Frau Mitzis Rote Bar: Politisches und Privates

30.05.2004 um 02:48 Uhr

suppe

von: lilith

1/2 kilo kalbsknochen
1/2 kilo markknochen
1 kilo tafelspitz oder ähnliches

karotten, gelbe rüben, sellerie, lauch, knoblauch, ingwer, zwiebeln

salz, pfeffer

kräuter: salbei, majoran, oregano, thymian, minze

eine frische krenn-wurzel (meerrettich)

olivenöl, kürbiskernöl, balsamico-essig

 

 

:

die knochen und das fleisch waschen und in kaltem wasser auf den herd stellen. 5 minuten kochen lassen. dann alles abgießen, kalt abwaschen, den topf putzen und alles in heißem wasser noch einmal aufstellen.

gemüse und kräuter zugeben.
salzen, pfeffern.

 

nach einer halben stunde die markknochen aus der suppe nehmen und das mark herauslösen. salzen, pfeffern, krenn darüber reißen. und essen. mit brot und wein.

 

die leeren knochen weiter mitkochen lassen.

 

nach einer weiteren stunde: das fleisch heraus nehmen, ein bisschen abkühlen lassen, in scheiben schneiden und marinieren:

2 gehackte schalotten, 3 esslöffel olivenöl, 3 esslöffel kürbiskernöl, 2 esslöffel balsmico-essig, 1 teelöffel salz, ein bisschen pfeffer, ein bisschen zucker.

lauwarm servieren.

 

die suppe darf noch ein paar stunden weiter köcheln.

dann: abgießen, alle festen teile wegwerfen, im kühlschrank kaltwerden lassen und das fett abheben.

 

mit einem eidotter und frischen gehackten kräutern zum frühstück trinken. 

 

29.05.2004 um 02:40 Uhr

römer

von: lilith

 

Der Herr im

Anzug

Is Mister President

Of the United States

 

And

Brutus is

An Honourable Man

28.05.2004 um 02:01 Uhr

martina

von: lilith

ein 17-jähriges mädchen ist an der magersucht gestorben.

ihre mutter war religiös-fanatische veganerin - sie ließ keine ärzte in ihre nähe und fütterte sie ausschließlich mit kräutertees und -suppen. die behörden - obwohl mehrmals von den nachbarn verständigt - sahen keinen grund zum eingreifen.

sie hieß martina.

 

 

und wo war ihr vater?

28.05.2004 um 01:41 Uhr

aus: Lily Brett: New York.

von: lilith

Amerika ist laut seiner Nationalhymne das Land der Freien und der Tapferen. Aber es ist auch das Land alles Fettfreien. In Amerika kann man jegliche Nahrungsmittel fettfrei erhalten - fettfreie Würste und fettfreien Schinken, fettfreie Kekse und fettfreien Käsekuchen.

(...)

Die Hälfte aller Amerikaner ist übergewichtig, und ein Drittel ist fettleibig. Wie kann es dazu kommen, bei all den fettarmen und fettfreien Produkten?

Warum sind Franzosen, Italiener und Deutsche, die in einer Welt überschüssiger Kalorien leben, nicht dicker als Amerikaner?

 

...

(Suhrkamp Taschenbuch 3291, S. 41f)

 

 

28.05.2004 um 01:30 Uhr

zitat aus dem unten zitierten buch:

von: lilith

Diäten - und zwar solche mit sehr wenig Fett - verderben nämlich die Stimmung. Offenbar hängt der Serotoninspiegel im Gehirn in irgendeiner Weise mit der Menge an Cholesterin im Blut zusammen. Jedenfalls fielen bei vielen Studien zur Cholerstrinsenkung die hohen Unfall- und Selbstmordraten unter den Teilnehmern auf ...

Mit einem speziellen psychologischen Fragenbogen wurde die Seelenlage der Teilnehmer vor und nach dem Versuch ermittelt. Es zeigte sich, dass bei den Magerköstlern die Werte für depressive Stimmung etwas, die für Feindseligkeit und Wut stark gestiegen waren. Die Kollegen mit der fetteren Nahrung blieben ganz gelassen ...

Vielleicht hätte Cäsar seinen Brutus einfach mal öfter zum Schweinshaxenessen einladen sollen ...

 

Ach ja, noch was:

Diäten helfen sowieso nicht beim Abnehmen ... 

 

(S. 129)

27.05.2004 um 01:13 Uhr

na dann

von: lilith

prost!

mahlzeit!

27.05.2004 um 01:03 Uhr

für alle, die nicht mehr eine diät nach der anderen machen wollen:

von: lilith

 

Udo Pollmer, Susanne Warmuth,
Lexikon der populären Ernährungsirrtümer.

 

gibts bei piper jetzt auch als taschenbuch.

 

bitte lesen:

diäten machen dick! die beiden belegen das mit zahlreichen statistiken.

 

bitte essen und trinken:

am besten alles, was schmeckt. und vor allem: alles was (angeblich) dick macht: fleisch, fett, eier, zucker, weißbrot, alkohol. nur so gewöhnt sich der körper ab, aus jedem müden salatblattl das letzte herauszuholen. weil er dann nämlich satt und zufrieden ist.

 

soweit die botschaft des buchs. ich bin geneigt, ihr glauben zu schenken ...

 

(morgen noch ein paar details)

 

 

 

 

26.05.2004 um 02:30 Uhr

Diät

von: lilith

Eine Diät ist ein Abenteuerurlaub im eigenen Körper. Solange er dauert, redet man sich ein, dass es eigentlich ganz schön sei, trotz der Strapazen. Aber man ist doch froh, wenn man endlich wieder zu Hause ist.

21.05.2004 um 00:47 Uhr

noch ein geniales kochbuch

von: lilith

Alice Vollenweider, Aschenbrödels Küche

Meine liebsten Rezepte

diogenes 1971

in der bibliothek für lebenskünstler:

 

 

"Alice Vollenweiders Metier ist in erster Linie die Sprache, nicht die Küche, wie manche Leser vermuten mögen. Selbstverständlich handeln ihre Texte auch oft vom Essen. Wen wundert's, daß Alice Vollenweiders Eßtisch gleichzeitig ihr Schreibtisch ist."(annabelle)
"Fern allen modischen Geschwafels von Marktküche und Health Food weckt Vollenweider unseren Appetit auf kulinarische Mauerblümchen wie die volkstümliche Linsensuppe, lädt zum Tete-a-tete mit dem rustikalen Suppenhuhn und besingt die üppigen Reize der Busecca, der italienischen Kuttelsuppe.
Daß bei einer Femme de lettres auch Kochrezepte nicht einfach als sterile Auflistung von Zutaten und Beschreibung von Zubereitungen daherkommen, sondern in Form hübscher kleiner Geschichten, versteht sich von selbst."(NZZ-Folio)
"Die Rezepte sind einfach, wenn auch sehr schmackhaft. Es sind Rezepte aus Italien und Frankreich, aus Ungarn, Österreich und der Schweiz. Die Liste reicht von Aubergines alla parmigiana über Dorschfilets, Frühlingssuppe, Hackbraten bis hin zu Zwiebelgemüse und Zwiebelsuppe. Doch auf dem Weg liegen noch gefüllte Peperoni, Kalbsragout, Spaghetti in allen möglichen Variationen, ungarisches Gulasch und Winnetous Tod. Hinter diesem interessanten Namen verbirgt sich ein herzhaftes Bohnen-Fleisch-Gericht, zu dessen Zutaten außerdem noch Speck, Tomaten und Paprika gehören. Neben den vielen Rezepten enthält das Büchlein erheiternde Erläuterungen, Geschichten und Anekdoten, die zum Schmökern anregen - und natürlich zum Kochen. Die Illustrationen stammen aus der genialen Feder von Tomi Ungerer, dessen Abbildungen den Reiz dieses ungewöhnlichen Kochbuches noch erhöhen."(Norddeutscher Rundfunk)
"Vollenweiders Rezepte sind so einfach und überzeugend, daß auch Anfänger ohne Mühe damit zurechtkommen. Kein Wunder, ist der Küchen-Klassiker inzwischen in der vierten Auflage zu haben."(CoopZeitung)

20.05.2004 um 00:23 Uhr

Frau Mitzis antibiotische Bombe

von: lilith

in 2 Esslöffel Olivenöl eine Knoblauchzehe pressen, ein Stück frische Ingwerwurzel reiben, ein bisschen salzen, ein paar Tropfen Zitronensaft dazugeben

die Marinade über 2 Handvoll Kresse verteilen (Garten-, Brunnen- oder Kapuzinerkresse)

 

das wirkt gegen Entzündungen aller Art, nicht nur gegen bakterielle wie Antibiotika, sondern auch durch Viren und Pilze verursachte

und hat auch sonst nur positive Nebenwirkungen

 

 

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ausprobieren!

18.05.2004 um 23:06 Uhr

safranreis

von: lilith

Safran war und ist eines der kostbarsten Gewürze der Geschichte: 50.000 feine Blütennarben von Crocus sativus müssen von Hand gezogen und getrocknet werden, um 100 Gramm echten Safran zu gewinnen. Doch schon wenige Fäden verleihen Gerichten eine starke gelbe Farbe, ein zartbitteres, honigähnliches Aroma und beruhigende, krampflösenden Wirkungen.

(aus: Alchemie der Küche)

 

Ich habe heute Safran-Paprikareis gekocht:

Erdnussöl erhitzen, eine Tasse Basmati-Reis kurz anschwitzen.
Salzen, ein paar Fäden Safran, 1/2 gelber, 1/2 roter Paprika, würfelig geschnitten, dazugeben. Mit 2 Tassen Wasser ablöschen, einmal aufkochen lassen, abdrehen, zugedeckt auf der noch heißen Platte stehen lassen., bis er weich ist.

Passt zu Fisch, Geflügel, Scampis, Gegrilltem (Fleisch oder Gemüse), zu Blattspinal, Rühreiern, also zu fast allem.

Schaut schön bunt aus, Kinder mögen ihn!

Man kann auch kleine Ingwerstückchen mitdünsten, dann wird er ein bisschen schärfer und mobilisiert das Immunsystem.

 

18.05.2004 um 02:28 Uhr

das wahre geheimnis

von: lilith

Serge Equilbey

 

"jede küche ist zugleich ein alchemistisches labor"

17.05.2004 um 23:43 Uhr

Noch ein Buch aus meiner Kochbüchersammlung: Alchemie der Küche

von: lilith

Vom Geheimnis großer Kochkunst und der Heilwirkung feiner Speisen

 

von Dr. med. Peter Schleicher
mit Rezepten von Eckart Witzigmann

2001 Mosaik München

 

 

Buchkritik von Martina Tschirner

 

Den einen galt Alchemie als windige Goldmacherei. Den anderen als Geheimwissenschaft. Richtiger ist es, sie als Heilkunst und frühe Wissenschaft zu definieren. So sind zum Beispiel viele der etwa 500 Jahre alten Erkenntnisse von Paracelsus noch heute aktuell und nutzen unserer Gesundheit. Dass sie sogar in der Küche Anwendung finden, beweist dieses Buch.

Die Autoren Dr. Peter Schleicher und Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann lüften darin das Geheimnis hoher Kochkunst und zeigen, dass ein guter Koch auch Alchemist ist. Er veredelt die Produkte der Natur und verstärkt durch besondere Verfahren ihre Eigenart. Aromen und Düfte entfalten sich dabei nicht nur zu einem besonderen Geschmackserlebnis, sie entfalten ebenso ihre Heilkräfte.

Den Beweis dafür liefern die alchemistisch betrachteten Witzigmann-Rezepte, allesamt Rezepte der Extraklasse. So regen beispielsweise Muskatnuss und Pfefferminztee in einem Couscous Magen und Darm an, frische Minze hilft bei der Entgiftung der Leber und trennt gute Energie von schlechter Schlacke. Der innere Alchemist wird aktiviert.

Neben den Küchengeheimnissen des Starkochs bietet das Buch jede Menge interessanter geschichtlicher Informationen. Und es erklärt ausführlich, wie unser inneres Chemielabor funktioniert.

Meine Meinung: Sehr spannend zu lesen, wobei die Rezepte von Eckart Witzigmann auch ohne alchemistisches Vorwissen großen Appetit machen.

 

 

 

17.05.2004 um 23:23 Uhr

Alchemie

von: lilith

In jedem Ding ist eine Essenz und ein Gift.
Essentia ist das, was den Menschen am Leben erhält,
Gift das, was ihm Krankheit zufügt.

Paracelsus

 

 


11.05.2004 um 03:35 Uhr

gehns schlafen, frau mitzi!

von: lilith

ja, schani, ich geh eh schon. gottseidank hab ich die grippe. da hab ich noch 2 tage zum nixtun. zum wirklich nixtun.

11.05.2004 um 03:32 Uhr

und immer wieder

von: lilith

gertrude stein "Es braucht viel Zeit ein Genie zu sein, man muss so viel herumsitzen und nichts tun, wirklich nichts tun."

11.05.2004 um 03:20 Uhr

tuns nicht lästern, schani. ich mach jetzt frühstück, gell. nix römisches.

von: lilith

11.05.2004 um 03:06 Uhr

was hams denn imma mit die alten römer, frau mitzi!

von: lilith

 

 

11.05.2004 um 02:59 Uhr

2. buch: gehacktes

von: lilith

Würste: 1. Stampfe Eier und Hirnchen, Pinienkerne, Pfeffer, Liquamen, ein wenig Laser, und damit fülle die Wursthaut. Koche sie in Wasser, danach grille sie und trage sie auf.

(Farcimina: 1. Ova et cerebella teres, nucleos pineos, piper, liquamen, laser modicum, et his intestinum implebis. Elixas, postea asas et inferes.)

08.05.2004 um 01:02 Uhr

1. buch: der sparsame wirtschafter

von: lilith

Aus Rotwein mach Weißwein:

Gib Paste aus Bohnenmehl oder 3 Eiweiß in die Flasche und schüttle sie sehr lange. Am nächsten Tag wird er weiß sein. Asche von weißem Rebenholz macht dasselbe.

(Vinum ex atro candidum facies: lomentum ex faber factum vel ovorum tritumalborem in lagonam mittis et diutissime agitas; alia die erit canditum. Et cineres vitis albae idem faciunt.)

 

jössas!

mitzi