Frau Mitzis Rote Bar: Politisches und Privates

29.09.2004 um 23:44 Uhr

noch was zu den paralympics

von: lilith

Flags are flown at half mast as spectators attending the Closing Ceremony of the 12th Paralympic Games at the Olympic Stadium in Athens, observe a moment of silence, on 28/09/2004 © ATHOC/ΑΝΑ/STYLIANOS AXIOTIS

prinz

 

29.09.2004 um 01:40 Uhr

die älteste demokratie europas*

von: lilith


Am 7. Februar 1971 erhalten die Schweizer Frauen nach einer Volksabstimmung unter Männern das Wahlrecht auf Bundesebene. Nach einem jahrzehnte langen Kampf votierten die Schweizer Männer mit einer Zweidrittelmehrheit von 621.000 Ja- gegen 323.000 Nein-Stimmen für das Wahlrecht der Frauen.

Schon seit 1909 kämpften die Schweizer Frauen dafür das Wahlrecht zu erhalten. Lange ohne Erfolg: 24 Mal wurde in dieser Zeit über das Wahlrecht abgestimmt, 24 Mal erlitten die Befürworter des Frauenstimmrechts eine Niederlage. Noch 1957 hatten Zweidrittel der Männer sich dagegen ausgesprochen.


Es war ein langer und harter Kampf bis die Schweizer Frauen, die Schweizer Männer endlich davon überzeugen konnten, dass auch sie ebenso gute und verantwortungsvolle Demokratinnen sein können wie die Männer selbst. Bereits 1909 gründeten Frauen in Bern den „Schweizerischen Verband für das Frauenstimmrecht“ und kämpften um Mitbestimmung. Lange ohne Erfolg: Allein 24 Mal wurde in den Jahren zwischen 1919 und 1957 in den Kantonen über das Wahlrecht abgestimmt und jedes Mal erlitten die Befürworter des Frauenstimmrechts eine Niederlage.


Noch 1957 stimmten Zweidrittel der Männer dagegen. Ihre Argumente waren dabei ebenso haarsträubend wie hausbacken: Vom Zerfall der Familie, über die Verwahrlosung der Jugend bis hin zur kompletten Unfähigkeit der Frau eine politisch sinnvolle Entscheidung zu treffen war dabei oft die Rede. „Woher will eine Frau diese Zeit nehmen? Sie wird entweder von ihrem eigentlichen Aufgabenkreis abgezogen werden oder aber die politische Aufgabe zu wenig durchdacht, das heißt mehr gefühlsmäßig lösen.“ Gab ein empörter Leser in der Neuen Zürcher Zeitung zu bedenken. Eine Sicht, der selbst manche Schweizerin zustimmte und so der eigenen Sache mehr als schadete.


Erst als die Schweiz sich 1968 weigerte die Europäischen Menschenrechtskonvention voll zu akzeptieren und ihre Unterschrift nur mit Vorbehalt leisten wollte, kam neuer Schwung in die Diskussion. Denn Vorbehalte hatte die Schweiz einzig gegen das in den Menschenrechtskonventionen festgelegte Frauenstimmrecht; das aber wollten die Schweizerinnen so nun endgültig nicht länger akzeptieren. Zumal sich nach dem 2. Weltkrieg auch dortzulande die Verhältnisse geändert hatten und die Frauen wichtige Bereiche in der Arbeitswelt besetzten. Einer Tatsache, der zwar einzelne Kantone wie Genf, Waadt, Neuenburg, Freiburg, Wallis, Basel-Stadt, Basel-Land und Luzern schon Rechnung getragen hatten, indem sie den Frauen immerhin auf Gemeindeebene Stimmrecht verliehen, aber auf Bundesebene sah es dennoch anders aus: Dort entsprach die politische Stellung der Schweizerinnen – zumindest rechtlich gesehen - der der Frauen im Jemen, in Jordanien, Kuwait und Saudi-Arabien. Ein Skandal, den die Frauen 1968 nutzen und zum Aufmarsch gegen die Instanzen riefen: mit Erfolg.


Nach einem Demonstrationszug auf Bern, an dem zwar nur 5000 Menschen teilnahmen, entbrannte in der Presse eine hitzige Debatte, um das internationale Ansehen der Schweiz. Einem Land, das sich doch selbst als eine der renommiertesten Demokratien der Welt verstand. Das alles zeigte Wirkung und so wurde im Parlament schließlich eine neue Gesetzesvorlage eingebracht. Mit Erfolg. Am 7. Februar 1971 stimmten die Schweizer Männer mit einer Zweidrittelmehrheit von 621.000 Ja- gegen 323.000 Nein-Stimmen für das Wahlrecht der Frauen auf Bundesebene und verhalfen damit den Frauen nach einem über 90 Jahre dauernden Kampf zur Teilnahme an den politischen Entscheidungen ihres Landes.

quelle

* sieht man von der griechischen sklavenhaltergesellschaft einmal ab ...

 

29.09.2004 um 01:03 Uhr

ein bisschen werbung für ein leider wenig beachtetes ereignis ...

von: lilith

Paralympics: Österreichs Medaillen-Gewinner

Bei den 12. Paralympics der Behindertensportler in Athen gab es für Österreich insgesamt 23 Medaillen.


GOLD (8):
Andrea Scherney (W) Weitsprung
Stanislaw Fraczyk (NÖ) Tischtennis
Thomas Geierspichler (S) 1.500-m-Rollstuhlrennen
Johann Mayrhofer (OÖ) Handbike-Straßenrennen
Georg Tischler (B) Kugelstoßen
Christoph Etzlstorfer (OÖ) Straßen-Zeitfahren
Wolfgang Eibeck (NÖ) Straßen-Zeitfahren
Bil Marinkovic (W) Speerwerfen (WR)

SILBER (11):
Wolfgang Eibeck (NÖ) 4.000-m-Rad-Einzelverfolgung
Thomas Geierspichler (S) 5.000-m-Rollstuhlrennen
Thomas Geierspichler (S) 800-m-Rollstuhlrennen
Thomas Geierspichler (S) Marathon-Rollstuhlrennen
Hubert Aufschnaiter (T) Sportpistole
Willibald Monschein (B) Kugelstoßen
Rene Schwarz (OÖ) Kugelstoßen
Johann Mayrhofer (OÖ) Handbike-Kombinationswertung
Wolfgang Dabernig (K) Rad-Kombinationswertung
Stanislaw Fraczyk & Rene Gutdeutsch (NÖ & NÖ) Tischtennis-Teambewerb
Wolfgang Dubin (W) Kugelstoßen

BRONZE (4):
Hubert Aufschnaiter (T) Luftpistole
Thomas Geierspichler (S) 400-m-Rollstuhlrennen
Dennis Wliszczak (NÖ) Hochsprung
Christoph Etzlstorfer (OÖ) Handbike-Straßenrennen

Daneben führte Michael Buchleitner den blinden Kenianer Henry Wanyoike im 5.000 m-Lauf mit neuer Weltrekordzeit zu Gold.

 


 

27.09.2004 um 23:57 Uhr

gestern beim heurigen

von: lilith

die chefin ist 84. sie geht auf und ab, schüttelt hände und macht konversation. sie spricht über die guten alten zeiten, über die schwierigkeiten ihres sohnes, eine brave zu finden und über die grausliche gewalt in der welt -

ich: ja. war das nicht schrecklich in beslan ...

sie (bedächtig nickend): ja. die werden wir nie wieder los, die ausländer!

ich: ???

sie: unsere sauberen madln kommen mit ägyptern daher! und mit negern!

ich: meine familie kommt aus dem burgenland. da sind sehr viele ausgewandert in den 20-er und 30-jahren. ich hab eine riesige amerikanische verwandtschaft! die jüngeren brüder meines großvaters sind alle nach amerika gegangen und haben dort geheiratet. 

sie: ja?  das warn sicher alles fleißige burschen.

ich: ich hab auch eine finnische und eine dänische verwandtschaft.

sie: ja? und wie gehts denen dort?

ich: gut. die sind sehr schnell eingebürgert worden.

sie: wirklich? das ist aber schön. - das problem ist die vermischung! was wollen denn unsere madeln mit einem schwarzen?

 ---

hier gebe ich auf ...

ps. hoffnung. gehört sie einer aussterbenden generation an?

 

 

27.09.2004 um 23:32 Uhr

europa ist nicht europareif

von: lilith

italien wird von berlusconi und weiteren machtgeilen mafiosi kontrolliert, in deutschland werden die nazis wieder schick, die älteste europäische demokratie hat sich grade mal durchgerungen, frauen karenzgeld zu geben (aber ausländer raus!!!) und bei uns in kakanien liebt man haiders ewig wieder kehrende kalendersprüche zum dritten reich ("da gabs eine ordentliche beschäftigungspolitik ...)

 

27.09.2004 um 23:18 Uhr

zitat

von: lilith

hibou:

"Frei nach Brechts Spruch über die Kaelber macht sich die Demokratie noch immer selbst fertig. Aber nicht nur hier.  (Türkei)

Warten wir mal ab, wie heute die Schweizer über schnellere Einbürgerung von Auslaendern abstimmen."

 

27.09.2004 um 23:14 Uhr

wieder ein europäisches land, dass

von: lilith

 

nicht europareif

ist ...

 

24.09.2004 um 22:51 Uhr

noch eine mögliche version von der frau mitzi

von: lilith

 

(weil ich gerade wieder gefragt wurde, wie alt ich bin)

das sollte meine indianerseele werden. denkt euch die haare weißer und die augen schielender. schweißtuch schwarz und mund dunkelbraun ...

:)

 

 

24.09.2004 um 20:53 Uhr

frau mitzi im gebirge:

von: lilith

 

 

hier hab ich versucht, mich selbst zu basteln. ein paar falten müsst ihr euch noch dazu denken, die angebotenen haben mir nicht gefallen ...

 

21.09.2004 um 00:40 Uhr

merkwürdiges interview

von: lilith

ein westdeutscher journalist zu den nazi-erfolgen in sachsen:

den ostdeutschen geht es zu gut. sie wollen sich bloß an an den westdeutschen rächen. sie sind wie pubertierende kinder, die ihren eltern eins auswischen wollen. das hat wenig mit politik zu tun, eher mit massenpsychologie ... und mit ästhetik (!!!)

(jössas, mitzi)

 

20.09.2004 um 22:42 Uhr

Melinzánes Styfádo: Geschmorte Auberginen

von: lilith

Wir schlitzen die Auberginen längs auf.

Wir vermischen Salz und Pfeffer und pro Aubergine 2 mittelgroße gehackte Knoblauchzehen. Diese Mischung streichen wir in die Auberginen. Zusammen mit Kartoffelstückchen und klein geschnittenen Zwiebeln braten wir die Auberginen in Öl an. Dann gießen wir eine dicke Tomatensoße daran und schmoren alles bei normaler Hitze weich.

aus:

Bauerle, Heidi

Santorin. 
Köstliche Originalrezepte, Geschichten und Bilder aus der Ägäis. Griechische Impressionen. 2003, durchg. farb. Zeichnungen u. Aquarelle, 96 S.

ISBN: 377500422X

 












 



 

19.09.2004 um 22:59 Uhr

die hand im vulkan

von: lilith

 

19.09.2004 um 08:08 Uhr

frühstück

von: lilith

guten morgen!

 

18.09.2004 um 23:22 Uhr

wasser

von: lilith

gute nacht!

 

17.09.2004 um 00:36 Uhr

Vulkan

von: lilith

 

17.09.2004 um 00:31 Uhr

Steine in der Mauer

von: lilith

 

05.09.2004 um 20:26 Uhr

sendepause bis nächsten montag

von: lilith

ich werde hier

sitzen, lesen, schreiben, arbeiten, unterrichten, essen und trinken ...

bis dann!

 

05.09.2004 um 20:23 Uhr

berg

von: lilith

und

liebe grüße an euch alle!

 

 

04.09.2004 um 23:44 Uhr

nach der "erfolgreichen befreiungsaktion"

von: lilith

(o-ton der geisel"befreier") wird putin dennoch "effizientere sicherheitsmaßnahmen" ergreifen. man darf gespannt sein: wird er seine wild gewordene soldateska endlich aus tschetschenien abziehen und durch eine internationale beobachtungs-, schutz- und hilfstruppe ersetzen? wird er das zertrümmerte land wieder aufbauen? und was gedenkt die europäische gemeinschaft dazu zu tun? weiterhin die freundschaft pflegen, wie chirak und schröder das just zum zeitpunkt der geiselnahme so eindrucksvoll demonstriert haben, dass vor lauter freundschaft die tschetschenien-frage mit keinem wort erwähnt wurde? das wird nicht genug sein.

salina dschandarova, eine der entkommenen geiseln über die geiselnehmer:

"sie selbst nennen sich tschetschenen und fordern den abzug der russischen soldaten aus tschetschenien. außerdem haben sie uns gesagt, die russen hätten ihre kinder umgebracht, sie selbst hätten daher nichts mehr zu verlieren. als ich einen von den terroristen fragte, wie er kinderleben gefährden könne, sagte er: als meine kinder ermordet wurden, hat mich auch keiner gefragt." (quelle: kurier)

 

04.09.2004 um 23:18 Uhr

notiz

von: lilith

prometheus