Ben en Granada

27.11.2008 um 01:49 Uhr

Viel Arbeit, viel Spass, 27.11.08

Heute trafen wir uns wieder um 11:00 Uhr auf der ETSIIT um wieder an unseren Aufgaben aus „ingeniería del software“ zu arbeiten. Irgendwie stimmt etwas nicht, wenn wir zum wiederholten Male die dazugehörige Vorlesung ausfallen ließen, um mit den Übungen fertig zu werden. Also da stimmt irgendwie das Verhältnis nicht so ganz, aber gut – pero bien :o)

Um 15:00 Uhr verabschiedete ich mich dann kurz um in die Vorlesung aus „ofimática“ zu gehen und zwei Stunden später ging es wieder weiter und das bis kurz nach 21:00 Uhr. So arbeiteten wir heute an die sieben Stunden um im Endeffekt immer noch nicht fertig zu sein. Der Rest wird sich morgen Vormittag nochmals treffen um die letzten Aufgaben zu erledigen, ich muss mich jedoch wieder anderen Angelegenheiten widmen. Neben dieser Übung muss ich morgen auch die Lectura aus „comportamiento del consumidor“ abgeben und bin noch nicht sehr weit gekommen. Ich habe zwar schon fast alles gelesen aber mit der Zusammenfassung habe ich noch nicht begonnen. Das steht dann für morgen auf dem Programm.

Jose nahm mich wieder auf dem Motorrad mit nach Hause und fragte mich ob ich nicht Lust auf Kino hatte. Da wir heute wirklich zu Genüge arbeiteten, hatten wir uns das wirklich verdient und schauten uns den neuen James Bond Film an. Was das Verständnis anbelangt, ging es zwar schon besser als beim ersten Kinobesuch (Bat Man), aber um die Handlung wirklich zu begreifen immer noch zu wenig. Aber eine Steigerung war auf jeden Fall bemerkbar. Es war eine sehr gute Entscheidung noch ins Kino zu gehen, sprich etwas zu unternehmen, was nichts mit der Uni zu tun hatte. Wenn ich mit Jose am Weg bin, amüsiere ich mich ohnehin immer sehr gut – mit ihm habe ich wirklich einen tollen Freund gefunden, was natürlich nicht heißen soll, dass all meine tollen Leute in Tirol damit ersetzt wären! Ich vermisse euch! :o) Aber irgendwie muss ich mich ja etwas trösten! Nein aber ich kann mich wirklich mit meiner Projektgruppe nicht beklagen. Ich habe schon von anderen Studenten gehört, welche es für unmöglich halten mit Spaniern zusammen zu arbeiten, von wegen Arbeitsdisziplin, zeitnahe Aufgabenerledigung, usw. Auch wenn wir von den Abgabefristen her immer recht knapp dran sind, stimmt dafür das Klima in der Gruppe – das ist sehr viel wert!

Na dann, werde ich jetzt mal schlafen gehen, da des schon wieder 02:00 Uhr ist und ich heute wieder um 07:00 Uhr zum Sprachkurs auf muss. Ich freue mich schon auf das Wochenende um endlich wieder einmal ausschlafen zu können.

26.11.2008 um 01:40 Uhr

Zu viel Arbeit für eine Vorlesung, 26.11.08

Maritas gestriger Geburtstag fiel wirklich äußerst ungünstig auf einen Dienstag, d.h., dass wir am Tag darauf schon um 08:30 Uhr im Sprachkurs sitzen müssten. Nachdem ich gestern, oder heute früh, nach Hause kam, hatte ich auch die Intention in wenigen Stunden wieder aufzustehen um den Sprachkurs zu besuchen, nur vergaß ich, wie schon so oft, den Wecker richtig zu aktivieren. Und verständlicherweise wachte ich nicht von selbst nach nur wenigen Stunden Schlaf wieder auf, so fiel der Sprachkurs heute flach. Am Abend erfuhr ich dann noch, dass Marita sogar im Kurs war, Aputro jedoch nicht :-p Der war auch gestern im Habana auf einmal spurlos verschwunden ...

Nachmittags kümmerte ich mich dann um mein Arbeitspaket aus unserem Übungsprojekt aus der Vorlesung „ingeniería del software“ und musste feststellen, dass es sich dabei um weitaus mehr Arbeit handelt als ursprünglich vermutet. So arbeitete ich heute circa sechs Stunden daran, drei vor der abendlichen Übung um 19:00 Uhr, und drei danach um jetzt immer noch nicht fertig zu sein. Für nächsten Mittwoch bekamen wir natürlich auch noch neue Arbeit hinzu. Wir werden uns jetzt morgen um 11:00 Uhr treffen, haben dann jedoch voraussichtlich nur eine Stunde Zeit. So wird es sich wohl ergeben, dass wir uns um 20:00 Uhr wiederholt zusammensetzen müssen, da die korrigierten Übungen 2 – 4 bis Freitag 14:00 Uhr abgegeben werden müssen. Da ich ja in meinen anderen Kursen nichts zu tun habe, stresst mich das überhaupt nicht ... ich hoffe nächste Woche wir wieder etwas stressfreier, damit ich mich auch wieder einmal um Wichtigeres kümmern kann wie z.B. nach schon über einer Woche mit meiner Mum zu skypen. Auch für Nadja hatte ich in den letzten Tagen eher weniger Zeit, aber gut – oder „pero bien“ wie Apturo sagen würde :-) – der Stress wird hoffentlich auch wieder vorübergehen und dann geht das alles wieder leichter.

25.11.2008 um 01:20 Uhr

¡Cumpleaños feliz, Marita!, 25.11.08

Nach der gestrigen Tapas-Tour habe ich mich heute fein ausgeschlafen und bin circa 3 Stunde vor Vorlesungsbeginn aufgestanden um mich noch etwas auf die bevorstehenden Kurse vorzubereiten, d.h. ungefähr gegen Mittag. Die Übung aus „ofimática“ habe ich mir heute gespart, da ich mit der aktuellen Aufgabe gut vorankomme und wir auch nächste Woche noch Zeit haben werden diese fertig zu stellen.

So hatte ich meine erste Vorlesung, „comportamiento del consumidor“, erst um 15:30 Uhr. Wie gestern angekündigt besprachen wir heute mit der Assistentin des Professors die aktuelle Fallstudie und diesmal meldete ich mich ebenfalls zu Wort um Punkte für die Mitarbeit zu sammeln. Nachdem die Diskussion nach einer Stunde, ursprünglich wären zwei Stunden vorgesehen gewesen, bereits abgeschlossen war, hatte ich noch genug Zeit um ein wenig zu Arbeiten und mich auf die nächste Übung aus „informática de gestión“ vorzubereiten. Schon vor zwei Wochen wurde uns angekündigt, dass wir heute einen Test über die ersten 4 Kapitel dieser Übung schreiben werden. Da mir dieser Stoff weitgehend bekannt ist, hielt sich der Lernaufwand in Grenzen und der Test war dementsprechend weniger aufregend, sodass ich auch schon eine halbe Stunde früher als geplant abgeben konnte.

Abends war ich zur Geburtstagsparty von Marita, einer polnischen Kollegin aus dem Spanischkurs, eingeladen um ihren 21.Geburtstag zu begießen, ähm ich meine natürlich um darauf anzustoßen :o) Erfreulicherweise kam auch Apturo, ein sehr sympathischer Franzose, ebenfalls mit mir im selben Sprachkurs, sodass ich mich hauptsächlich mit ihm unterhielt. Wir amüsierten uns köstlich über seine spanische Lieblingsphrase „Pero bueno“, da diese fast jeden zweiten Satz einleitete. Zuerst waren wir mit ungefähr 15 weiteren Studenten bei Marita zu Hause um nachher noch in die Stadt zu ziehen. Wir landeten in einer Salsa Bar namens Habana in der Nähe des Plaza Isabel La Católica. Zu guter Letzt spazierten wir noch in die Straße Pedro Antonio de Alarcón und gönnten uns noch ein Kepab und ein letztes Bier. Natürlich gibt es von diesem äußerst gelungenen und lustigen Abend auch Fotos.

Das Geburtstagskind

Apturo der Franzose

Bailar, bailar, bailar y bailar.

Welche genialer Blick! :o)

Im Habana mit Jacob (America), Daniel (wieder einmal der einzige Spanier) und Apturo.

24.11.2008 um 14:21 Uhr

Spanisch, Englisch, Deutsch, Ungarisch, ... was nun?, 24.11.08

In aller Früh ging es heute wieder auf zum Sprachkurs. Immer noch ist der Kurs sehr interessant und es ist irgendwie schade, dass dieser bereits in weniger als einem Monat abgeschlossen sein wird. Ich habe heute auch erfahren, dass die Abschlussprüfung voraussichtlich am 15.12.08 stattfinden wird, wobei Kursende erst der 19.12.08 ist.

Um 11:00 Uhr traf ich mich mit Guillem, Rafa, Ivan und Jose um der Professorin der Übung aus „ingeniería del software“, diese heißt übrigens Belén, einen Besuch in deren Büro abzustatten, da wir bezüglich der Übungen noch einige offenen Fragen hatten.

Um 12:00 Uhr sollten wir dann eigentlich eine Stunde Theorie zu eben dieser Vorlesung haben, wobei die entsprechende Professorin, María José, nicht auftauchte und plötzlich wieder Belén vor uns stand. Wir begaben uns in einen Übungssaal um anschließend keinerlei Anweisungen zu erhalten und nicht zu wissen was zu tun ist. Nun gut, während der Rest meiner Gruppe begann eine Übung einer anderen Vorlesung, welche sie heute abgeben musste, fertigzustellen, nutze ich diese Zeit um meine E-Mails abzufragen und erfreulicherweise viele neue Kommentare auf meinem Blog zu lesen.

Auch in der Vorlesung „comportamiento del consumidor“ wartete heute eine Überraschung auf uns: Anstatt die Vorlesung selbst abzuhalten, schickte der Professor heute einen Art Assistentin, welche noch sehr jung wirkt und selber noch Studentin sein könnte, den zu behandelnden Stoff jedoch nicht schlecht erklärte. Wobei es natürlich schwierig ist einen geübten Professor mit langjähriger Berufserfahrung zu ersetzen. Die morgige Vorlesung werden wir angeblich wieder mit dieser Assistentin verbringen, wobei wir darin die aktuelle Fallstudie besprechen werden. Beim letzten Mal hielt ich mich in dieser Diskussion ja noch eher etwas zurück. Morgen möchte ich jedoch versuchen auch darin Mitarbeitspunkte einzusammeln.

Nachdem ich am Abend noch im Fitnessstudio war, zogen wir, David und ich, gemeinsam mit Gábor los um diesen in den Genuss der granadinischen Tapas einzuweihen. Vom Poderio ins Itaka, weiter zur Madroñera und zu guter Letzt ins Voulez Vous, wo wir abschließend noch 2 Bier bzw. Jameson tranken. Um diesem kulinarisch ausgiebigem Abend noch die Krone aufzusetzen gönnten wir uns am Heimweg ein Kebap.

Ich habe mich sprachlich noch nie so verwirrt gefühlt wie an diesem Abend. Mit David sprach ich größtenteils Spanisch und gelegentlich auch Englisch, damit auch Gábor versteht worüber wir uns unterhalten. Zwischendurch brachten mir die Beiden wieder ungarische Wörter bei und als wäre das nicht schon genug kamen auch noch, wenn auch in geringerem Ausmaß, kurze deutsche Dialoge mit Gábor dazwischen, da dieser in der Schule mehrere Jahre in den Genuss meiner Muttersprache kam. So ergab es sich, dass ich Gábor beispielsweise immer wieder auf Spanisch ansprach oder David auf Deutsch – was in beiden Fällen nicht viel Sinn macht. Was mir rein sprach-technisch aber sehr gut gefallen hat, war zu sehen, dass ich automatisch ohne zu überlegen mit jedem auf Spanisch spreche, wie beispielsweise mit Gábor. Am Anfang dieses Semester musste ich stets überlegen um dann erst zu sprechen. Jetzt geht es mir dafür mit dem Englisch so, dass ich mich enorm konzentrieren muss um einen anständigen Satz über die Lippen zu bringen und zu vermeiden, dass jedes dritte Wort Spanisch ist. Zur Erreichung meines Primärziels, nämlich Spanisch zu lernen, erscheint mir dieser Umstand jedoch äußerst positiv. Pues, en this Sinne: ¡Good noches!

23.11.2008 um 00:35 Uhr

Ende eines genialen Roadtrips, 23.11.08

Nach dieser unvergesslichen Nacht konnten wir uns leider nicht wirklich entsprechend ausschlafen, das wir um 11:00 Uhr bereits das Zimmer räumen mussten. So quälten wir uns kurz vor 11:00 Uhr auf und da wir jetzt auch schon munter waren, spazierten wir nochmals ein wenig durchMadrid um nachzuholen, was sich gestern aufgrund des kleinen Zwischenfalls nicht mehr ausging.

Der Parque del Buen Retiro – eine enorme Grünfläche in Mitten der pulsierenden Metropole.

Neben unzähligen Statuen, Springbrunnen und Bäumen beherbergt der Park ebenso einen See.

Auf Wunsch der Ungaren schauten wir uns zu guter Letzt noch das Stadium von Real Madrid namens Estadio Santiago Bernabeu an. Für mich jetzt weniger interessant, aber ich bin ja nicht so. :o)

Madrid ist wirklich eine beeindruckende Stadt, wobei ich dort nicht leben wollte. Auch wenn die Stadt sauber und sehr, sehr schön ist, bevorzuge ich die etwas kleineren Varianten, wie zum Beispiel mein schönes, stilles Kufstein. :o)

Auf der Heimreise mussten wir zwei mal umkehren, da wir uns leicht verfahren hatten. Nichtsdestotrotz kamen wir nach ungefähr 4 Stunden Fahrt wieder in Granada an. Den restlichen Abend nutzte ich dann dazu um noch mit Nadja, welche ich jetzt 3 Tage nicht gehört habe, zu skypen und meinen Blog wieder zu füllen. Morgen geht es dann wieder auf die Universität – leider kann ich mich nicht durchgehend nur amüsieren.

22.11.2008 um 00:20 Uhr

Welcome to S E N S A T I O N, 22.11.08

David holte heute früh morgens Gabor vom Flughafen ab, während Geri und ich uns ausschliefen. Nachdem David mit Gabor im Hotel ankam, machten wir uns mit Kameras und unserem Stadtplan ausgestattet auf den Weg um Madrid zu erkundschaften und die wichtigsten touristischen Highlight zu besuchen.

Die Seitenansicht des Palacio Real, dem ehemaligen Sitz der spanischen Königsfamilie.

Und hier die Frontansicht.

Die direkt gegenüber gelegenen Kirche Nuestra Señora de la Almudena.

Leider bekam Geri während unseres Spaziergangs durch Madrid einen Anruf aus der Heimat, da sich irgendwelche Probleme bezüglich einer Veranstaltung in Ungarn, welche Geri und sein Bruder gerade planen, ergeben haben, welche sofort geregelt werden mussten. So saßen wir einen gute Stunde in einem Internet Café und sahen Geri beim Arbeiten zu.

Wieder im Hotel hielten wir eine kleine Siesta um uns für die Macro-Fiesta am heutigen Abend vorzubereiten. Wir schliefen ein Stündchen, kleideten uns danach komplett in Weiß und zogen zur Sensation los. Also ich weiß nicht was ich sagen soll: UNGLAUBLICH! Ich glaube, bevor ich hier des Langen und des Breiten versuche diese imposante Veranstaltung textuell zu beschreiben, um im Endeffekt nicht das ausdrücken zu können was ich will, lasse ich besser die Fotos dieses Abends sprechen.

Kein Ärztekongress, nein, die Sensation!
Der Zweite von rechts ist David's bester Freund Gabor.

Die Schärfe des Bildes lässt zwar zu wünschen übrig, aber ich glaube es ist

erkennbar wie viele Leute auf dieser Macro-Fiesta waren, oder?

Österreich-Ungarn wieder vereint! :o)

Riesige Bälle wurden in die Menge geworfen, welche die Partypeople durch die ganze Halle stupsten.

Best Friends

Die Dekoration war genauso beeindruckend wie aufwändig. Beispielsweise

schwebten riesige Qualen unter dem Dach der Halle.

21.11.2008 um 00:18 Uhr

Madrid wir kommen!, 21.11.08

Nachdem ich heute vom Sprachkurs nach Hause kam, berichtete mir David gute und schlechte Nachrichten bezüglich seines erwarteten Besuchs. Da Daniel, sein Bruder, mit keinem Dokument seine Identität nachweisen kann, ist es auch nicht möglich, dass ihm die ungarische Botschaft einen Ersatzausweis ausstellt, da Daniel sozusagen nicht existent ist. Oh mein Gott, wer hat bloß die Bürokratie erfunden? Jetzt wird Gabor morgen alleine Nach Madrid fliegen und Daniel muss wieder zurück nach Ungarn reisen. Mit diesem neuen Wissen bewaffnet, nahm ich Kontakt mit dem Hotel in Madrid auf um unsere Reservierung ändern zu lassen. Leider ließ sich die Reservierung für die heutige Nacht nicht mehr ändern, für morgen ist es jedoch möglich. So müssen wir in der ersten Nacht 5 Betten bezahlen, sind jedoch nur zu dritt, und morgen dann 4 für auch tatsächlich 4 Leute. Wir suchten noch einige Infos bezüglich sehenswerter Plätze und um ungefähr 14:00 Uhr waren wir dann endlich bereit zur Abfahrt.

Nach gut 3 Stunden Fahrt, kamen wir ohne große Probleme, in Madrid an und suchten zuerst unser Hotel. Madrid mit seinen 3,3 Millionen Einwohnern ist wirklich eine atemberaubende Stadt, speziell für einen Tiroler Buam aus dem Nestchen Kufstein. Auch Granada ist da im Vergleich mit rund 250 000 Einwohnern ein Dorf. Um uns in der Metropole zurecht zu finden, besorgten wir zuerst einen Stadtplan und fanden so unser Hotel recht schnell.

David und Geri direkt nach der Ankunft im Hotel.

Dann stand natürlich Vergnügen und Ausgehen am Plan. Wir zogen los und besorgten uns etwas zu trinken und natürlich Eiswürfel – nicht einmal David würde wärmen Jameson trinken :o) Nachdem wir aus dem kleinen, chinesischen Laden kamen, übersah ich eiskalt einen ungut platzierten Knie-hohen Stempen am Gehsteigrand und lief natürlich direkt mit dem Knie voraus dagegen. Geschockt zeigte ich 5 Sekunden lang keine Reaktion bis mir ein lautstarker Schmerzensschrei entwich. Außer, dass ich 5 Minuten brauchte bis der Schmerz nachließ um wieder gehen zu können, blieben im Nachhinein glücklicherweise keine nennenswerten Schäden. Eine ältere Dame meinte im Vorbeigehen, dass Alkohol helfen würde: Diesen Ratschlag befolgten wir zu Hause natürlich umgehend :o)

Nach ein, zwei Gläsern Jameson zogen wir los um in Madrid auszugehen. Effektiv waren wir dann den ganzen Abend in einer einzigen Bar, in der wir uns köstlichst amüsierten. Ich hatte beim Ausgehen schon lange nicht mehr so viel Spass! In der betreffenden Bar gab es eine Aktion, sodass man mit jedem bestellten Ron der Marke „Ron Barceló“ ein Geschenk bekam. Diese Aktion schöpften wir natürlich vollends aus um dann mit Halstüchern, T-Shirts, CDs, USB-Anschluss Verteilern und einer neuen Geldtasche für mich zurück ins Hotel marschierten. Nadja versucht ja schon seit ewigen Zeiten mit dazu zu überreden mir einen neue Geldtasche zu kaufen – bisher jedoch ohne Erfolg. Ich habe schon einmal erwähnt, dass, nachdem ich David diese Geschichte erzählte habe, er jetzt diese Aufgabe übernimmt und mich jedes Mal darauf aufmerksam macht, wenn es irgendwie Geldtaschen zu erwerben gibt. Deshalb hatten wir auch wieder den ärgsten Spass als wir sahen, dass man dort auch Geldtaschen bekommen kann. Von diesem lustigen Abend gibt es natürlich auch entsprechende Fotos :o)

Chicos, algún día vais a martarme con vuestro Whiskey!“

Ich beim Ausräumen der alten und Einräumen der neuen Geldtasche.

Sind wir nicht sexy mit unseren neuen multifunktionalen Kopf-, Hals- oder sonst was Tüchern?

Göttlicher Schnappschuss! :o) 

  

Geniale Frisur, oder?

David verständigt Nadja noch per SMS darüber, dass er es geschafft hat mich zu einer neuen Geldtasche zu überreden.

20.11.2008 um 23:29 Uhr

Anstrengend und leicht frustrierend, 20.11.08

Nach der gestrigen Standpauke in „ingenieria del software“ trafen wir uns heute bereits um 11:00 Uhr um unsere Übungen zu überarbeiten. Wir saßen zu fünft gute drei Stunden zusammen und brachten, wie ich meine, nicht gerade sehr viel weiter. Für mich war es auch enorm schwer mich einzubringen: Wenn vier spanische Studenten untereinander sprechen, geschieht dies in einem Tempo, welches für mein Niveau doch noch etwas hoch ist. Ich verstehe zwar sehr viel, jedoch bis ich mir dann überlegt habe was ich jetzt darauf sagen könnte bzw. wie ich formuliere was ich mir denke, sind die Anderen schon beim über-über-übernächsten Thema angelangt und meine Wortmeldung wurde somit obsolet. Wie es die Überschrift schon gut ausdrückt: Anstrengend und leicht frustrierend. Ivan zeigte sich zwar total nett und klopfte mir einmal auf die Schulter und meinte: „¡No hablas mucho, tío!“ und wollte mich somit animieren an der Diskussion teilzunehmen. Wie jedoch bereits beschrieben, mangelte es weniger an der Motivation als am Sprachtempo. Und natürlich wollte ich die Anderen auch nicht darum bitte langsamer zu sprechen, da wir ohnehin schon nur sehr schleppend voran kamen. Nächste Woche werden wir diese Reinigungsarbeiten an unseren Übungen noch fortsetzen müssen. Nach diesem nicht gerade motivierenden Treffen gönnte ich mir ein wohl verdientes Mittagessen in der Mensa der ETSIIT um anschließend sofort die nächste Vorlesung – „ofimática“ – anzutreten.

Wieder zu Hause angekommen schaffte ich es noch ein wenig zu Arbeiten. Vor unserem Madrid Roadtrip möchte ich noch so viel wie möglich abarbeiten um die kommenden drei Tage möglichst arbeitsfrei zu halten. Während ich noch die Zusammenfassung der Vorlesung „comportamiento del consumidor“ schrieb, fiel mir plötzlich ein, dass ich noch ein weißes T-Shirt brauche, da jenes, welches wir letzte Woche am Mercadillo kauften, doch ein wenig zu eng geraten ist. So machte ich mich um 21:30 Uhr noch schnell auf den Weg in ein mir bekanntes Kleidungsgeschäft, welches von Chinesen betrieben wird und somit entsprechend günstig ist. Glücklicherweise wurde ich auch schnell fündig und so steht nun der Sensation White in Madrid nichts mehr im Wege!

Morgen werden wir um die Mittagszeit abfahren um erst am Sonntag Abend wieder zurück nach Granada zu kommen. Eigentlich hätten heute Davids Bruder Dani und sein bester Freund Gabor ankommen sollen, jedoch sitzen die Beiden jetzt in Milano fest, da Dani's Personalausweis schon im Jänner abgelaufen ist und ihm somit die Weiterreise nach Spanien verweigert wurde. Vermutlich wird es jedoch möglich sein, dass Dani bereits morgen einen Ersatzausweis von der ungarischen Botschaft bekommt und wir somit unseren Plan aufrecht erhalten können. In diesem Fall würde wir die Beiden dann direkt in Madrid treffen. Mal sehen wie diese Geschichte noch ausgeht. Die Auflösung gibt es dann leider erst in 3 Tagen, da ich in Madrid vermutlich keine Möglichkeit zur Internetnutzung haben werde. Na dann liebe Leute, hören wir uns nächste Woche am Montag voraussichtlich wieder! Ich kann euch schon jetzt unzählige Fotos von Madrid und natürlich der Sensation White versprechen!

19.11.2008 um 22:56 Uhr

Brasilianische Nacht II, 19.11.08

Mittwoch – der genialste Tag in meinem Stundenplan: Sprachkurs von 08:30 bis 10:30 Uhr, dann ein riesiges Loch und anschließend von 19:00 bis 21:00 Uhr die Übung aus „ingeniería del software“. Das einzig Positive an diesem Tag ist, dass ich zwischen den Vorlesungen so viel Zeit habe, damit ich auch einmal unter der Woche dazu kommen mich um den Haushalt zu kümmern. So wusch ich auch heute wieder einen Schwung Wäsche und kehrte mein Zimmer. Es ist wirklich unvorstellbar wie viel Staub sich hier in kürzester Zeit entwickelt. Einerseits liegt das sicher am gefliesten Boden, auf dem der Staub schneller ins Auge sticht als auf einem Teppich, aber dennoch kommt mir vor als würde es hier generell schneller staubig als bei uns zu Hause.

Am Abend in der Übung meinte die entsprechende Vortragende durchdrehen und uns mitteilen zu müssen, dass durch die Bank nur schlechte Übungen abgegeben werden. Unter „österreichischen Bedingungen“ würde mich das natürlich interessieren, aber als Erasmus Student nehmen ich mir das Recht heraus mich unschuldig und verantwortungslos zu fühlen. Natürlich erledige ich die mir aufgetragenen Aufgaben stets gewissenhaft, aber auch nicht mehr. Es ist auch einmal richtig schön ein reines Arbeitstier, quasi eine Maschine, ohne Verantwortung zu sein. Aber keine Sorge, sobald ich wieder in meinem Gewohnte Umfeld agiere, wird sich das natürlich wieder ändern. Aber im Moment bedingen bestimmte Gegebenheiten nun mal entsprechende Umstände.

Nachdem ich der aufgebrachten Spanierin, – ich kann mir nicht vorstellen, dass soviel Stress im achten Monat einer Schwangerschaft unbedingt gesund ist – die immer schneller und schneller sprach, zwei Stunden gelauscht hatte, trat ich wieder die Heimreise an um mit David und Geri Fernando zur zweiten brasilianischen (Caipirinha) Nacht aufzusuchen. Fernando rief mich bereits vor einigen Tagen an und meinte ob wir den unterhaltsamen Abend von vor zwei Wochen nicht wiederholen sollten. Diese Angebot nach ich natürlich dankend an und so gibt es jetzt endlich wieder einmal Fotos:

18.11.2008 um 00:28 Uhr

Praktisch ein guter Tag, 18.11.08

Wie jeden Dienstag, fanden auch heute all meine Kurse am Nachmittag statt. So konnte ich mich mehr oder weniger gemütlich ausschlafen, wobei ein bis zwei Stunden mehr auch nicht geschadet hätten. Zuerst stand die praktische Einheit aus „ofimática“ am Programm, in welcher wir die zweite „prueba“, eine Art praktischen Mini-Test, des Semesters bestritten. Dabei konnte ich wieder 100% der gebotenen Punkte einfahren.

Noch während dieser Übung fiel mir ein, dass ich das Kursbuch für die Übung am Abend aus „informática de gestión“ zu Hause vergessen hatte. So musste ich die 1,5 Stunden zwischen „ofimática“ und „comportamiento del consumidor“ dazu nutzen um schnell nach Hause zu fahren. Das waren noch Zeiten, in denen man im Gymnasium oder auch noch in der FH einfach das Handy zückte um Mama freundlich darum zu bitten das Vergessenen vorbei zu bringen. Dafür, für die vielen Male, die mir meine Mutter stets bereitwillig eine Mappe, ein Federpenal oder das Netzteil meines Laptop nachgetragen hat: Vielen Dank, Mama!

Nun gut, wieder am Campus Cartuja angelangt, lauschte ich 2 Stunden Charakteristiken und Determinanten sozialer Schichten um anschließend – mit meinem Kursbuch in der Hand – die Übung aus „informática de gestión“ zu besuchen. Glücklicherweise konnte ich diese Übung, welcher wir bereits das letzte Mal begonnen hatten, schon nach weniger als der Hälfte der vorgesehenen 2 Stunden positiv abschließen und somit in eine verfrühten, jedoch wohlverdienten Feierabend übergehen. Am Heimweg legte ich mir einen neuen Wecker mit Leuchtanzeige der Uhrzeit zu da mein „Alter“ nach nur einem Monat unter ungesund klingenden Geräuschen und nach Verbranntem riechenden Dämpfen, Hannes würde einfach nur „brz“ dazu sagen :o), den Geist aufgab. Den Rest meines Feierabends nutze ich um ins Fitnessstudio zu gehen, kurz mit Nadja zu skypen und zu kochen.

Ach ja, was ich noch anmerken wollte: In den letzten Tagen ist das Wetter in Granada wieder wunderbar. Es ist zwar immer noch eher kalt, das wird sich vermutlich so schnell auch nicht wieder ändern, aber dafür hatten wir die letzten Tage stets blauen Himmel und Sonnenschein, sodass es direkt in der Sonne sogar angenehm warm ist. Und ja: Nachdem ich gestern erfahren habe, dass es in Tirol nächtens bereits weit unter Null Grad haben soll, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, dies hier anzubringen. :o) Mit irgendetwas muss ich mich ja schließlich trösten nicht zu Hause sein zu können ... ich vermisse dich, mein heilg'es Land Tirol!

17.11.2008 um 10:58 Uhr

Ein guter Wochenstart, 17.11.08

Der heutige Montag war gänzlich unspektakulär, aber das heißt, dass auch nichts negatives vorgefallen ist. :o) So besuchte ich früh Morgens den Sprachkurs, in welchem wir heute mit den direkten und indirekten Pronomen (lo, la, le) begonnen hatten. Wenn einem das einmal jemand ordentlich erklärt, ist dieses Grammatikkapitel wirklich nicht schwierig, wobei angeblich sogar die Spanier die Pronomen nicht immer richtig anwenden.

Danach traf ich mich wieder mit meiner Projektgruppe um die Arbeitspakete der letzten Woche zusammenzufügen. Die darauf folgende Vorlesung konnten wir wiederum dazu nutzen um für das Projekt zu arbeiten. So erstellen wir in phpmyadmin die Tabellen für unsere Datenbank.

Bevor ich wieder einmal den Campus wechselte, genehmigte ich mir als kleines Mittagessen eine Tostada entera con atún y queso in der Cafetería der ETSIIT. Der Kurs „comportamiento del consumidor“ verlief soweit auch gut, wobei wir zum Schluss, wider meinen verzweifelten Hoffnungen von gestern, doch noch Arbeit aufgehalst bekamen. Jedoch glücklicherweise nicht alles bis Anfang nächster Woche. So haben wir nun für den „caso práctico“ eine Woche und für die „lectura“ bis nächsten Freitag Zeit.

Zu Hause habe ich dann gleich ein bisschen angefangen die Fallstudie zu bearbeiten und glücklicherweise erscheint mir diese weniger aufwändig als die Letzte. Bezüglich des Umfangs der „lectura“ weiß ich leider noch nichts, diese wird im Verlauf es morgigen Tages online gestellt.

Nach einem erfolgreichen Vorlesungstag erledigte ich noch einige Einkäufe, kochte und skypte mit Nadja. Fleißig wie ich bin, wanderte ich um kurz nach 21:00 Uhr noch ins Fitnessstudio. Wieder zu Hause angekommen skypte ich nach einer Woche wieder einmal mit meiner Mutter und erfuhr die ein oder andere Neuigkeit aus der Heimat.

16.11.2008 um 22:47 Uhr

Ein arbeitsreicher Sonntag, 16.11.08

Wie wir es uns bereits gestern vorgenommen hatten, besuchten wir heute zum zweiten Mal den Mercadillo in der Nähe des Busbahnhofs um uns mit weißer Kleidung einzudecken. Nachdem wir eine gute Stunde marschiert waren – zusätzlich zu der Tatsache, dass der Mercadillo geografisch recht weit von unserer Wohnung entfernt ist, hatte wir uns auch noch leicht verlaufen – wurden wir am Markt dann relativ flott fündig. Ein weiße Jeans um € 15 und ein weißes T-Shirt um € 3 sollten für das nächste Wochenende ausreichen.

Wieder zu Hause probierten wir mit großer Spannung unsere neuen Kleider. Klarerweise lassen sich diese am Markt selber schlecht anprobieren. Mir passt meine Hose recht gut und auch bei David sollte diese für eine Nacht reichen. Nur mit den T-Shirts wird es sprichwörtlich eng. Bei mir spannt das T-Shirt schon leicht und ich werde mich eventuell die nächsten Tage noch einmal umsehen, ob ich nicht etwas angenehmeres finde. Im Fall von David habe ich mich, als er das T-Shirt überzog, schon gewundert, dass dieses nicht riss. Aber gut, bei einem Preis von € 3 ist nicht viel passiert.

Den restlichen Nachmittag verbrachte ich äußert produktiv mit einem Berg von Arbeit für die Universität. Wenn wir das ganze kommende Wochenende in Madrid verbringen, möchte ich so viel wie möglich voraus arbeiten um mir dann auch wirklich ohne schlechtes Gewissen 3 Tage uneingeschränkt frei nehmen zu können. Diesem Vorhaben bin ich heute ein sehr gutes Stück näher gekommen. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass wir in „comportamiento del consumidor“ morgen oder übermorgen nicht wieder eine praktische Übung aufgedrückt bekommen. Ansonsten muss ich irgendwie zusehen, diese noch vor Freitag zu erledigen. Natürlich wäre es mir lieber nicht mit diesem Stress konfrontiert zu werden – kommt Zeit, kommt Übung ... oder eben auch nicht. Na dann, gute Nacht!

15.11.2008 um 00:00 Uhr

Deutsche Sprache, schwere Sprache, 15.11.08

Nachdem ich mich heute wieder gut ausgeschlafen habe – Wochenende ist schon etwas schönes – hatte ich eigentlich vor für die Universität zu arbeiten. Jedoch ließ ich mich von allem Möglichen an Hausarbeiten ablenken: Plötzlich schien es sehr wichtig unter Anderem meine Bettwäsche zu waschen, den Müllberg in der Küche rauszubringen – gut das war wirklich an der Zeit – und mein Zimmer aufzuräumen.

Abends traf ich mich dann mit einer Spanierin namens Vicky, welche in diesem Semester begonnen hatte Deutsch zu lernen. David lernte sie bereits am Anfang des Semester kennen, als sie mitten in einem Gespräch zwischen Geri und David die beiden fragte, ob dieses Deutsch sprächen. Nun ja, Ungarisch mit Deutsch zu vertauschen deutet schon einmal darauf hin, dass Vicky noch nicht sehr lange Deutsch lernt. Jedoch meinte David er kenne einen Österreicher und gab ihr meine Nummer. Das war schon vor einigen Wochen. Heute trafen wir uns und gingen ein wenig einige Kapitel durch, welche Vicky noch großes Kopfzerbrechen bereiten. Es ist wirklich außerordentlich interessant zu beobachten, wie ein nicht Muttersprachler Deutsch lernt. Gleichsam ist es ebenfalls nicht einfach, die eigene Muttersprache grammatikalisch zu erklären und dem Lernenden Regeln zu präsentieren, welche in den meisten Fällen greifen. Beispielsweise lernte Vicky, dass der Infinitiv und der Imperativ der Höflichkeitsform identisch seien (z.B. schreiben – Schreiben Sie, bitte!). Okay, macht durchaus Sinn und wird vermutlich auch in den meisten Fällen stimmen, nur hat sich das schon jemals ein Muttersprachler in dieser Form überlegt? Also ich nicht.

Nach dieser, ich würde sagen durchaus erfolgreichen Nachhilfestunde, ich hoffe Vicky etwas geholfen zu haben, spazierte ich wieder gemütlich nach Hause und kam tatsächlich noch ein wenig dazu meinen eigentlichen Tagesvorsatz, nämlich zu arbeiten, in die Realität umzusetzen.

Dann werde ich mich jetzt langsam ins Bett begeben, da wir morgen relativ zeitig aufstehen wollen um wieder den Markt nahe der Busstation zu besuchen. Ich glaube es hier noch gar nie erwähnt zu haben, jedenfalls fahren wir nächstes Wochenende nach Madrid um an einer der größten Partys weit und breit teilzunehmen – der Sensation White. In Österreich findet eine ähnliche Veranstaltung in Kärnten, ich denke jährlich, statt und nennt sich Fête Blanche. Die Sensation White ist etwas ähnliches nur viel größer und alle Gäste erscheinen in weißer Kleidung. Geri hat mit seinem Bruder gemeinsam ein Event-Management Unternehmen und organisiert diese Veranstaltung in Ungarn. Klarerweise hat Geri somit auch Kontakte zu den spanischen Organisatoren und somit stehen wir für diese Veranstaltung, welche laut Geri circa 17.000 Leute erwartet, auf der VIP Liste. :o)

Da David und ich für diese Veranstaltung noch keine passende Garderobe haben, werden wir uns diesbezüglich morgen am Mercadillo umsehen.

14.11.2008 um 23:08 Uhr

Siesta española, 14.11.08

Heute hatte ich immer noch nicht die Gelegenheit meinen Schlafmangel vom Mittwoch aufzuholen, da ich um 08:30 Uhr wieder im Centro de Lenguas Modernas sein musste. So interessant der Sprachkurs auch ist, heute hätte ich mich lieber ausgeschlafen.

Wieder zu Hause kam ich dann ein wenig zum Arbeiten und gegen Mittag bereitete ich mir ein sehr gelungenes Essen. Es heißt doch: „Nach dem Essen sollst du ruh'n oder tausend Schritte tun.“ Da man nach einem guten Essen ohnehin automatisch etwas schläfrig wird, zumindest ist das bei mir meistens der Fall, fand ich den Zeitpunkt ausgezeichnet um nun etwas Schlaf nachzuholen. Und da ich zusätzlich noch in Spanien bin, ist so eine kleine Siesta nach dem Mittagessen auch nichts ungewöhnliches – immerhin muss ich mich ja entsprechend anpassen. :o)

Unangenehmerweise fiel dieser Siesta die Nachmittagsvorlesung aus „informática de gestión“ zum Opfer, wobei sich dieser Verlust unter genauerer Betrachtung der spannenden Inhalte der Vorlesung wohl verschmerzen lässt. Und wenn ich schon einmal an einer typischen Universität studiere, muss ich doch auch den Vorteil auskosten, selbst entscheiden zu dürfen, welche Vorlesungen für mich wichtig sind und welcher eher minder-prioritärer Natur sind, oder?

Nach meiner Siesta kam ich wieder ein gutes Stück in Hinblick auf meine akademischen Arbeiten voran – es wäre ja nicht so, dass ich hier nichts mache außer Tapas zu (fr)essen – und Abends ging ich dann noch ins Fitnessstudio.

Den Tag werde ich jetzt eher noch gemütlich ausklingen lassen, natürlich fänden wieder unzählige Fiestas und der Botellón statt, aber man muss ja auch als Erasmus Student nicht immer über die Stränge schlagen. :o)

13.11.2008 um 23:04 Uhr

Müde, aber Tapas müssen sein, 13.11.08

Nach der gestrigen Feier konnte ich mich heute zum Glück auch ausschlafen. Um dies zu bewerkstelligen beschloss ich die Vorlesung aus „ingeniería del software“ um 12:00 Uhr vorsichtshalber nicht zu besuchen, da die Professorin letzte Woche bereits die weniger spannenden Inhalte ankündigte, und so ging ich erst um 15:00 Uhr auf die Universität. Während der Vorlesung aus „ofimática“ war ich noch recht aufmerksam und auch kein bisschen müde.

Als ich um 18:30 Uhr wieder zu Hause war, heute musste ich leider unüblich lange auf den Bus warten, meldete sich die Müdigkeit wieder, gefolgt von grenzenloser Antriebslosigkeit. Ich versuchte zu arbeiten, eher mit minderem Erfolg, versuchte das Geschirr zu waschen, das bekam ich sogar ganz gut hin, und versuchte und versuchte. Irgendwie war ich sogar zu müde um zu schlafen. Wie bereits gestern abgemacht, raffte ich mich gegen 21:30 Uhr auf um mich mit Geri, Margareta (eine ebenfalls ungarische Studentin) und Coralie, der Bekannten von Jose, welche ich gestern kennen lernte, an der Puerta Real zu treffen. Wir marschierten in die Calle Elvira, in der sich sehr viele Bars jeglicher Gattung, Tapas, Copas oder Discotheken, befinden. Im Endeffekt waren wir nur in einer Bar, genossen dort ausgezeichnete Tapas und spazierten anschließend gemütlich wieder nach Hause. Anscheinend war ich wohl nicht der Einzige, der sich etwas ausgelaugt fühlte. :o)

12.11.2008 um 20:59 Uhr

¡Vivan las fiestas de Erasmus!, 12.11.08

Im Sprachkurs haben wir uns heute einen total lustigen und zu unserer Situation passenden Film – Una casa de locos – angesehen, welcher von einem Erasmus Aufenthalt eines Franzosen in Barcelona handelt. Auch für nicht Studenten sehr empfehlenswert!

Nachmittags traf ich mich dann mit Jose um die dritte Übung aus „ingeniería del software“ abzuschließen, wobei wir leider nicht ganz fertig wurden, da wir nur eine Stunde Zeit hatten. Um 15:30 Uhr hatte ich ein Telefoninterview mit der Firma Datacon bezüglich meines Berufspraktikums im nächsten Semester. Deshalb musste ich schon um 15:00 Uhr wieder gehen, Jose erklärte sich jedoch dazu bereit die restliche Arbeit zu übernehmen.

Das Interview war wesentlich kürzer als ich es mir vorgestellt hatte bzw. wie mir im Vorhinein angekündigt wurde. Ich rechnete mit ca. 45 Minuten, abgehandelt war das Ganze dann jedoch schon nach nicht ganz einer viertel Stunde. Ich weiß jetzt ungefähr, welche Projekte zur Zeit bei Datacon anstehen und wo ich ungefähr mitarbeiten könnte. Da mir jedoch bis jetzt die Firma Pirlo noch das beste Angebot gemacht hat, auch was die Entlohnung betrifft, denke ich dort mein Praktikum anzutreten. Aber das hat alles noch ein wenig Zeit.

Am Abend hatte ich dann noch die entsprechende Praxiseinheit zu jener Vorlesung, mit der ich mich heute Nachmittags schon mit Jose befasst hatte.

Danach ging es dann auf zu Geri, da eine seiner vier Mitbewohnerinnen heute Geburtstag hatte und aus diesem Anlass dort eine Party stieg. Auch Jose, gemeinsam mit einer Freundin namens Coralie aus der Schweiz, war mit von der Partie und war der einzige richtige Spanier auf dieser Party – ansonsten waren nur Erasmus-Studenten aus der ganzen Welt, beispielsweise sogar von der Elfenbeinküste, anwesend. Wir plauderten viel, tranken das ein oder andere Bier und amüsierten uns köstlich. Natürlich hatte ich auch meine Kamera dabei, um jetzt einige Impressionen dieser netten Feier zu präsentieren.

Jose, Coralie und ich (v.l.) :-p

Jose hat auf Fotos immer einen sehr genialen Grinser.

Bier oder Whisky? Das ist hier die Frage. 

Nochmal wir drei zusammen mit einem weiteren Ungarn, dessen Namen ich leider nicht mehr weiß.

Ich habe nix gemacht!“

Zum Ende der Party hin gab dann wie aus heiterem Himmel plötzlich der Stuhl unter mir nach. Dafür, dass ich zuerst gar nicht wusste wie mir geschah, sorgte ich zumindest für allgemeine Erheiterung.

 

11.11.2008 um 01:13 Uhr

Alles ruhig, 11.11.08

Vom heutigen Tag gibt es wahrlich wenig zu erzählen. Nachdem der Wecker schon seit 09:00 Uhr beharrlich alle 10 Minuten läutete und ich noch beharrlicher immer wieder die Snooze Taste drückte, stand ich dann um 10:00 Uhr doch auf. Als ich die Tür zu meinem Zimmer öffnete, stand David vor mir und imitierte die Bewegung des „Zum-Wecker-Greifens“ begleitet von immer wieder dem selben Wort: „Snooze! Snooze! Snooze! Snooze!“ So amüsierten wir uns bereits früh Morgens köstlich über meinen gescheiterten Versuch halbwegs früh aufzustehen.

Ich brachte es jedoch dann doch noch fertig mich zum Arbeiten zu motivieren. Wie bereits letzte Woche angekündigt, ließ ich die Übung aus „ofimática“ um 12:00 Uhr sausen, da ich mit der aktuellen Aufgabenstellung bereits fertig bin. Kurz bevor ich mich auf die Fakultät begab, kam David mit seinen Eltern nach Hause, welche gerade aus ihrem Hotel ausgecheckt hatten um heute wieder die Heimreise anzutreten. Dies traf sich natürlich sehr gut: So bekam ich noch die Gelegenheit mich von Judit und Janos zu verabschieden. Judit meinte, ich müsste sie unbedingt einmal in Debrecen, die Heimatstadt der Familie Kókai im Osten von Ungarn, besuchen kommen – ich denke diesem Vorschlag wirklich einmal nachkommen zu werden. Um 15:30 Uhr begab ich mich dann auf die Fakultät, wo ich meine Zeit bis 20:30 Uhr verbrachte um anschließend endlich ins Fitnessstudio zu gehen.

Als ich dann um kurz nach 22:00 Uhr endgültig wieder zu Hause ankam, zauberte ich mir 3 köstliche Speck-Toasts mit dem Vorrat den ich noch vom Besuch von Franzi und Hannes übrig habe. Wie immer verflogen die Abendstunden rapide, sodass ich jetzt schon wieder um 01:00 dasitze um diesen Blog Eintrag zu schreiben. Angesichts der Tatsache, dass ich morgen (oder heute) in aller Herrgotts-Früh wieder zum Sprachkurs erscheinen soll, werde ich mich jetzt dann doch in die Federn schmeißen. In diesem Sinne: ¡Buena(s) noche(s)! :o)

10.11.2008 um 22:42 Uhr

Zur Mitarbeit gezwungen, 10.11.08

Die Wochen in Granada vergehen zwar relativ schnell, wobei die Wochenende noch viel, viel schneller vergehen. So startete ich mit dem heutigen Montag wieder in eine arbeitsreiche Woche, welche mit dem Sprachkurs am frühen Morgen begann.

Anschließend traf ich mich mit meiner Projektgruppe aus „ingeniería del software“. Leider wurden wir heute nicht ganz fertig, so werde ich mich am Mittwoch noch einmal mit Jose treffen (müssen). Um 12:00 Uhr hatten wir dann gemeinsam eine sehr praxisorientierte Vorlesung aus „ingeniería del software“.

Anschließend verschlang ich in der Cafetería eine köstliche Tostada con atún y queso um wieder genug Energie für die folgende Vorlesung am Campus Cartuja zu haben. Dabei handelte es sich um „comportamiento de consumidor“. Ich habe schon vor 2 Wochen erzählt, dass wir eine Fallstudie bearbeiten mussten und diese dann in der Vorlesung besprachen, wobei ich mich mit Wortmeldungen noch eher zurückhielt. Diesen Vorsatz wollte ich eigentlich noch ein wenig beibehalten – das Schicksal hatte jedoch andere Pläne mit mir: Heute stellte der Professor eine Frage bzgl. Frühstücksgewohnheiten und wie so oft verlor sich der Vorlesungssaal für kurze Zeit in nervenzerreissender Stille. Exakt in diesem Moment schrie mein Handy lautstark auf und wollte mich darüber benachrichtigen, dass ich eine neue SMS bekommen habe. Dies interessierte mich in diesem Moment reichlich wenig und ich versuchte selbiges so schnell wie möglich abzuschalten. Ungut, wenn das Handy unbeharrlich weiter läutet bis man erst einmal die Tastensperre entriegelt hat. Nachdem ich den Störenfried zum Schweigen gebracht hatte, entschuldigte ich mich für die Störung und schon war der perfekte Einstiegspunkt zur Diskussion geschaffen. Freundlich entgegnete mir der Professor, dass nichts passiert sei und fragte mich im selben Atemzug woher ich denn käme und wie wir es gewohnt sind zu frühstücken. Im Nachhinein bin ich nun um diesen zuerst unangenehm scheinenden Vorfall nicht unglücklich, da ich anscheinend nur einen Tritt in den Hintern brauchte um meine Scham abzuschütteln und so konnte ich dem Professor durchaus eine brauchbare Antwort liefern. Nachdem das Eis gebrochen war nahm ich auch am Folgenden Unterricht noch eifrig Teil.

Im Vergleich zu vor 2 Wochen scheint mir, dass sich mein Spanisch jedoch auch schon wieder verbessert hat. Das fällt mir beispielsweise beim Bilden der Vergangenheit in den unterschiedlichen Zeiten (Perfecto, Indefinido, Imperfecto) beim Erzählen einer Geschichte oder eines Tagesablaufs enorm auf.

Bevor ich wieder nach Hause fuhr, ging ich noch schnell einige Kleinigkeiten einkaufen und bereitete mir anschließend ein einfaches, jedoch geniales Abendessen – Mexikanische Tortillas. ¡Qué rico!

09.11.2008 um 22:35 Uhr

„Granada-Ben“ wird 2 Monate alt, 09.11.08

Heute, auf den Tag genau, beginnt mein drittes Monat in Granada. Mittlerweile hat sich das Wetter zwar wieder einigermaßen beruhigt und es ist nun unterm Tag auch wieder ein bisschen wärmer, jedoch werde ich mit meiner leichten Herbstjacke nicht mehr lange auskommen. Morgens ist mir sogar jetzt schon eindeutig zu kalt. So besuchte ich heute einen Straßenmarkt nahe dem Busbahnhof, welcher aus vielen kleinen Ständchen besteht. Hier bekommt man hauptsächlich Kleidung, aber auch Obst, Schmuck und gerippte CDs und DVDs – und das zu echten Spottpreisen. Optimal für arme Studenten, welche neue Kleidung brauchen. So wanderte ich mit David, der mich begleitete, gemütlich durch diesen Markt und nach relativ langer Zeit fand ich eine Jacke, welche mich sofort ansprach. Angenehm warm, sportliches Design und scheinbar gute Qualität um unglaubliche € 10.-!!! Ich denke, dass ich für eine solche Jacke z.B. bei Hervis sicher über € 50.- hinblättern müsste. Die tatsächliche Qualität wird sich klarerweise erst nach einiger Zeit zeigen, aber zumindest für das halbe Jahr in Granada wird diese Jacke vollkommen ausreichen. Da es unglaublich witzig sein kann Fotos mit dem Selbstauslöser zu schießen, präsentiere ich hier nun meine neue Jacke (nicht zu viel auf das Modell schauen, es geht um die Jacke! :-)

Gegen Mittag brachen wir dann mit einem Mietauto zusammen mit Davids Eltern, Judit und Janos, auf in die Sierra Nevada. Zu David's Eltern kann ich leider nicht viel sagen, da diese lediglich Ungarisch sprechen, aber sie wirken sehr sympathisch. Über eine sehr gut befahrbare Straße lenkte David den gemieteten Ford bis auf über 2000 m Seehöhe, wo ich mich dann fast wie zu Hause fühlte. Warum zeigen die folgenden Fotos:

Nach diesem, für einen Tiroler zwar nicht derart beeindruckenden, aber dennoch schönen Ausflug, kamen wir am späteren Nachmittag wieder zu Hause an und ich widmete mich noch ein wenig der Arbeit, wobei ich schon sehr müde war und dann auch schon um 21:00 Uhr schlafen ging. Bisher kann ich die Tage, an denen ich mich in Spanien vor 00:00 Uhr schlafen legte, noch an einer Hand abzählen. :o)

08.11.2008 um 16:40 Uhr

Ein kurzer Tag, 08.11.08

Angesichts der Tatsache, dass ich gestern, oder besser gesagt heute, recht später, oder eher früh, nach Hause kam, schlief ich heute entsprechend lange. Um 16:00 Uhr stand ich auf um etwas zu arbeiten und mit Mum zu skypen. Gerade als Nadja online gekommen wäre, musste ich leider schon wieder los, da ich mich noch mit Fernando und Lucia verabredet hatte um Tapas essen zu gehen. Erstmals suchten wir die Tapas Bars nähe dem Plaza de Toros auf und wurden auch fündig. Am Rückweg, fanden wir noch eine Bar, in der heute Caipirinha Night herrschte. Um an den gestrigen Abend nahtlos anzuknüpfen genehmigten wir uns somit noch eine Caipirinha um günstige € 4,00 bevor wir gemütlich wieder nach Hause spazierten und noch ein Abschiedsfoto machten.