Alboom-News

17.02.2008 um 22:04 Uhr

Kosovo zu einem "freien und unabhängigen Staat" erklärt

von: coco23

"Historischer Moment"

Die mehrheitlich von Albanern bewohnte südserbische Provinz Kosovo hat seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt.

Das Parlament in Pristina nahm am Sonntagnachmittag einstimmig die von Regierungschef Hashim Thaci verlesene Unabhängigkeitserklärung per Akklamation an. "Wir erklären das Kosovo zu einem freien und unabhängigen Staat", heißt es darin.

Noch am Sonntag trat der UNO-Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Das wurde zuvor von Serbien und Russland, den beiden schärfsten Gegnern des neuen Staates beantragt.

 

Neue Flagge enthüllt

Kurz nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo ist im Parlament von Pristina die neue Flagge des Landes enthüllt worden. Auf dunkelblauem Grund sind in gelber Linienführung die Umrisse des Landes zu sehen. Zusätzlich zeigt die Flagge sechs Sterne.

Die neue Flagge

"Das ist die neue Flagge des jüngsten Staates der Welt", sagte Parlamentspräsident Jakup Krasniqi unter dem Jubel der Abgeordneten. Bisher hatten die Kosovo-Albaner in ihrem Kampf gegen die serbische Vorherrschaft die albanische Flagge getragen, die auf rotem Grund einen schwarzen Adler zeigt.

 

 

"Lange gewartet"


"Auf diesen Tag haben wir so lange gewartet", sagte zuvor Thaci den Abgeordneten. "Wir verneigen uns vor denen, die sich für die Unabhängigkeit geopfert haben", erklärte Thaci mit Blick auf die Toten des Bürgerkriegs zwischen Albanern und Serben in den Jahren 1998 und 1999.

"Das ist ein historischer Moment, um das Leben aller Bürger dieses Landes zu verbessern, ungeachtet ihrer ethnischen Zugehörigkeit. Das Volk des Kosovo war noch nie so einig", betonte der frühere Rebellenführer und Chef der Demokratischen Partei des Kosovo (PDK) einer Übersetzung des US-Nachrichtensenders CNN zufolge.

 

 

"Gute Beziehungen zu Serbien" angestrebt


Sein Land werde alle Auflagen für einen weitgehenden Schutz der serbischen Minderheit erfüllen und weiter mit den Vereinten Nationen und der EU zusammenarbeiten.

"Wir wollen die volle Mitgliedschaft in der EU", so Thaci der zudem an die NATO appellierte, die 17.000 Soldaten umfassende internationale Schutztruppe KFOR im Kosovo zu belassen.

Thaci betonte, dass die Unabhängigkeit auf Grundlage des Plans einer "überwachten Unabhängigkeit" von UNO-Vermittler Martti Ahtisaari umgesetzt werde. Die künftige EU-Mission EULEX werde bei der Umsetzung des Plans helfen, sagte er. "Kosovo wird sein Äußerstes tun, um gute Beziehungen mit Serbien zu haben", unterstrich Thaci.

 

 

Zehntausende Albaner in Jubelstimmung

 

Zehntausende Albaner feierten im Zentrum von Pristina ihren neuen Staat. Die Menschen tanzten in den Straßen, schwenkten albanische, amerikanische und europäische Fahnen und begrüßten mit Transparenten die Unabhängigkeit.

Auf dem Hauptplatz "Mutter Theresa" waren Transparente mit Aufschriften wie "Frohe Unabhängigkeit!", "USA, EU, NATO, danke, dass Ihr Wort gehalten habt!" und "Kosovo heißt seine Zukunft willkommen" zu sehen.

 

 

Explosion in geteilter Stadt Kosovska Mitrovica


Wenige Stunden nach der Unabhängigkeitserklärung erschütterte eine Explosion die zwischen Albanern und Serben geteilte Stadt Kosovska Mitrovica im Norden des Landes. Wie die Polizei der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, ereignete sich die Explosion in der Nähe eines UNO-Gerichts. In der Gegend wird auch die EU-Mission ihren Sitz haben.

Kosovska Mitrovica ist eine Hochburg der serbischen Minderheit des Kosovo. Die Stadt ist zwischen den ethnischen Gruppen geteilt: Im Norden der Stadt leben 20.000 Serben und im Süden 80.000 Albaner.

 

 

Handgreiflichkeiten an Grenze


Mehrere Hundert serbische Veteranen des Kosovo-Krieges von 1999 blockierten unterdessen den Grenzübergang Merdare zum Kosovo.

Sie protestieren gegen die Unabhängigkeit des Landes, berichteten die Belgrader Medien. Zuvor durchbrachen sie eine Kette der serbischen Polizei, wurden aber von der kosovarischen Sicherheitskräften am Überqueren der Grenze gehindert.

Dabei kam es nach den Berichten zu Handgreiflichkeiten zwischen den Veteranen und der Kosovo-Polizei.

 

 

KFOR verstärkte Truppenpräsenz


Die NATO-Truppe KFOR verstärkte bereits im Vorfeld seine Truppenpräsenz im Norden des Kosovo, wo besonders viele Serben wohnen. In der geteilten Stadt Mitrovica wurden Barrikaden und Stacheldrahtverhaue bereitgestellt, um Auseinandersetzungen zwischen Serben und Albanern zu verhindern.

 

 

EU schickt 1.800 Beamte


In Brüssel wurde am Samstag die sogenannte EULEX-Mission im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Die Mission soll aus 1.800 Beamten bestehen, darunter Polizisten, Richter, Staatsanwälte, Zöllner, Justizvollzugsbeamte und Verwaltungsexperten.

EULEX soll den Aufbau rechtsstaatlicher Institutionen im Kosovo unterstützen. Die EU-Außenminister wollten am Montag über eine gemeinsame Haltung zu einem unabhängigen Kosovo beraten. Dabei erwarteten Diplomaten "kontroverse Diskussionen", weil einige Staaten wie Zypern, die Slowakei oder Rumänien gegen die einseitige Abtrennung der Region von Serbien sind.

http://orf.at/080217-21888/index.html 

 

 

 

11.01.2008 um 16:20 Uhr

FBI verschlampt Abhör-Rechnungen

von: coco23

Wegen unbezahlter Rechnungen sind der US-Bundespolizei FBI mehrfach Abhörleitungen gekappt worden. Ein Untersuchungsbericht des Justizministeriums wirft dem FBI zahlreiche Versäumnisse bei der Handhabe seiner Zahlungssysteme vor.

FBI


Bei der Bezahlung von Abhöreinrichtungen habe es eklatante Fälle von Fehlorganisation gegeben, hieß es in einem am Donnerstag in Washington veröffentlichten Bericht des dem Justizministerium unterstellten Prüfers Glenn Fine. Misswirtschaft habe zu verzögerter Bezahlung der Rechnungen geführt. Daraufhin hätten Telefonfirmen die Abhörvorrichtungen vielfach einfach abgeklemmt.

Säumige Agenten
Von fast tausend Zahlungen in fünf FBI-Büros, die im Rahmen der Kriminalitäts- und Terrorismusbekämpfung Abhöranlagen betrieben, sei mehr als die Hälfte zu spät getätigt worden, ergab der Bericht.

Die Telefonfirmen hätten wegen der verzögerten Zahlungen in mehreren Fällen die Abhörvorrichtungen abgestellt, was zu Verlusten von Beweismaterial geführt habe. Das habe auch eine Ermittlung betroffen, die auf Antrag eines ausländischen Geheimdienstes durchgeführt worden sei.

Ursache der Pannen ist dem Bericht zufolge ein veraltetes Zahlungssystem, bei dem Gelder für geheime Ermittlungen zur Tarnung über zwischengeschaltete, schlecht organisierte Abteilungen geflossen seien.

Gelder veruntreut
Die Misswirtschaft beim FBI nutzte laut dem Bericht auch eine Telekommunikationsspezialistin aus, um gut 25.000 Dollar zu veruntreuen. Dafür war sie im Juni vor Gericht verurteilt worden. Die Prüfung dieses Falls hatte dann allgemeine Missstände zutage gebracht.

FBI-Vizedirektor John Miller sagte, das Abschalten der Abhörgeräte sei nur vorübergehend gewesen und ohne Folgen geblieben. Er kündigte aber eine baldige Überarbeitung der Zahlungssysteme seiner Behörde an.

http://futurezone.orf.at/it/stories/248876/

24.12.2007 um 00:24 Uhr

Tony Blair ist jetzt katholisch

von: coco23

Der früherer britischer Premierminister Tony Blair ist zur katholischen Kirche übergetreten. Britische Medien berichteten am Samstag, Blair sei am Freitagabend im Rahmen einer Privatmesse mit dem Erzbischof von Westminster, Kardinal Cormac Murphy-O'Connor, in die katholische Kirche aufgenommen worden.

Die Weihnachtskarte der Blairs

Ein Sprecher Blairs bestätigte die Berichte, wollte sich aber ebenso wenig zu dieser „Privatangelegenheit“ äußern wie die britische Regierung.

Kürzlich hatte der 54 Jahre alte Sonderbeauftragte des sogenannten Nahost-Quartetts bekannt, dass sein Glaube an Gott einen großen Einfluss auf seine Politik gehabt habe.

Jetzt ist die ganze Familie katholisch

Schon länger gab es Gerüchte, dass Blair konvertieren wolle. Seine Frau Cherie ist katholisch; auch ihre vier Kinder ließen die Blairs katholisch taufen. 2003 empfing Blair bei einer Papst-Audienz die Kommunion, im Juni 2007 führte ihn eine seiner letzten Reisen als Premierminister in den Vatikan, wo er auch mit Papst Benedikt XVI. sprach.

Es heißt, dass Blair aus Respekt vor seinem Amt als Premierminister zuvor von einem Übertritt abgesehen habe.

Das britische Recht schreibt für den Regierungschef nicht die Zugehörigkeit zur anglikanischen Staatskirche vor. Allerdings macht der Premierminister der Königin Vorschläge zur Ernennung anglikanischer Bischöfe. In Großbritannien hat es seit mehr als 400 Jahren keinen katholischen Regierungschef gegeben.

http://www.faz.net/s/Rub501F42F1AA064C4CB17DF1C38AC00196/Doc~E429AD8DE672841C5B6A9DD72D54D4F5B~ATpl~Ecommon~Scontent.html

03.12.2007 um 13:42 Uhr

Wie man einen Leserbrief verfasst

von: coco23

Der Leserbrief

 

Leserbriefe sind oft die meist gelesenen Artikel einer Zeitung. Sie sind ein schnelles und effizientes Mittel, um eine Meinung einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Man geht davon aus, dass ein Leserbrief für einen großen Teil der Bevölkerung spricht.

 

Leserbriefe können Probleme aufzeigen und manchmal auch viele Leser von einer Sache überzeugen. Sie können auch dazu dienen, Fakten zu korrigieren oder zu erklären, bestimmte Politiken zu unterstützen oder abzulehnen.

Leserbriefe erzielen ein starkes Ergebnis – für einen verhältnismäßig geringen Zeitaufwand.

 

Neben Leserbriefen ist es auch wichtig, Journalisten auf einer persönlichen Basis zu schreiben und ihnen entweder zu einem aus christlicher Sicht gelungenen Artikel zu gratulieren oder auf freundliche Art eine gegenteilige Meinung mitzuteilen oder auf offensichtliche Fehler hinzuweisen.

 

 

Wie man einen Leserbrief verfasst

 

Rasch reagieren!

Zeitungen veröffentlichen selten Leserbriefe zu Themen, die nicht mehr aktuell sind. Sich auf einen gerade erschienenen Beitrag zu beziehen, erhöht die Chancen der Veröffentlichung des Leserbriefs.

 

Kurz halten!

Sehen Sie sich andere Leserbriefe an, um eine passende Länge für die jeweilige Zeitung abzuschätzen. Wenn der Leserbrief zu lang ist, kürzt die Redaktion Teile weg, die sie für unwichtiger hält. Auch werden kürzere Leserbriefe eher gelesen als lange!

 

Klare Struktur verwenden!

Zuerst: Worauf man sich bezieht. Dann: Worin man übereinstimmt. Dann: Worin man abweicht und warum.

 

Genau sein!

Man sollte sich wenn möglich auf einen bestimmten Zeitungs- oder Leitartikel (mit Datum und Titel) beziehen und klar ausdrücken, worauf man abzielt: “Ich widerspreche Abgeordnetem Soundso in seiner Position in dieser oder jener Sache, weil…“

 

Fokussiert bleiben!

Die eigene Position so kurz und bündig wie möglich halten, ohne notwendige Details wegzulassen. Zu lange Sätze und Umschweifen lassen den Leser schnell das Interesse verlieren. Bei einem Punkt oder Thema bleiben!

 

Annehmbare Argumente verwenden!

Die Leserschaft beim Überlegen der Argumente immer vor Augen haben! Bei einem nicht-christlichen oder gemischten Publikum sollten keine Glaubensargumente sondern Vernunft- und Erfahrungswerte gebracht werden. Auch sollten schon dargelegte Sichtweisen nicht einfach wiederholt werden. Leser wollen kurze, einsichtige Gedanken und neue Perspektiven.

 

Einen ansprechenden Anfang wählen!

Ein interessanter Titel und erster Satz werden die Aufmerksamkeit von Lesern auf sich ziehen, die die Zeitung nur durchblättern.

 

Persönlicher Ansatzpunkt

Leser sind oft mehr an Themen interessiert, wenn diese ihr Leben und ihre Umgebung bewegen. Eine persönliche Note („Das betrifft mich insofern, als…“) verleiht zudem Glaubwürdigkeit.

 

Wenn möglich, humorvoll sein!

Wenn das Thema es erlaubt, ist Humor oder sogar Ironie von Vorteil. Was den Leser zum Schmunzeln bringt, erleichtert die Akzeptanz.

 

Nichts voraussetzen!

Gehen Sie nicht davon aus, dass die Leser über das Thema Bescheid wissen. Oft ist es gut, kurz eine Hintergrundinformation zu geben, bevor man zu seinen eigentlichen Argumenten kommt.

 

Ein christlich geprägter Stil

Sowohl der Schreibstil als auch der Inhalt sollten von christlichem Mitgefühl zeugen. Dabei sollte man immer Haltung waren – man kann sehr wohl Entrüstung zum Ausdruck bringen, aber kontrolliert. Persönliche Angriffe vermeiden und stattdessen auf bestimmte politische oder gesellschaftliche Ideen eingehen!

 

Kontakt nicht vergessen

Fügen Sie immer Name, Adresse, Telefonnummer und Beruf am Ende Ihres Leserbriefes an. Zeitungen möchten hin und wieder sicher gehen, dass der Brief auch tatsächlich von Ihnen stammt. Die meisten Zeitungen veröffentlichen keine Leserbriefe, in denen diese Information fehlt. Gedruckt wird dann nur Name und Ort.

 

Den Leserbrief nur an eine Zeitung schicken!

Denselben Brief sollten Sie nicht an mehr als eine Zeitung einer Region schicken. Eine Vorlage für mehrere Zeitungen sollte immer wie ein Unikat aussehen und einzeln mit Anrede verschickt werden.

 

Vergessen Sie nicht auf die kleinen Zeitungen!

Die kleineren Lokalzeitungen drucken Ihren Leserbrief mit höherer Wahrscheinlichkeit ab. Das kann in der örtlichen Umgebung große Wirkung entfalten.

 

Den Brief als Kopie an Politiker schicken!

Zuständigen Politikern sollte der Leserbrief als Kopie (CC) geschickt werden. Die entsprechende Emailadresse kann oft sehr schnell gefunden werden, indem der Name und das @-Zeichen in eine Internetsuchmaschine eingegeben werden.

www.europe4christ.net

 

23.11.2007 um 14:01 Uhr

MEL muss Prime Market verlassen

von: coco23

Börse kündigt Vertrag
Geordneter Rückzug wird ermöglicht.
Die Meinl European Land (MEL) muss den Prime Market der Wiener Börse verlassen. "Die Wiener Börse AG kündigt den Prime-Market-Vertrag mit Meinl European Land Ltd", teilte die Börse Freitagfrüh in einer Aussendung mit.

"MEL hat nach Ansicht der Wiener Börse durch unzureichende Information Interessen des Prime Market" und von dessen Teilnehmern verletzt. Eine Wiederaufnahme der MEL in den Prime Market zu einem späteren Zeitpunkt sei nicht ausgeschlossen.

Um MEL einen geordneten Rückzug aus dem Prime Market, dem Topsegment der Wiener Börse, zu ermöglichen, erfolge die Umreihung in das Marktsegment "Standard Market Continuous" zum Ablauf des folgenden letzten Handelstages im Handel mit Optionen und Finanzterminkontrakten, des 21. Dezember 2007.

Hohe Qualität gefordert
Mit diesem Zeitpunkt scheidet die MEL auch aus dem ATX-Prime. Die Notierung der MEL im amtlichen Handel ist davon nicht betroffen. Erst seit 20. August notieren die MEL-Zertifikate auf dem Prime Market.

Der Prime Market ist ein Marktsegment der Wiener Börse, in das Papiere von Gesellschaften aufgenommen werden, die sich über die gesetzlichen Bestimmungen des Börsengesetzes hinausgehend zur Einhaltung erhöhter Transparenz-, Qualitäts- und Publizitätskriterien verpflichten.

MEL wehrt sich
Die MEL kritisierte am Freitag in einer Aussendung die Entscheidung der Wiener Börse AG als "nicht nachvollziehbar" und "unverständlich".

Die Vertragskündigung durch die Börse sei für MEL "rechtlich nicht nachvollziehbar", heißt es in einer Aussendung der MEL. Mit Schreiben vom 22. November 2007 habe die Wiener Börse AG der MEL den Prime-Market-Vertrag mit Wirkung zum Ablauf des 21. Dezember 2007 gekündigt. Die Börse begründe diesen Schritt mit der Feststellung der Finanzmarktaufsicht (FMA), dass MEL durch die Ad-hoc-Meldung vom 27. Juli 2007 "irreführende Signale" gegeben habe, so die Unternehmensaussendung.

"Nicht irreführend dargestellt"
"Aus Sicht von MEL ist der Schritt der Börse zu diesem Zeitpunkt unverständlich", denn das Straferkenntnis der FMA sei nicht rechtskräftig, und die Informationen zu den Meldungen und Käufen von MEL lägen der Börse seit vielen Wochen vor.

"Weiters hat MEL - wie zuletzt behauptet - die Feststellungen der FMA im Zusammenhang mit Handlungen der Börse nicht irreführend dargestellt, weil die FMA zur Börse und Dritten tatsächlich diese Feststellung traf", so das Unternehmen.

"Von Börse gewünscht"
Schließlich meine die Börse, dass die MEL gegen die Interessen des Prime Market verstoßen habe, bezeichne diese aber nicht näher.

"Bemerkenswert ist jedenfalls, dass die MEL-Notiz im Prime Market von der Börse gewünscht war und MEL bloß der Einladung folgte." Aus all diesen Gründen sei die Vertragskündigung durch die Börse für MEL rechtlich nicht nachvollziehbar.

MEL: Nur temporäre Maßnahme
MEL- und Meinl-Bank-Sprecher Herbert Langsner kündigte an, das Unternehmen werde nun "konstruktive Gespräche" mit der Wiener Börse führen.

Bei der Kündigung handle es sich aus Sicht der MEL um eine "temporäre Maßnahme". "Wir sind überzeugt, dass die MEL letzten Endes im Prime Market weiter notiert sein wird", sagte Langsner Freitagvormittag gegenüber der APA.

Das MEL-Zertifikat notierte am Freitagvormittag bei 8,30 Euro, ein Minus von 5,68 Prozent.

Bisher einzigartig
Die Kündigung des MEL-Vertrags ist der erste derartige Fall: Bisher habe noch nie ein Unternehmen den Prime Market auf diese Art verlassen müssen, sagte die Sprecherin der Wiener Börse AG, Beatrix Exinger, Freitagfrüh auf Anfrage der APA.

FMA verhängte Geldstrafe
Die FMA hatte vor einigen Tagen gegen den Vorstand der auf der Kanalinsel Jersey ansässigen MEL Geldstrafen wegen Irreführung der Marktteilnehmer verhängt, die MEL will die Bescheide mit Rechtsmitteln bekämpfen.

In einer Aussendung zu dem nicht rechtskräftigen Strafbescheid hatte das Unternehmen erklärt, "die von der FMA beaufsichtigte Wiener Börse soll an der Irreführung mitgewirkt haben". Die FMA hatte diese Angaben dementiert, die Wiener Börse wies den gegen sie erhobenen Vorwurf entschieden zurück.

http://orf.at/071123-18952/index.html

20.11.2007 um 19:06 Uhr

Neuer Euro-Rekord: jetzt wird Europa nervös

von: coco23

Wenig Handlungsspielraum
Auch die EZB warnt nun vor zu starken Schwankungen beim Wechselkurs. Indirekter Appell an Fed.
Der Euro setzt angesichts der weiterhin schlechten Signale aus den USA seinen Höhenflug ungebremst fort. Am Dienstag erreichte die Einheitswährung einen neuen Rekordwert und kam erstmals über 1,48 Dollar. Immer mehr Experten rechnen nun damit, dass binnen Wochen die Schallmauer von 1,50 Dollar durchbrochen werden könnte. Das bringt Europas Politiker, die Zentralbanker und vor allem die Wirtschaft in eine immer prekärere Situation.

Der Euro gewinnt immer stärker an Wert



Nachteile wiegen immer schwerer
Zwar profitiert Europas Wirtschaft insofern von der Dollar-Schwäche, als damit der Ölpreisanstieg deutlich abgefedert wird - doch die Nachteile, allen voran die Erschwernisse für den Export und damit die Konjunktur insgesamt, wiegen immer schwerer.

Denn den Währungshütern in Frankfurt fehlen klare Mittel, um Europa aus der zunehmend verfahrenen Situation herauszuführen. Kurz gesagt, die Europäische Zentralbank (EZB) befindet sich in einer Zwickmühle: Denn einen aggressiven Zinssenkungskurs, wie ihn die US-amerikanische Notenbank Fed verfolgt, will und kann sich die EZB nicht leisten. Das würde die zuletzt ohnehin bereits sprunghaft angestiegene Inflation weiter anheizen.

Ruf nach Kurswechsel
Dem Wechselkursverfall - ausgelöst durch die Fed, die mit ihren Zinssenkungen der US-Kreditkrise gegensteuern und einen massiven Konjunktureinbruch verhindern will - sieht Europa derzeit tatenlos zu. Doch die Stimmen, die nach einer Kursänderung rufen, werden immer lauter.

So warnte der angesehene luxemburgische Regierungschef und Finanzminister Jean-Claude Juncker am Dienstag vor dem EU-Parlament eingehend vor Gefahren für Europas Wirtschaft.

Es sei unsicher, ob die Wirtschaft im Währungsgebiet in Zukunft die Euro-Stärke noch so gut meistern könne wie bisher. Über den derzeitigen Kurs müsse man scharf nachdenken.

Kritik an USA
"Was in der Vergangenheit war, ist kein sehr guter Indikator für die Zukunft, wenn wir den Wechselkurs weiterhin wohlwollend vernachlässigen", sagte Juncker, kurz bevor der Euro ein neues Rekordhoch von über 1,48 Dollar erreichte.

Mit "wohlwollender Vernachlässigung" gingen Juncker zufolge die Amerikaner bisher mit ihrem Wechselkurs um - das heißt, der Kurs bleibt dem Markt überlassen. Erschwerend komme dazu, dass sich die Krise auf dem Finanzmarkt 2008 stärker auf die Konjunktur auswirken und Kredite verteuern werde, so Juncker.

Euro als Super-Währung
Nicht nur der Dollar, auch der japanische Yen und der chinesische Yuan sind schwach gegenüber dem Euro, was die Exportchancen der europäischen Unternehmen schmälert. Juncker will deshalb mit EU-Währungskommissar Joaquin Almunia und EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Montag nach China reisen.

Die Hüter des Euro würden der chinesischen Regierung, die den Wechselkurs künstlich niedrig hält, erklären, warum sie ihre Politik ändern sollten. "Wir werden dafür sorgen, dass wir dieses Mal sehr deutlich sind", versprach er den Parlamentariern.

Auch EZB kritisiert Fed
Auch die Währungshüter selbst, die bisher immer dezidiert versuchten, beruhigende Signale an den Markt zu senden, lassen mittlerweile aufhorchen. EZB-Chef Trichet forderte erstmals am Wochenende die Verantwortung der Fed ein und betonte, große und plötzliche Währungskursschwankungen seien unerwünscht.

In einem Interview mit einem südafrikanischen Rundfunksender begrüßte der Zentralbankchef die jüngsten Äußerungen von US-Vertretern, wonach ein starker Dollar im Interesse der USA sei. "Ich habe dies mit großem Wohlwollen zur Kenntnis genommen", sagte Trichet und bezog sich damit unter anderem auf eine Erklärung des US-Notenbankchefs Ben Bernanke.

Liebscher: Teil der Analyse
Der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Klaus Liebscher, sagte am Dienstag zwar, die EZB verfolge kein bestimmtes Wechselkursziel. Er betonte jedoch, dass der schwache Dollar sehr wohl in den für die Zinsfestlegung entscheidenden Analysen mitberücksichtigt werde.

Stimmung deutlich schlechter
Dass sich die Lage zuspitzt, zeigt auch der jüngste Wirtschaftsklima-Index für den Euro-Raum. Laut den in der Vorwoche publizierten Daten ist die Stimmung wegen der Kreditkrise und der Dollar-Schwäche so schlecht wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der vierteljährlich ermittelte Index (rund 300 Experten multinationaler Unternehmen werden befragt) brach von 111,9 auf 90,7 Punkte ein.

Schwacher Dollar als Ursache
Nach Gründen für ihre Urteile befragt das Institut ifo die Experten in dieser Erhebung nicht. Für die Stimmungsverschlechterung dürften aber unter anderem die Kreditkrise und der schwache Dollar verantwortlich sein.

http://orf.at/071120-18856/index.html

17.11.2007 um 16:13 Uhr

Österreich-England: Macho hätte sterben können

von: coco23

Zunge verschluckt, keine Sauerstoffzufuhr
"Wenn keiner da ist, der weiß, wie das geht, stirbt man."
Das schnelle Eingreifen von ÖFB-Teamarzt Ernst Schopp hat am Freitag im Testspiel der österreichischen Nationalmannschaft gegen England ein Horrorszenario verhindert.

 Jürgen Macho

Laut Schopp war Goalie Jürgen Macho nach dem Zusammenstoß mit der Schulter von Englands Teamstürmer Peter Crouch rund zwei bis drei Minuten bewusstlos.

Da der AEK-Athen-Legionär die Zunge verschluckt hatte, war beim Wiener fast während dieser gesamten Zeitspanne die Sauerstoffzufuhr unterbrochen, ehe der Mediziner die Atemwege wieder freimachte.

"Schneller gerannt als normal"
"Ich war sicher, dass er bewusstlos ist, und bin deswegen noch schneller als normal auf den Platz gerannt", schilderte der Burgenländer die Ereignisse. Da die Luftzufuhr unterbrochen war, begann Macho zu krampfen, wodurch sich wiederum die Kiefermuskulatur zu verschließen begann.

"Ich musste ihm die Kiefer auseinanderziehen und die Zunge herausziehen", sagte Schopp. "Wenn in so einer Situation keiner da ist, der weiß, wie das geht, stirbt man."

Einsatz auf dem Fußballfeld
In seinem Beruf als Unfallchirurg sei er schon des Öfteren mit einem derartigen Szenario konfrontiert gewesen. Auf dem Fußballplatz hatte der bereits seit den 1980er Jahren für den ÖFB tätige Arzt so etwas nach eigenen Angaben aber noch nicht erlebt.

ÖFB-Verteidiger Joachim Standfest sprach aus, wie sich die gesamte Mannschaft fühlte: "Ich bin hingelaufen und habe gesehen, wie seine Augen gezittert haben. Das war ein Schock für uns."

Macho wollte weiterspielen
Teamarzt Schopp ließ Macho erst dann auf die Tragbahre legen, als der Keeper wieder zu sich gekommen war. "Er wollte unbedingt weiterspielen, weil er gar nicht gewusst hat, was passiert ist."

Laut Schopp kann sich Macho neben der Bewusstlosigkeit auch an die zwei bis drei Minuten vor der Kollision mit Crouch nicht erinnern. "Das ist in so einem Fall normal."

Ruhepause notwendig
Macho wurde noch am Samstag aus dem Lorenz-Böhler-Krankenhaus entlassen und kehrte ins ÖFB-Teamcamp nach Lindabrunn zurück, wo er von Schopp einer genauen Untersuchung unterzogen wird.

Zwar geht es dem Griechenland-Legionär mittlerweile wieder verhältnismäßig gut, aufgrund seiner Gehirnerschütterung muss er aber eine zumindest einwöchige Pause einlegen.

"Er hat zwar keine unmittelbaren Schmerzen, bekommt aber monatelang starke Kopfschmerzen, wenn er zu früh mit der Belastung beginnt", erklärte Schopp.

 

http://sport.orf.at/071117-430/index.html 

31.10.2007 um 16:14 Uhr

Bei ÖH-Wahl 2009 soll E-Voting möglich sein

von: coco23

[29.10.2007] Bei den nächsten Wahlen zur Österreichischen HochschülerInnenschaft ( ÖH ) im Jahr 2009 soll auch per E-Voting abgestimmt werden können - zur Not auch gegen den Willen der ÖH-Führung, betonte Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) bei einer Pressekonferenz in Wien. Er hoffe aber, dass die Studentenvertreter, "die da und dort noch Bedenkenträger haben, die entsprechenden Bahnen für dieses Projekt öffnen".

ÖH

Die Vorteile des E-Votings liegen für Hahn auf der Hand: Mit einem weiteren Kanal für die Stimmabgabe könnten die Wahlbeteiligung gesteigert, barrierefreies Wählen für Behinderte sichergestellt und auf lange Sicht auch Kosten gespart werden. In den vergangenen zehn Jahren hätte sich in zahlreichen Ländern auf diesem Gebiet etwas getan: In Estland wird verbindlich bei allen Wahlen elektronisch abgestimmt, rechtsverbindliche Pilotprojekte gibt es laut Hahn in den Niederlanden, Großbritannien und der Schweiz, Testversuche mit Prototypen finden in Finnland, Portugal, Spanien, Deutschland und Frankreich statt.

In Österreich gibt es seit 2001 im Hochschülerschaftsgesetz einen rechtlichen Rahmen für das E-Voting. Vorgeschrieben sind darin unter anderem zwei Dinge, so Robert Krimmer, Direktor des Kompetenzzentrums für elektronische Wahlen und Partizipation: Einerseits müsse es eine elektronische Signatur geben, andererseits müsse die Software zertifiziert sein.

Voraussetzung für die Teilnahme an der elektronischen Stimmabgabe ist die einmalige Aktivierung der E-Card bzw. des Studentenausweises oder Bankomatkarte zur Bürgerkarte sowie die Anschaffung eines Kartenlesegeräts. Abgegeben würde die Stimme dann elektronisch rund eine Woche vor der eigentlichen ÖH-Wahl. Die elektronische Stimme würde dann gespeichert, verschlüsselt und bis zum Wahlschluss aufbewahrt. Erst danach würde sie wie die anderen, auf "normalem" Weg abgegebenen Stimmen, ausgezählt. (APA)


http://www.oecv.at/?page=03-01-01&id=998

14.10.2007 um 14:09 Uhr

Unizugang: Hahn will "bestehende Regelung" beibehalten

von: coco23

Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) will beim Thema Unizugang "die bestehende Regelung auch für die Zukunft im Großen und Ganzen" behalten.

Hahn betonte, dass er gegen Zugangsbeschränkungen jedenfalls auf Ebene des Bakkalaureats sei. Es gebe aber einige Fächer, auf die sich die Zugangsregelungen beziehen würden, bei denen es in Deutschland einen Numerus clausus gebe und deutsche Studenten vermehrt nach Österreich drängten. "Bestimmte Fächer lassen sich nicht beliebig ausdehnen."

"Studienströme besser verteilen"
Er wolle vielmehr die Studieninformation an den Höheren Schulen verbessern. Hahn warb in diesem Zusammenhang auch für das Modell eines "Studiencheckers", der bereit ab der siebenten Klasse intensive Informationsarbeit leisten solle.

Immerhin gebe es rund 400 Studiermöglichkeiten an Universitäten und Fachhochschulen. Deswegen sollte man die Studentenströme besser verteilen, was auch zu einem Sinken der Drop-out-Rate führen würde, die eher eine Studienwechselrate sei, sagte der Minister.

Kritik an Gusenbauer
Gegenüber dem Vorgehen von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ), der zuletzt in Brüssel Druck machte, das Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich vom Tisch zu bringen, zeigte sich Hahn weiter reserviert: "Es gibt Konstellationen, da ist Schweigen Gold und Reden Blech. Ich hoffe, dass es nicht zu Blech kommt", so der Minister heute in der ORF-"Pressestunde".

Auch in der EU-Kommission habe sich gezeigt, dass man über frühzeitige Reaktionen des Bundeskanzlers nicht begeistert sei. Dagegen pflegten Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP) und er selbst, die Dinge zuerst zu erledigen und dann die Ergebnisse vorzulegen. "Es gibt Leute, die verkaufen reale Dinge, und andere neigen dazu, Optionen verkaufen zu wollen. Man kann sich aussuchen, was das Sinnvollere ist."

http://orf.at/?href=http%3A%2F%2Forf.at%2Fticker%2F268155.html

04.10.2007 um 00:41 Uhr

BM Johannes Hahn: Med-Uni Wien soll Studiengebühren rückerstatten

von: coco23

[03.10.2007] Wissenschaftsminister Johannes Hahn sieht jetzt "Bewegung" in der Problematik der Wartelisten an der Medizin-Uni Wien (MUW). Er freue sich, "dass das Problem in Abarbeitung ist und die Chance besteht, dass bis 2009 die Warteliste abgebaut wird", sagte Hahn am Mittwoch zur APA zu den von der MUW - bereits in der Leistungsvereinbarung im Vorjahr - bekundeten Absicht, bis 2009 möglichst keine Studenten mehr auf der Warteliste zu haben. Er hoffe zudem, dass die MUW "Ideen entwickelt, wie die Studenten die Wartezeit sinnvoll nutzen können". Sei das nicht möglich, sollte die Uni die Studienbeiträge zumindest teilweise refundieren. Dies liege in der Autonomie der Universität.
 

MedUni Wien

"Hahn soll nicht vom Schreibtisch aus kritisieren, sondern handeln", kritisierte Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen, Wissenschaftsminister Johannes Hahn in einer Aussendung am Mittwoch. Hahn hatte die Medizin-Uni Wien (MUW) gerügt, da diese den bestehenden Stau an Medizinstudenten bisher nicht abbauen konnte. (APA)

 

http://www.oecv.at/?page=03-01-01&id=977

28.09.2007 um 00:44 Uhr

Cartellverband sieht sich von „Perspektivengruppe“ bestätigt

von: coco23

[27.09.2007] „Wir sind familienpolitische Vorreiter“, betont der Präsident des größten Studenten- und Absolventenverbandes Österreichs.
„Wir finden viele unserer familienpolitischen Standpunkte wieder“, freute sich Alexander Preyer, Präsident des Österreichischen Cartellverbandes (ÖCV) nach der Präsentation der Ergebnisse der „Perspektivengruppe Familie und Kinder“ am Mittwochabend in Wien.


 
ÖCV Pressedienst

Die Vollversammlung des Cartellverbandes hatte im Frühjahr ein umfassendes familienpolitisches Grundsatzpapier verabschiedet. „Wir können uns durchaus als Vorreiter bezeichnen“, betonte Preyer. Insbesondere bei steuerlichen Fragen und beim Lebensschutz sehe sich der Cartellverband bestätigt.

„Wir haben schon im Frühjahr auf die Diskriminierung von Familien im Steuersystem hingewiesen. Wir wollen pro Kind einen Steuerfreibetrag in Höhe des Existenzminimums“, erklärt Preyer. Nun bestehe eine „realistische Chance“ auf Umsetzung dieser Idee.
Die Realität „zigtausender ungezählter Abtreibungen jährlich“ sei eine Tragödie. Strafen lehne der Cartellverband aber als „kontraproduktiv“ ab. „Wir möchten Trennung zwischen beratendem und ausführendem Arzt, Bedenkzeit, Statistiken sowie Aufklärung über Alternativen“, so Preyer.

„Auch in anderen Fragen finden wir unsere Forderungen bestätigt“, so Preyer. Dazu zählten die Abschaffung der Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld, Studienbeitrag-Befreiung für Eltern mit jüngeren Kindern sowie demokratiepolitische Einbindung von Staatsbürgerinnen und –bürgern unter 16.“

http://www.oecv.at/?page=03-01-01&id=971

 

19.09.2007 um 01:49 Uhr

Strafanzeige gegen Gott

von: coco23

Kapriole der US-Justiz:
Strafanzeige gegen Gott

Gott sei für terroristische Drohungen verantwortlich, sagt Ernie Chambers, Abgeordneter im US-Bundesstaat Nebraska. Deshalb hat er beim Bezirksgericht in Douglas Anzeige erstattet. Es könne nicht sein, das jemand Angst verbreite und "unter Abermillionen von Erdbewohnern Tod, Zerstörung und Terror" verursache, begründet er seine Eingebung. Chambers hält das ansässige Gericht für zuständig, da Gott ohnehin überall sei. Eben auch in Douglas/Nebraska.
Gott per Einstweiliger Verfügung stoppen?

Der US-Politiker möchte mit seiner Klage auf die abstrusen Seiten des amerikanischen Rechtswesens hinweisen, in dem jeder jeden verklagen könne. Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe unglaublicher Urteile. So verklagte beispielsweise eine 79-jährige ein Fastfood-Restaurant, nachdem sie sich beim Autofahren mit einem gerade gekauften Kaffee verbrüht hatte. Ein Gericht gab der Klägerin Recht und sprach ihr knapp drei Millionen Dollar Schmerzensgeld zu. Gott habe hingegen Wirbelstürme, Überschwemmungen und Tornados verursacht, erklärte Chambers. Dies wolle er jetzt per Einstweiliger Verfügung stoppen. Über Schadensersatzforderungen ist bisher aber nichts bekannt.

Stand: 18.09.2007 17:32 Uhr

http://www.tagesschau.de/schlusslicht/strafanzeige2.html

18.09.2007 um 18:15 Uhr

Ende der Grenzkontrollen nach Osteuropa bald möglich

von: coco23

Grenze


Die Grenzkontrollen zu den östlichen Nachbarländern Österreichs könnten nun schon schneller fallen als bisher angenommen. EU-Justizkommissar Franco Frattini sprach gestern in Brüssel für eine Grenzöffnung noch vor Weihnachten aus.

Österreichs Innenminister Günther Platter (ÖVP) zeigte sich optimistisch, dass sich die für spätestens Jahresende geplante Osterweiterung des Schengen-Raumes ausgehen könnte und betonte, "dass die Vorbereitungen sehr gut laufen". Den Assistenzeinsatz des Bundesheeres will er zumindest bis September 2008 verlängern.

Zwar wollen die EU-Innenminister erst am 8. und 9. November offiziell grünes Licht für die Erweiterung der Schengen-Zone geben. Der zuständige EU-Kommissar Frattini meinte allerdings schon beim Treffen gestern: "Ich sehe keine Schwierigkeiten bei der Öffnung der Land- und Seegrenzen."

Platter zuversichtlich
Geht es nach dem Italiener, könnten die Grenzkontrollen zu Österreichs EU-Nachbarn Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien schon vor Weihnachten Geschichte sein (bisher galt als Stichtag der 31. Dezember). Die EU-Außengrenze verläuft dann Hunderte Kilometer weiter östlich - vom Baltikum über Polen bis nach Slowenien.

Auch Platter zeigte sich zuversichtlich: Er will vor einer endgültigen Zusage zwar noch den letzten Bericht über den Aufbau des Schengen-Informationssystems in Osteuropa abwarten, attestierte den neuen EU-Staaten aber "erfreuliche Verbesserungen". "Man sieht eine sehr positive Entwicklung", sagte Platter.

Assistenzeinsatz bis September 2008
Gleichzeitig arbeitet die Regierung daran, der österreichischen Bevölkerung die Grenzöffnung schmackhaft zu machen: Gemeinsam mit Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) will Platter bis Oktober die Grundlagen für die Verlängerung des Assistenzeinsatzes erarbeiten.

Grenzüberwachung

Kernpunkt: Das Bundesheer soll zumindest bis September 2008 an der Grenze bleiben. Auch der "überwiegende Teil" der an der Grenze stationierten Polizisten soll vorübergehend im grenznahen Raum bleiben (Stichwort "Schleierfahndung").

http://orf.at/?href=http%3A%2F%2Forf.at%2Fticker%2F265600.html

18.09.2007 um 02:10 Uhr

Flat Tax für alle?

von: coco23

Amon fordert Flat Tax für alle

Schüssel will Flat Tax für Unternehmen, Amon will sie für alle.
Wolfgang Schüssel, ÖVP
Eine Flat Tax für alle in der Höhe von 25 Prozent: Eine alte Idee von Kärntens BZÖ-Landeshauptmann Jörg Haider scheint nun in der ÖVP auf positive Resonanz zu stoßen.

Nachdem ÖVP-Klubobmann Wolfgang Schüssel eine einheitliche Betriebsbesteuerung von 25 Prozent vorschlug, griff ausgerechnet ÖVP-Sozialsprecher und ÖAAB-Generalsekretär Werner Amon diesen Vorschlag auf: Eine Flat Tax solle nicht nur für Betriebe, sondern auch für alle Arbeitnehmer gelten.

"Zuerst müssen die Schulden weg"
Schüssel hatte in der Montag-Ausgabe der "Salzburger Nachrichten" ("SN") gesagt, er könne sich eine einheitliche Betriebsbesteuerung in Form einer Flat Tax von 25 Prozent für alle Betriebe vorstellen. "Das wäre fair und vernünftig."

"Zuerst müssen die Schulden weg, dann kann man die Steuern senken", sagte Schüssel den "SN". Die Schulden der Kreisky-Ära hätten 30 Jahre lang die Budgetsituation vergiftet. Und jetzt müsse man sich zwei Jahre Zeit nehmen für einen großen Wurf. Dabei gehe es nicht nur um die Senkung der Lohnnebenkosten. Es müsse eine Entlastung des Mittelstands geben.

Bisher gilt der niedrige Steuersatz von 25 Prozent nur für große Unternehmen. Die meisten Kleinunternehmen fallen bisher unter die Einkommensteuer und zahlen dort - wie die Arbeitnehmer - gestaffelte Steuersätze bis zu maximal 50 Prozent.

Amon: Soll nicht nur für Unternehmen gelten
Amon erklärte dazu in einer Aussendung, das Wesen einer Flat Tax bringe es mit sich, dass diese nicht nur für Unternehmen gelte, sondern alle Steuerzahlergruppen in diese Überlegung einbezogen werden müssten.

"Das heißt, dass eine Diskussion über die Schaffung eines einheitlichen Steuerzahlerbegriffes zu führen wäre, denn warum sollen nicht Arbeitnehmer und Arbeitgeber ihre Vorschreibung auf gleiche Art und Weise erledigen, indem beide Gruppen eine Einkommensteuererklärung leisten", so der ÖVP-Sozialsprecher.

"Über einheitlichen Steuertarif nachdenken"
Der ÖAAB-Generalsekretär verwies darauf, dass die Grenzen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ohnehin immer unschärfer würden. So habe etwa die Arbeitgeberseite die Arbeitslosenversicherung für Unternehmer, die "Abfertigung neu" für Unternehmer und ein steuerliches Äquivalent zur begünstigten Besteuerung des 13. und 14. Monatsbezuges in Diskussion gebracht.

Im Gegenzug komme von der Arbeitnehmerseite die Forderung nach einer verstärkten Mitarbeiterbeteiligung. Auch um diesen Tendenzen der Angleichung Rechnung zu tragen, müsse man über einen einheitlichen Steuerzahlerbegriff nachdenken.

Werner Amon, ÖVP

Folgen für das Sozialsystem
Amon betonte, dass eine solche Änderung auch Konsequenzen für das Sozialsystem hätte. Im Falle einer Flat Tax könnte die Umverteilung nicht über die Steuerprogression erfolgen, sondern man müsste über das Sozial- und Transfersystem den sozialen Ausgleich herstellen.

In jedem Fall ist für den ÖVP-Sozialsprecher aber klar, dass "es weder beim Steuer- noch beim Sozialsystem so sein kann, dass sich jeder die Rosinen herauspickt, mit den weniger erfreulichen Teilen aber nichts zu tun haben möchte. Wenn man über die Harmonisierung verschiedenster Bereiche des Steuer- oder Sozialsystems nachdenkt, muss man auch die Balance und soziale Gerechtigkeit dieser Maßnahmen im Auge haben."

Auch Stummvoll für Flat Tax
Der Flat-Tax-Idee schloss sich am Nachmittag auch ÖVP-Finanzsprecher Günter Stummvoll an: Diese "faire" und "vernünftige" Rechtsform einer Flat Tax für Unternehmen sei "eine neutrale Form der Besteuerung, die den Wirtschaftsstandort Österreich und seine Unternehmen einmal mehr stärkt".

http://orf.at/070917-16667/index.html

15.09.2007 um 19:53 Uhr

"profil": Zwei Drittel sehen in Papstbesuch positives Zeichen für katholische Kirche in Österreich

von: coco23

Image der Kirche wird durch päpstliche Pilgerreise verbessert =

   Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, bewerten 63 % der Österreicher den Papstbesuch für die Entwicklung der katholischen Kirche äußerst positiv. Nur 12 % der Befragten geben laut der im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut OGM durchgeführten Umfrage an, dass die päpstliche Pilgerreise eher negative Auswirkungen auf das Image der Kirche in Österreich hat. 25 % der Befragten wollten sich nicht festlegen.

Rückfragehinweis:
   "profil"-Redaktion