Spanisch, Englisch, Deutsch, Ungarisch, ... was nun?, 24.11.08
In aller Früh ging es heute wieder auf zum Sprachkurs. Immer noch ist der Kurs sehr interessant und es ist irgendwie schade, dass dieser bereits in weniger als einem Monat abgeschlossen sein wird. Ich habe heute auch erfahren, dass die Abschlussprüfung voraussichtlich am 15.12.08 stattfinden wird, wobei Kursende erst der 19.12.08 ist.
Um 11:00 Uhr traf ich mich mit Guillem, Rafa, Ivan und Jose um der Professorin der Übung aus „ingeniería del software“, diese heißt übrigens Belén, einen Besuch in deren Büro abzustatten, da wir bezüglich der Übungen noch einige offenen Fragen hatten.
Um 12:00 Uhr sollten wir dann eigentlich eine Stunde Theorie zu eben dieser Vorlesung haben, wobei die entsprechende Professorin, María José, nicht auftauchte und plötzlich wieder Belén vor uns stand. Wir begaben uns in einen Übungssaal um anschließend keinerlei Anweisungen zu erhalten und nicht zu wissen was zu tun ist. Nun gut, während der Rest meiner Gruppe begann eine Übung einer anderen Vorlesung, welche sie heute abgeben musste, fertigzustellen, nutze ich diese Zeit um meine E-Mails abzufragen und erfreulicherweise viele neue Kommentare auf meinem Blog zu lesen.
Auch in der Vorlesung „comportamiento del consumidor“ wartete heute eine Überraschung auf uns: Anstatt die Vorlesung selbst abzuhalten, schickte der Professor heute einen Art Assistentin, welche noch sehr jung wirkt und selber noch Studentin sein könnte, den zu behandelnden Stoff jedoch nicht schlecht erklärte. Wobei es natürlich schwierig ist einen geübten Professor mit langjähriger Berufserfahrung zu ersetzen. Die morgige Vorlesung werden wir angeblich wieder mit dieser Assistentin verbringen, wobei wir darin die aktuelle Fallstudie besprechen werden. Beim letzten Mal hielt ich mich in dieser Diskussion ja noch eher etwas zurück. Morgen möchte ich jedoch versuchen auch darin Mitarbeitspunkte einzusammeln.
Nachdem ich am Abend noch im Fitnessstudio war, zogen wir, David und ich, gemeinsam mit Gábor los um diesen in den Genuss der granadinischen Tapas einzuweihen. Vom Poderio ins Itaka, weiter zur Madroñera und zu guter Letzt ins Voulez Vous, wo wir abschließend noch 2 Bier bzw. Jameson tranken. Um diesem kulinarisch ausgiebigem Abend noch die Krone aufzusetzen gönnten wir uns am Heimweg ein Kebap.
Ich habe mich sprachlich noch nie so verwirrt gefühlt wie an diesem Abend. Mit David sprach ich größtenteils Spanisch und gelegentlich auch Englisch, damit auch Gábor versteht worüber wir uns unterhalten. Zwischendurch brachten mir die Beiden wieder ungarische Wörter bei und als wäre das nicht schon genug kamen auch noch, wenn auch in geringerem Ausmaß, kurze deutsche Dialoge mit Gábor dazwischen, da dieser in der Schule mehrere Jahre in den Genuss meiner Muttersprache kam. So ergab es sich, dass ich Gábor beispielsweise immer wieder auf Spanisch ansprach oder David auf Deutsch – was in beiden Fällen nicht viel Sinn macht. Was mir rein sprach-technisch aber sehr gut gefallen hat, war zu sehen, dass ich automatisch ohne zu überlegen mit jedem auf Spanisch spreche, wie beispielsweise mit Gábor. Am Anfang dieses Semester musste ich stets überlegen um dann erst zu sprechen. Jetzt geht es mir dafür mit dem Englisch so, dass ich mich enorm konzentrieren muss um einen anständigen Satz über die Lippen zu bringen und zu vermeiden, dass jedes dritte Wort Spanisch ist. Zur Erreichung meines Primärziels, nämlich Spanisch zu lernen, erscheint mir dieser Umstand jedoch äußerst positiv. Pues, en this Sinne: ¡Good noches!

Wenn das so weitergeht, wirst du dann halt wahrscheinlich nach Hause kommen und dieses andalusische Englisch sprechen, das du in einem Eintrag einmal erwähnt hast und das dort halt alle sprechen. Oder Deutsch mit ungarischem Akzent. Und dann auch noch lange Haare zur Lederhosn. No, des kann ja wos werdn. >>:-)
Saludos,
Dad
Liebe greets e un baccio
yours novia nadja