Heidis Gedankensplitter

10.06.2017 um 20:55 Uhr

Das Leben als Hochsensible

von: Heidemaria   Kategorie: Gedankensplitter

Wenn ein Kind nicht in Cliquen spielen will, wenn es lieber einen einzigen Freund hat und sich auf den ganz tief einlassen kann, wenn es sich Sportwettkämpfen und dem damit verbundenen Konkurrenzdenken nicht aussetzen mag, wenn es sich gerne in sein Zimmer zurückzieht, um Bücher zu lesen, sich seiner Fantasie zu überlassen und einfach bei sich sein will – dann ist es mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit hochsensibel. Falls seine Eltern dies als Gabe und nicht als Makel sehen, dann hat es Glück. Dann kann es seine spezielle Begabung kultivieren und sie später in sein Leben integrieren.

Ich durfte das. Man hat mich Gott sei Dank nie gezwungen, rauszugehen mit den anderen Kindern, bloß weil die Sonne schien und man da schwimmen geht. Meine Eltern haben akzeptiert, dass ich mich oft in meiner eigenen Welt aufhalten musste, um mich wohlzufühlen.

Heute gibt es zahlreiche Bücher zum Thema Hochsensibilität (man geht davon aus, dass es circa 15% der Bevölkerung betrifft). Gut so, es ist befreiend zu erfahren, dass man sich nicht bloß "anstellt", empfindlich ist, als zickig abgestempelt wird. Mehr noch, man darf sich einer Gabe erfreuen, ein hochsensibler Mensch riecht anders, er empfindet tiefer, er nimmt die Schwingungen in einem Raum auf, fühlt sich in andere Menschen ein, kann ihnen Gedanken nahezu von der Stirn ablesen, weil er zwischen den Zeilen fühlen kann. Er verfügt über den sogenannten sechsten Sinn.

Es ist natürlich gleichermaßen Fluch und Segen, denn die Abgrenzung zur Außenwelt ist großes Thema. Bei all der Reizüberflutung nicht überfordert zu sein, bei sich zu bleiben, sich wieder zu "entleeren", das fordert dem Hochsensiblen schon ein ganzes Stück Arbeit ab. Dazu muss er allein sein, Zeit für sich haben, sich erden, wie – da findet jeder eine Methode, die er mag und ihm entspricht. Das kann Yoga sein, Kunst, schlafen, sich kreativ austoben, kochen oder im Garten arbeiten.

Menschenmassen, laute Partys, raue Umgangsformen, Teamsportarten, wo Kräfte gemessen werden – da wird man sie selten finden, diese zarten Pflanzen. Glück finden sie im Tiefgang, sie hinterfragen die Welt philosophisch und die hohe Fähigkeit zur Empathie lässt sie einen sehr speziellen Zugang zu Menschen haben, aber wenn möglich, dann nur zu einem auf einmal.

Ästhetik, Kreativität, Ausdruck und die leisen Töne – hier sind Hochsensible daheim.

Dennoch müssen sie aufpassen, nicht zu vereinsamen und sich komplett von der Welt abzukapseln. Ihre Aufgabe ist es, wenn auch nicht allzu viele, aber doch gesunde soziale Kontakte zu pflegen, offen durch die Welt zu gehen, jedoch ihre natürlichen Grenzen zu wahren und auf sich aufzupassen.

Man sollte sich niemals dem Irrglauben hingeben, dass Hochsensible schwache Menschen sind, die sich nicht wehren können. Bei aller Anpassung an die Außenwelt, um die Ecken und Kanten zu ertragen: wenn sie mit dem Rücken an der Wand stehen, kann niemand unsensibler sein und ein wahrer Aggressionstsunami als ein noch vor einer Sekunde zart – sensibler Mensch. Das lässt sein Umfeld nicht selten staunenden Auges dastehen.

Ich weiß, wie man darunter leiden kann, und ich weiß, wie reich und tief es das Leben macht, wie intensiv man Situationen "erleben" kann, wie Augenblicke Zellen nahezu sprengen können, ob Leid oder Freud.

Es kann dauern, bis man erkennt, wer oder was man ist. Schließlich fällt einem das erste Buch darüber in die Hände, man liest sich ein, erkennt sich in jedem Wort wieder, und plötzlich atmet man auf.
Man stimmt schon so, wie man ist. Alles ist gut, und alles darf. Weder ist man seltsam, noch eine Mimose, man ist einfach ein wenig anders.

Und wie schön dieses "Anders" sein kann, das hat Renate Göckel in ihrem Buch "Was Hochsensible glücklich macht" in einem wunderbaren Satz zusammengefasst:


"Sie sind die Aristokraten des Herzens."

Seid stolz auf eure Gabe!



07.05.2017 um 08:16 Uhr

Lustig seltsamer Mensch

von: Heidemaria   Kategorie: Gedankensplitter

Der Mensch stellt sich einen Pool auf, spannt aber einen Regenschirm über sich, wenn es fein zu nieseln beginnt.

Schneeschaufeln beklagen wir, beten trotzdem ganzen Advent um weiße Weihnachten. Noch sehnsüchtiger wird die Sonne erwartet nach der ungeliebten dunklen Jahreszeit, um dann vier Sommermonate bei heruntergelassenen Rollos im Dunklen (!) zu leben, damit es drinnen nicht zu heiß wird. Noch interessanter: nachdem es endlich heiß ist, fahren wir dann gerne in Länder, in denen es heiß ist.

Wir bauen riesengroße Häuser, um im Alter darüber zu jammern, wer das alles in Stand halten soll und wer das alles bitteschön braucht. Weiß irgendwer nicht, dass er altert?

Als nächstes beginnen wir Flächen zu begrünen, setzen Pflanzen rund um unseren neuen Swimmingpool, kaufen teure Teakholzmöbel und spannen Segeltücher, der Griller steht parat und alles ist wunderschön – und dann buchen wir eine Fernreise, um auf anderen Liegestühlen vor einem fremden Pool Urlaub zu machen. Land und Leute interessieren ja eher wenig.

Soviel Stress im Alltag, der Job, die Familie, alles unter einen Hut bringen, doch kaum ein Wirtschaftszweig boomt mehr als die Unterhaltungsindustrie, denn was bloß würden wir mit dem Rest freier Zeit anfangen, wenn wir nicht auf Feste und Veranstaltungen gehen, wo uns Menschenmassen erdrücken und man uns die Ohren zudröhnt? Da kann man schon mal so richtig die Seele baumeln lassen, gerne auch in Raftingbooten und auf Extremmountainbiketouren.

Kaum etwas beschäftigt den Menschen mehr als der Erhalt seiner Gesundheit und tut doch mit großem Einsatz vieles dafür, um krank zu werden.

Für ein Autoservice legen wir mal locker einige hundert Euro ab, ist es doch unser allerliebstes Haustier, doch bei einer Behandlung für unseren Körper fragen wir sicherheitshalber: geht das auf Krankenkasse? Da wird schon reflektiert, ob sich das fürs Eigenwohl auszahlt.

Wir sind alle furchtbar in Eile, aber soviel Zeit muss sein, die Nachbarn und unsere Mitmenschen zu beobachten, über sie zu reden und zu verurteilen.

Für die begehrte Handtasche machen wir unsere Sparbücher locker, Fleisch im Supermarkt sollte dafür billig sein. Ist doch nur für unseren Magen und zum Wohl der Tiere.

Sehr beliebt auch diverse Sportgeräte. Nordic Walking Stöcke sind schick, gehen ist ja so gesund, aber Schatz, lass doch bitte das Auto hier, ich muss noch schnell Milch holen. Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass Heranwachsenden Bewegung unglaublich gut tut, doch hege ich die Vermutung, dass irgendwelche Gefahren auf dem Schulweg lauern müssen, wird der Nachwuchs doch jeweils einzeln bis vor die Tür chauffiert. Wir wollen keinen Schritt zu viel machen und haben Haushaltsgeräte erfunden, schreiben uns dann lieber in Fitnesstempeln ein, um mobil und kräftig zu bleiben, meistens als unterstützende Zahler für den Erhalt der Firma. 

Die Liste könnte man endlos fortführen, es ist so erstaunlich, wie viele unsinnige und paradoxe Dinge der Mensch macht, Dinge, die sich widersprechen und in sich wieder aufheben. Warum wir das wohl tun, erfüllt das einen tieferen Sinn? Es muss uns ja irgendwohin bringen? 

Egal, auf jeden Fall mal in den Flieger für den nächsten Sommerurlaub, während es sich die Nachbarskatzen auf unseren Sonnenliegen bequem machen können, weil frei...



21.04.2017 um 21:02 Uhr

Wetterberichte

von: Heidemaria   Kategorie: Gedankensplitter

Schneechaos im Fühling, Stürme, die die Innenwelt fast nach außen kippen.

Alle waren aufgebracht, irritiert, böse auf Petrus, Frau Holle oder einfach nur den Wettermoderator, aufgescheuchtes Volk rund um mich.

Eigentlich auch ein recht zartbesaitetes Pflänzchen, war ich an dem Tag die Ruhe weg. Habe versucht, mich zu empören über das unwirtliche Treiben vor der Tür, es ganz schrecklich zu finden, aber es wollte einfach nicht gelingen.

Zu schön das Wetter in mir drin. Das Leben hat beschlossen, sein Ballkleid anzuziehen und zu tanzen, und da musste ich anstatt der Daunenjacke einfach die Federboa umlegen. Dazu Vanessa Paradis, die mir ein französisches Chanson entgegenhauchte, sah ich mich an der Seine spazierengehen. Meine Hand in einer anderen Hand. Und plötzlich war der Frühling ganz nah. Ohne sonnendurchfluteten Soundtrack dazu.

Gut, also wie war das noch einmal mit dem unfreundlichen Wetter? Keine Chance, mich darüber aufzuregen.

Tagträume, Inner Smile, mein Auto wurde zur Raumkapsel, die mich auf einen Stern katapultierte, den normalerweise der kleine Prinz bewohnt. Ich konnte die Rose sehen, den Fuchs und war berührt.  

Es schneit ja immer noch, mitten im Frühling. Welch eine Metapher. Die Natur ist poetisch. Wie blind wir manchmal dafür sind.

Das Buch "Anna schreibt an Mister Gott" (bezaubernd!) kam mir in den Sinn, wo die Kleine sinngemäß die Frage stellt, warum Menschen (vor allem gerne auch die, deren Existenz nicht zwingend davon abhängig ist) so angestrengt das Wetter beobachten , vor allem das äußere, wo doch das wesentlich wichtigere das in einem drin ist. Wunderbare Anna, du bist meine Heldin.

Ich sehe schon, heute wird es wohl nicht mehr aufhören.

Nicht hadern. Einigeln in die vier Wände, dankbar sein, wenn das Heim warm ist.

Und das Herz mit dazu.




 



30.03.2017 um 11:16 Uhr

Vom Ende der Täuschung

von: Heidemaria   Kategorie: Gedankensplitter

Ob man das Wort Enttäuschung vielleicht einmal anders hätte rechtschreiben wollen?  "End – Täuschung" vielleicht? Würde Sinn machen in der positiven Bedeutung des Wortes, dabei hat es für uns einen eher klebrigen, bitteren Beigeschmack.

Ich habe dich enttäuscht. Du hast mich enttäuscht. Das Leben hat einen enttäuscht. Welch enttäuschendes Urlaubswetter. Enttäuscht vom Weihnachtsgeschenk, enttäuscht von den neuen Kollegen. Enttäuscht, weil wir betrogen und angelogen wurden. Enttäuscht, dass der Welpe ein zu großer Hund geworden ist. Die Jugend von heute enttäuscht uns doch so gerne und aktuell die Amerikaner und ihre Wahlentscheidungen. Wir sind alle gerne und viel enttäuscht.

Der springende Punkt dabei ist, dass es der Weg in die richtige Richtung ist. Ein Pfeil, der uns quasi vor die Stirn genagelt wird, um uns aufmerksam werden zu lassen: es wird Zeit, die Augen auf scharf zu stellen, den Verstand noch viel mehr und wenn geht, das Unterbewusstsein gleich mit dazu, denn das Ende deines Selbstbetrugs naht! Bald herrscht wieder Klarsicht.

Ich habe dazu ein wunderbares Zitat von Mark Twain gelesen:

"Enttäuschungen sollte man verbrennen und nicht einbalsamieren."

Nun ist es aber so, dass der Mensch nichts lieber macht, als Enttäuschungen zu zelebrieren, ihnen einen Altar zu bereiten, sich darauf zu wälzen, bis auch der letzte im Universum, der wahrscheinlich dafür verantwortlich ist, es auch verstanden hat, welch großes Unrecht einem getan wurde.

Weit befreiender erscheint mir da die Möglichkeit, die Enttäuschung als Chance zu sehen. Eine Situation, ein Mensch oder eine Idee, die man sich in den Kopf gesetzt hat, wird demaskiert, die Illusion bricht zusammen und übrig bleibt nur, was wirklich echt ist. Da hinzuschauen tut weh, aber es lohnt sich.

Die Täuschung, der man aufgesessen ist, in der man sich verloren hat, weil das Herz und der Kopf gerne mal Luftschlösser bauen, ist ent- tarnt. Die Welt im Elfenbeinturm ist unangetastet und quietschbunt – nur eben leider nicht real. Eine Zeitlang kann ein Mensch sich wohlfühlen mit seinem Blick durch die rosarote Brille.

Rosa ist aber kein Schutz, lässt zuviel schädliche Strahlung durch. Der Bauch hat es bald kapiert. Der Verstand will noch ein wenig dagegen arbeiten, aber irgendwann gehen ihm dann die Argumente aus.
Was nicht ist, ist nicht.

Denn um Dinge, die einem bestimmt sind, muss man nicht Kämfpe ausfechten. Die fließen.

Die gute Nachricht: man kann diese ent – täuschten Situationen hinter sich lassen, sich friedlich davon verabschieden und weitergehen. Sie waren ganz sicher Diener einer Sache, man wird durch sie achtsamer und rennt nicht mehr blinden Auges in Beziehungen und Momente, von denen man eigentlich weiß, dass sie ins Nirgendwo führen.

Oder aber man erlaubt sich ab und an diesen kleinen Ausflug in den Zirkus der Illusionen und läßt sich bewusst für eine Weile in die Irre führen, spielt das Spiel um des Spiels willen mit, und dann steht man auf, zahlt sein Ticket und verlässt das Zelt in Richtung Freiheit und Wahrhaftigkeit...




12.03.2017 um 08:00 Uhr

Mächte

von: Heidemaria   Kategorie: Gedankensplitter

Wenn wir von der größten Macht reden, denken wir alle an die Liebe, und das ist sie wahrscheinlich (natürlich!) auch. Zumindest fühlt sich ein Leben ohne sie wie bloße Vegetation an. Trotzdem glaube ich, dass uns alle eine noch viel größere Kraft in unserem Denken und Handeln lenkt – die Angst.

Halten wir Innenschau und fragen uns ehrlich, wieviele unserer Entscheidungen aus Liebe und aus Angst gefallen sind, dann liebe Liebe, fürchte ich, dass ich mich dich sorgen muss.

Wir wissen, wo unser Herz hin möchte, verharren aber starr vor Furcht da, wo wir gerade nicht sein wollen. Gewohntes Elend fühlt sich vertrauter und deshalb sicherer an. 

Trauen wir uns laut unsere Meinung kundtun? Wir könnten anecken, und dann werden wir nicht mehr gemocht von den Menschen. Oder noch schlimmer: sie reden womöglich über uns! 

Den meisten dürfte bekannt sein, woran sie Freude hätten, wo ihre Begabungen liegen und was die Seele nährt, aber lieber als Hirngespinste abtun, denn wo kämen wir da hin, und außerdem ist es brotlos. Wir können dann all die schönen materiellen "Sachen" nicht mehr kaufen! Okay, wir haben dann vielleicht ein Bild gemalt, das Betrachter offenen Mundes zurücklässt, ein Buch geschrieben, das Leben verändert, eventuell haben wir einem Bedürftigen oder hilfesuchenden Menschen geholfen oder das delikateste Essen gezaubert, das je ein Gaumen vernommen hat. Das Lied, das wir singen, bringt Menschen zum Weinen, Kinder lauschen unseren Geschichten, mit denen wir ihnen (Herzens -?) Bildung näher bringen, womöglich pädagogisch wertvoll - aber was ist das alles im Vergleich zu einem neuen Audi? Einem noch größeren Pool und der ultimativen Inneneinrichtung? Ich betone ausdrücklich, dass ich Menschen, die auf ihren vielleicht ungeliebten Beruf angewiesen sind, weil er ihre bloße Existenz sichert, in keinster Weise nahetreten will, und seltsamerweise sind es gerade die, die mehr Herz und Ohren für die eigenen Bedürfnisse und die der anderen haben, der Rest jammert gerne auf hohem Niveau...

Trauen wir uns selbst die richtigen Fragen stellen? Die, wo wir uns dann ehrlich antworten müssen, oder gehen wir uns lieber ablenken? Überhaupt wirkt es, als würden sich Menschen mit nichtigen Dingen vom Wesentlichen abkoppeln, nicht selten auch mit Suchtmitteln, denn wodurch lassen sich Ängste und negative Gefühle besser kontrollieren als mit herrlich ruhigstellenden Rauschzuständen? Ziemlich fatal. Aber leider weit verbreitet, schade um viele großartige Geister, die sich dadurch sehr klein halten und ihr wahres Potential ständig ausdämpfen.

Angst hat Sinn, keine Frage, sie bewahrt uns davor, große und lebensbedrohliche Dummheiten zu machen, sie warnt uns, wenn Gefahr im Verzug ist. Aber wie der Mensch halt so tickt, muss er immer gleich übertreiben und hat deshalb schon Angst vor dem Apfel, den er isst. Wer weiß, wer ihm da Böses will. Muss nicht immer eine Stiefmutter sein.

Eine gesunde Portion Reflexion über Menschen, Dinge und Situationen halte ich für gut und angebracht.
Aber bitte vermeiden wir, auf der Stelle zu treten, die Opferrolle zu perfektionieren, weil man halt nicht anders kann und das Schicksal so böse ist, und wer weiß, was passiert, wenn wir uns trauen - soviel Mut, der führt bestimmt geradewegs ins Verderben.

Ja, kann sein. Aber wer weiß das schon? Ich würde lieber sagen: maximal in eine Erfahrung, die uns wieder reicher macht.

Gegenfrage: wohin führt der Weg der Angst? Knieschlotternd ins große Glück? Wohl eher in ein sehr kleines, beengtes und ziemlich eintöniges Leben, und damit sich dann wenigstens irgendwas tut, gehen wir Bungee Jumpen oder einkaufen. Abenteuer, großartige Erfahrungen und Begegnungen, die dem eigenen Geist und keinem Außenreiz entspringen, sucht man dann natürlich vergeblich. Horizonte bleiben ziemlich eng und Herzen auch.

Muss ja nicht gleich alles sein, aber eine kleine Portion Angst kann man schon liebevoll verabschieden, für ihre bisherigen Dienste darf man ruhig dankbar sein.

Und dann herein mit der Frischluft, es darf – aber gerne! - auch eine Handvoll Liebe und Glück sein – möglicherweise entdeckt man irgendwann, dass man einen Pfad mit dem eigenen Fußabdruck hinterlassen hat, keinen von anderen vorgetretenen...und wie einzigartig wunderschön der ist...