :o)

26.10.2008 um 22:48 Uhr

Ein A**** voll Arbeit, 26.10.08

Während Pepe nach einer anscheinend sehr spaßigen und langen Nacht erst um kurz nach 16:00 Uhr aufstand und David unermüdlich Provolucho trainierte, um irgendwann eine Chance gegen Pepe zu haben, verbrachte ich den ganzen Tag mit Arbeit. Nach dem Aufstehen fühlte ich mich zwar nicht besonders, aber nach einer kurzen Phase des Aufwachens und einer guten morgen Aspirin sah das Ganze schon anders aus. Ich bin zwar immer noch nicht wirklich gesund, also noch ein wenig verschnupft, aber ich denken auch einiges davon entfernt was man krank sein nennen würde.

So habe ich heute viel für die Vorlesung „comportamiento del consumidor“ gearbeitet. Ich schaffte es heute den ewig langen Text fertig zu lesen, eine Zusammenfassung darüber zu schreiben und einen kritischen Kommentar zu verfassen. Über die Qualität des Geschriebenen bin ich mir zwar nicht wirklich bewusst, aber für einen Austauschstudenten wird es reichen müssen. Auch die Fallstudie habe ich begonnen und werde ich morgen fertigstellen. Dazu habe ich noch die Übung dieser Woche aus „informática de gestión“ durchexerziert, da ich diese in der eigentlich Praxiseinheit aufgrund mangelnder Unterlagen nicht machen konnte. Zwischendurch habe ich mit Mum, Nadja und Hannes skypofoniert und zu guter Letzt noch die Vokabeln aus dem Spanischkurs gelernt. Auch in Spanien haben wir heute Nacht um 03:00 Uhr die Uhr auf 02:00 Uhr zurückgestellt. So hatte ich zumindest eine Stunde mehr Zeit, welche ich auch sehr gut brauchen konnte, um mich der Universität zu widmen. So geht nun endlich ein erfolgreicher Arbeitstag – von wegen Sonntag Tag der Ruhe – zu Ende und ich hoffe morgen wieder fitter als heute aufzustehen, um alle Vorlesungen besuchen zu können.

25.10.2008 um 22:11 Uhr

Ein bisschen kränklich, 25.10.08

Nachdem ich heute ewig geschlafen habe, über 12 Stunden, fühlte ich mich nicht wirklich besser. Meine Nase war noch verstopft und der Hals kratzte leicht – nicht gerade die besten Anzeichen. Da mein Aspirin-Vorrat, den ich mir noch von zu Hause mitgenommen hatte, bereits aufgebraucht war, zog ich los um Nachschub zu besorgen. Ich fand auch schnell einen Apotheke in der Calle Recogidas – diese war mir bereits mehrmals aufgefallen, da deren Türen angeblich nie schließen: 24 Stunden geöffnet. Ich weiß zwar nicht, ob das auch wirklich auf die ganze Woche zutrifft, aber zumindest heute, Samstag, war die Apotheke glücklicherweise geöffnet. Ich habe zwar keine Ahnung wie viel Aspirin bei uns kosten, aber 20 Aspirin C Brausetabletten um € 7,70.- schreckte mich nicht derartig und wenn ich dafür auch wieder gesund werden ... Später meinte meine Mutter, dass die Preise ähnlich den unseren seien.

Den Tag verbrachte ich dann mit viel Arbeit für die Universität und Skype-Gesprächen mit Mum und Nadja. Dass ich vor dem Computer sitzen und mich mehr oder weniger konzentrieren kann, ist ja eher wieder ein gutes Zeichen. Aber gut, was bleibt mir anderes übrig: Bis Dienstag sollen wir, wie ich schon einmal erzählt habe, einen wissenschaftlichen Text (gute 30 Seiten) über die Konsumsituation in Spanien lesen, zusammenfassen und kritisch kommentieren, dazu kommt noch das Bearbeiten einer Fallstudie mit der Beantwortung einiger Fragen. Damit habe ich gestern schon begonnen und das war auch gut so: Es ist wirklich unheimlich schwer einen Text auf diesem Niveau zu lesen und zu verstehen. Zum Glück habe ich morgen noch viel Zeit dafür und am Montag sollte auch noch einiges weitergehen – nur blöderweise sind das Aufgaben aus einem Kurs, ich habe jedoch auch noch vier andere. Naja, irgendwie wird sich die ganze Sache schon noch in Wohlgefallen auflösen ... kommt Zeit, kommt Rat :o)

Ich werde jetzt heute zu Hause bleiben und mich mit einer weiteren Aspirin ins Bett legen um mich auszukurieren. Anundfürsich hätten wir heute vorgehabt auszugehen, da Christina, die Studenten aus Griechenland, ihr letztes Wochenende in Granada verbringt und nächste Woche wieder in die Heimat reist. Aber so wie ich mich derzeit fühle ist es für meine Gesundheit wohl nicht das Beste diese kleine Abschiedsfeier zu besuchen. Naja, was soll's – ich glaube, dass ich hier noch genug Gelegenheiten zum Feiern bekommen werde.

24.10.2008 um 23:10 Uhr

Nad(j)a especial, 24.10.08

Der heutige Tag war reichlich unspektakulär. Am Vormittag hatte ich wieder meinen Spanischkurs – wie immer sehr interessant. Es ist wirklich faszinierend wie motiviert und mit welcher Freude unsere Professorin ans Werk geht – so macht das Ganze gleich noch viel mehr Spass.

Die relativ lange Pause zwischen eben diesem Sprachkurs und der nächsten Vorlesung um 15:30 Uhr überbrückte ich mit Arbeit für die Universität. Im Moment gibt es diesbzgl. (leider) immer etwas zu tun.

Am Ende der Vorlesung „informática de gestión“ warf der Professor mittels Beamer 2 Aufgaben an die Wand, welche Fragen zu den bisher behandelten Themen stellten. Die Abgabe dieser Aufgaben war freiwillig – so versuchte ich mein Bestes, half ein wenig meiner Banknachbarin und gab die Aufgaben ab.

Abends war ich dann noch im Fitnessstudio und später wollten wir eigentlich noch ausgehen, da in der Disco „El Camborio“ eine Erasmus Fiesta steigen sollte. Meine Nase rannte schon den ganzen Tag und Abends, nachdem wir uns gemütlich mit einem Glas Wein vor den Fernseher setzten, ging es mir zusehends schlechter. Ich glaube ich habe mir eine Verkühlung eingefangen, mal hoffen, dass nichts Ernstes daraus wird. So beschloss ich heute definitiv nicht mehr auszugehen und legte mich bald darauf ins Bett. Zum Schlafen gehen nahm ich noch eine Aspirin, in der Hoffnung, dass es mir morgen wieder besser geht.

23.10.2008 um 23:41 Uhr

Aktiver und passiver Wortschatz, 23.10.08

Wie gestern bereits angekündigt habe ich mich heute ausgeschlafen und bin erst aufgestanden als es zwingend notwendig war um pünktlich zur ersten Vorlesung des Tages um 12:00 Uhr zu erscheinen. Die heutigen Kurse verliefen recht gut, was das Verstehen anbelangt, jedoch nahmen wir in „ofimática“ sehr viel Stoff durch, welchen es nun aufzuarbeiten gilt. Noch stehen aber viele andere Aufgaben auf meinem Plan, welche ebenso erledigt gehören – demnach ist mir was die Universität betrifft im Moment wirklich nicht langweilig.

In den letzten Tagen erfuhr ich am eigenen Leibe was es bedeutet einen aktiven und passiven Wortschatz zu haben. Theoretisch wurde mir bereits im Gymnasium schon einmal erklärt, dass jenes Vokabular, welches man selbst verwendet, als aktiv und jenes, welches man lediglich versteht, jedoch selbst nicht in die eigene Sprache einbaut, als passiv bezeichnet. In dieser Woche erlebte ich die Theorie in der Praxis: Der Professor erklärte etwas und ich habe es auch verstanden. Ich wollte die neuen Erkenntnisse festhalten und begann zu schreiben. Mitten im Satz stockte ich und wusste nicht mehr welches Wort der Professor nun verwendet hatte. Auf Deutsch war mir klar was ich schreiben müsste, da ich den Sinn verstanden hatte, jedoch fehlte in meinem aktiven, spanischen Vokabular das gesuchte Wort. D.h., dass ich bereits sehr viel, mir anundfürsich unbekannte Vokabeln passiv verstehe, sei es weil Ähnlichkeiten zum Englischen oder Latein bestehen oder weil ich mir aus dem Zusammenhang zusammenreimen kann was es bedeuten muss, jedoch könnte ich den Inhalt nicht selbst aktiv wiedergeben. Ich weiß nicht wie sich das nun liest, aber die Erfahrung selbst durchzumachen war durchaus interessant.

Heute Abend als ich gerade aus der Dusche im Fitnessstudio kam, läutete plötzlich mein Handy und ein unbekannter Anrufer wurde angezeigt. Zuerst hatte ich keine Ahnung mit wem ich da spreche. Der Anrufer brachte ein „¡Hola!“ und ein „¿Qué tal?“ hervor, was mich anfangs glauben ließ, dass ich mit einem anderen Austauschstudenten spreche. Dieser Verdacht verflüchtigte sich jedoch als der unbekannte Anrufer sagte: „Me llamo Hannes.“ :o) Ich habe mir natürlich sehr über den Anruf aus der Heimat gefreut, aber noch viel mehr freute mich die Überraschung, die Hannes parat hatte: Nächste Woche, am Freitag den 31.10.08, kommen mich Hannes (Gratt) und Franzi (Zangerl) für 4-5 Tage besuchen!!! Das finde ich natürlich „muy guay“ und freue mich schon, wenn ich mit den beiden durch die Tapas Bars von Granada ziehen kann. Echt klasse! :o) :o) :o)

Aber gut, dann werde ich mich jetzt doch langsam ins Bett legen, da es morgen wieder früh aufzustehen gilt. Ich möchte ja nicht zweimal hintereinander den Spanischkurs verschlafen.

22.10.2008 um 23:46 Uhr

Lo siento, me quedé dormido, 22.09.08

Also an meinen neuen Wecker muss ich mich wirklich noch gewöhnen: Gestern hab ich die Uhrzeit noch brav auf 07:00 Uhr gestellt, damit ich heute wieder zeitig zum Sprachkurs komme. Nur blöderweise reicht alleine das Einstellen der Uhrzeit nicht, der Wecker muss noch mittels eines Schiebereglers aktiviert werden – das habe ich natürlich vergessen.

Nun gut, so sprang ich um 08:35 Uhr, bereits 5 Minuten nach Kursbeginn, aus dem Bett, da ich es an der Tür klopfen hörte. David, dem es komisch vorkam, dass ich noch schlafe, suchte extra meinen Stundenplan im Internet um mich nicht grundlos zu wecken und nachdem er seinen Verdacht bestätigen konnte, beschloss er mich zu wecken. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich je so schnell angezogen und abmarschbereit war. Um ungefähr 08:45 Uhr rauschte ich an der Küche vorbei Richtung Wohnungstür, als mich David noch kurz aufhielt um mir ein liebevoll zusammengelegtes Sandwich in die Hand zu drücken, damit ich nicht ganz mit leerem Magen in den Sprachkurs muss – fast wie bei Muttern :o) und bei der Gelegenheit nochmals: Danke, David!

Nachdem ich mit einer guten halben Stunde Verspätung im Centro de Lenguas Modernas eintraf, gestaltete sich der kurz zwar äußerst interessant, wir lernte einen Menge neuer Vokabeln zu detaillierten Beschreiben des Körpers, jedoch auch sehr anstrengend, da ich nur halb wach war und halb noch im Bett lag.

Nach dem Kurs fuhr ich auf die FCCEE um eine Kopie meines Passes abzugeben, welche ich bei der Immatrikulation vergessen hatte, und mir die Unterlagen für die Übung aus „informática de gestión“ zu besorgen. Dummerweise lagen die Unterlagen immer noch nicht auf. Die Angestellte der fotocopiadora vertröstete mich auf den Nachmittag. Da ich jedoch bis Freitag nicht mehr auf die FCCEE komme, bat ich nun David mir die Unterlagen morgen mitzunehmen.

Den Nachmittag nutzte ich dann um ein wenig zu arbeiten und kam ein gutes Stück voran. Ich skypte noch kurz mit Nadja und wünschte ihr einen angenehmen und schnell-vergehenden Nachtdienst, bevor ich mich dann auf die noch anstehenden Praxiseinheit aus „ingeniería del software“ vorbereitete. Nach dem Kurs organisierten wir uns ein wenig und vereinbarten wer nun effektiv was macht. Mir wurde eine kleinere und wie ich meinen nicht äußerst aufwendige Aufgabe gemeinsam mit Rafa zugeteilt. Morgen nach der Theorievorlesung werden wir diese Aufgabe gleich angehen. Ah, was ich fast vergessen hätte: Wir haben uns heute vermehrt. Ivan, ebenfalls ein Spanier, fragte uns, ob er nicht noch in unserer Gruppe mitarbeiten könnte, da wir ja nur zu viert sind und er noch keine Gruppe hat. Klarerweise hatten wir nichts dagegen.

Was die nun vier Spanier in meiner Gruppe heute so alles von sich gegeben haben, verstand ich natürlich nicht. Noch plage ich mich doch ein wenig beim Verstehen, wenn Spanier unter sich reden. Im Nachhinein fragte ich nochmal bei José, der mich wieder mit seinem Motorrad nach Hause brachte, nach, ob ich wohl die Knackpunkte verstanden hätte. Wenn ich konkret weiß worum es geht und ich die Fragen stelle bzw. direkt in die Diskussion bzw. den Dialog involviert bin, dann habe ich kaum mehr Probleme zu verstehen was mir mein Gesprächspartner so erzählt.

Na gut, dann werde ich mich jetzt dann doch, nach der erfolgreichen Fertigstellung weiterer Arbeitspakete, langsam ins Bett legen um mich wieder mal ein wenig auszuschlafen. Morgen geht’s um 11:00 Uhr wieder ab auf die ETSIIT. ¡Buenas noches!

21.10.2008 um 23:58 Uhr

Vom Spanisch verfolgt, 21.10.08

Der heutige Tag war wieder sehr stark von Vorlesungen und Universitätsstress geprägt. Um 12:00 Uhr hatte ich die zweite Praxiseinheit aus der Vorlesung „ofimática“. Also so ganz Verlass ist auf die Busse in Granada nun wirklich nicht. Ich wollte heute zum ersten Mal mit der Linie 6 an die ETSIIT fahren, da dessen nächste Haltestelle viel näher an meiner Wohnung gelegen ist, als die der Linie 22, welche ich bisher nutzte. Im Internet fand ich die Information, dass die Linie 6 ungefähr alle 10-15 Minuten fahren soll. So stellte ich mich um 11:30 Uhr an die Bushaltestelle – sollte ich den Bus gerade verpasst haben, sollte die Zeit immer noch reichen um pünktlich an der ETSIIT einzutreffen. Um 11:58 Uhr kam dann der nächste Bus. Nun ja, zum Glück nehmen nicht nur die Busse, sondern auch die Lektoren Pünktlichkeit nicht derart ernst. So begrüßte mich Miguel nachdem ich ungefähr 15 Minuten zu spät eintraf mit einem Grinsen und meinte „¡No pasa nada!“. Ich kam also zu spät und ging zu früh, da ich die Übung, in der wir uns nun mit Datenbanken beschäftigen, recht schnell abschließen konnte. Zum Glück habe ich heute ja nicht zum ersten Mal eine Datenbank designt.

Zwischen dem Kurs „ofimática“ und „comportamiento del consumidor“ hatte ich dann 1,5 Stunden Pause, die ich nutzte um den Campus zu wechseln und Essen zu gehen. Heute besuchte ich zum ersten Mal die comedores universitarios am Campus Cartuja. Hier ein Foto der unglaublich langen Studentenschlange vor der Futterausgabestelle.

Die Wartezeit verging jedoch recht schnell, da ich auch Mittags nicht zum Kopf-ausschalten kam und mich ein Spanier, als ich schon recht weit Vorne in der Schlange stand, fragte, ob es mich störte, wenn er sich zu mir gesellte, da er es recht eilig hätte und sich nicht hinten anstellen wolle. Freundlich wie ich bin wehrte ich mich nicht großartig. Ich habe mich dann auch noch beim Essen sehr gut mit José Luis unterhalten. Zufällig stammt José Luis aus Ronda, das Dorf, das wir am vergangenen Wochenende besucht hatten. Da hatten wir natürlich sofort ein gutes Gesprächsthema. Glücklicherweise stammt die Familie des sympathischen Spaniers eher aus dem Norden des Landes, so sprach dieser ein eher gut verständliches Spanisch und nicht diesen eigenwilligen andalusischen Dialekt, welchen ich mir nach Möglichkeit laut José Luis auch nicht unbedingt aneignen solle. Anscheinend klingt dieser Dialekt nicht nur für spanisch Lernende, sondern auch für andere Spanier eher eigenartig und eher unverständlich.

Im Kurs „comportamiento del consumidor“ wurden wir heute mit dem ersten Thema fertig und jetzt sollen wir einen Fallstudie bearbeiten und einen Text lesen, von dem ich (glücklicherweise) noch nicht weiß wie lange dieser sein wird, und zusammenfassen und dann noch kritisch beleuchten – das kann ja heiter werden!

Von der Praxiseinheit aus „informática de gestión“ hatte ich heute nicht sehr viel. Anscheinend gibt es dafür eine Sammlung aller Übungen in Buchform bei der „fotocopiadora“ zu kaufen – das muss ich irgendwie überhört haben und so war diese heute schon vergriffen. Da ich nun keine Unterlagen hatte, werde mir diese dann morgen besorgen, und ich die Übung genauso gut zu Hause machen kann, beschloss ich, nach Rückfrage bei der Lektorin, mich frühzeitig aus dem Staub zu machen.

Zuhause angekommen beschloss ich noch ins Fitnessstudio zu gehen und wieder fand ich keine Zeit zum Abschalten, was ich durchaus positiv meine. Ich habe schon einige Male einen recht sympathisch wirkenden Typen getroffen, der mich meistens auch grüßte. Das ist irgendwie ein typisches Fitnessstudio-Phänomen, auch in Kufstein habe ich das schon festgestellt: Man trifft eigentlich immer die gleichen Leute im Fitnessstudio und irgendwann erreicht man den Punkt, an dem man sich einfach kennt, ohne vorher miteinander gesprochen zu haben. So kam ich heute zum ersten Mal mit Fernando aus Brasilien ins Gespräch. Nach einem gut 20 Minuten andauernden, sehr netten Gespräch wanderte ich dann wieder nach Hause um mir mein Abendessen zuzubereiten.

Anschließend setzte ich mich vor den Rechner um ein wenig zu Arbeiten, langsam wird’s an der Universität wirklich stressig – wer hätte das gedacht :o) In diesem Sinne: Gute Nacht!

20.10.2008 um 23:35 Uhr

Spanischer Sprachkurs hat begonnen, 20.10.08

Heute stand ich, ganz ohne Probleme oder enorm müde zu sein, wie ich es mir eigentlich erwartet hätte, da ich gestern erst um 02:30 Uhr schlafen konnte, um 07:00 Uhr auf. Pünktlich, kurz vor 08:30 Uhr war ich dann auch schon im Centro de Lenguas Modernas und irrte zuerst etwas orientierungslos herum um die Aula 28 zu finden. Nachdem ich diese erste schwierige Aufgabe des Tages gemeistert hatte, begann der Kurs auch schon. Frau Emilia Núñez Pérez, eine sympathische und sehr engagierte und motivierte, bereits etwas ältere Dame, stellte sich bei uns vor und erzählte uns was wir in diesen nicht ganz 3 Monaten alles vorhaben. Danach begannen wir umgehend mit einer Kennenlern-Übung, welche den ganzen heutigen Kurse ausfüllte. So bekamen wir ein Formular auf dem wir einige Daten eintrugen, jedoch ohne Betitelungen (z.B. Hobbies: X, Y, Z das Hobbies stand jedoch nicht da). Nachher wurde dieses Formular mit einem anderen Studenten getauscht und man fragte sich gegenseitig was es mit den einzelnen Informationen genau auf sich hat. Da wir heute eine ungerade Anzahl an Studenten waren, kam ich in eine 3er Gruppe mit einen Engländerin und einer Belgierin. So plauderten wir die ganzen zwei Stunden lang und erfuhren sehr viel über den jeweils anderen. So verging die Zeit im Flug und ich freue mich schon jetzt auf die nächste Einheit am Mittwoch. Ich glaube dieser Kurs wird mir gewiss sehr, sehr viel bringen und für den Anfang bin ich schon sehr positiv auf die nächsten Monate eingestellt.

Danach traf ich mich mit Guillermo, José und Rafael um ein wenig an unserem Projekt aus „ingeniería del software“ weiter zu arbeiten. Anschließend hatten wir die theoretische Vorlesung zu eben dieser Übung. Danach durfte ich wieder auf den Campus de Cartuja zur nächsten Vorlesung fahren und da ich noch zwei Stunden Zeit bis zur Vorlesung „comportamiento del consumidor“ hatte, inspizierte ich zum ersten Mal die Bibliothek der FCCEE. An einem der recht gemütlichen Arbeitsplätze ließ ich mich nieder und arbeitete ein wenig.

Nach der Vorlesung kam ich dann heute erst gegen 18:00 Uhr zu Hause an. Ich machte mich aber sofort wieder auf den Weg, da der Kühlschrank gefüllt werden wollte – jetzt wo wieder viel Platz ist erst recht! :o) So tätigte ich seit zwei Wochen wieder einmal einen Großeinkauf und bereitete mir nachdem die Vorratsschränke wieder gefüllt waren, mein Abendessen – Schinken-Käse Toasts. Nach dem Essen skypte ich noch ein wenig mit Nadja und Mum, schrieb den Bericht von gestern und heute und werde mich jetzt schön langsam ins Bett legen. Interessanterweise war ich auch heute den ganzen Tag in den Vorlesungen und bin auch jetzt um 00:30 Uhr noch nicht wirklich todmüde. Aber ich bin auch nicht böse, wenn ich jetzt dann ins Bett kommen, na dann, gute Nacht! :o)

 

19.10.2008 um 23:55 Uhr

Kühlschrank enteist, 19.10.08

Nachdem wir uns den ganzen gestrigen Tag die Freiheit nahmen Ronda zu besichtigen, wollte ich heute ursprünglich schon um 08:00 Uhr aufstehen, spätestens um 09:00 Uhr, um etwas produktiv zu sein. Jedoch hat mich der gestrige Tag doch mehr beansprucht wie ich dachte und so schlief ich dann bis nach Mittag :o)
Mir ist schon seit langem aufgefallen, dass sich an der Rückwand unseres Kühlschranks eine unüblich dicke Eisschicht befindet.

Neben dem lästigen Nebeneffekt, dass die ca. 7 cm dicke Schicht einfach nur viel Platz weg nimmt, frieren auch alle Lebensmittel, die man zu knapp am Eis positioniert, nach einigen Tagen ein – so erlitt z.B. mein Eisbergsalat ein, seinem Namen gerecht werdendes, Schicksal.

Da auch David diese Unzulänglichkeit schon auf die Nerven ging, beschlossen wir heute den Kühlschrank zu enteisen. Nachdem wir uns einige Infos von David's Eltern und aus dem Internet geholt hatten – keiner von uns hat sich jemals einer derartigen Aufgabe gewidmet – begannen wir den Kühlschrank auszuräumen und das Eis mit einem Plastikschaber, welchen wir im Tiefkühlfach fanden, vorsichtig abzuschaben. Anfangs stellte sich dies als sehr mühsam heraus, jedoch nachdem das Eis ein bisschen angetaut war und wir bereits 2/3 der gigantischen Eissicht entfernt hatten, brach das letzte Drittel von selbst in einem Stück heraus.

           

Wird’s schon kalt? :o)

Das war eigentlich an dem Tag auch das einzig Erwähnenswerte, das ich Zustande gebracht habe. Obwohl ich mich gut ausgeschlafen habe, war ich den ganzen Tag über müde und zu Nichts zu animieren. Vermutlich habe ich zu viel geschlafen. Ich skypte mit Nadja, chattete mit vielen anderen Leuten und versucht mich auch einmal für die Universität hinzusetzen, wobei ich diesen Versuch sehr schnell ohne großen Erfolg abbrach. Ach doch, was ich noch schaffte, war den Bericht über Ronda zu verfassen. Da das online stellen der ganzen Fotos etwas umständlich funktioniert hilft mich diese Arbeit einige Zeit auf und so ging ich erst um 02:30 Uhr ins Bett. Ich hoffe ich bin dann morgen für die Vorlesungen nicht zu müde, da ich bereits um 07:00 Uhr aufstehen muss, da morgen der spanische Sprachkurs beginnt und das schon um 08:30 Uhr. Na dann mal sehen, was die neue Woche so bringen mag.

19.10.2008 um 07:43 Uhr

Erste Fotos gelöscht!

Da mein Speicherplatz hier auf diesem Server begrenzt ist, musst ich jetzt leider anfangen die ersten Fotos zu löschen. Natürlich fange ich damit bei den ersten Einträgen an. Die aktuellsten Fotos findet ihr als wie gewohnt immer auf meinem Blog.

Viel Spass weiterhin beim Lesen und vielen Dank für die euere großes Interesse an meinem Auslandsaufenthalt!!!

Saludos de Granada,
Ben

18.10.2008 um 23:52 Uhr

Ausflug nach Ronda, 18.10.08

Da wir schon die letzten beiden Wochenende zum Reisen nutzten und alle guten Dinge drei sind, schlossen wir uns heute einen Gruppe von 110 Studenten an um das Dorf Ronda, in der Nähe von Málaga, zu besuchen. Die von der ASEE organisierten Busse starteten bereits um 08:00 Uhr morgens von den Comedores Universitarios nahe dem Campus Fuente Nueva los. Nach 3 Stunden fahrt erreichten wir das Dorf Ronda. Eine atemberaubenden Landschaft und eine sensationell einzigartige Lage machten diesen Ausflug zu einem besonderen Tag. Ronda ist auf zwei Hügeln gelegen, welche durch eine schmale, canyon-artige Schneise, durch die ein Fluss fließt, getrennt sind. Auf einer Seite befindet sich der ältere Stadtteil, auf der anderen der Neuere. Beide Stadtteile sind hauptsächlich durch zwei Brücken verbunden. Die puente nuevo („neue Brücke“) ist eine der größten Touristenattraktionen in Ronda und das zu Recht. Von der Brücke aus hat man einen gigantischen Ausblick auf die Umgebung rund um Ronda und eine gigantische Perspektive auf die 100 Meter tiefe Schlucht, durch die sich der kleine Fluss seinen Weg bahnt. Eine zweite, etwas kleinere Brücke, die puente viejo („alte Brücke“), verbindet die beiden Stadtteile etwas weiter im Osten.

Als wir in Ronda ankamen besorgten wir uns im Tourismusbüro einen Studentenbonus um € 3.-, mit dem wir Zutritt zu 5 unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten erhielten. Davon sahen wir uns X an: Das casa del Gigante, das Museum von Ronda und ein kleineres Museum nur über die puente nuevo. Auch die arabischen Bäder hätten wir uns total gerne angesehen, aber eigenartigerweise schließen all diese Sehenswürdigkeiten an Samstagen bereits um 15:30 Uhr und so konnten wir die Bäder lediglich von Außen besichtigen.

Aber nun genug der Worte – jetzt wird es Zeit einige Fotos dieses Tages zu präsentieren, insgesamt habe ich 100 Fotos nur an diesem Tag gemacht, die das sehenswerte Dorf Ronda und seinen Umgebung weitaus imposanter beschreiben. Viel Spass beim Durchsehen!

Gesagt sei noch, dass wir an diesem Tag erst um 21:30 Uhr wieder in Granada ankamen und, obgleich Samstag war wir definitiv keine Lust mehr zum Ausgehen hatten. Zahlreiche Stunden Fußmarsch durch Ronda ließen uns nur noch müde in die Betten fallen.

Eine aussagekräftige Statue vor dem Plaza de Toros nahe dem Tourismusbüro, wo wir ankamen.

Der freiwillige Mitarbeiter der ASEE erklärt uns äußerst kompetent einige Daten und Fakten rund um das Dorf Ronda und dessen Geschichte. Ich frage mich wirklich, woher der das alles weiß. Sein Wissen würde meiner Meinung nach leicht zum Touristenführer reichen.

Ein gigantischer Ausblick von der puente nuevo aus.

Schon faszinierend, wie nahe man Häuser an diesen steilen Abgrund bauen kann.

Der Blick in 100 m Tiefe

Die puente nuevo oder neue Brücke 

Das kleine, jedoch interessante Museum in Inneren der puente nuevo mit zahlreichen Informationen zur Brücke selbst. 

Leider begann es nach unserer Ankunft kurz zu regnen. Nach einer Stunden stellte sich jedoch wieder trockenes Wetter ein, richtig schön war es an diesem Tag leider generell nicht. Die verregnete Zeit verbrachten wir bei einem gemütlichen Mittagessen bei McDonalds – sei der Ort auch noch so klein, es muss ein Mäci dort hinein! :o)

Im Innenhof des casa del Gigante

Eine mehr oder weniger gut erhaltenen Skulptur des Giganten: Wer dieser Typ wirklich war und was er Besonderes geleistet haben soll, konnte ich leider nicht wirklich herausfinden.

Der Garten des Giganten – wer auch immer er war: Geschmack hatte er.

Ein Brunnen im Museum von Ronda, in den ich für Nadja und mich beim Aussprechen des Satzes „¡Te quiero, Nadja!" zwei Glücksmünzen geworfen haben.

Der wunderschöne Jardines de Chefchauen („Garten des Chefchauen“), immer noch im Museum von Ronda. 

Der ältere Stadtteil von Ronda, in dem sich auch das casa del gigante, das Museum von Ronda und die arabischen Bäder, welche bei unserer Ankunft schon geschlossen waren, befinden.

Der Blick auf die andere Seite, also auf den neueren Stadtteil.

Das Alminar de San Sebastian („Minarett des Hl. Sebastian“), welches vermutlich aus dem 14. Jahrhundert stammt.

Eine kleinere, unbedeutendere, aber irgendwie schön gelegenen Brücke.

  

Die puente viejo bzw. die alte Brücke

Ein wunderschönes Plätzchen in den Jardines de Cuenca.

Der Hauptplatz in Ronda

Die Alameda del Tajo, ein wunderschöner Park mit einer riesigen Allee und einem herrlichen Ausblick auf die Umgebung von Ronda. Dieser Park wurde bereits im 19.Jahrhundert angelegt.

Eine wunderschöne Kirche mit einem von Palmen gezierten Eingang.

17.10.2008 um 23:48 Uhr

Handyanbieter gewechselt, 17.10.08

Heute bin ich um 10:00 Uhr aufgestanden um mich ein wenig dem Verarbeiten der Informationen aus den Vorlesungen dieser Woche zu kümmern. Nach einigen demotivierten Anlaufschwierigkeiten, welche mein Vorhaben noch einige Zeit hinauszögerten, kam ich dann tatsächlich dazu. Vorher schien aber alles andere wichtiger, darunter fiel sogar bügeln und aufräumen. Aber ich denke, alle noch Schüler oder Studenten kennen diese Phänomen, wenn man ganz genau weiß, dass man eigentlich lernen sollte, erscheint alles andere plötzlich unglaublich dringend und wichtig. Als ich dann richtig gut voran kam, musste ich mich schon wieder aufmachen um pünktlich um 15:30 Uhr auf der FCCEE zur Vorlesung „informática de gestión“ zu erscheinen. Vorher macht mich aber David noch darauf aufmerksam, dass die Ergebnisse des Sprachtests online seien und das sogar vor 15:00 Uhr wie gestern noch angekündigt. Natürlich konsultierte ich umgehend die entsprechenden Homepage und Huuuuurrrrrrrrrrrrraaaaaaa – ich darf den Kurs belegen! Auch der Stundenplan, mit dem ich zwar nicht sehr zufrieden bin, der aber die einzige Möglichkeit darstellt um keine Kollisionen mit anderen Kursen zu verursachen, wurde genehmigt. So geht’s am kommenden Montag um 08:30 Uhr in der Gruppe 3A16, der Aula A28 und einer Professorin namens Emilia Núñez Pérez im Centro de Lenguas Modernas in der Calle Hospicio Viejo los. Bin schon sehr gespannt auf diesen Kurs!

In der Vorlesung „informática de gestión“ ging es mir wie bisher recht gut. Die Inhalt waren nicht grundlegend neu und auch das Spanisch des Vortragenden ist sehr gut verständlich.

Nach dieser Vorlesung erkundigte ich mich nochmals im Yoigo Shop bezüglich der Handy Angebote und glücklicherweise traf die neue Lieferung bereits ein. Jetzt habe ich einen neues Alcatel S210 – nichts Besonderes, damit kann man telefonieren und SMS schreiben. Vom Design her finde das Geräte äußerst ansprechend und auch die Tasten sind fein zu bedienen. Ich habe jetzt € 19.- bezahlt und dafür dieses Handy inkl. € 20.- Guthaben bekommen :o) Die freundliche Yoigo Mitarbeiterin suchte mir auch noch eine relativ einfach Nummer, welche ich mir bereits merken konnte: +34 622000782. Interessanterweise sind an spanischen Rufnummer weder die Mobilanbieter zu erkennen, noch ob es sich überhaupt um ein Handy oder einen Festanschluss handelt. Irgendwie doof, wenn man weiß, dass man zum eigenen Anbieter eine gewisse Anzahl an Freieinheiten hat ... aber das soll mich nicht kümmern. Ich habe jetzt einen Tarif mit dem bezahle ich 8 cent die Minute egal zu welchem Anschluss. Das finde ich im Vergleich zu anderen Anbietern sehr günstig. Bei Orange kam ich da glaube ich auf über 30 cent die Minute. Hier nun zwei Fotos meines neuen Handys: 

Abends ging ich dann mit David trainieren. Danach trafen wir uns mit José, dem sympathischen Spanier aus meiner Praxisgruppe aus der Vorlesung „ingeniería del software“. Wir besuchten einige Tapas Bars am Plaza Einstein und verbrachten einen sehr lustigen Männerabend zu dritt. David und ich haben bereits beschlossen uns jetzt viel öfter mit Spaniern zu treffen, da wir alleine an diesem Abend enorm viel Neues lernen konnte. Es macht einfach einen großen Unterschied, ob zwei möchte-gern Spanier miteinander sprechen oder ein tatsächlicher Muttersprachler auch noch ein Wort zu sagen hat. So entdeckten wir einige fehlerhafte Phrasen und Wörter in unserem Spanisch, an die wir uns blöderweise schon recht gut gewohnt hatten. Beispielsweise benutzte ich schon sehr oft „ya he realizado“, vom Englischen her, dachte ich das würde so viel bedeuten wie „mir ist bereits aufgefallen“. Richtig wäre jedoch „ya he dado cuenta“ was nicht wirklich viel mit meiner Annahme zu tun hat. „Realizar“ bedeutet im Spanischen hingegen lediglich machen, realisieren, umsetzen.

So verbringen wir in letzter Zeit unsere Tagen und lernen immer mehr dazu. Ich bin recht zuversichtlich, dass, wenn erst einmal der Sprachkurs begonnen hat, am Ende des Semester ein richtig gutes Spanisch rausschauen könnte. Wir werden sehen! :o)

16.10.2008 um 23:59 Uhr

¡Feliz cumpleaños, Pepe!, 16.10.08

Für den heutigen Tag war ich, was die Konzentration betrifft, sehr gut gerüstet, da ich mich dann gestern Abends nach zwei Radlern zu Hause dagegen entschied, Geri und David noch in die Stadt zu begleiten. Die negativen Erfahrungen der letzten Woche bezüglich der Kurse am Donnerstag spielten dabei durchaus eine Rolle. Im Gegensatz zum vergangenen Donnerstag bin ich heute jedoch sehr zufrieden: Die Lektorin des Kurses „ingeniería del software“ verstehe ich mittlerweile schon besser, auch wenn diese für meine Begriff noch immer unglaublich schnell oder super-rapidamente, wie die Spanier sagen würden, spricht. Der Kurs „ofimática“ war heute auch eher angenehm, wobei ich damit exakt jenes Ziel erreichte, welches ich mir zu Beginn dieses Semesters gesteckt hatte – nämlich Spanisch zu lernen. So demonstrierte uns der Vortragenden, der Miguel und nicht Señor Lastra genannt werden möchte, den fortgeschrittenen Umgang mit Open Office Writer, ein Open-Source Textverarbeitungsprogramm ähnlich wie MS Word. Sprich die Verwendung von Formatvorlagen, das automatisierte Erstellen von Verzeichnissen, Zitieren mit Hilfe der integrierten Literatur-Datenbank, usw. Auch wenn nicht viel Neues für mich dabei war, lernte ich enorm viele neue Vokabeln – das trifft optimal meine Vorstellungen von diesem Auslandssemester, nämlich einfach nur Spanisch sehr gut zu lernen. Ich kann das Ganze jetzt auch sehr gut auf meinen Laptop nachvollziehen und wiederholen, da ich gestern die Systemsprache meines Linux komplett auf Spanisch umgestellt habe – sehr unterhaltsam, so ein spanisch-sprechendes Betriebssystem :o)

Zwischen diesen beiden Vorlesungen war ich wieder in der Mensa essen und habe heute das Menü einmal photographisch festgehalten. Folgendes erhält man an der UGR um € 3. - durchaus leistbar!


 

Nach der Universität traf ich mich mit David vor dem Hipercor, ein unglaublich riesengroßer Supermarkt, um Alles für Pepe's Geburtstagsgeschenk zu besorgen. Da dieser heute 28 wurde, beschlossen wir bereits gestern Sushi für ihn zu kochen. Gesagt, getan! So standen wir heute 2,5 Stunden, eher gute drei Stunden wenn man das Abwaschen des Geschirrs im Nachhinein noch dazu zählt, in der Küche um Geri, den wir auch zum Abendessen einluden, und Pepe zu bekochen. In der Zwischenzeit tauchte Kristina bei uns auf um Pepe zu gratulieren und ihm Profiteroles als kleine Aufmerksamkeit vorbeizubringen. Blöderweise brachte sie gleich drei Stück, so mussten wir uns nach dem äußerst gelungenen Abendessen noch dazu aufopfern mit Pepe diese kleinen Köstlichkeiten zu vernaschen. Nach einem primero plato in Form von rollitos primavera, bei uns auch Frühlingsrollen genannte, und einem wunderbaren Hauptgang komponiert aus Sushi und Maki, passten die Profiteroles perfekt als Dessert.

Natürlich gibt es auch Fotos unserer ersten Sushi-Session in Granada.

 

 
 
 
 

 

Während des Abendessens plauderte ich sehr viel mit Pepe – zum Glück kann Sushi nicht kalt werden – und erkannte, dass die Sätze, auf welche ich schon so oft mit „¿Perdon?“, „¿Cómo? oder „¿Qué? antworten musste, immer seltener werden. Ebenso vereinbarten wir mit Pepe an einem Wochenenden einmal mit ihm nach Sevilla mitzufahren. Darauf freue ich mich schon extrem! Dabei haben wir dann die Gelegenheit auch Pepes Familie und die Stadt Sevilla kennenzulernen. Pepe warnte uns bereits vor, dass wir in Sevilla vermultich nicht sehr viel bis nichts verstehen werden, da die Leute super-rapidamente, schneller als in Granada, sprechen.

 

Vollgefre... ähm gegessen, zogen wir uns nun alle in unsere Zimmer zurück um uns für die Nachtruhe bereit zu machen. Achja, die Bekanntgabe der Bewertungen des Sprachtests wurde nun noch einmal verschoben und zwar auf morgen 15:00 Uhr :o) Spanier eben... In diesem Sinne,guats Nächtle!

15.10.2008 um 23:28 Uhr

Neue Kurse und neue Bekanntschaften, 15.10.08

Eigentlich wollte ich den heutigen Vormittag nutzen um etwas produktiv zu sein. Jedoch schlafe ich in meinem Bett hier dermaßen gut, dass ich den Wecker vermutlich einfach nicht gehört habe – oder er ging nicht ab, was ich nicht hoffe, da ich ihn diesmal wirklich gestellt hatte – und mich deshalb ungezwungen ausschlief. Ursprünglich hatte ich vor heute gegen Mittag ins Fitnessstudio zu gehen, da ich Abends einen Vorlesung habe und sonst auch in dieser Woche noch nie dazu gekommen bin. Nun ja, um doch einiges für die UGR zu schaffen musste das Fitnessstudio weichen. Bevor ich mich an die Arbeit machte, spazierte ich mit David zum Büro der ASEE um uns für die Exkursion am Samstag nach Ronda (Nähe Málaga) eintragen zu lassen.

Um 19:00 Uhr hatte ich nun tatsächlich die erste Übung des Kurses „ingeniería del software“. Im Zuge dieser Übung, sollen wir ein komplettes Projekt von der Planung über die Implementierung zur Erstellung eines Notrufsystems durchführen. Sprich jemand der einen Unfall irgendeiner Art hatte, kann dort anrufen, die Daten werden vom Telefonisten aufgenommen und der entsprechende Notrufdienst (Rettung, Feuerwehr, Polizei, ...) alarmiert. Dieser Prozess soll IT-gestützt ablaufen. Soweit ich das bisher mitbekommen habe ist jedoch die konkrete Implementierung nicht so wichtig bzw. muss nicht wirklich zu 100% umgesetzt werden – zum Glück. Eigentlich sollten wir uns in Gruppen von 5 Leuten zusammenfinden. Ich landete nun mit nur 3 weiteren Spaniern in einer 4er Gruppe. Zwei davon habe ich bereits in der Theorievorlesung zu diesem Kurs kennengelernt – Guillermo und Rafael. José lernte ich erst heute kennen. Ein enorm sympathischer Typ und auch der erste Spanier, der das Sprechen von Haus aus etwas gemütlicher angeht und somit sehr gut zu verstehen ist. Nach der Übung brachte mich José sogar mit dem Moped nach Hause, welch Service! Zuerst hatte er Guillermo gefragt, wo dieser wohne und sagte ihm bereits zu ihm mitzunehmen, dann fragte er noch mich und Guillermo fand das jetzt unfair, da wir beide – reine von der Lage der Wohnungen her – gut mitfahren könnten. Guillermo zückte einen Münze und fragte mich: „¿Cara o cruz?“ Wer dieses alt-bekannte Spielchen mit dem guten Tipp auf „cara“ gewonnen hat, muss ich jetzt wohl nicht mehr erwähnen :o)

Jetzt werde ich mich noch ein wenig zu Geri und David in Wohnzimmer setzen, die beiden meinte noch gemütlich etwas trinken zu wollen und vielleicht nachher noch ein wenig in die Stadt zu gehen. Mal sehen -ich wünsche jedenfalls einen gute Nacht!

Ach, etwas noch: die Ergebnisbekanntgabe der Sprachtests hat sich auf morgen 15:00 Uhr verschoben ... es bleibt also noch spannend!

14.10.2008 um 23:00 Uhr

Langer, erfolgreicher Tag an der Universität, 14.10.08

Um 12:00 Uhr begannen heute meine Vorlesungen. Da ich die letzten Tage eher etwas faul war und die freie Zeit genossen habe, nahm ich mir vor schon gegen 08:00 Uhr aufzustehen um den Stoff der letzten Woche zu verarbeiten und zu wiederholen. Einerseits wurde mir dabei der gestrige lange Blogeintrag mit den ganzen Fotos, und andererseits die tolle Snooze-Funktion meines Weckers zum Verhängnis. Da ich gestern länger am Werk war, stand ich heute dann nach mehrmaligem Hinauszögern des Alarms, doch erst kurz vor 09:00 Uhr auf. Ich schaffte zwar noch so Einiges, aber bei Weitem nicht alles, was ich mir vorgenommen hätte. Da ich morgen nur am Abend eine Übung habe, werde ich jenen Tag nutzen um mich den offenen Aufgaben zu widmen.

Als Erstes stand die allererste Übung des Fachs „ofimática“ am Programm. Wir bekamen die Aufgabe ein Excel Sheet zur Verwaltung von Studenten und deren Noten zu Erstellen. Die Schwierigkeit dieser Aufgabe würde ich als mittelmäßig und weniger nervenaufreibend einstufen, jedoch ist es interessant eine derartige Aufgabenstellung auf Spanisch zu bearbeiten. Alles was wir heute nicht schafften, können wir dann zu Hause fertig machen und in zwei Wochen findet dann ein 10-15 Minuten langer Test bzgl. dieses Themas statt, bei dem man dem Lektor zeigen soll, dass man die Thematik verstanden hat und mit dem Programm arbeiten kann. Ist dies der Fall erhält man die entsprechenden Punkte für diese Übung. Die Übung selbst muss nicht direkt abgegeben werden. Ich finde diesen Modus nicht schlecht, da der Student entscheiden kann, wie viel Aufwand in die Arbeit gesteckt werden muss, man frei Hand beim Lernen hat und sich auch die Zeit zum Lernen individuell einteilen lässt.

Nach diesem Kurs musste ich die Fakultät wechseln und hatte dazu 1,5 Stunden Zeit. Da sollte sich eigentlich auch noch ein Mittagessen in der Mensa ausgehen – dachte ich zumindest :o) Da ich nach dem Essen recht lange auf den Bus warten musste – vermutlich hatte ich gerade zuvor den letzten knapp verpasst – kam ich mit 10 Minuten Verspätung im Kurs „comportamiento del consumidor“ an. Glücklicherweise kam der Lektor 15 Minuten zu spät *LoL*. Im Bus traf ich eine Österreicher aus der Steiermark! Schon der dritte Österreicher hier in Granada, unglaublich! Der Kurs lief dann wie letzte Woche sehr gut ab. Ich konnte verhältnismäßig viel verstehen und somit der Vorlesung gut folgen.

Am Abend hatte ich dann einen weiteren Kurs und zwar die erste Übung aus „informática de gestión I“. Die Inhalte an sich waren vom Niveau her eher sehr niedrig, jedoch gilt hier dasselbe wie beim Kurs „ofimática“: Das Ganze auf Spanisch zu machen stellt immer noch eine Herausforderung dar. Da findet sich dann nicht der alt-gewohnte Button Start am linken unteren Bildschrimrand, nein, der heißt dann „Inicio“. Ausschneiden wird zu „cortar“, einfügen zu „pegar“, aus Dateien werden „archivos, Ordner heißen plötzlich „carpetas“, und und und ... So stellt dieses Fach einen perfekten Kurs für spanisches Fachvokabular im Bereich Informatik dar.

Nachdem ich dann insgesamt 10 Stunden unterwegs war (davon 6 effektive Vorlesungsstunden) kam ich um 21:00 Uhr müde nach Hause. Natürlich konnte ich mich noch zum skypen mit Nadja und Mum, Essen und Blog Schreiben aufraffen. Jetzt werde ich mich aber dann doch in die Federn hauen um morgen nicht den ganzen Tag zu verschlafen. Wie bereits gesagt: Ich habe ja noch einiges für die Universität zu tun... vor ein paar Tagen hätte ich noch nicht gedacht,dass ich das so schnell sagen würde – aber tatsächlich: Das Semester hat begonnen!

13.10.2008 um 23:47 Uhr

Road Trip II, 13.10.08

Blöderweise war heute in Spanien Feiertag. Da wir nicht auf die UGR zum Studieren durften, entschlossen wir – Geri, David, Vanda und ich – wie letzte Woche einen Ausflug mit einem gemieteten Auto zu unternehmen.

Der Tag begann schon sehr gut, als ich 10 Minuten vor vereinbartem Abmarsch aufwachte. Ich hatte meinen Wecker natürlich gestellt, nur aktivieren sollten man den Alarm dann auch noch. Sofort war ich putzmunter, duschte mich blitzschnell und wir kamen mit 10 Minuten Verspätung am vereinbarten Treffpunkt, im Hotel San Anton, wo sich auch das Büro der Autovermietung befindet, an. Dann holten wir noch Vanda ab und schon konnte es losgehen.

Da wir, was die Autobahn betrifft, schon letzte Woche genug Erfahrung sammeln konnten, fanden wir auch sofort die richtige Auffahrt und starteten bis nach Motril durch. Dieser Ort ist sehr nahe an Salobreña gelegen, dem Ziel unseres Ausflugs vom 14.09.08. Dort hielten wir kurz um einen kleine Pause zu machen und uns den Strand anzusehen. Dabei sind folgende Bilder entstanden. 

 
 
  
Wieder im Auto ging's weiter über Almuñécar bis nach Nerja, wo wir erneut Halt machten.

 

Von Nerja fuhren wir weiter bis nach Málaga. Dort quälte uns der Hunger, sodass wir beschlossen eines der 22 McDonalds Restaurants an der Costa del Sol aufzusuchen und wurden auch sehr schnell fündig.

Da die Besichtigung von Málaga wohl eine eigenen eintägige Exkursion ergeben würde und unser eigentliches Ziel die Strände in Marbella waren, fuhren wir nach dem Essen auch bald wieder weiter und sahen uns die Stadt lediglich auf der Durchfahrt an. Ich kann mir jedoch gut vorstellen Málaga im Zuge eines eigenen Ausflugs nochmal zu besuchen, da der Blick aus dem Auto sehr viel versprechend war.

Der nächste bekannte Ort am Weg nach Marabella war Torremolinos. Auch im Spanisch-Unterricht an der FH habe ich bereits schon einmal von diesem angeblich recht schönen, jedoch stark vom Tourismus dominierten, Ort gehört. So beschlossen wir auch dort Halt zu machen. Die Promenade am Meer entlang ist wirklich sehenswert. Dort befindet sich ein Geschäft nach dem anderen und auch die unterschiedlichen Strände wirken sehr sauber und einladend. Als ich die vielen Stände, welche Geldtaschen verkauften, sah, musste ich an Nadja denken, da diese mich schon seit einiger Zeit dazu bewegen möchte, dass ich mir einen neue Geldtasche kaufen – bisher vergebens. Bin soweit mit meiner mittlerweile sicher schon über 6 Jahre alten Geldtasche total zufrieden und solang diese nicht auseinander fällt ... Nachdem ich David diese Geschichte erzählt hatte, ersetzte er Nadja dann perfekt und fragte mich bei jedem Stand, der Geldtaschen zum Kauf anbot, ob ich mir nicht einen neue kaufen wolle – auch er hatte diesbezüglich jedoch keinen Erfolg :o) Naja, genug der Anekdoten – hier nun die Fotos.

  

Aus Sand baute ein künstlerisch begabter Mann Sandskulpturen, darunter auch diesen Windows XP Rechner.

Die Promenade des touristischen Urlaubsziels Torremolinos

Nach vier, auf dem Weg liegenden, Zwischenstopps kamen wir dann schlussendlich in Marbella an und mussten leider feststellen, dass der direkt in Marbella gelegene Strand nicht gerade traumhaft war. Großzügig verstreuter Müll hielt uns davon ab uns dort niederzulassen. Die Promenade war im Gegensatz dazu wunderschön. 

   

  

Glücklicherweise gibt es in der direkten Umgebung von Marbella weitere Strände und so fuhren wir an den 8 km entfernten Yachthafen Puerto Banús. Dieser Ort erinnerte mich ein wenig an das kärntnerische Velden – dort rollt der Rubel! Auf der Wasseroberfläche des Hafens schwimmen und auf der Straße fahren Billionen von Euros. Rein interessehalber haben wir uns Yachtangebot, in den Auslagen der entsprechenden Agenturen angesehen und fanden Preise von € 500.000 – 3.000.000.- vor. Fahrbare Untersätze wurden zwar weniger verkauft, aber namhafte Hersteller wie Corvette, Maserati, Ferrari, Merceds, Audi, usw. sprechen für den anzunehmenden Preis. Auch fanden sich an der Promenade enorm teure Mode- und Schmuckgeschäfte, welche vermutlich ausschließlich diese wohlhabende Klientel ansprechen. Neben diesem ganzen Luxus und dem Tourismus fanden wir aber auch einige schöne Flecken südländischer Natur.

  

Die Promenade entlang des Yachthafens Puerto Banús

Beim Spazieren durch den Yachthafen vergaßen wir ganz auf den Strand und so wurde der ursprünglich geplante Badeausflug zu einem reinen Roadtrip durch 6 spanische Städte und Ortschaften, welchen wir, bevor wir die Heimreise mit unserem fleißigen Fahrer Geri antraten, bei einem wohl-verdienten Cruzcampo in einer netten Bar in Puerto Banús ausklingen ließen.