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Also, eines gleich vorweg: wer Kopfweh hat, sollte sich den Film bittschön nicht anschauen. Die erste Hälfte ist derartig verwirrend, dass einem der Schädel raucht.
Hugh Jackman und Christian Bale als Gegenspieler? Hätte man da nicht unterschiedlichere Schauspieler nehmen können - manchmal musste ich schon zwei Mal hinschauen, um zu erkennen, wer jetzt wer ist.
Der Film beginnt also in der Gegenwart (nein, die erste Einstellung zeigt ein Bild aus der Vergangenheit), wo Christian Bale das Tagebuch des Hugh Jackman liest, der darin beschreibt, dass er das Tagebuch von Christian Bale liest. Und damit gibt es drei Erzählstränge, die zwischen den zwei Vergangenheiten und der Gegenwart hin und her pendelt. Ja, da sollte man schon gut aufpassen, sonst verliert man den Faden.
Eigentlich hätt ich mir mehr erwartet. Trotzdem ist es kein schlechtes Kino. So gilt es, auf die DVD-Veröffentlichung zu warten und zu hoffen, dass Christopher Nolan (Regisseur und Drehbuchautor) einen Audiokommentar spricht. Erst dann werden sich die vielen kleineren und größeren Anspielungen und Querverweise auflösen. Und davon gibt's eine Menge! Deshalb das vierte Sternchen in Klammer gesetzt.
Der KOMMENTAR beinhaltet einen SPOILER!
Jerry Bruckheimer & Tony Scott!
Mehr muss man wohl nicht wissen. Aber ein Actionspektakel ist es deshalb noch lange nicht. Weil es eine durchaus nachvollziebare und halbwegs vernünftige Handlung gibt, die auf übertriebene und konstruierte Actioneinlagen verzichten kann. Auch ein Herr Bruckheimer wird mit der Zeit bescheidener.
Was vor allem gut gefällt ist die Spannung (kann das Verbrechen, obwohl bereits geschehen, verhindert werden?) und die visuelle Umsetzung. Denzel Washington agiert, wie gewohnt, routiniert und sympathisch.
Kurzweiliges Filmkomödchen über Herz und Schmerz, Freude und Leid. Am Happy Ende sind alle rundum zufrieden und verliebt und glücklich. Der beste Film für einen netten Abend.
Zwei Dinge heben den Film über den Durchschnitt:
zum Einen Kate Winslet und Jake Black, deren Chemie perfekt passt. Solche Liebespaar wünschte man sich mehr. Sie wirken ungekünstelt, authentisch. Während Cameron Diaz und Jude Law ihre "wir haben uns gefunden und obwohl es nicht leicht sein wird, werden wir es schaffen, weil wir uns so sehr lieben"-Beziehungsanbahnung nach bewährtem Schema abspulen. Vielleicht liegt's auch daran, dass ich von Frau Diaz nicht viel halte. Oder ist es das Drehbuch, das hier den beiden eine schmalzigere, kitschigere Rolle auf den schauspielernden Leib schrieb?
zum Anderen Eli Wallach, der mit 91 Jahren (kann's nicht glauben) noch immer für eine kurze, sogar ergreifende Rolle gut ist. Famos!
Intensives, beeindruckendes Kino.
Realistisch bis zur letzten Minute.
Authentisch in jeder Szene des Films.
Eine filmische Tour de force zwischen Marokko, Mexiko und Tokyo. Keine leichte Kost. Ja, immer ist es die Sprachlosigkeit, die zur Verständnis- losigkeit führt. Und wer nicht verstanden wird, muss andere Mittel und Möglichkeiten wählen, um sich Gehör zu verschaffen. Gewalt ist eine. Sexualität die andere.
Von Regisseur Inarritu gibt es noch Amores Perros und 21 Grams zu sehen. Genauso beeindruckend. Genauso empfehlenswert!
Bond ist im neuen Jahrtausend angekommen: realistischer, brutaler, härter, zynischer, böser, tougher. Charme, Understatement, englische Noblesse, Stil sind nur im Ansatz erkennbar (siehe Aston Martin - das schick designte Bond-Auto ist zum Niederknien schön - wenig später nur noch ein Schrotthaufen) .
Daniel Craigs Bond verhält sich zu jenem eines Pierce Brosnan wie B52 zu Wodka Martini (gerührt?). Damit ist alles gesagt, oder?
Hm?! Die ersten zwanzig Minuten sind gute Komödie, danach wird es seicht und zu guter Letzt auch noch moralisch.
Also, Weib, bleib bei deinem Manne, mach keine Karriere ("Die Dunkle Seite der Macht") und komm bitte gleich ins Bett. Schauderhaft. Andererseits ...
Ja, so muss Kino aussehen. Perfekte Geschichte (über die Jugend, das Alter, die Wünsche und all die Sehnsüchte, die in einem schlummern oder ausbrechen)!
Und die SchauspielerInnen? Genial sympathisch und perfekt besetzt. Ach, gäb's nur mehr solcher Filme, die Welte wäre vermutlich eine bessere (oder wenigstens: eine unterhaltsamere). Und warum bringen es fast mmer nur die Franzosen zu Wege, ha?
Eine unbedingte Empfehlung!
"The Wild Bunch" goes Tusi Hark. Nicht schlecht gemacht, aber auch nicht so herausragend,
dass einem der Mund offen bliebe. Gute Action-Unterhaltung ist aber in jedem Fall garantiert.
[der Beginn des Filmes lässt einen auf mehr hoffen].