Heidis Gedankensplitter

09.12.2017 um 08:01 Uhr

"Süße" Rache?!

von: Heidemaria   Kategorie: Gedankensplitter

"Auge um Auge, Zahn um Zahn." "Wie du mir, so ich dir." Ich habe vor kurzem zwei Filme gesehen, die dieses Thema aufgriffen, in unterschiedlichen Herangehensweisen der Protagonisten.

Im ersten ging es um den persönlichen Rachefeldzug gegen einen anderen Menschen, der einem laut eigener Wahrnehmung schlimmes Leid zugefügt hat. Hat er? Nun ja, das ist ein schmaler Grat. Manchmal mag unser kleingeistiges und verängstigtes Ego uns das glauben lassen. In diesem Film erfährt der Vater nach 17 Jahren, dass er nicht der Erzeuger seines Sohnes ist. Natürlich mag man ihn verstehen. Er schlägt aus verletzter Eitelkeit wie wild um sich, zerstört alles und jeden um sich herum, hat keinen Blick mehr dafür, was alles schön und wundervoll in diesen Jahren war. Erst als fast alle am Boden liegen und die Familie vorm finanziellen Ruin steht – und es tut als Zuschauer weh, ihm dabei zuzusehen, weil man fühlt, wie falsch er handelt! - erkennt er, dass die Mutter aus einer Schocksituation heraus handelte, dem Jungen den bestmöglichen Vater bieten wollte, ihm dabei zusah und er dadurch die Liebe ihres Lebens wurde. Hat er wirklich einen schlechten Deal vom Leben erhalten? Bei näherer Reflexion: nein. Aber es braucht Zeit, um das zu erkennen. Deshalb sollte man wichtige Lebensentscheidungen nie aus der Wut heraus treffen, denn die verraucht irgendwann, aber dann steht man vor der Asche seines persönlichen Kleinkrieges und einer Handvoll NICHTS. Ist das der eigene Stolz wert?

Im ersten Augenblick neigen wir Menschen aus verletzter Eitelkeit dazu, um uns zu schlagen, wir halten den Schmerz des Moments nicht aus, wollen, dass auch der andere was davon abkriegt, ihn leiden sehen und erhoffen uns dadurch Linderung. Das Gegenteil tritt aber zumeist ein. Hat man je einen Rächer gesehen, der inneren Frieden fand? Möglicherweise für eine Sekunde. Dann leidet er oft mehr als der usprüngliche "Täter", weil der aus anderen Motiven gehandelt hat.

Rachegedanken, Wut und Stolz sind ganz schlechte Ratgeber. Sie führen in Sackgassen, in die Destruktion, die ausnahmslos immer am Ende einen selber trifft.

Im zweiten Film hätte man den Rächer sogar verstehen können, hat ihm der Bruder wahrlich Schlimmes angetan, an Leib und Seele. Dann jedoch verunglückt der Täter, wird zum Pflegefall, kann nicht reden oder sich bewegen, aber er kann mit seinen Augen kommunizieren, und die zeigen tiefe Reue. Nun würde man annehmen, dass der geschädigte Bruder ihn seinem Schicksal überlässt, sich denkt: "Wie gerecht." Tut er aber nicht. Er spürt eine Regung in sich, und die nennt sich Mitleid, Mitgefühl. Alles in ihm sträubt sich erst, das zuzulassen, kommt es ihm doch so absurd vor. Jedoch dann überlasst er sich dem Gefühl, wird zum Ansprechpartner für die Ärzte, kümmert sich um seinen hilflosen Bruder, der einst ein Monster war, und als Zuschauer atmet man auf und will rufen: "Du tust das Richtige!" Sein innerer Frieden schwappt aus dem Bildschirm heraus auf einen selbst.

Mir fällt deutlich auf – denn nicht nur Filme greifen diesen roten Faden auf – dass wahre Opfer, denen wirklich Leid widerfahren ist, viel weniger rachsüchtig sind und auch tiefer daraufhin im Glauben und im Vertrauen in das Leben verwurzelt. Die Menschen mit einem sehr kleinen Selbstbewusstsein, dafür umso größerem Ego, denen nicht wirklich was geschehen ist, hadern weit mehr, sind viel aggressiver und unversöhnlicher.

Rache ist süß? Wohl eher nicht. Innere Verhärtung und Unversöhnlichkeit sind Eigenschaften, die einen Menschen verbittern und innerlich erstarren lassen zu einem Gipsabdruck seiner selbst. Nie sollte man Befriedigung oder Machtausübung darin suchen, einen anderen Menschen leiden zu lassen, und sei es noch so kurz. Egal, wie gerechtfertigt es einem erscheinen mag.

Liebe ist Vergebung. Ja, manchmal ist sie ein inszeniertes Candlelight Dinner am Strand oder ein Kniefall mit Ring. Aber in erster Linie ist ihr Wesen das zu vergeben und zu verzeihen. Was nicht bedeutet, dass man gut heißen muss, was der andere getan hat. Aber man kann es loslassen, um die Gerechtigkeit wird sich eine andere Instanz kümmern, wir müssen nicht den Richter spielen.

Wir sind einzig und allein für unseren eigenen inneren Frieden verantwortlich. Würden wir den finden, dann würd vielleicht der Frieden im Außen auch besser funktionieren. Denn fast alle Zwistigkeiten nehmen ihren Anfang in der Rache...

Habt eine friedvolle Adventzeit!



04.11.2017 um 12:37 Uhr

DANKESCHÖN...

... meine lieben Splitterleser für 10.000 Klicks, durch die mein erster Blog atmet und lebt und dafür, dass Ihr immer wieder vorbeischaut!

Ich hoffe, Ihr tut das auch weiterhin, und ich werde mich bemühen, Euch die eine oder andere "philosophisch - vergnügliche" Minute zu bescheren!

Danke, Eure Heidi! Fröhlich

26.10.2017 um 15:30 Uhr

Schulmodell

von: Heidemaria   Kategorie: Gedankensplitter

Ich weiß nicht, wie es euch geht, meine lieben Leser, aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals in meinem Leben Integralrechnung, Kurvendiskussionen, irgendwelche chemischen Verbindungen, geschweige denn Völkerball gebraucht hätte, außer für Schularbeiten oder Jahreszeugnisse. Oder dass mich das ein Stück in meiner persönlichen Weiterentwicklung vorangebracht hätte. Bildung halte ich für wichtig, für wertvoll. Mein Schulmodell würde allerdings wie folgt aussehen:

1) in unserem Fall "Deutsch" würde ich natürlich belassen, ja sogar fördern. Lesen und schreiben halte ich für die notwendigste Basis überhaupt. Sich ausdrücken zu können in Schrift und Wort wird einem sehr viele Wege ebnen.

2) Mathematik könnte sich auf die Grundrechnungsarten und Prozentrechnen beschränken, den Rest dürften dann die, dies gerne tun, erledigen und sich weiterbilden.

3) Ich halte es für sehr wichtig, jungen Menschen "Geschichte" nahe zu bringen, damit sie Muster erkennen, Dinge verstehen lernen und manches in Erinnerung behalten. Ebenso wie Geographie und die Lehre über das Leben, die "Biologie."

4) Musik, Kunst, Kultur, Literatur - den Werken berühmter Menschen aus allen Sparten der Kreativität würde ich einen sehr großen Teil einräumen. Musisch gebildete Menschen sind feinsinnig, haben ein Auge und Ohr für das Ästhetische und Schöne. Und möglicherweise Respekt vor anderen Erschaffungen und der größten Schöpfung selbst, der Natur. Dabei würde ich sie nicht zwingen zu malen, wenn sie singen wollen. Bei manchen Dingen möchte man auch einfach passiver Konsument sein, und trotzdem entfalten sich innere Welten.

5) Der Philosophie und den mystischen Lehren aus aller Herren Länder und verschiedenen Kulturen würde ich einige Wochenstunden schenken, um in jungen Menschen die Neugier zu wecken, hinter die Kulissen des Offensichtlichen zu blicken, sie zu Erwachsenen zu erziehen, die bedächtig an Dinge herangehen, die um den Sinn des Lebens wissen, oder sich einfach nur Gedanken machen. Damit sie später nicht jeder Windhauch von außen umhauen kann.

6) Ich würde Kindern und Jugendlichen Unterricht geben in Sachen Selbstliebe, Selbstachtung, Selbstbewusstsein und der Beschäftigung mit sich selbst. Sodass sie nie gezwungen sein mögen, der Gesellschaft und ihren oft kruden Auswüchsen nachzulaufen. Damit sie sich trauen, eigenständige Meinungen zu haben und nicht der Masse hinterher zu blöken. Sich mit sich selbst beschäftigen können, ohne Entertainment von außen zu benötigen und trotzdem niemals Einsamkeit verspüren.

7) Für extrem wichtig halte ich das Erlernen des Umgangs mit der globalisierten und vernetzten Welt, ihnen einen respektvollen Ton schmackhaft machen, gerade im Bereich der sozialen Medien, wo man sich hinter seinem PC - Bildschirm verstecken kann. Sie auf die Gefahren und Risiken hinweisen, aber ihnen auch zeigen, welch wundervolle Möglichkeiten sich dahinter verbergen.

8) Ich würde ihnen im Sportunterricht nicht einfach einen Ball in die Mitte werfen und sie sich dann selbst überlassen, sie nicht wie geistbefreit im Kreis laufen lassen, oder sie zwingen, auf Seile zu klettern, über Kästen zu hüpfen oder sichüber Reckstangen schwingen müssen. Ich würde sie ECHTE Gymnastik betreiben lassen, ihnen zeigen, was ihr Körper kann, wenn man herausfindet, wie er tickt, ich würde ihnen auch Yoga, Pilates und andere uralte Bewegungstechniken zeigen, sie den Körper erspüren lassen, und den eines anderen, sodass sie erkennen, welch Wunderwerk er ist. Vor allem würde ich sie keinen dummen Konkurrenzspielen aussetzen und sie damit schon auf den Leistungsdruck der Welt "da draußen" anfixen.

9) Eine Stunde gäbe es, in der jeder das machen darf, was er glaubt, das er am besten kann. Ohne Beurteilung.

10) Zuletzt wäre da ein Raum, in dem man sich austauschen kann. Über Ängste, Sorgen, Nöte und freudige Ereignisse. Eine Art Runde der "anonymen Schüler".

Als Credo dürften sie erfahren, dass sie nicht Mathe, Physik und Rechnungswesen fürs Leben lernen müssen, sondern Toleranz, Weltoffenheit, Respekt und Liebe.

Ich glaube, wir sollten Kinder animieren zu erspüren, was sie sind, wer sie sind, was sie ausmacht und wo sie hingehen wollen. Gerade in diesem prägenden Alter wären andere Schwerpunkte konstruktiv, als sie jetzt gesetzt werden.

Bildung kann man sich auch später noch zu jedem Zeitpunkt aneignen. Wissenschaften kann man studieren, nachlesen, mittlerweile googeln. Herzensbildung nicht.




08.10.2017 um 13:59 Uhr

Hommage

von: Heidemaria   Kategorie: Gedankensplitter

Warnung: dies wird keine philosophische Kolumne...oder doch?

Ich möchte eine Hommage an Kleidung schreiben, ich bin sehr modeaffin. Stoffe und Schnitte gehören für mich zu den schönsten Dingen, für die es sich Geld auszugeben lohnt. Ich gebs zu, es ist eine Schwäche. Aber eine ästhetische.

Wie ich darauf komme? Es ist Herbst. Und nicht nur der trägt sein schönstes Gewand, Stichwort: goldgelbrote Farbenexplosion, sondern auch die Menschen - wieder.  Die Sommerzeit ist eine modische Grauzone, ein Schattenbereich, den ich kaum wahrnehme, Leute sind gekleidet, als wollten sie zum Strand gehen. Aber nicht, um echte Gewandung auszuführen. Bequemlichkeitsfaktor lass ich nicht gelten, wer mir erzählt, das Schönste, das er sich vorstellen kann, seien bloß Shorts und Flip Flops anzuziehen, mit dem habe ich einfach kein Gesprächsthema. Mit Verlaub, das ist einzig eine gültige Alternative, um nicht nackt auf die Straße zu gehen, aber mehr schon nicht. Das einzige Sommerkleidungsstück, das echte Attitude hat, ist der Jumpsuit, früher einfach Overall genannt. Man schlüpft rein, sonst keine Ergänzung notwendig, Schultern frei, Beine luftig umhüllt, wunderbar.

Jetzt, wo die Tage kühler werden, packen sich Menschen vom Hemd bis zu den Schuhen wieder in vorzeigbare und edle Schnitte. Ok, nicht alle.
Den Unterschied zwischen Stil und Style zu kennen, wäre mal grundsätzlich kein Fehler. Style ist eine Momentaufnahme, ja oft sogar eine Verkleidung, Stil ist was Haltbares, ein Statement, die Unterstreichung einer Persönlichkeit. Vielleicht liegt aber auch darin das Problem, wie in sovielen Dingen, dass Menschen sich selbst gar nicht kennen und deshalb auch nicht wissen, was ihnen steht oder was man wohin tragen kann. Es verleiht eine gesunde Portion Selbstbewusstsein, wenn man merkt, dass man dem Anlass entsprechend perfekt angezogen ist, und Komplimente machen Freude.

Man sollte sich zu jeder Zeit entscheiden, will man selber wahrgenommen werden, oder soll das Outfit im Vordergrund stehen? Ein Kleid sollte eine Frau maximal umrahmen, ihr aber niemals die Show stehlen.
Coco Chanel war es, die Mode von jedem unnötigen Schnickschnack befreit hat. Um ein Kostüm abzurunden, hat sie nie etwas dazu gegeben, sondern immer etwas weggenommen. Absolut zeitlos und heute gültig wie eh und je, lieber zurücknehmen, als mit einem Outfit zu lärmen. Es sei denn, man arbeitet in einem Zirkus oder sonstwo.

Wo ich wieder die liebe Gabrielle (Cocos richtiger Name) zitieren will, die da meinte: "Erotik soll mit dem Teelöffel und nicht mit der Schöpfkelle serviert werden." Danke, Coco. Möge man dies bitte den Stars und Sternchen der heutigen Zeit ausrichten, die anscheinend nur ihre Brüste haben, um wahrgenommen zu werden? Der absolute Stilcode: ENTWEDER Dekolleté ODER Beine scheint an ihnen ungehört vorbeizuwehen.
Umhüllte Körper finde ich persönlich weit erotischer als nackte. Ein mit Stil gekleideter Mensch, der seine Persönlichkeit unterstreicht und eine Botschaft transportiert, reizt Interesse weit mehr, als man wird mit zuvielen nackten Tatsachen konfrontiert.

Yves Saint Laurent, ein wahres Genie seines Faches, er hat die Coolness in die Frauenmode gebracht. Er hat sie in Hosenanzüge gehüllt, wie mondän!
Apropos cool: nein, die (Nicht-)Farbe Schwarz ist weder düster noch traurig, schwarz ist und wird immer elegant, aufregend und geheimnisvoll bleiben. Ebenso wie seine kleine Schwester Grau, denn - und nun zitiere ich mich selber aus einem älteren Blogeintrag: Grau ist bloß mattes Silber. Also Glamour pur.
Sehr wichtig ist auch der Wohlfühlfaktor. Nicht fragen, was darf man, was darf man nicht. Auch wenn sie tönen, kleine Frauen sollen keine flachen Schuhe tragen, trag sie mit Stolz, strahle dein Wohlbefinden darüber aus - und du wirst wunderbar aussehen!

In Sachen Lebensmittel tuns ja schon viele, wir sollten auch in unseren Kleiderschränken auf regionale Manufakturen achten, auf die Art der Wolle, auf Nachhaltigkeit. Lieber ein paar teurere Klassiker und gute Basics, als einen Haufen schlecht nach Chemie riechender Billigfähnchen. Früher bin ich auch jedem gerade modernen Stück, gerne auch günstigem, nachgelaufen, war auch ebenso schnell wieder aussortiert. Und wenn ihr wirklich einen Fehlkauf begangen habt, passiert mir auch trotz guter Vorsätze noch manchmal: macht Flohmärkte und Tauschbörsen mit Freundinnen und Kolleginnen, auch da habe ich schon wahre Schätze erstanden. Oder spendet es.

Mein Kasten jetzt, der hat Wert, das sind Lieblingsstücke, die mistet man nicht nach einer Saison wieder aus. Die haben Charakter.

Und Stil. Meinen nämlich.










13.09.2017 um 11:49 Uhr

Vom Ende der Geduld?

von: Heidemaria   Kategorie: Gedankensplitter

Nun kann es sein, dass ich mich mit diesem Thema ein wenig weit aus dem Fenster lehne, die Leser empört aufschreien - aber es beschäftigt mich, nebst all meinem Mitgefühl für jedes einzelne Opfer. Es beschäftigt mich philosophisch.

Jeder von uns verfolgt aktuell die Hurricans und Tornados in Florida, Mexiko, der Karibik - den schönsten Paradiesen der Welt, vieles davon der Traum aller Lottomillionäre und Aussteiger.
Die Spur der Verwüstung lässt niemanden kalt, und man empfindet tiefste Betroffenheit, wenn Menschen ihr Heim verlieren, wenn alles im wortwörtlichen Sinn den Bach runtergeht. Man kann nur dasitzen und ist machtlos.

Warum aber sind wir nur starr vor Entsetzen, wenn es uns, die Menschheit, trifft?
Warum sind wir es nie, wenn es die Erde trifft? Wenn sie wieder angebohrt, abgeholzt, ausgebeutet und niedergetrampelt wird, mit Plastik und Schmutz zugemüllt? Eventuell sind wir es noch, wenn Tiere abgeknallt werden, aber auch nicht alle.

Wir haben ja gute Ausreden, schließlich wollen wir alle essen und trinken. Nur leider will der Mensch noch mehr und mehr und mehr und mehr, er will auch Macht und Geld, wer wird sich denn da viel antun, wenn ein bisschen Öl in die Ozeane fließt?

Glaubt ihr nicht auch, dass die Erde sich ein wenig gereizt schüttelt? Ich würde mich auch nicht über uns freuen. Oder zumindest schimpfen wollen.Wir alle würden uns wehren und mal einen Alarmschuss abgeben.

Das Ungleichgewicht ist schließlich so tragend. Abermillionen von Jahren duldet sie uns schon still, läßt schreckliche Dinge mit sich anstellen, ernährt uns aber immer noch, erfreut uns immer noch mit den schönsten Panoramen. Haben wir es ihr je gedankt, unserer Mutter?

Warum bloß vergessen wir immer wieder, dass wir SIE brauchen, es aber niemals umgekehrt ist? Sie braucht uns nämlich für überhaupt GAR NICHTS. Es ist eine Gnade, dass wir hier leben dürfen.
Ziemlich demütig sollten wir die Schöpfung betrachten und sie inniger lieben als uns selbst.
Ewig lange sieht sie uns schon beim Unfug treiben zu. Langsam beginnt sie sich zu bewegen, ihre scheinbar endlose Geduld wirkt ein wenig strapaziert.

Es ist großartig, wenn Menschen jetzt spenden, zusammenrücken, einander helfen.

Lasst uns nie vergessen: Mitgefühl für Mutter Erde schließt automatisch Nächstenliebe mit ein - vielleicht bräuchten dann weniger Menschen vor den buchstäblichen Trümmern stehen, und die nach uns könnten mit Wohlwollen auf uns zurückblicken...