Hey, da bin ich wieder.
Eine lange Abstinenz, da gibt es sicherlich fleißigere Schreiber als mich. Aber das ist ja auch kein Wettkampf - auch wenn das manche vielleicht so sehen.
Wer hat die traurigste, coolste, ungewöhnlichste, spannenste oder fesselnste Geschichte auf Lager!? Da findet man zum Teil ja schon ganz skurrile Sachen. Ich weiß es nicht, aber bei mir tut sich außer den allgegenwärtigen Problemen mit Mr. A nichts wirklich erzählenswertes. Erzählenswert vielleicht schon - lesenswert wohl eher weniger. ^^
Aber das macht ja nichts. Wie ich am Anfang bemerkte, sollten viele Leute ihre Probleme ja lieber in ein privates Tagebuch schreiben und darüber nachdenken anstatt sie vor der ganzen Welt auszubreiten - jetzt habe ich mittlerweile begriffen, dass das überhaupt nichts macht, wenn man solche Dinge ins Internet stellt, denn das liest - bei der Fülle an Blogangeboten - wohl keiner. Die meisten Menschen nutzen das Blogangebot ja eher, um von sich und ihren Erlebnissen zu erzählen, nicht um andere uninteressante, zum Teil vermutlich erfundene Dinge zu lesen. ^^
Zumindest geht es mir so. Ich lese jetzt nur mehr sehr selten die Blogs von anderen Menschen, denn sie laufen immer nach dem gleichen Schema ab. (Meiner ist da vermutlich auch nicht ausgenommen ^^)
1. Der Blogschreiber stellt sich vor, will sich so interessant wie möglich machen. Vielleicht sind Sätze dabei wie, ach-ich-bin-ja-ein-totaler-Heidi-Klum-Verschnitt-aber-ich-krieg-einfach-keinen-Kerl-ab oder man schwärmt vom neuen Leben im afrikanischen Busch (dabei sitzt der Schreiber drei Straßen weiter im selben verregneten mitteleuropäischen Kaff wie man selbst ^^).
2. Der Blogschreiber stellt ein paar Personen (ob erfunden oder real sei einmal dahingestellt ^^) aus seinem (?) Leben vor und bringt dem Leser ein paar der Eigenschaften dieser Personen näher, bis der Leser glaubt/glauben soll, sich bestens im Alltag des Blogschreibers auszukennen.
3. Dann kommts hart auf hart. Der Blogschreiber erfindet ein paar rührselige Geschichten über sich, seine Verflossenen oder seinen Job. Tut so als wäre er Alkoholiker, Drogenjunkie oder eh kurz vom Sprung von der Brücke - und wartet auf rührende und mitleidige Kommentare der Leser. ^^
4. Doch das interessiert kein Schwein und der Blogschreiber verschwindet wieder in der Versenkung, um wo anders seine Kreativität ausleben zu können. ;-)
Oh ja, das Bloggeschäft ist ein hartes. Nur die Stärksten kommen da durch! ^^
Dieses Resümee ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, aber ich habe schon des öfteren diese Erfahrungen gemacht. Sowas gibts wirklich - ohne, dass ich irgendeinen fleißigen Blogschreiber hier angreifen will.
Dankeschön.