Nicht schön, aber selten

14.03.2010 um 02:21 Uhr

Nur so...

die verschiedenen grautöne der betontreppe beobachten

auf den wind warten, bis tränen in den augen stehen

bei der stange am u-bahn-aufgang eine menge schwung für die kurve mitnehmen

die letzten schritte über die straße laufen um die schwarzen zebrastreifenstreifen nicht zu berühren

 

trotz wartender freikarten und jusfest acht stunden mit einer freundin vorm fernseher verbringen, die unter den auswirkungen der letzten nacht leidet 

trotz wartendem laptop, lehrbuch und schneeniesel auf die straße gehen (denn der protest hat mir viel bedeutet und wir waren viele! wesentlich mehr, als die medien der masse erzählen wollen)

Heute ist mir nach dem hier:

11.03.2010 um 01:30 Uhr

Die Sache mit den Kugeln

Heute ist der Akku meines MP3-Players leer geworden. Mir passiert das selten, weil ich Angst davor habe. Seit ich 15 bin, kenne ich Städte nur mit musikalischer Untermalung.

Heute musste ich mir also selber zuhören. 
Ich habe das Klicken meine Absätze beobachtet und das Knirschen der Steinchen, wenn ich schief aufgetreten bin. Ich habe die zwei Haare gespürt, die an meiner Lippe klebten und ich habe verfolgt, wo auf meinem Körper die Kälte gerade Gänsehaut auslöste. Ich habe meinen Atem gespürt
Momentan bin ich Teil einer Studie die ein Kollege im Zuge seiner Diplomarbeit durchführt. Achtsamkeit. 

Und dann bin ich 16 Schritte weiter als nur zu unserer Haustür gegangen, um zu sehen ob bei meinem Sonnenschein noch das Licht brennt. Tat es.
Weißt du...ich habe noch Gefühle für dich. Natürlich. Ich denke auch an dich. Und es ist mir nicht egal, was du über mich denkst.
ABER ich weiß, dass du für mein Leben keine Rolle spielst. Nicht für jetzt aber schon garnicht in Zukunft. Du hast wenig Bedeutung dafür, ob ich glücklich werde oder nicht und ob ich geliebt werde oder nicht. Du beeinflusst nicht, wie sehr ich mich bilde oder wie begeisterungsfähig ich bin. Es hat nichts mit dir zu tun, wann ich aufstehe oder wie ich rieche. 
So viel wertfrei, beziehungsweise neutral, da hebt sich positiv und negativ auf. 

Gute Nacht. Irgendwann erzähle ich von meiner herrlichen Vorlesung zum Thema Liebe (an der Meduni...ja)

09.03.2010 um 02:34 Uhr

Wherever you go, you take yourself with you.

"Weißt du, dass ich dich liebe?"
  Ich habe diesen Satz seit ...werweißwann... im Kopf. Er taucht einfach auf. Grundlos. Ohne Sender, ohne Empfänger. Was das soll? Ich habe keine Ahnung.

Ich muss mich bewusst daran erinnern, wer ich bin. Um nicht plötzlich nichts mehr zu sein; die Frau ohne Eigenschaften. Ich dachte doch mal, ich wäre besonders, aber es gibt für alles eine Facebook-Gruppe. 

Gut...weg vom Jammern, hin zur Aufregung. Das Fach, für das ich mich vor Allem anmelden wollte hat 175 Plätze, angemeldet sind über 400...ich liege hinter der Mitte. Keine Chance auf Restplätze.
Bei dem einen Kurs, den ich ergattern konnte, gibt es 100 freie Plätze und ebenfalls 400 Anmeldungen!

Und wenn ich es hinkriege, zeig ich demnächst meinen herrlichen neuen Lieblichkeiten-Haarreifen.

Gute Nacht, ich geh weiter lernen.

04.03.2010 um 09:09 Uhr

Die Zeit hat mich wieder.

Ich nehme im Moment an einer Diplomarbeitsstudie teil. Es geht um die Wirksamkeit von Achtsamkeitsübungen, die online vermittelt werden sollen.

Also...hier sitze ich jeden Morgen, 20 Minuten insgesamt.
7 Minuten davon atme ich ein und bei jedem Mal ausatmen zähle ich..."Eeeeeins", "Zweeeei". Bis 10. Schweife ich bei einem Atemzug gedanklich ab und konzentriere mich nicht mehr nur auf die Luft, die durch meinen Körper ströhmt, beginne ich wieder bei 1.
Kann sich jemand vorstellen, wie schwer das ist? Puh.

03.03.2010 um 18:58 Uhr

"So lange sie noch leben, kann man etwas für ihr Wohlbefinden tun."

..., hieß es gestern Abend in der Vorlesung.
Genug Ansatzpunkte für uns Leute in Ausbildung.
Herrlich. Und was, wenn sie mich nicht weiter lassen?
Ich sitze seit 9 in der Bibliothek. Gerade eine Vorlesung über Liebe. Ich sitze hier vor dem Computer an der Uni und sehe, wie meine Pläne für dieses Semester sich in der Tränenvershcleierten Luft auflösen.
Ich habe nicht die Kraft, nächste Woche 20 Mal den Einstieg zu versuchen und doch abgewiesen zu werden.
Ichichich weiß nicht, wo hin mit mir.
100 Anmeldungen für 25 Plätze. Das ist der Schlüssel.
Es fehlt doch sowieso der Sinn, wie soll ich das machen, wenn man mich hier ganz klar nicht brauchen kann?? Verdammt.

Mir fehlt die Sprache, es weiter auszuschreiben. 11.03...Demo 

Ok ich habe noch etwas anzufügen. Ich hatte letztens Semester eine miese Zeit, ich habe kaum etwas geschafft. Es liegt auch an mir. Aber hier fehlen die Ressourcen und ich sehe mich in einer Situation an einer Uni, an der kein Platz für mich und viele andere ist und einen Arbeitsmarkt später, auf dem ich keine Chance habe, weil alle besser und qualifizierter, erfahrener und engagierter sind.
UNd der einzige Schluss, der sich ziehen ließe wäre, etwas anderes zu studieren. Wäre toll, wenn die Aufnahmeprüfung im Juni mehr als ein Scherz wär...mehr als "Nein wir lernen nichts, wo wär dann der Spaß daran."