don't dream your life, live your dreams

16.05.2008 um 13:50 Uhr

On the trail again

tja, lang ist's her, als man das letzte mal was von mir gehoert hat.

nicht dass ihr jetzt denkt es sei nix passiert - NEIN - eine ganze menge ist passiert, aber ich war ganz einfach etwas schreibfaul, und ausserdem gibt es ecken auf dieser welt, da funktioniert nicht immer alles so wie man sich das wuenscht. und in so einer ecke sind wir momentan unterwegs.

etwas genauer: INDIEN.

der 25.03.08 ist unser magisches datum. das wetter ist weihnachtlich, es schneit, sturmt und ist saukalt. letzte vorbereitungen und um 22:20 (puenktlich) faehrt unser nachtzug ab nach frankfurt.

wir haben ein abteil fuer uns alleine, und schlafen auch bis um 7:00 frueh genuesslich durch, denn dann heisst es einen ganzen tag in frankfurt tot-zu-schlagen. irgendwie geht dieser vorbei, und um kurz vor 9:00 sitzen wir dann endlich im flieger nach dubai (fuer ganze 99,- euro pro nase!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!)

die 3 tage in der "wueste" sind ein netter zwischenstopp mit dauerstaunen was diese irren araber alles machen. kohle spielt hier absolut keine rolle fuer irgendwas. jedes kindermaedchen faehrt hier einen porsche cayenne. und jeder 2. araber bestellt sein auto in italien bei maserati und co....(na bei den spritpreisen wuerd ich wahrscheinlich auch so ein auto fahren - 24 euro-cent der liter super!)

am 29.03. fliegen wir dann weiter nach mumbai.

als wir kurz vor mitternacht ankommen trifft uns fast der schlag. um es mal human auszudruecken, mit dubai kann man es nur schwer vergleichen...

wir suchen ein hostel (taktisch aeusserst unklug um diese zeit) und finden sogar einige - 2 betten mit einer wand rundherum - mitten im gebaeude (also ohne fenster) und bad und klo zum teilen mit mindestens 50 anderen "zimmern" und das zum schnaeppchenpreis von umgerechnet fast 20 euro......... NEIN DANKE!!!!!!!!!!!!

mumbai beschraenken wir also auf ein minimum an sightseeing und machen uns gleich nach 2 tagen aus dem staub. auf nach rajasthan.

mit dem taxi wollen wir am bahnhof, und der ausserst schlaue inder-taxifahrer erklaert uns, dass am mumbai-hauptbahnhof HEUTE keine zuege abfahren, und wenn wir wohin wollen nur das taxi in frage kaeme.... und fuer rund 2000 euro (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) wuerde er uns glatt die 2.500 km nach udaipur fahren - mit seinem TATA-TAXI (identisch mit einem TRABI aus den 50ern)

war ja ein netter versuch, aber deine gage wird um die haelfte gekuerzt mein freund...

sitzen also etliche stunden spaeter im zug nach udaipur.

victor und ich waren uns auch sehr schnell einig, dass wir indien im eiltempo besichtigen und die zeit lieber in suedostasien nutzen. und so war es auch...

die grobe route:

UDAIPUR (wasserschloss etc)

MT. ABU (ferienort der wohlhabenden inder)

JODPUR (ganz tolles maharadja fort) kurze anekdote: ich bestelle im guesthouse zum fruehstueck ein muesli mit joghurt. beim ersten loeffel ist klar, das joghurt ist sauer. ich winke den chef her und sage ihm das. tappt der doch tatsaechlich mit seinem finger in meine schuessel und probiert. und kaum zu glauben, aber er gibt mir recht, dass es sauer ist. er dampft in die kueche ab und werkelt ein ganz schoenes weilchen herum. dann kommt er wieder mit ein und dem selben muesli - er hat es gewaschen (mit wasser aus der leitung - nochmal als gedankenstuetze - wir sind noch immer in INDIEN!!!) und einem frischen yoghurt..... da bleibt einem doch die spucke weg....

JAISALMER (in der wueste thar an der pakistanischen grenze. dort machen wir eine 2-tage kamelsafari, schlafen in den sandduenen neben schnarchenden kamelen etc)

PUSHKAR (der beruehmte kamelmarkt findet leider zu einem anderen zeitpunkt statt...)

JAIPUR (palast der winde und das observatorium mit ueberdimensionalen geraeten

AGRA (taj mahal = wahrscheinlich die groesste touristen abzocke in ganz indien, aber imposant) anekdote: in agra agiert eine mafia, wo restaurants und krankenhaeuser hand in hand arbeiten. na klingelts schon??? genau! im restaurant mixen sie einem was ins essen und das krankenhaus (jedes 2. haus in agra ist irgendeine medizinische einrichtung!!!) hat ganz spontan das passende mittel dafuer und laesst sich das mit rund 300 euro auch gut bezahlen!!!!

DELHI (tolle stadt - mit sicherheit die schoenste in indien und toller kaffee!!!)

KASHMIR (nur 1 std flug, aber etwas mulmig ist einem da oben schon. militaer und polizei - bewaffnet bis unter die zaehne an allen ecken und enden. wir mieten uns in einem ganz tollen holz-hausboot ein. superschoene tulpengaerten und angenehme kuehle temperaturen)

DARAMSALA (der dalai lama ist leider zur zeit in den USA, aber in diesem klein-tibet herrscht eine ganz andere stimmung. wir wollen gar nicht mehr weg! etliche friedliche "free-tibet" demonstrationen sind am laufen; hunderte moenche, tibeter und touris in stillen kerzenprozessionen...)

CHANDIGAR (die gruenste und sauberste stadt indiens)

VARANASI (die heilige stadt am ganges, wo leben und tot hand in hand gehen. im fluss wird gebadet, das geschirr gespuelt und waesche gewaschen, getrunken, tote tiere versenkt, wasser zum kochen geholt, tote hindus-rund 350 pro tag!- verbrannt und deren asche in den fluss gestreut, ................... und das alles auf einer laenge von 2km. das gangeswasser ist so hochgradig verseucht, dass es auf 100ml rund 1,5 mio faekalbakterien aufweist. wasser das zum BADEN geeignet ist darf laut welt-norm nicht mehr als 300 aufweisen! und das leben und sterben am ganges geht weiter......

von hier aus machen wir urlaub von indien

NEPAL

POKHARA (eigentlich mit traumhafter bergsicht auf die anapurnaregion - leider bleibt uns dieser blick verwehrt. es ist durchgehend bewoelkt. wir kaufen gemeinsam mit einem hollaendischen paerchen fuer ein ganzes waisenhaus neue schuluniform-schuhe und -socken. noch nie in meinem leben habe ich kinder gesehen die sich so ueber etwas gefreut haben wie ueber diese dinge! ich bin auf der kathmandu-tageszeitungs-titelseite! nehmen an einem touri-"marathon" teil und am start gebe ich auch gar kein sooo schlechtes bild ab Fröhlich!

KATHMANDU (eigentlich ein dorf - keine stadt, so ueberschaubar! tolle architektur am durbar square, den stupas hoch ueber der stadt thronend und ueberall der tibetische einfluss. man muss sich einfach wohlfuehlen, allerdings die luftverschmutzung sehr, sehr krass. wir treffen uns ausserdem mit rudi - einem weltenbummler der fast mein nachbar ist (rund 4 km wohnt er weg) auf einen kaffee in nepal, als welten-druemsler erklimmen wir die ganze himalaya-range mit einer 15sitzer maschine und sind dem mt.everest quasi auge in auge gegenueber. ein irres panorama, 7 der 13 8.000er zu sehen)

zurueck nach indien - genauergesagt nach darjeeling

DARJEELING (auf eine tasse tee, oder 2, oder 3, oder.... in der nacht frieren wir uns hier oben ganz schoen den hintern ab, aber gelegentlich erhaschen wir sogar einen blick auf den hoechsten gipfel indiens - der gleichzeitig der 2.hoechste berg der welt ist)

SIKKIM (mehr als die hauptstadt sehen wir nicht, weil wir zwischen den sehr haeufigen stromausfaellen doch tatsaechlich unseren weiterflug nach asien buchen konnten...)

KOLKATA = KALKUTTA (mit dem nachtzug in der frueh angekommen lagern wir unser gepaeck am bahnhof ein, und erkunden die stadt. der erste eindruck sehr angenehm, aber als wir dann die missionsstadtion von mutter theresa besuchen, sind wir wiedereinmal umsomehr dankbar in europa zu leben. das zu sehen bedarf schon einem sehr guten magen und guten nerven)

um 2h frueh fliegen wir dann endlich weiter nach thailand.

05.03.2007 um 02:55 Uhr

buen precio amiga!

diesen satz, ich kann ihn nicht mehr hoeren!!!!

von panajachel gehts mit dem chickenbus weiter in richtung quetzaltenango. die naechste groessere stadt auf meiner route. rund um die plaza faedeln sich die prunkbauten auf, wie eine perlenkette - man koennte glatt meinen, in wien rund um die hofburg zu rennen. stuck vom feinsten und fresken wie es unsere hauptstadt nicht schoener hat...

das schoene haben hier anscheinend aber nur die oeffentlichen gebaude. mit den hostels ist es nicht weit her. anyway. ich handle wenigstens den preis noch herunter und bin halt so viel wie moeglich draussen um das haessliche zimmer nicht sehen zu muessen... selbst das "baño con agua caliente" ist nur dann caliente wenn man es nur raustroepfeln laesst aus dem duschkopf. dreht man etwas mehr auf, so dass man auch nass wird, ist es saukalt. und das ist bei wenigen graden ueber null schon beinhart. na ja  - schliesslich liegen wir auch auf ca 2600 metern.

bis zu meinem naechsten etappenziel geht schon mal ganz leicht ein ganzer tag mit dem guten alten chickenbus drauf. mit dem ersten bus in richtung la mesilla - die grenzstadt zu mexico. von dort mit dem tuck tuck bis zum zollhaeusl - von dort geht ein sammeltaxi durchs niemandsland zur anderen seite - in mexico gibts dann einen colectivo - also einen oeffentlichen bus bis in die naechstgroessere stadt. so. und ueberall muss man sich um sein geld raufen. jeder verlangt wie es ihm grad einfaellt. ich verhandle bis ich schwarz werde - und immer wieder versichere ich ihnen, dass sie es mit mir gar nicht versuchen brauchen, weil ich nun mal keine gringa bin. letztendlich bezahle ich fuer die gesamte strecke die haelfte... (und da soll nochmal wer sagen, die asiaten seinen schlitzaugen...)

an der mexikanischen grenze treffe ich nach der erledigung der grenzformalitaeten einen amerikaner. ich plaudere ein weilchen mit ihm, und er erzaehlt mir, dass er einen minibustransfer nach san cristobal gebucht hat, und mit dem aber ganz alleine unterwegs ist. bei mir laeuten alle alarmglocken, und fuer etwas bakschisch nimmt der fahrer auch mich mit. anstatt mit dem oeffentlichen rumpelbus fahre ich fuer den halben preis privattransfer klimatisiert bis ins stadtzentrum.

wieder mal ein typischer fall von gluecksscheisserl!!!

in san cristobal bleib ich dann laenger als geplant, aber mir gefaellt es ausgesprochen gut. nette cafes, ich lerne viele leute kennen........ angnehm hier ist vor allem auch das klima. tagsueber richtig schoen heiss, und in der nacht sehr kalt.

auch hier gurke ich wieder in der gegend herum wie eine verrueckte. aber es macht spass in den kleinen colectivos trifft man vieeeele nette einheimische. hier ein bissl plaudern und da ein bissl quatschen. das ist halt das schoene am reisen... allerdings wird es hier schon ein bissl schwierig mit spanisch. die aeltere generation spricht fast nur maya. und das aehnelt spanisch noch nicht mal ein bisschen... da muessen halt wieder die guten alten haende und fuesse her...

4 stunden brauchen wir fuer die 170 km von san cristóbal nach palenque. rauf auf den pass, auf der anderen seite wieder runter... und kurven wo man sich fragt wer diesen strassenbau verantworten muss?¡ man koennte mintestens 3/4 asphalt sparen, wenn man die strasse wenigstens annaehernd gerade gemacht haette... palenque - eine der schoensten mayastaetten die ich bisher gesehen habe! leider ist hier der gringo tourismus schon sehr stark. und es bedarf schon einer ganz gehoerigen portion geduld und geschick ein foto zu schiessen wo nur wenige pauschaltouristen mit 3 kameras um den hals herumstehen und glotzen...ob touristisch oder nicht - sehr beeindruckend und auch die wasserfaelle rundherum entlocken sogar mir als oesterreicherin ein wow... (wahrscheinlich hat kriml mindestens das selbe touristenaufkommen wie diese hier, aber gut...)

der 8 stunden nachtbus (hauptsponsor dieser busgesellschaft ist ganz sicher eskimo - zumindest der temperatur nach zu urteilen!!!) bringt mich dann von palenque nach mérida. von hier breche ich zur letzten etappe auf - noch bin ich nicht ganz sicher, ob ich mir chichen itza wirklich ansehen soll. ein grund dafuer ist, dass der busparkplatz groesser ist als das ganze areal, und selbst wenn man sein ticket schon hat, steht man noch mindestens eine halbe stunde am eingang bis man endlich durch das drehkreuz durch ist... letztendlich lasse ich mich aber doch ueberreden und habe es im nachhinein bereut. meinen letzten maya tempel waren KEIN kroenender abschluss -  aber gut. noch am selben tag erreiche ich valladolid. hier bleibe ich die letzte nacht, bevor ich morgen mein endziel CANCUN erreiche. mit etwas gemischten gefuehlen.... die aufdringliche art der mexikanischen souveniershopbesitzer zwingt mich zu einer grundlegenden aenderung meiner sprache. generell wird hier JEDER  (ob schwarz, weiss, gruen oder rot, schlitzaugen oder nicht auf englisch angesprochen). "amiga, good price for you! look here! what are you looking for?......." und das alle 2,5 meter. ich schwoere, so genervt war ich noch nicht mal mitte august auf fuerteventura, wenn der 2798 deutsche fragt wann denn die inselrundfahrt nochmal war!!!

ich aendere wie gesagt meine taktik, und immer wenn mich nun einer anspricht, schaue ich ihn ganz verstaendnislos an und sage: "lo siento señor, yo NO hablo ingles!?!?" schon fast schlechten gewissens entschuldigen sie sich dann immer 100x und lassen einen mit einem vertrauenserweckenden laecheln ganz einfach in ruhe   Fröhlich

die kilometerangaben auf den strassenschildern die nach cancun weisen werden immer weniger, und dann ist es soweit. wir trudeln ein am busterminal. oder besser gesagt auf einem anderen planeten!!! die mexikanische realitaet ist hier soooooooo weit weg, dass lichtjahre gar nicht ausreichen...tausende leute herum. hochhaeuser noch und noecher und preise dass ich 3x schaue was das denn fuer eine waehrung ist...... teuer ist noch zu milde ausgedrueckt. sauteuer kommt da schon eher hin... ich mache mich gleich auf den weg meinen kollegen im thomas cook buero einen kurzen besuch abzustatten - leider sind noch keine rueckflugdaten da, darum fluechte ich sofort auf die vorgelagerte insel isla mujeres.

die ersten 6 hotels die abklappere bewegen sich in einer preislage, die ich nicht mal annaehern bereit bin zu zahlen. fuer rund 60 pesos bekommt man in mexico schon ein nettes einzelzimmer. ueberall nur nicht hier. die unterste preislage bewegt sich um die 260 pesos. sag mal spinnen die denn alle¿? es hilft noch nicht mal, dass ich kein englisch spreche.... und keiner hat ein schlechtes gewissen, mir diese horrorsummen mit einem laecheln ins gesicht zu donnern¿?¿¿? ich verstehe die welt nicht mehr...

nach einer weiteren halben stunde herumgesuche finde ich letztendlich doch noch ein nettes platzerl. im aeltesten hostel mexicos (angeblich?) fuer immerhin nur 90 pesos (ca 6 euro). und das ist ok!

wie sich dann am abend herausstellt, sind diverse dinge in einem hostel gold wert. und da dies ja nicht meine erste reise ist, krame ich zielsicher meine oropax heraus, und schote mich von der aussenwelt komplett ab, um in einem 60cm breiten (steinharten) bett friedlich einzuschlummern!

hach, ist das leben auf der strasse nicht herrlich....

und wie sagt man bei uns worldtravelern nochmal - es gibts kein schlechtes hostel, es gibt nur schlechte ausruestung....

letztendlich harre ich auf dieser winzigen insel aus. mit meiner ich-spreche-nur-spanisch-taktik ist das auch nicht alllllzu schwer. die tage vergehen mit lesen, haengematten testen, fahrradfahren, naechtelangem kartenspielen und ueber gott-und-die-welt-diskussionen mit anderen travellern.

heute morgen packt mich aber dann letztendlich der rappel - ICH MUSS WEG HIER!!!!!

ich checke also aus, und mach mich am weg aufs festland. wohin??? na klar!!! dahin, wo herr und frau neckermann schon sind! nach cancun. und ein allerletztes mal mach ich mich auf die suche nach einem hostel. (natuerlich hab ich - als alter profi - mir empfehlungen von anderen geholt, und siehe da, nicht nur ich hatte diesen rappel heute frueh, mindestens 15 andere - mit denen ich die letzten tage bei immer schlechter werdendem wetter ausgeharrt habe - sind heute hier her gefluechtet. na und da sind wir nun. wieder alle friedlich vereint (englaender, israelis, italiener, hollaender, belgier, kanadier, argentiner, mexikaner und ich) und wundern uns ueber die massen von wahnsinnigen amerikanern die gerade hier zur "spring break" gekommen sind. man stelle sich vor: eine mischung aus oktoberfest und karneval von rio - milllllllionen von strunzdummen amerikanern die jeden preis fuer ALLES zahlen, auch wenn er noch so unglaublich ist. tja und ich mitten drin statt nur dabei. (nur ein kleines beispiel: gestern waren wir in einem kleinen restaurant am abend fischessen. bestellt wird natuerlich NUR auf spanisch - klar, ich sprech ja schliesslich nix anderes - und wir zahlen fuer 1 portion = meeresfruechtesuppe, 2!! red snapper, reis, salat und tortillas,  70 pesos (ca 5 euro). waehrenddessen kommt ein amerikanisches ehepaar und bestellt haargenau das selbe - allerdings mit einem kleinen gringo aufschlag - fuer den schnaeppchenpreis von 170 pesos. (schade dass wir nix verstanden haben - weil wir ja NUR spanisch sprechen Fröhlich  , sonst haetten wir sie natuerlich gewarnt dass sie hier abgezockt werden....)

 ja und so vergehen die letzten tage. das wetter ist nicht besonders berauschend - es regnet immer wieder mal, der wind geht, und auch sonst druckst es ein bissl herum. der abschied faellt mir also nicht allllzu schwer.

die letzte nacht verbring ich dann noch in cancun. erholsam war sie nicht, da momentan - wie ja schon erwaehnt tausende und abertausende irre hier die naechte durchfeiern, und eine dieser beruehmt - beruechtigten diskotheken direkt neben dem hostel ist... um 5h frueh tun mir dann die ohren so weh vom ohropax reinstecken, dass ich mich zum pc setze und dort die letzten stunden auch nicht mehr weggehe.....

am abend gurke ich dann mit dem shuttlebus am flughafen, und um 10:45h fliegen wir dann auch mit etwas verspaetung raus. war allerdings ganz schoen knapp, dass ich noch auf die maschine gekommen bin, da sie wirklich bis zum allerletzten platz vollgepfercht ist....

leicht uebermuedet und frierend komme ich schliesslich in muenchen an, und good old austria hat mich wieder. welcome back!!!

 

 

24.02.2007 um 03:24 Uhr

altiplano und lago atitlan

von antigua aus, schippern wir durch herrlichste landschaft - das altiplano zum lago atitlan. einem see durch vulkane entstanden. eingerahmt von bergen und vulkanen sowie diversen kleineren und groesseren doerfchen mit mal mehr und mal weniger tourismus liegt er da. mayestaetisch wie nochwas!

wie man hier von a nach b kommt?¿?¿ na ist doch klar!!! mit dem CHICKENBUS!!! und genauso wie sie heissen sehen sie auch aus. aussen sowie innen! alte amerikanische schulbusse die statt gelb wie in den USA, quietschbunt in allen farben auftauchen. mit einem hoellentempo rasen sie bergstrassen runter, qualmend wie eine alte dampflok auf der anderen seite wieder rauf. (manche von den fahrern wuerde das eine oder andere formel 1 team mit handkuss nehmen...) hat man das ausserordentliche glueck einen sitzplatz zu ergattern, ist die freude meist von kurzer dauer. unterwegs steigen naemlich noch mindestens 500 leute zu. aber nicht nur das. huehner in sacken und koerben, babys werden durchgereicht, ganze wohnzimmer werden mit dem chickenbus von einem dorf ins naechste gebracht. auf einer sitzbank fuer 3 (2 pro reihe, also 6 leute) - waehre es doch gelacht wenn nicht mindestens 10 platz haetten. tja der mit dem groessten arsch muss in die mitte. eine halfte seines hinterns auf die rechte sitzbank, die andere auf die linke. und nicht dass ihr meint der fahrer wartet bis alle sitzen. nein im fahren wird auf- und abgesprungen.  alles was ueber 70 jahre alt ist, bekommt eine stuetzende hand vom compañero und das gepaeck wird im fahren einfach nachgeschmissen.... hinkommen tut man mit diesen dingern auf jedenfall ueberall!!!

die 2. variante sind dann die minibusse. groesse: vw-bus. in europa gelaeufiger unter 9-sitzer. hier?¿?¿ das maximum was wir in solch einem teil erlebt (oder erFAHREN) haben waren sage und schreibe 32 personen - natuerlich + gepaeck!!! na da soll einer nochmal sagen hier sei nix los...

die wasservariante das lancha. ein plasikboot mit sitzbaenken. ansich ganz nett, wenn man nicht gerade bei einem heftigen wellengang in der ersten reihe sitzt...

zuruck zum lago de atitlan.

wir fahren also mit einem lancha auf die andere seite des sees. nach san pedro de la laguna. diese seite ist das backpackerparadies schlechthin. preise wie in asien (cuba libre Q 5,-- = ca 50 cent). finden ein supernettes hostel. soooooo gemuetlich, dass wir gleich 5 tage bleiben. die relaxte atmosphaere kommt wahrscheinlich daher, dass alle kiffen wie verrueckt. wenn das einen anti-kiffer wie uns nicht stoert, dann hat man hier das schoenste leben.
direkt am fusse des vulkanes gelegen, eine malerische kulisse fuer alles moegliche. wir machen einen 3 stunden ausritt - kaum zu glauben wie diese mini-pferdchen galoppieren koennen (victor bevorzugt eher die lucky luke variante... schoen gemuetlich an einem grashalm kauend durch die gegend tuckeln...)

die kanu-miet-aktion war dann schon etwas aufregender und praegender...
man sollte meinen, dass ein doppelkanu auf einem see kein problem darstellt?! (ich red jetzt nich von lanchas, sondern von diesen gelben und roten plastikdingern!!!) dachte ich auch bis vor kurzem. wir mieten also so ein quietschgelbes ding (eine spontane entscheidung beim fruehstueck - fatal!!!) spiegelklare wasseroberflaeche und strahlender himmel... wir paddeln ans andere ufer. viele fotos, tolle perspektiven ..... ein gemuetlicher kaffee auf der anderen seite, .... tja und so wirds eben nachmittag. nachmittage am lago de atitlan kennzeichnen sich durch etwas staerkeren wellengang. wir paddeln also wieder heim. in der mitte des sees - so schnell konten wir beide gar nicht schauen, dreht sich das bloede ding blitzschnell um und wir waren pitschnass. irgendein reflex liess mich die tasche mit ALLEN dokumenten (man laesst ja nix im hostel...), kamera, handy, geld, ..... nach oben reissen und so ruderte ich wie verrueckt mit einer hand oben mitten in diesem see herum.
die paddel, flip flops etc trieben allmaehlich ab (wie gesagt sind ja ganz schoene wellen....) victor dreht alleine das ding wieder upside down (was vieeeel leichter aussieht als es ist!!!) und letztendlich schaffen wir es beide wieder, in auf dieses ding raufzukommen. und - gracias a dios - es ist NICHTS nass geworden. nicht mal feucht. (ausser das geld dass ich in der hosentasche gehabt habe. aber das ist auf der waescheleine auch schnell wieder getrocknet...)

am sonntag - der bekannteste markt guatemalas - chichicastenango. (unmengen von gringos = amerikaner die bis ueber beide ohren abgezockt werden...) und wir sind natuerlich mitten drin statt nur dabei. wie man da hinkommt?¿?¿? na klar!!! mit dem CHICKENBUS!!!
ein herrlich buntes treiben, und diverse schnaeppchen erhandeln wir auch!!! wer kennt sie nicht die knallbunten, gewebten stoffe!?!??!?
tja, ich habs wieder mal kraeftig mit meinem magen zu tun bekommen. keine ahnung was es war (vermutlich ein milchreis). und wofuer wir das zimmer im hostel bezahlt haben frag ich mich noch heute - ich hab sogut wie die ganze nacht auf der toilette verbracht und victor davor (wahrscheinlich dachte er, ich ertrinke oder so....) nicht so toll, zumal es auf ueber 2300m auch schon ganz schoen ungemuetlich wird auf einer nichtbeheizten toilette....

da uns gemeinsam nun auch nur mehr wenige tage bleiben, entschliessen wir uns fuer panachajel. auch am lago de atitlan gelegen nur auf der anderen seite. der touristischen seite.

nichts desto trotz ist auch der pauschaltouristenrummel hin und wieder mal ganz nett und amuesant. 

tja und dann zerbricht noch das letzte team des equipo a. victor wird um 6h frueh abgeholt. auf ihn warten 28 std busfahrt bis nach cancun.

und ich.... tja ich schultere meinen rucksack und ziehe weiter... 



 

24.02.2007 um 01:36 Uhr

anderle, anderle....

lo siento!

ja echt, es tut mir leid, dass ich euch nicht regelmaessig an meinem leben >auf der strasse< teilhaben lasse, aber die technik hat mich in der letzten zeit einfach ueberholt.

zuerst konnte ich mich nicht mehr auf meine eigene page einloggen, dann waren da nur computer wo man am vormittag die seiten oeffnen muss um am abend was zu schreiben oder die kosten fuer 1 stunde internet lagen bei rund 14 euro (!!!)etc. es ging halt einfach irgendwie nicht.

 jetzt ist aber alles wieder ok, und somit werden auch meine eintraege vervollstaendigt.

 also....... was ist so passiert in den letzten 3 wochen...

von flores aus haben wir uns die maya ruinen von tikal angeschaut. angeblich die schoensten und beeindruckensten dieser art. tja und wenn man dann im morgengrauen vor diesen ururalten kolossen steht, ist das schon sehr beeindruckend.

wir, das sind immer noch christian (unser schwuler deutscher), jordi (ein katalane aus barcelona), alberto (auch ein spanier aus madrid der zur zeit auf mallorca lebt), victor und ich. in weiteren texten auch unter EQUIPO A erwaehnt!!!

nach einigen tagen auf der relaxten, kleinen insel machen wir uns am weg nach livingston. einer kleinen karibischen enklave an der grenze zu belize und honduras. hinkommen tut man dort NUR mit dem boot. ueber 2 stunden entlang des rio dulces. eine vegetation wie sie am amazonas nicht schoener sein koennte... und irgendwann taucht es auf. livingston. ein ministaedtchen mit lauter rastalockenkoepfen, hippies und anderen durchgeknallten. tja und wir mittendrin statt nur dabei!!!

nach 2 tagen brechen wir aber wieder auf. allerdings nur noch 4 von uns. die spanier und ich. christian bleibt dort (und mich wuerde es auch nicht wundern, wenn er immer noch dort ist....). wir jedenfalls nehmen das lancha / das sind kleine taxi boote um von a nach b zu kommen und fahren entlang der kueste nach honduras. unser endziel ist utila. ein taucherparadis vor der kueste honduras. was ICH dort mache fragen sich nun bestimmt einige von euch.... berechtigt. das frag ich mich im nachhinein auch. wenn man naemlich NICHT taucht ist dieses winzige island naemlich ganz schoen kostenintensiv (um es nicht sauteuer) zu nennen. das geht sogar so weit, dass das equipo a beschliesst am abend selber zu kochen (na 3x duerft ihr raten wer?!?!?!)

von utila einen ewig langen tag in boot, bus, faehre, taxis (die vor 40 jahren mal ihre glanzzeit hatten...) und diversen anderen vehikeln gehts dann wieder ins gute alte guatemala.

alberto bleibt auf der insel / unser equipo zerbricht also stueck fuer stueck...

da fuer jordi auch nur mehr wenige tage bleiben bis er heimfliegt, beschliessen wir es uns einige tage in antigua gemuetlich zu machen. eigentlich ein leichtes spiel, waeren da nicht einige spielregeln... wie ueberall in guatemala gibt es auch in der herrlich kolonialen stadt antigua die bunten maerkte. obst, gemuese, lebendvieh, totvieh (sprich fleisch oder aehnliches...), stoffe, alles was man sich nur vorstellen kann...

tja und margit kann natuerlich nicht an den herrlichen erdbeeren vorbei...

ein halbes kg hab ich alleine verdruckt, und spaeter auch bitter bereut!!! (kann ich das wissen, dass man hier alles obst zuerst in chlorwasser einlegen muss / ja ihr habt richtig gelesen  / und dann x male mit klarem wasser waschen muss damit es einigermassen geniessbar ist.

jedenfalls dachte ich, dass mein heimflug kein thema mehr fuer mich ist. so herrliche gruen und gelbtoene wie sie mein gesicht hatte sollte die landschaft auf fuerteventura erst mal annehmen...

habs letztendlich ueberlebt / ich lass mich doch von einer lebensmittelvergiftung nicht unterkriegen... und die restliche zeit auch genossen...

eine vulkanbesteigung am pacaya wo man am abend sehr schoen die zaehfluessige lava sehen kann wie sie den hang herunterkommt, und diverse walks in und um antigua bei herrlichstem wetter lassen die tage nur so dahinsausen...

28.01.2007 um 22:52 Uhr

hola muchachos!!!

Zeit wirds fuer ein lebenszeichen aus der grossen weiten welt.....

sorry, es hat ein bissl gedauert, aber ihr kennt mich ja. PLAN?????? (so was gibts bei mir nicht!!!) und in kombination mit meinem 2. vornamen "flexibilitaet" ergibt sich dann gaaaanz spontan wieder mal alles gaaaanz anders als erwartet.

ja und so wurde eben aus dem thailand flug mal gaaaaanz schnell ein mexico flug!

ja ihr lest richtig!!! mittelamerika steht diesesmal auf meiner to do liste. (na wofuer glaubt ihr denn hab ich mich auf fuerteventura mit spanisch abgemueht???) nach einer endlosen nacht am frankfurter flughafen ging dannin der frueh endlich unser flug nach cancun. genau. cancun - das ist dort wo herr und frau neckermann urlaub machen und gelegentlich auch thomas - na ihr wisst schon der herr thomas cook... und was liegt dann da naeher auf der hand dass auch ICH dort urlaub mache??? na eben. was liegt aber noch naeher auf der hand??? genau. dass ich so schnell wie moeglich dort abhaue und das weite suche. dorthin wo herr und frau neckermann NICHT mehr hinkommen.

wir - das sind uebrigens mein spanischer amigo - und mein gaaaanz neuer rucksack (der alte hatte schon zuuu viele kilometer am buckel)

mit dem oeffentlichen bus tuckern wir dann suedwaerts nach tulum.

kaum am busbahnhof angekommen treffen wir christian. einen mindestens genauso durchgeknallten backpacker wie ich es bin - der sich dann unserer "krassen herde" fuer die naechsten wochen anschliessen wird.....

verbringen also einige tage im sueden mexicos bevor es ueber belize - ein kleiner staat - uebrigens der einzige in dem englisch gesprochen wird - nach guatemala geht.

tja und da sitzen wir eben jetzt. auf der kleinen insel FLORES. inmitten eines sees - supernett gelegen. mit haengematten auf der terasse, lecker tacos, und halt einfach sowieso und ueberhaupt gefaellt es mir hier.

morgen machen wir uns dann am weg die geheimnisvollen maya - pyramiden von tical zu entdecken und erkunden.

das wars vorerst mal von mir. ausfuehrliches und bilder werden nachgeliefert - aber schliesslich bin ich on the way und nicht auf der flucht (oder in der arbeit???)

 

hasta luego muchachos und liebe gruesse!

21.01.2007 um 12:44 Uhr

was das letzte 3/4 jahr geschah...

tja so vergeht die zeit - gute 8 monate seit meiner letzten reise sind pfutsch.

dass nix passiert ist, könnte ich jetzt so nicht behaupten. aber es ist nicht soooo spannend gewesen wie man das sonst so von mir kennt.

also: letzte infos gabs von mir, als ich südostasien kreuz und quer bereist habe. eine superspannende zeit mit vielen hochs aber auch einigen tiefs - nur die gibts beim reisen ja bekanntlich auch immer wieder mal. kommt halt nur draufan was man draus macht.

ja und dann heim - nach good old austria - das fleckerl erde, dass ich (normalerweise) "daheim" nenne. allerdings (aber das kennt man von mir ja auch schon) war es wieder mal nur ein kurzes gastspiel im hotel mama.

mitte mai - ich fange wieder mal an meine obligatorische runde mit der klappbox durchs ganze haus zu drehen und alle (lebens)notwendigen dinge darin zu verstauen. diesesmal allerdings wird nicht - wie gewohnt - alles im rucksackverstaut, sondern ich "verreise" (ganz nobel Fröhlich) mit dem koffer. besser gesagt mit 2 koffern.

ziel: vorerst mal: MALLORCA. (lacht nicht ...) wenigstens mal für 2 wochen. schliesslich muss man ja wissen mit welchen mitteln man seine haut vor cholerischen, aufgeplusterten, krebsroten pauschaltouristen retten kann. schliesslich gehts hier ums ÜBERLEBEN!!! (der tiefste tropische dschungel kann nicht sooo gefährlich sein wie ein tobender pauschaltourist dem etwas gegen den strich geht...)

nach diesen besagten 2 wochen - einsatzvergabe. leider war kein einziges überseeziel dabei. aber ist ja auch nicht sooo schlimm - schadet schließlich auch nix wenn man einmal etwas länger in europa bleibt. immerhin fasse ich aber dann das ziel aus, das am weitesten von "daheim" weg ist - als wenn sie es gewusst hätten, dass ich unter schwerstem fernweh leide (unheilbar übrigens...)

"Frau Schilcher - Ihr Einsatzziel für den kommenden Sommer ist FUERTEVENTURA. Abflug morgen von Salzburg um 8h irgendwas".

Na bravo. das einzige was ich über diese insel wusst war, dass man dort spanisch spricht. und was mach ich nicht - genau! ich spreche keinen ton dieser (bestimmt ganz netten) sprache!

also gut. dann eben auf nach fuerteventura?!

eine kurze "zwischenlandung" daheim geht sich noch aus - einige wenige dinge noch umpacken, gemütliches abendessen mit meinen eltern, und dann abfahrt - papa bringt mich nach salzburg. die staff-tickets sind hinterlegt - kurz darauf sitze ich in einer brandneuen boeing - der "curt cobain" von NIKI. gerade erst aus amerika angekommen. nicht schlecht.

ich spiele die guten 4 stunden flugzeit den ipod rauf und runter und versuche mich mit dem gendanken anzufreunden das nächste 1/2 jahr mit einer seriösen uniform herumzulaufen und mich um brüllende "egon schulzes" zu kümmern....

schneller als erwartet taucht dann auch schon ein stück land unter uns auf. ich bin zuerst etwas skeptisch als wir den sinkflug starten. was ich da unten sehe kann auf KEINEN FALL das sein, wo ich die nächsten monate verbringen werde.... zum glück - "nur" die zwischenlandung auf lanzarote. tja für alle die nicht wissen wovon ich spreche - man stelle sich ein stück land vor das aus dem meer ragt, und es besteht NUR aus felsen und steinen. kein baum, kein strauch, keine blume, kein fluss, kein see, NIX!

erster gedanke - schlimmer kanns nicht werden!!!

wir fliegen also weiter - der flughafen ist schon zu sehen - der schriftzug: FUERTEVENTURA zu lesen - aber das bild das sich mir dort bietet ist überhaupt nicht anders als das auf lanzarote - der nachbarinsel. (NIEEEE WIEDER NEHM ICH EINEN FENSTERPLATZ!!!!!!!!!!!!)

es hilft nix - ich muss raus! Gleich hab ich mein gepäck, ratz fatz sitz ich mit einem "herzlich willkommensumschlag" im transferbus und mache mich auf den weg. eine gute stunde von einem bis zum anderen ende dieses kleinen idylls in mein hotel. dort wo ich die nächsten 2 wochen vorerst mal wohnen werde. ich könnte heulen. in dieser guten stunde fahrt wurde mir klar, dass ICH HIER NICHT bleiben werde. soviel steht fest.

alleine schon der gedanke dass ich alle möglichen sprachen spreche und hier niemanden verstehe - die tatsache dass man die farbe grün nur auf bildern gibt und überhaupt. aber es hilft ja nix - da muss ich jetzt eben durch. aufgeben gibt es in meinem wortschatz NICHT!!!

die ersten 2 wochen machte ich dann sämtliche ausflüge mit. Angefangen von inselrundfahrt, über segeltörns, piratenschiff, u-boot, jeepsafari, highlights auf lanzarote, .......... und nach und nach lebte ich mich ein. ich baute freundschaften auf, lernte spanisch und bekam nach und nach immer bessere hotels, bis ich schliesslich im grössten und besten hotelpaket der insel angekommen bin! (na es geht doch) - lange rede kurzer sinn; ich habe nicht wie geplant am 31. oktober die insel verlassen, sondern erst kurz vor weihnachten und das nur schweren herzens!!!!!!!!!

soviel zum thema reiseleiter! 

aber eines steht für mich umsomehr fest - ich werde nie dieser etwas eigenartigen spezies der pauschaltouristen angehören!!! so ein köfferchen sieht zwar nett aus, aber es geht ja NIX über meinen weitgereisten, treuen tramperrucksack... (wir sind eben doch die krasseste herde die ich je gesehen habe ;)))

 

14.03.2006 um 00:15 Uhr

mit den oldies on tour...

so jetzt ist schluss mit lustig hier heroben. aus mit der drümslerei!

ich stopfe (wieder einmal) alles in meinen rucksack - der mittlerweile auch schon wieder beängstigende masse annimmt, und mach mich am weg zum flughafen. air asia ist immer noch der renner, und so besteht für mich nicht der geringste zweifel den bus zurück nach bangkok zu nehmen (15 stunden!!!!!) 1 stunde später steige ich in BKK aus, schlendere rüber zum international terminal und warte endlose 4 stunden auf meine eltern.

erster weg der beiden. klamottenchange! (komisch, an diesem tag war es eigentlich gar nicht so heiss; was sind schon 35°...?!) mit dem bus eiern wir in die stadt und beziehen unser hotel in der rambutri street (eine seitenstrasse der berühmt-berüchtigten khao san road). die zimmer sind toll. bambusbetten, seidenpapierlampen, rattanmöbel. und das alles für THB 690,-- (13 euro) für alle 3 mitten im zentrum, aircon und und

noch am nachmittag starten wir hinein ins pulsierende bangkok.      china town, royal palace, khao san, am tag darauf - es ist samstag - NATÜRLICH direkt am weekendmarket. was sonst. die beiden sind begeistert, und auch den klimawechsel haben sie gut überstanden!

nach 2 tagen machen wir uns dann am weg. erster programmpunkt (na hört sich das professionell an?!?!) : KANCHANABURI. der ort dürfte namentlich den wenigsten unter euch ein begriff sein. die brücke am river kwai. genau das ist sie! unter anderem verbinden wir den trip mit einem elefantenritt und einer flossfahrt. ein richtig schöner tag mit lots of things to see and to do!

und dann wirds ernst! die rucksäcke werden geschultert und los gehts - meine oldies und ich mitten in der welt der backpacker (mensch dass ich das noch erleben darf!!!)

mit dem public bus gehts zum damnoen saduak. dem floating market.   natürlich sind wir schon am vortag dort um den menschenmengen am nächsten morgen aus dem weg zu gehen die in horden zu diesem markt strömen! leider hat der markt schon viel von seinem charme der 'guten alten zeit' verloren, aber es ist immer noch lustig zu sehen wie sich unzählige boote aneinander vorbeischlängeln und waren aller art anbieten. auch wir sind mittendrin statt nur dabei - professionell manövriert unser 'skipper' das lange holzboot den kanal auf und ab.

am nachmittag machen wir uns dann wieder am weg.  ab zum nächsten bahnhof. von dort runter in den süden nach surat thani. leider sind alle züge bummvoll, und wir bekommen mit ach und krach einen nachtzug mit 3 plätzen in der 3. klasse. no worries! das backpackerleben ist halt nicht immer leicht. wir belagern also einen tisch am bahnhof. rätselheft und trivial pursuit halten uns die 5 stunden warten bei laune! mal ganz abgesehen vom cola im sackerl und einem schüsserl tom yam soup!

die zugfahrt war letztendlich ganz ok, und im morgengrauen erreichen wir surat thani. im nu haben wir auch gleich eine fähre die uns nach ko phangan bringt. das wetter ist super (wie auch schon die letzten 3 monate), das meer hat knappe 30°C und langsam aber sicher überwiegen kokospalmen am ufer! kaum zu glauben wenn man an den winter denkt, der momentan europa tyrannisiert....

auf der insel brauchen wir auch gar nicht lange herumsuchen, bis wir einen bungalow gefunden haben, der uns gefällt.

HUT SUN! nur 7 bungalows. liebevoll hergerichtet, und absolut beachfront. bei high tide kommt das wasser bis auf 1,5 meter an unsere veranda! ausserdem geht auf dieser seite auch die sonne unter.     mama ist hin und weg!                                                                         auch das  korallenriff ist unmittelbar an der küste. also                                                          an die schnorchel - fertig los!

nach und nach wächst unsere truppe an...

stephan ist mittlerweile auch schon wieder einige tage hier. ausserdem kommt lutz (ein 'alter' reiseleiterkollege von mir) übers wochenende mal schnell aus bangladesch herübergeflogen und zu guter letzt taucht noch hans - ein uralter bekannter und freund unserer family auf der insel auf. auch er ist schon einige tage in thailand unterwegs...

ko phangan ist von der grösse vergleichbar mit rarotonga in der südsee. rund 20 km im umfang. aussen das riff und in der mitte die berge. haben uns also mofas ausgeborgt um auf all den stränden herumzusteuern. rauf in den norden, zum baden auf die ostseite (dort wäre ich noch fast ersoffen - die brandung war schon atlantikähnlich), abendessen im sunset view restaurant, kaffeetrinken in hat rin,..........

viel zu schnell verging die zeit, und wir packen wieder mal unsere packs und ziehen weiter. meine eltern, hans und ich.                                 stephan lässt seine südostasientour in ko phangan ausklingen und lutz muss leider schon wieder arbeiten.

wir nehmen die fähre zurück aufs festland nach surat thani und weiter mit dem bus auf die andere seite - zur andaman coast nach krabi.       das meer ist mindestens so schön. die landschaft aber absolut gigantisch. riesige felsen stehen mitten im wasser. senkrecht ragen felswände aus dem meer. unser endziel ist railey. das kletterparadies in thailand. auch hier finden wir wieder einen sehr, sehr netten bungalow - allerdings in railey ost. die westseite ist uns zu versnobt. (schliesslich sind wir ja backpacker!!!)

es bleiben uns noch 4 tage. schade - die zeit vergeht wie im flug!

mama hat das schnorcheln als ihre neue leidenschaft entdeckt. grade mal dass sie zum schlafen die taucherbrille ablegt....                           die korallen hier sind genial. wir machen einen bootstrip wo wir verschiedene riffe und inseln abklappern. von den paradiesischsten stränden über riffhaie, nemos und zebrafischen bis hin zu phosphor-schnorcheln sehen wir ALLES! und die gegend ist ein traum!

etappenweise machen wir uns dann am heimweg.

um 30 euro pro nase buche ich die flüge von phuket nach bangkok für meine people und nach kuala lumpur für mich.                                    die nette dame am airport hat mich dann drauf aufmerksam gemacht, dass mein thai-visa überzogen ist. SCHOCK!!!                                      mit einem lächeln im gesicht meinte sie aber dann: no worries, ist ja nur ein tag. und für 200 THB hab ich mich dann auch ganz problemlos wieder auslösen können.

in kuala lumpur hab ich nur mehr dienötigsten einkäufe erledigt. es ist immer praktisch wenn man sich in einer stadt schon auskennt. eingecheckt hab ich wieder im selben guesthouse wie schon bei meiner ankunft damals aus australien mit felix.

und am 13. märz ist es dann leider so weit.

mit der schnellbahn gehts zum airport. check in und 11 stunden später taucht im morgengrauen wien unter uns auf. alles in einem schönen einheitsgrau. es schneit und regnet. es ist saukalt und überhaupt....

tja so ist das eben...                                                                                3 monate australien, malaysia, thailand und kambodscha.                   viele neue eindrücke, erlebnisse und bekanntschaften die ich nicht missen möchte.

genausowenig möchte ich aber den kontakt in die heimat missen. es ist immer wieder schön mails zu bekommen. zu wissen, dass jemand sich freut, wenn man irgendwann auch wieder mal nach hause kommt.

 und ob ihrs glaubt oder nicht, selbst wenn es mich immer und immer wieder in die ferne zieht, ich komme auch genausogerne heim nach österreich (wenns nicht gerade so ein sauwetter hat wie jetzt...;o)

danke euch allen nochmal für die vielen mails dir ihr immer wieder geschrieben habt!!! es ist schön euch als freunde zu haben!!!

das grösste kompliment allerdings gilt meinen eltern!                           wir haben schon unzählige gemeinsame reisen gemacht, aber diese 2 wochen mit dem rucksack durch thailand zu ziehen, war schon mit abstand der beste trip ever!!! DANKE! ihr seid die BESTEN!!!     

Margit

 

21.02.2006 um 12:20 Uhr

noch immer die opium mission!

(sorry, das textfeld war nicht mehr laenger...)

steigen dann um auf ein bambusfloss und lassen uns ganz gemuetlich die letzte stunde den fluss runtertreiben.
beim mittagessen feiern wir dann noch unseren bravoroesen sieg, und mit dem pickup gehts wieder retour nach chiang mai.
3 supergeniale tage mit lots and lots of fun!!!!!

haben dann alle ein paar wohlverdiente druemseltage eingelegt.
die innsbrucker sind gestern nach ko samui geflogen.
ich goenn mir noch ein paar tage im kuehlen klima hier heroben (wenn auch nur in der nacht - untertags ist es schoen heiss)


heute hab ich einen thai kochkurs gemacht.
so richtig volles programm. einkaufen am markt. analyse diverser kraeuter die wir noch nie gesehen haben.
dann kochen wir der reihe nach alles moegliche - kunterbunt durch die thailaendische wokphilosophie.
von pad thai uber red and green chicken curry, spicy glass noodle salad, tom yam soup, chicken with cashew nuts and basil, banana in coconut, sticky black rice und und und,
am coolsten war aber das fruit carven. fuer leien. das kunstvolle schnitzen von obst und gemuese. (fotos folgen!)
tja und dann mussten wir natuerlich auch alles probieren. und gluecklicherweise ist das internetcafe auf halber strecke zum hotel wo ich gerade am hinrollen war!!!

jetzt stehen noch 2 ruhige tage hier heroben an. einfach relaxen. massage. frisch gepresste fruchtsaefte, chill out musik, .... bevor ich am 24. nach bangkok fliege und meine reisegruppe vom flughafen abhole. (zwar haben sie nicht bei thomas cook eingebucht, aber exclusiv sind sie allemal...)

21.02.2006 um 12:07 Uhr

auf den spuren des opiums....

in chiang mai lebt man sich ueberraschenderweise sehr, sehr schnell ein. schon nach einem tag ist klar, dieses 'eck' ist das schoenste thailands!!!
die stadt soll (angeblich) ueber 1 mio einwohner haben. keine ahnung wo die alle sind. alles laeuft so ruhig ab. keine hektik, kein stress. alles ist relaxt und easy going. die leute versuchen einen nicht andauernd ueber den tisch zu ziehen, und es genuegt einem tuk tuk fahrer 1x nein zu sagen um seine ruhe zu haben.
gleich einen tag nach uns, trudeln auch die innsbrucker mit sack und pack im smile guesthouse ein.

schon die ganze zeit frage ich mich, womit die thais hier heroben ihr geld machen. wohl nicht aus polsterbezuegen, asiatischen regenschirmchen, fischerhosen oder bananen...?!
immer mehr bin ich ueberzeugt dass opium eine nicht unmerkliche rolle spielt. der sache werden wir auf den grund gehen.

... ab in den busch...
bewaffnet mit stoffrucksaecken (natuerlich in tarnfarbe - wahrscheinlich noch relikte aus dem vietnamkrieg), wasser und jeder menge humor eiern wir zu 8t auf einem pickup richtung norden.
ein bissl shoppen am markt (alles fake - die mission ist ja top secret!!!), und nochmal eine gute stunde am pickup.
wo wir waren - keine ahnung! aussetzen haette man uns jedenfalls nicht mehr duerfen. aber egal, "NEVER TRY - NEVER KNOW" der leitspruch fuer die naechsten tage.
nach einer ordentlichen portion reis gehts los. 3 stunden bergauf durch den dschungel. unser guide tut alles - wirklich alles - um uns jeglichen orientierungssinn zu rauben. wir trotten brav im gaensemarsch nach.

voellig verdreckt kommen wir am fruehen abend in einem abgelegenen bergdorf des AKAH stammes an. in der region zwischen burma, laos und thailand (goldenes dreieck) leben noch unzaehlige "hilltribes" - fern von jeglicher zivilisation und luxus.
auch wir schlafen ganz stilecht in einer bambushuette auf strohmatten am boden. gegessen wird rund um die feuerstelle - uebrigens die einzige licht- und waermequelle (strom gibts nicht).
die dorfbewohner leben zwar noch immer wie schon vor 500 jahren, sind aber mittlerweile schon sehr gut an touristen gewoehnt, und man kann im dorf herumlatschen ohne wie ein ausserirdischer angesehen zu werden.

leider spielt mein magen schon den ganzen tag verrueckt :( ich verziehe mich deshalb ohne chickencurry auf meine matte und schlaf (auch ohne opium) sofort ein.


das feuer lodert schon als wir aufstehen. fruehstueck ist bereits fertig.
zeitig sind wir abmarschbereit.
kreuz und quer, berauf und bergab gehts zu einem anderen dorf. nicht das das dorf der hoehepunkt sein soll - nein es ist das opiumfeld davor! nichts besonderes. bei uns im garten waechst mehr davon...???
es wird uns erklaert, dass die polizei mit hubschraubern ueber die region fliegt und felder aufspuert. darum koennen immer nur kleine stuecke bepflanzt werden.
bis zum abend schaffen wir es noch bis zum elefantencamp.
unsere truppe (die 4 innsbrucker, niels der hollaender und ich) ziehen das glueckslos mit unserem bungalow.
eine bambushuette. die vorderseite komplett offen mit gelaender. einem super ausblick auf einen fluss. dahinter dschungel.
von komfortabel kann man nicht reden, aber man gewoehnt sich sogar an hauchduenne bambusmatten, moskitonetze mit handtellergrossen loechern und verwanzte decken!!!
nach dem abendessen ist es dann soweit!
es wird ein grosses lagerfeuer gemacht, und nach und nach verschwinden die ganzen thais in eine andere huette. hmm. fabian (einer der innsbrucker) geht der sache sofort auf den grund. voellig weggetreten kommt er wieder. auch die anderen beiden jungs der tiroler truppe lies sich das klassische zeremoniell nicht entgehen.
dazu muss ich noch sagen dass DIESE bambushuette direkt neben unserer schlafhuette gestanden hat. man muss also nicht mittendrin um dabeigewesen zu sein...!!! tja und rein biologisch wars nebenbei.
"JA NATUERLICH" eben... sogar die pfeiffe aus bambus!!!

den dritten und letzten tag unserer trekking tour starten wir etwas spaeter als sonst.
zuerst mal eine stunde elefantenritt. waehrend dessen fuellen wir die dickhaeuter mit bananen, mandarinen und bambus ab. auch ein kleiner dumbo watschelt mit uns mit.
zurueck beim camp, umziehen. schwimmwesten, helm und auf gehts. rein ins schlauchboot, an die paddel und runter den wildbach.
koennt ihr euch vorstellen wie da der rot-weiss-rote ehrgeiz durchgekommen ist?!?!?!?
die anderen (schweizer, franzosen etc) waren schon unterwegs, als wir noch auf unser boot gewartet haben. und trotzalledem haben wir sie im stromschnellenstueck so was von verblasen.
kein wunder wenn 5 oesis mal fuer die ehre ihres landes paddeln.....



13.02.2006 um 06:53 Uhr

zuruck in thailand

da wir uns an der grenze mit dem tuk tuk fahrer nicht einig werden laufen wir los. wollten eigentlich den zug nach prachin buri. von dort weiter in den khao yai nationalpark.
nach wenigen metern hatschen nimmt uns ein minivan mit, der am weg nach bangkok ist und "sowieso in die richtung faehrt". huepfen an der kreuzung raus, bleiben schon 2 mofas stehen. "where you go"??? diese phrase koennen alle thais, ansonsten ist englisch hier mangelware.
wir werden bis zur bushaltestelle gefahren, und im schulbus gurken wir die 50 km bis prachin buri.

am naechsten tag - wir laufen wieder los - fragen wir den boss einer spenglerwerkstaette nach dem weg. er deutet uns hier zu warten, springt in seinen pick up und faehrt los. nach 15 min kommt er wieder - hat einen freund geholt der in der zwischenzeit im geschaeft bleiben soll, und faehrt uns zum nationalparkeingang. vorher klappern wir aber noch einige baustellen ab, wo er nach dem rechten schaut.

am checkpoint zahlen wir unsere 200 bath entrance fee und innerhalb von 5 min sitzen wir auf der ladeflaeche eines anderen pick ups und fahren bis zum nationalpark office mit.

entscheiden uns dann fuer den campingplatz. mieten uns (ganz klassisch) ein US army zelt, schlafsaecke und isomatten. walken am abend noch ein bissl herum, und merken sehr schnell, dass direkt neben uns 4 innsbrucker ihr camp aufgeschlagen haben.
ein lustiger abend ist vorprogrammiert.
am tag darauf fuellt sich der campground rapide. mo ist feiertag, und alle thais fluechten aus bangkok. kind und kegel  werden auf pick ups verladen und dann gehts los. ich bin sprachlos, was hier alles mitgebracht wird. "verreist" wird prinzipiell mit koffer. lebensmittel um eine ganze armee zu versorgen, woks in 20 verschiedenen groessen, reis in 50 kg-saecken, spielzeug fuer die kinder, haengematten fuer alle, fahrraeder, waeschekoerbe, mega-reiskocher, liegen, sessel, oefen, kuehltruhen wo sich problemlos 5 leute drinnen verstecken koennten, radios, fernseher, dvd player,............... IRRE!!!

nach einem tag im dschungel raeumen wir mit unseren rucksaecken das feld. rauf auf einen pick up. und wir fahren bis in die nachst groessere stadt. mit haenden und fuessen "plaudern" wir die 50 km auf der ladeflaeche (wo wir mittlerweile schon zu elft sitzen). und wiedermal sind alle soooo fasziniert von meinen blonden haaren.

da es in der gegend hier nicht mehr soo viel anzusehen gibt, entscheiden wir uns letztendlich fuer die direkte variante nach chiang mai. eine 12 stunden busfahrt im aircon bus (wuerde das fleisch am markt nur annaehernd so gekuehlt sein wie die leute im bus...) frieren wir uns ewig den a... ab.
der service allerdings ist super. laufend bekommt man wasser oder saefte. eine fruehstuecksbox mit einem weckerl und kuchen. mittags eine lecker tom yam suppe, decken, videos (zwar nur auf thai), ...

um 9 uhr abends sind wir dann ENDLICH in chiang mai. nach einer relativ kuzen preisverhandlung mit dem tuk tuk (na es geht doch...) lassen wir uns ins garden guesthouse (ein tip von felix) kutschieren. leider ausgebucht. aber schon 2 strassen weiter werden wir fuendig. ein nettes guesthouse - SMILE HOUSE - und der name kommt nicht von irgendwo!!! um 200 THB (4 euro) bekommen wir ein nettes DZ.


09.02.2006 um 05:28 Uhr

die tempel von angkor wat

stephan und klaus-dieter sind ja schon 2 tage frueher nach siem reap aufgebrochen. unsere vorreiter; irgendwie schon praktisch.  man  braucht nur mehr die mails checken und nachlesen in welchem hostel fuer einen reserviert ist. tja-wozu hat man denn kontakte (grins)...
PS: danke an dieser stelle euch beiden (stephan und klaus dieter)!!!

mit dem moto (mofataxis, die hier mehr beladen werden als bei uns ein kleinbus...) fahren wir beide mit unseren grossen rucksaecken und den handgepaeckrucksaecken ueber stock und stein zum hafen. um die sache noch etwas spannender zu machen - das faellt ja sonst nach nun doch schon einiger zeit noch nicht unter "adventure" - habe ich auch noch einen rock an. mittlerweile hab ich das schon drauf, seitlich auf diesem "ofen" zu sitzen, knappe 20 kilo am rucken zu balancieren, die flip flops nicht zu verlieren, und mir auch kein southeastasia-tatoo (gluehend heisser auspuff!) zu holen. ein richtiger insider halt...
fuer den fahrer sind wir eine kleinigkeit - wir brauchen zwar die ganze strasse um die fuhre wenigstens so halbwegs in balance zu halten, aber der gute kambodschaner grinst uns noch immer mit 2 zaehnen an und faselt was von "no problem".

mit dem speedboat (um satte 25 dollar) gehts dann in 4 stunden tong le sap nach siem reap.  wir sitzen am dach und lassen uns die sonne auf den bauch scheinen.
im "hafen"  (einige windschiefe, zusammengezimmerte, schwimmende holzhuetten, dreck ohne ende und das wasser in europaeischen klaeranlagen ist sauberer als hier der fluss wo der fangfrische fisch herkommt...) schiessen 40 tuk tuk fahrer auf uns zu und abertausende male hoeren wir "where you go lady?"
fuer 1000 riel nehmen wir ein taxi in die stadt. schon nach wenigen metern faengt er an zum herummaulen, dass er fuer den preis nicht fahren kann. ich diskutiere mit ihm herum. letztendlich will er uns nur noch bis zur "hauptstrasse" bringen und dann sollen wir schauen wie wir weiterkommen. kein problem fuer uns.
er stoppt aber irgendwo in der pampa. sehr bestimmt (mit dem hat er wohl nicht gerechnet mache ich ihm klar WO wir aussteigen. das einzige was er noch sagt "yes mam", und ratz fatz waren wir an der hauptstrasse. er war noch nicht mal weg, sassen wir in einem tuk tuk und schaukeln die letzten kilometer in die stadt.

sehr schnell merken wir, dass man in kambodscha ganz anders verhandeln muss. in thailand geht ja viel noch mit einem laecheln und ein paar worten thai. hier werden touristen wie der letzte dreck behandelt. tja das mag wohl mit schicki-micki koefferchentouristen funktionieren, aber ganz bestimmt nicht mit mir!!! ("yes mam" )

suchen uns dann das guesthouse wo stephan und klaus-dieter schon seit 2 tagen wohnen. wieder muessen wir erfahren, dass man freundlichkeit hier wohl nicht extra buchen muss.
gehen am abend nett essen.

nach einem super lecker fruehstueck starten wir zum floating village. zu viert eiern wir (im wahrsen sinne des wortes) mit dem tuk tuk zum bootsanleger - wo wir gestern angekommen sind. dort wartet ein schwimmendes etwas auf uns. gemuetlich tukern wir zwischen den haeuschen herum. die kids paddeln grad in die schule, kirchen und tempel schwimmen neben apotheke und restaurant. ueberall leute in booten. rudern zu den nachbarn auf ein schwaetzchen oder mal schnell zur tankstelle einen liter sprit in der cola flasche zu holen...
unser bootsfuehrer stoppt irgendwo draussen dann ploetzlich den motor, sieht uns an, und erklaert uns was von "tip-saver". anfangs hatten wir keine ahnung was er will, aber als er dann deutlicher wurde und uns erklaert dass er mindestens 5 dollar will, werden auch wir deutlicher. stephan - unser "police officer" und "big trouble" duerften sogar in seinem englisch-wortschatz bekannt sein, und ohne zu mucken bringt er uns zurueck. beim aussteigen versucht er es bei mir nochmal. unmissverstaendlich mache ich ihm klar was los ist, und hoere nur noch im hintergrund "yes mam"......
am abend fahren wir noch zum "sonnenuntergangstempel". eigentlich nicht so wirklich das ereignis schlechthin, aber der trubel rundherum ist echt sehenswert. der pfad ist schon relativ steil und steinig. aber zu sehen wie sich asiaten mit kind und kegel, fotoausruestung-groesser als mein ganzes gepaeck,... da raufhieven ist irre. oben ist dann alles voll. vom tempel sieht man gar nix mehr. wie ein buntes pachwork stehen hunderte - wenn nicht tausende -  leute da oben und warten bis die sonne untergeht. wenns dann soweit ist, glaubt man am set fuer eine loreal werbung zu sein. tausende blitze, "ahhh", "ohhh", .... na ja, wer's mag.... und dann zieht die ganze karavane wieder runter. auf allen vieren, genauso wie sie heraufgekommen sind.
die tickets sind auch nicht wirklich ein schnaeppchen. mehrtagespaesse sind mit lichtbild. 1 tag kostet 20 us dollar, 3 tage - 40 us dollar und 7 tage 60 us dollar.

stephan und klaus-dieter fliegen heute schon weiter nach KL.
wir starten zu unserer tempeltour. das tuk tuk holt uns um 5 uhr frueh ab. wir brausen (!!!) zum sonnenaufgang am angkor wat. von stephan haben wir einen tollen tip bekommen, wo die spiegelung im see sehr schoen sein soll. sind dort auch mit unseren stirnlampen als erste eingetrudelt. und dann kam ein japanerbus. noch bevor man sie sieht hoert man sie. und dann wird ausgepackt. stative, kameras, equippment dass einem nur mehr der mund offen bleibt.
haben aber letztendlich sehr schoene aufnahmen gemacht!
unser tuk tuk wartet geduldig bei jedem tempel auf uns. teilweise sind sie noch sehr gut erhalten. reliefs sind gut erkennbar. manche sind schon sehr verfallen, und der dschungel holt sich stueck fuer stueck zurueck. man glaubt mitten am set fuer indiana jones zu stehen. lianen, mega wurzeln und richtig mysthische atmosphaere machen die wats zu einem magischen platz.
angkor thom - eine riesige tempelanlage gleich hinter angkor wat war "belagert" von hunderten moenchen in safranfarbenen kutten und nonnen in strahlend weissen wickelgewaendern. sie alle haben im wald rund um die tempel "campiert". ein moench erklaert mir, dass fuer 10 tage von ueberall buddhistische moenche hierher kommen um zu meditieren. sie schlafen am boden oder in haengematten. ein grandioses schauspiel! nur wenige sprechen englisch, aber ein laecheln sagt meist schon mehr als tausend worte. und eine uralte nonne hat mich ganz vorsichtig gefragt, ob sie nicht meine weisse haut anfassen duerfte. dabei muss ich sagen, dass der unterschied in der hautfarbe gar nicht mehr so gross ist. ich bin nun ja doch schon einige zeit da....

total verdreckt kommen wir am abend heim. nichts desto trotz mieten wir uns am naechsten tag uralte, klapprige fahrraeder und radeln die gut 20 km nochmal in ruhe ab.
2 tage tempel und steine reichen aber absolut aus.

nehmen dann in der frueh den bus nach poipet. der grenzstadt zu thailand. die strecke ist nur 1/3 asphaltiert. dementsprechend sehen wir aus als wir ueber die grenze gehen. der rote staub UEBERALL.

einreise in thailand geht problemlos.
sofort merkt man wieder in thailand zu sein. innerhalb der 50 meter "niemandsland" aendert sich alles komplett. nicht annaehernd so viel dreck, kaum mehr kinderarbeit, leute sind nicht so verbittert, .......

nichts desto trotz war kambodscha eine schoene erfahrung die ich auf keinen fall missen moechte!

06.02.2006 um 04:48 Uhr

mit air asia nach kambodscha...

die tage an denen ich mir den wecker stellen muss, kann ich gottseidank an einer hand abzaehlen. heute aber ist so einer.

der rucksack ist in wenigen minuten startklar. ich auch.

dann gehts runter auf die strasse. es ist kurz nach 4 uhr morgens. ich warte keine 5 minuten bis ein taxi um die ecke biegt. 30 minuten spaeter steh ich schon am airport. am terminal 4 - ein knallrotes "air asia"-schild leuchtet mir schon von weitem entgegen.

das einchecken geht ganz problemlos. das ticket sieht aus wie eine rechnung von lidl. dazu gibts ein prospekt und das wars. 500 bath ausreisesteuer - ist ja ein internationaler flug, und um 7h sollten wir eigentlich starten. um 2 minuten vor 7h waren wir dann auch beim flieger, aber was dann geschah weiss keiner so genau.

bis um 8.30h fuhren wir immer nur meterweise auf dem rollfeld herum?!

die italienerin neben mir und ich, wir scherzen schon herum, aber es duerfte nichts groeberes gehabt haben. puenktlich 1,5 stunden zu spaet landen wir in phnom penh; der hauptstadt kambodschas. (wie die das mit dem flugplan machen ist mir ein raetsel, wenn schon der erste flug am tag mit 1,5 stunden verspaetung startet?!!??!?)

fuer das einreisevisa in kambodscha braucht man ein foto - hat man keines reicht auch $1. (na es geht doch!) auf uralten rechnern wird irgendwas herumgetippt, eingegeben, durchgezogen, gestempelt,...... ein schauspiel das seinesgleichen sucht!!!!

erfolgreich wimmle ich die penetranten taxifahrer ab, suche mir ein tuk tuk und tuckere in die stadt. stephan und klaus dieter warten schon auf mich. die naechsten stunden vergehen bei kaffee und newsaustausch.

mache mich dann bei irrer hitze am weg ein hostel zu suchen. werde auch fuendig. direkt am see (wohl aber mitten in der stadt) ein stelzenbungalow mit offener sunset terasse, unzaehliger haengematten und sofas herum - richtig gemuetlich um ganze $2.50 die nacht. das ist ok! :)

die gegend allerdings ist doch etwas gewoehnungsbeduerfig. vor allem nach thailand. asphaltiert sind sowieso nur die hauptstrassen. kleine kinder sitzen im dreck und staub auf den "gehsteigen" und strassen - spielen in braunen pfuetzen. daneben schafe, straeunende hunde, ratten, kakerlaken. der begriff "ghetto" beschreibt die umgebung wohl genauer, aber das ist "normal". und ob ihrs glaubt oder nicht, man gewoehnt sich dran.... (nein, ich bin -noch- nicht verrueckt...)

was mit hier in kambodscha aber sehr auf den magen geschlagen hat, sind die vielen invalieden. da das land ja noch immer komplett vermient ist (etwas 2 millionen liegen noch vergraben!!!) ist es kein wunder, dass taeglich 6 leute von diesen hoellischen dingern getoetet werden. viele ueberleben es, und es fetzt ihnen "nur" arme und/oder beine weg. 

die naechsten tage schlendern wir viel in der stadt herum.

zu sehen gibt es nicht wirklich was. keine besonderen highlights.

ganz interessant ist, mal am koenigspalast vorbeizugehen, und den unterschied zwischen arm und reich unmittelbar zu spueren. die maerkte unterscheiden sich in keinster weise von anderen in asien. was aber schon schockierend war ist das tuol sleng museum. eine fruehere schule in der pol pot (khmer rouge) ein folter- und hinrichtungszentrum eingerichtet hat. leider fehlt mir das noetige hintergrundwissen ueber den vietnamkrieg und das khmer rouge regime um wirklich alles zu verstehen, aber alleine die bilder..... es stellt einem die gaensehaut auf.

nicht entgehen lassen wollten wir uns das schwimmbad. und man kann sich ja vorstellen, fuer welches tam tam wir gesorgt haben. ich strohblond, und stephan 2m gross (SEHR exotisch fuer asien!!!). aber es war lustig - und das nicht nur fuer uns!!!

mittlerweile ist auch niels aus bangkok angekommen.

stephan und klaus dieter sind schon mit dem boot nach siem reap gefahren. niels und ich kommen 2 tage spaeter nach. anstatt mit dem bus entscheiden wir uns fuer die speed boat variante ueber den fluss. zwar nicht guenstig aber nett!(25 US dollar - das ist uebrigens die zweitwaehrung hier im land  neben dem riel. eigentlich ist der gute dollar aber auch jedem lieber als die originale landeswaehrung...) witzig ist auch, dass man dann fuer ein eine ananas 1 dollar und 2000 riel bezahlt....

 

31.01.2006 um 07:56 Uhr

vorlaeufiger abschied aus thailand...

meine letzten tage in bangkok lass ich etwas ruhiger angehen.

ich schlendere durch die hintergassen, beobachte leute - thais - obwohl es gar nicht so leicht ist, hier welche zu finden...

am pier entscheide ich mich doch tatsaechlich fuer eine bootsfahrt. zufaellig lerne ich niels kennen.  ein hollaender der seit jahren in der schweiz lebt. wir vergleichen preise und teilen uns ein boot - fuer einen ganz gut ausgehandelten preis, um die kanaele bangkoks abzufahren. ausgesprochen schoen, wenn auch absolut KEIN geheimtip.... (dazu sind wir wohl einige jahre zu spaet :(   )

waehrend der fahrt plaudern wir so ueber unsere reiseplaene. da sich diese doch sehr aehnlich bzw ident sind, beschliessen wir, kambodscha und nordthailand gemeinsam zu bereisen.

am abend mache ich mich mit meinem ganzen krempel (mein rucksack ist ja bereits auf minimalgewicht reduziert...) am weg zu gok und andi. die beiden hab ich in der stadt kennengelernt. sie ist thai, andi ist englaender der in BKK (bangkok) englisch unterrichtet und auch dort lebt. ich verstehe mich auf anhieb praechtig mit den beiden und sie bieten mir freundlicherweise an, die letzte nacht in ihrer wohnung zu verbringen, da diese viel naeher zum flughafen liegt als die khao san. dankend nehme ich das angebot an.

29.01.2006 um 05:33 Uhr

bangkok

ja und irgendwann waren wir dann tatsaechlich in bangkok. (ich hab ernsthalt schon gezweifelt ob ich das uberleben werde....)

mit einem kanadier und einer norwegerin teile ich mir ein taxi in die khao san road. diese relativ kurze strasse ist bangkok. DAS zentrum. hier trifft sich alles, man bekommt alles, hier ist der baer los - 24 stunden - 365 tage im jahr. absolut irre.

wie ich ja schon erwaehnt habe ist momentan chinese new year. alle asiaten sind auf den beinen. ich kann also von glueck reden noch ein einzelzimmer im LEK guesthouse zu erwischen (danke fuer den tip felix). allerdings ist das ganze ramba zamba fuer meine begriffe etwas zu viel. zum ersten mal in meinem leben kaufe ich mir ohropax.

bangkok ist leben pur. milliarden von fahrbaren strassenstandln die alles - aber wirklich alles verkaufen. von obst ueber nudel/reisgerichte, t-shirts, cd's, schuhe, souveniers, gefaelschte studentenausweise, seide, kleine snacks wie skorpione oder maden und heuschrecken in fett knusprig herausgebacken, raeucherstaebchen, ............................. es gibt nix was es nicht gibt!

gestern spaziere ich dann durch die stadt.                                         zufaellig 'stolpere' ich ueber einen buddhisten tempel. gleich kommt auch ein moench mit seiner orangen wickelkutte auf mich zu. er spricht sehr gut englisch und fragt mich ob ich nicht bereit waere seinen schuelern englisch zu unterrichten - ??? - es stellt sich heraus dass ich in einer buddhism sunday school gelandet bin. die kids kommen hier am sonntag her und lernen ueber ihre religion. je nach alter auch auf englisch.

tja und so steh ich da vor einer gruppe von teenies. alle schauen mich ganz erwartungsvoll an und labere ueber gott und die welt.               mittlerweile haben sich auch schon dutzende moenche in unsere runde gesellt, und die kids tauen auf.

sie lernen mir einige brocken thai, ich erzaehle ueber oesterreich und dass es dort keine kaengurus gibt...                                                       die maedels zeigen mir das ganze kloster, traditionelle musikinstrumente, erklaeren mit die verschiedenen buddahstatuen, die art sich richtig zu gruessen, wie man beim meditieren richtig sitzt,...........

es macht riesig spass, und der obermoench ist so fasziniert von meiner kamera, dass ich mich gar nicht um fotos kuemmern muss ;)

ich werde zum mittagessen eingeaden. eine richtig lecker thai suppe am boden mit den gackernden maedels rund um mich. das ganze kloster weiss mittlerweile wer ich bin und wo ich herkomme.                    

am nachmittag kommt der ober(foto)moench noch mit einer speziellen bitte zu mir. er fragt mich, ob ich nicht mit den maedels und ihm ein interview fuer den jugend-radiosender in bangkok geben wuerde.  na klar! also sass ich da - im hinterkammerl eines buddhistenklosters. vor einem mikrofon und einem haufen technik (so muss oe3 vor 40 jahren gesendet haben!!!).......

zum abschied bekomm ich noch ein buch ueber buddhismus geschenkt und voll mit immensen eindruecken mache ich mich am heimweg in die khao san (zum heutigen tag ist das die faust aufs auge)...

zufaellig finde ich noch eine chinese new year feier. tausende leute stellen sich an, um einer riesigen buddah statue lotus, blumen, obst und geld zu opfern. ueberall dampft und brodelt es in woks und riesigen toepfen. keine ahnung was das alles ist, aber ich probiere mich kreuz und quer durch. mhhhhh!!!

 

27.01.2006 um 05:11 Uhr

einreise nach thailand am seeweg???

penang, eine vorgelagerte insel ist durch die laengste bruecke suedostasiens mit dem malaysischen festland verbunden.

mittlerweile hab ich auch franz kenngelernt. einen polizisten aus deutschland (kaum zu glauben, dass bei unseren nachbarn ueberhaupt noch jemand im land ist - die sind ja alle am herumreisen...)

nachdem wir den lonely planet zurate gezogen haben entscheiden wir uns fuer ein riesen 3-bettzimmer um euro 2.50 pro nase (!).

penangs chinatown ist grandios. gottseidank sind kaum touristen unterwegs. und wenn dann nur globetrotter wie ich!

in einem buddhisten kloster ist der vorstand gestorben. wir werden eingeladen an der zeremonie teilzunehmen - lehnen aber ab, und fahren lieber mit der irre steilen zahnradbahn am penang hill. der ausblick ueber die stadt ist super! Ein absolutes MUST SEE der kek lok si tempel. ein riesiges bauwerk - aehnlich wie der potala in lhasa der 1x im jahr beleuchtet ist. ein schauspiel das seinesgleichen sucht!!!          das nordwest kap ist nationalparkgebiet. den "dschungelwalk" zum monkey beach lassen wir uns nicht entgehen. war ganz nett.

2 tage verbringe ich auf der insel. dann ziehen wir weiter. mit der faehre aufs festland (butterworth) von dort mit dem bus nach hat yai. das ist die drehscheibe fuer die thailand-anschluesse. (folgedessen hab ich mich nun fuer den landweg entschieden)

in hat yai - wir sind bereits ueber die grenze. ganz problemlos. am checkpoint alle raus. zu fuss rueber. stempel rein. wieder in den bus und weiter - nehm ich ein tuck tuck (motorisiertes 3rad) zum bahnhof. der zug geht in 2 stunden. direkt nach bangkok. ein nachtzug.

die strecke ist doch ganz schoen weit, wir fahren (mit 2 stunden verspaetung) um 19.30 weg und sind naechsten tag kurz vor 12.00 mittag in bangkok.

ich war wieder mal die einzige europaeerin im abteil, aber das kenn ich ja von sri lanka schon :)  die thais sind aber ganz anders als die inder. ueberall bekommt man ein freundliches laecheln. trotz dass die meisten ueberhaupt kein englisch sprechen sind alle extrem hilfsbereit und nett.

die fahrt scheint gar kein ende mehr zu nehmen. ich kann nicht mehr sitzen, nicht mehr schlafen, bin aber saumuede und alles tut mir weh. mensch was man sich nicht so alles antut im leben......

24.01.2006 um 05:00 Uhr

und das abenteuer geht weiter...

der bus ist fast leer. ich lerne einen franzosen kennen. dominique. auch er faehrt in die camerons.

gemeinsam checken wir nach 4 stunden busfahrt im fathers guesthouse in tanah rata ein. ein ganz nettes gemuetliches anwesen mit vielen backpackern around. 

die restaurants sind einsame spitze. schnell kristallisiert sich unser stamminder heraus, wo wir mindestens 3x taeglich hingehen. 1mal essen gehen kostet ja gerade mal 70 eurocent.... und schmecken tut es herrlich!!!                                                     

die cameron highlands liegen auf rund 2000m. die gegend ist von teeplantagen gepraegt. "pick your own strawberries" DER slogan in den highlands. es gibt gemuese wie bei uns. in der nacht wirds aber auch schon mal ganz empfindlich kalt. abens draussensitzen geht nur mehr mit wenigstens einem langen pulli.

herby - auch ein stuttgarter der mit der enduro von deutschland bis kathmandu gefahren ist, ein deutsch-kanadier (71 jahre) der mit seinem 4-gang fahrrad von bangkok nach singapur faehrt, ... das sind so die leute die man auf einem trip wie diesem trift.

am 24. januar mach ich mich dann auf die weiterreise. ziel: penang.

21.01.2006 um 04:35 Uhr

southeast asia on a shoestring

karen, fernando, thomas und anton bringen mich zum flughafenbus.

diesesmal checke ich ohne jegliche pass- oder visa errors ein, und flaniere noch durch die unzaehligen souvenier und duty free shops am airport.

ich kann nicht leugnen, dass ich nur mit sehr, sehr grossem wehmut weiterfliege. zu gerne waehre ich in australien geblieben. aber es ist wirklich zu schade, die wenige zeit die ich zur verfuegung habe mit dingen zu verplempern die ich bereits intensivst bereist habe....

der flug - speziell uebers australische outback - ist von heftigen turbulenzen gepraegt. ich schlafe fast bis kuala lumpur durch - den lonely planet fest umklammert. noch hab ich ueberhaupt keine ahnung was ich mache. wo ich ueberhaupt hin will geschweige denn weiss ich etwas ueber irgend ein land etwas genaueres (mal abgesehen von den hauptstaedten...)

 

saemtliche einreiseformalitaeten sind schnell erledigt. kein wunder es ist auch kurz nach mitternacht, und fuer den riesigen flughafen auch sehr wenig los. mit der monorail werden wir von einem terminal in den anderen  gebracht. das gepaeck wartet schon auf uns.

in der arrival-/departure hall sitzen 2 backpacker auf ihren rucksaecken und versuchen diversen krims krams in taschen zu verstauen.              ich geselle mich zu ihnen. es ist ein engisches paerchen. allerdings sind die beiden nicht am weg in die stadt, sondern fliegen weiter nach borneo. wir plaudern ein bissl. ich bekomme die ersten tips und must see-spots.

dauert gar nicht lange laeuft uns ein weiterer backpacker uebern weg. es ist felix. ein deutscher auf weltreise. grad aus borneo angekommen. spontan beschliessen wir, gemeinsam auf den ersten zug in die stadt zu warten, und checken im internet schon mal hosteloptionen.

um 5am der erste zug - weiter mit taxi - erstes hostel voll - weiter ins naechste - zimmer ok - 3nights one night free - super - duschen - schlafen, schlafen, schlafen....

erst am spaeten nachmittag erwachen wir aus dem koma. ab in die stadt. und was natuerlich auf keinen fall fehlen darf - MEE GORENG. sooo lange hab ich mich drauf gefreut. mhhhhhh!!!

die 4 tage in kuala lumpur vergehen extrem schnell. wir klappern alle shopping malls ab, fahren auf die petronas twin towerd, sehen uns KL bei nacht vom fernsehturm an, ............................................................

die stadt ist super modern. gebaeude wie sie in europa kaum zu finden sind und alles zum spottpreis.

finally treffen wir mitten in der stadt noch stephan. ein muenchner - die beiden kennen sich aus thailand.

leider ist es dann auch schon wieder zeit zum packen. es geht weiter. wir checken aus. noch ein gemeinsames fruehstueck am strassenstandl ums eck. und dann mit dem taxi zur pudu raja busstadtion.                innerhalb von 10 minuten sitzen wir in 2 verschiedenen bussen - felix nach singapur, ich nach norden in die cameron highlands.

16.01.2006 um 15:28 Uhr

up north...

den ueblichen weg ueber paramatta - vorbei am olympia gelaende - in die blue mountains.

der einzige unterschied zum letzen mal - es ist sommer!!!                       als wir hier mr. whippy die berge auf- und abgequaelt haben war es nicht kalt sondern saukalt. frost!!!                                                         jetzt schwitzen wir.

da die gegend ja nicht soooo ueberdrueber ist, ziehen wir relativ flott up north...

brisbane umfahren wir, und das erste wirkliche ziel ist maroochydore. eine surfer-hochburg wie eh und jeh. viele junge leute herum und halli galli bis spaet in die nacht. hier huepfen wir auch das erste mal ins meer - in den pazifik. (rund 24 grad).

mittlerweile haben sich unsere ansichten ueber die reise grundlegend auseinanderbewegt. mir ist einfach um die zeit zu schade um alles hier an der ostkueste 2 mal zu sehen! da sich der bus hier schwer verkaufen laesst, steuern wir (relativ flott) cairns - dort ist der naechste carmarket - an.

unweigerlich muessen wir da an airlie beach vorbei :)

dieser ort ist absolut spitze! yachten wohin man blickt...                     viele segler, aussteiger, backpacker und snobs. alle auf einem haufen - eine tolle mischung. ich wollte eigentlich den 2. teil meines segel-scheines machen. dies haette allerdings zu lange gedauert, und astrid wollte nicht so lange warten. also versuche ich das pferd von hinten aufzuzaeumen. anstatt 1400 dollar fuer den schein zu bezahlen, frag ich einfach im buero der agentur ob sie nicht hilfe auf einem ihrer schiffe brauchen. ob ich schon mal segeln war und ev auch ahnung vom kochen habe??? tja - glueck muss man haben im leben :)

2 tage spaeter checke ich als volounteer auf der BOOMERANG ein. einer maxi-yacht die bereits diverse internationale regatten gewonnen hat. ein boot der extraklasse. 3 tage segeln zum nulltarif ;)

die leute an bord sind spitze (deutsche, norweger, australier, amerikaner, kolumbianer, schweizer, ...) ein kunterbunter haufen.

wir segeln die besten spots ab. es bleibt zeit zum schnorcheln am riff, plantschen am whitehaven beach und plaudern an deck.                     schlafen zwischen grindern und sheetbends. ach kann das leben schoen sein...

mittlerweile hat sich fuer unser bus-problem auch eine loesung er-geben. andi (ein deutscher) den wir uebers internet ausfindig gemacht haben, hat sich bereit erklaert, mir meinen teil des buses (natuerlich nicht zu meinem nachteil ;) auszubezahlen, und anstatt mir, mit astrid weiterzureisen. spitze!  

ich buche also meinen flug von townsville nach sydney.

vorher bekomm ich aber noch die moeglichkeit an der twilight-regatta des yachtclubs mitzumachen. ich segle mit 3 australiern die ihr leben nirgendswo anders als am boot verbracht haben auf einem selbstgebauten katamaran. und siehe da - wir machen den 3. platz...   not bad folks - great crew - good job!!!

am 13. ist es dann soweit.                                                                  mein flug mit jet-airways zurueck nach sydney ist ready for take off.

die letzten tage vergehen viel zu schnell.                                              ich treffe noch einige nette leute im city central backpacker. 

ausserdem lerne ich den mexikaner antonio kennen. ein freund von karen und fernando.  am letzten tag bin ich (wie immer) in burwood. ich bin zum essen eingeladen. ewiges plaudern am balkon bevor wir alle erschoepft in die betten fallen.

der rucksack ist fertig gepackt. alles erledigt. es kann los gehen....

13.12.2005 um 15:02 Uhr

sydney

astrid hat meine spontane flugplanaenderung per mail nicht mehr rechzeitig bekommen, und sich striktest geweigert ein zweites mal zum flughafen zu fahren.

no worries.                                                                                             20 minuten spaeter treffen wir uns im vereinbarten hostel.

noch an diesem tag - ich bin topfit - rennen wir bis spaet in die nacht in der stadt herum. veraendert hat sich nicht wirklich was. es ist immer noch so genial wie beim letzten mal!

am tag darauf, erster weg nach kings cross carmarket.                        die mega auswahl an vehicles ist ja nicht. fast nur 4WD's, und diese suendhaft teuer. der plan war ja eigentlich, dass wir weiter nach cairns fliegen und dort ein auto kaufen. allerdings hat mir astrid (in sydney) gesagt dass sie nun doch lieber die ostkueste sehen will, und nicht nach WA (western australia) moechte. na bravo.

ich gebe nach und wir einigen uns auf die ostkueste.

hier ist ein 4WD ja nicht notwendig, also kaufen wir jamies vw-bus. (jamie ist niederoesterreicher und war 1 jahr mit dem kuebel unterwegs) wie das halt mit maennerhaushalten so ist, vergeht ein ganzer tag mit putzen und ausmisten..... aber am abend haben wir ihn dann soweit. unserer ersten nacht im bus kann also nichts mehr im wege stehen.

und wo soll die (ganz klassisch) sein???                                                   na klar - in BURWOOD bei karen, fernando und den jungs.

es wird (wieder mal) eine sehr lange nacht. noch einen tag verbringen wir in der stadt. diverse vorraete einkaufen, dies und jenes erledigen, und dann gehts los.

 

12.12.2005 um 14:50 Uhr

der flug...

ganz unspektakulaer werden die naechsten 8 stunden. die zeit vergeht "wie im flug". die maschine ist bis auf den letzten platz voll, aber vor lauter plaudern, erzaehlen und lebens- sowie reisetips austauschen haetten wir sowieso nicht schlafen koennen...

in bangkok kommen wir vom airport gar nicht raus.

wir halten uns 2 stunden im transit auf, passieren relativ flott die security checks und warten....

besser erwischen wirs dann schon im anschlussflug. wir sind auf die letzten plaetze eingecheckt. gottseidank bleiben die letzten reihen komplett frei, und wir hamstern uns sofort eine ein - mittlerweile fallen sogar uns die augen zu.

frisch und munter nach einem "lecher" fruehstueck landen wir in good old sydney.  das wetter ist super, und der typische anflug mit herrlichstem ausblick auf die kueste und den hafen ist einfach immer wieder genial!!!