Nicht schön, aber selten

28.09.2007 um 23:37 Uhr

Peeping Tom

Das ist doch dieser Sänger von System of a Down, oder? Hat ihm jemand gesagt, dass er alleine auch wie alle klingt?

Ich weiß nicht genau, was der letzte Eintrag sollte...und ich erinnere mich nicht mehr ans Schreiben.

Und nun werde ich versuchen, 12zig Ideen für Einträge in einen zu packen und das so schnell wie möglich, weil eine webcam-session, sogar mit Ton, mich um mein Datenguthaben gebracht, eigentlich weit darüber hinauskatapultiert hat.

Heute bin ich an einem Geschäft vorbeigegangen. Ein kleiner Junge, 2-3 Jahre, kommt heraus. Er trägt ein Bilderbuch, das etwa halb so hoch ist wie er. Er stellt sich in die Mitte des Weges und schmeißt das Buch mit voller Wucht auf den Boden. Das nenne ich Aktionismus! Aus tiefstem Herzen.

Also...ich habe mein Ferialpraktikum am Mittwoch beendet und thihihiii...es war toll. Abgesehen davon, dass die Leute mich mal wieder zu schönen Namen inspiriert haben, war es eine wirklich angenehme, erfreuliche Zeit.
Zum Abschied gab es Kekse für mich, was in einer etwas unangenehmen Situation endete, weil ich nun einmal kein Alleinunterhalter bin. Und auch sonst mit der Schüchternheit viel zerstöre. Weil ich dann rede, ohne nachzudenken. Oder dumm lache. Auf jeden Fall verliere ich sogar das bisschen Schlagfertigkeit, das ich eh nicht besitze.
Ich nenne sie mal ... C.J. lies mich wieder an "gut aussehende Männer dürfen nicht gut riechen" denken - das entstammt ja auch einem Ferialpraktikum - weil sie wunderbar aussieht, intelligent und humorvoll ist und dazu noch einen ganz wunderbaren Stil hat. Ich kann ihr doch nicht alles vergönnen, oder? Irgendwo muss ich doch eifersüchtig werden. Hab ich erwähnt, dass sie ein bezauberndes Lächeln hat?
Aber es kommt kein Neid auf, nicht im geringsten. Nur weitere Freude, dort gearbeitet zu haben, weil sie so unglaublich nett ist. Auch zu mir. Ferialangestellte. Unbekannt. Ich soll anrufen. Mal einen Kaffee. Oder wenn ich vielleicht was brauche. Für ein psychologisches Praktikum. Sie wüsste da was.
Ich würde es wirklich gern machen, sie anrufen. Vermutlich werde ich zu feige sein, ich hoffe nicht. Vielleicht war es einfach nur ihre liebe Art und sie meinte es nicht wirklich ernst. Es wird sich zeigen.
Also...Ally, C.J., der junge Gott, der Alte vom Berg, die Ente, der Chef und die Liebe nebenan.
Falls wir uns nicht mehr sehen, guten Tag, guten Abend und lebt wohl!

Seit gestern nenne ich endlich einen wunderschönen, tief schwarzen Reibstein mein Eigen. Man benutzt ihn, um Tusche zur Kalligraphie herzustellen.
Die Tuschestange habe ich schon lange, allerdings musste ich bisher trotzdem mit der Fertigtusche zurecht kommen. Und das macht wenig Spaß. Sie ist für meinen Geschmack viel zu flüssig und außerdem in der Farbe nicht konstant genug. Man kennt es ja von Tinte, dass vor dem Absetzen der Strich dunkler wird. Nur an diesen Stellen ist die Tusche durch den Pinsel wirklich schwarz, ansonsten eher grau.
Selbst gemischte Tusche ist tief schwarz. Ich kann mir die Konsistenz selber aussuchen.
Ich habe viel zu wenig Übung, ja. Mein Striche sind bei der Kalligraphie wie beim Rest meiner handschriftlichen Versuche eher zittrig. Aber mit dieser festeren Tusche bin ich auf seltsame Weise lockerer. So kann ich mir vorstellen, ausdauernder zu trainieren.

Ich fühle mich gerade sehr schwach. Ich bin nicht krank, aber ich habe seit etwa einem Jahr fast immer irgendetwas, das mir ein wenig weh tut. Mal der Magen, mal der Kopf, mal die Augen. Ich sollte jetzt meine Tasche packen, morgen gehts wieder nach Wien. Sehr einschüchternd. Und ich lerne. Ich weiß nicht genau, ob ich da hin will.
Sag, du liebst mich. Hol mich, wir suchen eine Wohnung. Wir streichen sie. Wir richten sie ein. Wenn du willst, brennen wir sie nieder. Mach es daheim.

Ich habe eine Haube gekauft. Sie ist schlabberig und gestreigt. Vermutlich, weil in dem Laden Travis lief. Und das hat mich ganz euphorisch gemacht. Fast hätte ich noch einen Mantel gekauft, den ich nie anziehen werde. So habe ich noch einen Rock gekauft, den ich nie anziehen werde. Und Strümpfe, die ich immer unter Hosen verstecken werde.
Und ich besitze meine erste Johnny Cash-CD. Aus Versehen die mit "Hurt".

Den Rest habe ich vergessen, verdrängt, verschlucke ich.
Und hier - weil ich auf den bayerischen Dialekt stehe, obwohl er fast wie unserer hier klingt, aber eben noch besser und weil es so gut gemacht ist:

25.09.2007 um 23:25 Uhr

jol



"Jeannie", sage ich...und er antwortet. Hübscher, alter Kater, mach meine Bettwäsche nicht kaputt.
So muss sich Grenouille gefühlt haben. Sich am liebsten unter die Stoßstange setzen, um zu riechen, welches Tier im Urlaub daran vorbei gestreift ist.
Nur, dass er auch noch zu gut hört. Sicher ein anstrengendes Leben.

Ich habe jetzt die erste Seite meines Romans. Aber im Allgemeinen wissen Autoren, wie ihre Geschichte in etwa verlaufen soll, bevor sie beginnen, nicht? Abegesehen davon spricht jetzt ein Frau und ich möchte doch aus der Sicht eines Mannes...ich habe auch bis jetzt noch kein Hallenbad in Wien in der Nähe gefunden. Oder mich für die Proseminare angemeldet. Nicht, dass ich so viele zu Auswahl hätte, dass ich mich nicht entscheiden kann...denn wenn ich die abziehe, deren Termine garnicht gehen und die, die ausdrücklichen Wert auf mündliche Mitarbeit (und was macht das schüchterne Mädchen, wenn es reden muss?) und vielleicht auch noch die, mit besonders hohem E-Learning Anteil, dann bleibt eine überschaubare Anzahl zurück.

25.09.2007 um 00:57 Uhr

pan's labyrith

Sobald es in meinem Bauch auch nur ein wenig anfängt zu zwicken und ich es nicht auf Gewöhnliches schieben kann, fürchte ich, dass das nun doch endgültig der Blinddarm ist. Das sind die Gedankengänge eines kleinen Mädchens mit großer Angst vor Operationen.
Und sagt jetzt nicht zu laut, dass das nahezu alles sein kann, von "Du liegst auf deinem Schlüsselbund!" bis Krebs im Endstadium, denn kleine Mädchen mit großen Ängsten könnten sich nahezu alles vorstellen.

Sie hören ein Feuerwerk, aber sehen einen fremden ans Fenster klopfen. Sie sehen den Kater wachsam werden und hören den ganzen Tag Türen im leeren Haus aufgehen. 
Sie überlegen monatelang, warum in einem gänzlich dunklen Raum ein Schein an der Wand sein kann.

Sie sagte heut "ich freu mich schon, dich wieder zu sehen"...tut gut...nicht?
und nun...Gut Nacht

22.09.2007 um 20:48 Uhr

Motorräder sind wichtiger als Frauen, soviel ist schon mal klar.

Dem Kater wurde heute Zahnstein entfernt. Zu seinem Zittern während Autofahrt kam dann auch noch meine Angst, er könnte aus der Narkose nicht mehr aufwachen. Es war dann aber ganz anders. Ich habe gelernt, dass er zu Zahnstein neigt, zu starkem Bluten und zu atypischem Verhalten, während er in die Narkose fiel. Erst war er gelähmt vor Angst, dann wurde er sehr aktiv und hat sich gegen das Einschlafen gewehrt, was noch normal zu sein scheint, dann begann er, als er bereits bewusstlos und ohne jede Spannung war, mit allen Vieren zu zucken. Ich habe stark überlegt, ob ich nicht den Raum verlassen sollte. Zwei Zähne wurden ihm gezogen und nun wankt er herum, liegt in einem Schrank auf Kleiderbügeln, weil er sich dort sicher fühlt.

Seit ein paar Wochen läuft irgendwie alles falsch. Vermutlich seit Jahren mach ich nichts richtig. Ich kann es wohl einfach nicht. Und wenn das so weiter geht, habe ich in in ein paar Wochen jeden irgendwie Vertrauten aus meinem Leben vertrieben. Aus eigener Schuld, bei vollem Bewusstsein.
Es bleibt jetzt schon kaum jemand zurück. Ich würde am liebsten Ilse anrufen, warum, weiß ich nicht. Sie hat eine Klausur am Montag und ich würde es auch sonst nicht tun.
Ich dachte schon eine Million Mal, nun würde ich mich wirklich verändern, das ist jetzt die das Trauma, die Verletzung, die positive Motivation und etwa 100 Mal hab ich das alleine in diesem Blog geschrieben. Aber es klappt einfach nicht.

Im Erdgeschoß riecht es nach Weihnachten, weil seit heute der Kamin knistert. Ich wünsche mir Schnee und Kälte, weil ich in einem Mantel weiter weg bin. Ich werde mir in Wien ein Schwimmbad suchen, denn das mit dem Fechten wird natürlich nichts.

Wenn der Damm bricht, kann man nur noch anfangen zu schwimmen, sagt Meredith Grey.

Ich fürchte, die nächsten Beiträge werden etwa in der Qualität weiter gehen und das tut mir Leid, aber momentan fühle ich mich einfach danach und jetzt lege ich mich auf den Boden zu Jeannie, vermutlich mehr meinem Seelenheil zu Liebe, als seinem

20.09.2007 um 12:48 Uhr

Under the Iron Sea

Ok...lesen die hier mit? Und selbst wenn, ich bin sowieso restlos begeistert, muss hier also über niemanden lästern und brauch mich deshalb nicht fürchten.
Auf jeden Fall wurde der Seifenspender geputzt. Was ich irgendwie schade finde. Dafür tropft er jetzt aus seiner natürlichen Öffnung.

Heute war ich bei der Zahnärztin. Ich bin da seit...hm...10 Jahren, sie hat diesen, ich weiß nicht, ungarischen Akzent, der ganz bezaubernd ist und ist eigentlich nur für Kinder zuständig. Ich warte schon seit Jahren, dass die mich da rauswerfen ^^
Heute wars soweit...allerdings mit einem "sehr gute Zahnhygiene"...und das will ich hier erwähnen, weil ich das mein Leben lang noch von keinem Zahnarzt gehört habe, eher mal das Gegenteil.

Ich habe mich mal selbst getestet. Vor ca. 2 Jahren. Habe ich das Asperger Syndrom, oder nicht. Das heißt, es war Langeweile und ich habe nicht damit gerechnet, plötzlich zu erfahren, dass ich hochgradig autistisch bin, so, als würde ich jetzt entdecken, dass ich auf einem Auge blind bin.
Aber - und das kann ein reiner Testfehler sein, nämlich der, dass ich mir das Ergebnis wünsche und selber herbeiführe - das Ergebnis passte garnicht so schlecht. Dieser Anflug des Syndroms, vl nur Zufall, vielleicht "können Sie mitunter auf andere sogar sehr angenehm wirken" (vl nicht wortwörtlich, wird noch kontrolliert).
Wasauchimmer. Es reicht mir. Ich kann nicht in meiner Welt versinken, weil ich eben nicht in meiner eigenen lebe, sondern in der anderen.
Schon seltsam, dass Ilse die einzige ist, die mich akzeptiert, die sich da zurück hält und es zu schätzen weiß, was ich mit ihr rede. Oder vielleicht garnicht seltsam. Dass es so ist, sagte sie mir zum ersten Mal, als das mit Hl.D. passierte, eben aus diesem Grund.
Ich weiß auch nicht. Ich bin sehr müde und ich hungere.
Und ich habe gestern eine Menge Ablehnungsschreiben verschickt, was mir irgendwie im Herzen weh tat. Weil ich durchaus in der Lage bin, mit einem Foto und einem netten Vornamen Freundschaft zu schließen.

Wasauchimmer. Ich habe genug. Es reicht, dabei hat es noch nicht einmal begonnen.

19.09.2007 um 12:53 Uhr

Besprechung offener Themen mit anschl. bzw. paralleler Nahrungsaufnahme

Stimmung: müde, so müde
Musik: Travis - Last Train

Der Behälter in der Bürotoilette mit der rosa Seife, die nach Lavendel riecht und nach anderen Kräutern, die auf einem Landschaftsgemälde der Toskana sind, quillt erstaunlichweise oben über und ich beobachte, wie sie von Tag zu Tag weiter nach unten läuft. Wie Wachs auf einer dieser Kerzen in amerikanischen italienischen Restaurants.

Ich bin stolz auf mich, weil ich heute mit einem Rechtsanwalt eine Besprechung vereinbart habe...und das ziemlich gekonnt. Naja...ein bisschen gekonnt. Weil diese Leute aber auch alle wirklich locker sind.

rain on the brain
now there's flowers in your window

Ich gehöre wirklich nicht zu den Leuten, die aus dem Fenster schauen, die Sonne und den blauen Himmel sehen und raus wollen. Das berührt mich praktisch garnicht, aber wenn es regnet, von mir aus auch im Sonnenschein, dann möcht ich raus und spazieren gehen und im Grünen sitzen.

but if it's all the same to you
here's what i'm gonna do
i'm gonna write a song
gonna sing it to everyone
and then i'll sing it to you
cos it was you that wrote it too

Meinen emotionalen Ballast lade ich gerade bei einer Person ab...mehr oder weniger, denn mit ihm zu reden, ist manchmal garnicht leicht. Ich mag nicht sagen, bei wem, ich werde auch noch in 100 Jahren wissen, wer es ist. Aber die Sache ist, dass ich das erst seit wenigen Monaten brauche. Und Schuld daran ist der jemand. Oder eigentlich ich.

search within yourself for feelings
everybody's got them
you left me on the shelf
and now there's no one to rely on



but if it's all the same to you
here's what i'm gonna do
i'm gonna buy a gun
gonna shoot everything everyone
and then i'm coming for you
cos it was you that drove me to

War das jetzt sogar für mich zu theatralisch? Aber das Lied passt so gut und Travis ist immer toll. Deshalb sei dieser Eintrag bitte entschuldigt. Bei mir. Bei Herrn E., weil er mir das Entschuldigen verboten hat. Und...whatever.

Guten Tag!

16.09.2007 um 14:19 Uhr

Macht mir Freude.

Ich habe Ephraim Kishon wieder entdeckt. Ich habe ihn früher von meinen Eltern vorgelesen bekommen und dann selbst gelesen. Ich habe wohl kaum über etwas mehr gelacht, als über diese hübschen, kleinen Geschichten. Mittlerweile bringen sie mich nicht mehr um den Verstand, aber ich mag sie. 
Meine Lieblingsgeschichte war immer "Minestrone alla Televisione". Ich muss ehrlich sagen, so richtig  kann ich das nicht mehr nachvollziehen ^^ 
In einer Geschichte spült ein kleiner Junge jeden Schlüssel, den er findet, nachdem er das dazugehörige Schloss versperrt hat, die  Toilette hinunter. 
Warum? "Weiß nicht. Macht mir Freude."



Bitte keine Post-Its mehr...bitte keine Telefonate...bitte keine sentimentalen Enden von Filmen.
Bitte. Der Straße da nicht nach links folgen, sondern geradeaus fahren. Durch die Plakatwand brechen. Zum Outro des Lieds. Und wenn das Auto halb durch ist, bleibt alles stehen.

Ich hatte Angst, diese Woche zu viel allein zu sein...abends...allerdings war eher das Gegenteil der Fall und ich war froh, hin und wieder Zeit zum Atmen zu haben. Danke für den Abend vorgestern...Ilse. Und danke, für die beiden Tage...du. Ich wünschte nur, ich hätte mir den Tag gestern nicht noch frei gehalten. Und du hättest wenigstens den Mut gehabt, abzusagen. Oder dir die Zeit genommen. Worte und Taten, die zusammenpassen und so.

Ich mag es nicht, wenn meine Laune so am Boden ist, weil ich dazu (wie schon oft genug betont) kein Recht habe usw...gerade wär ich aber am liebsten irgendein depressives, junges Ding, das mit dem pöhsen Goth-Gesinge von...von untergehenden Welten, von tosenden Schmerzen und Leid noch etwas anfangen kann. Aber nein, man entwickelt sich weiter.  Ich mag andere Musik und ich finde sie, ehrlich gesagt, langweilig. Alternative (wasauchimmer das ist) ist gut und schön und ernst zu nehmen. Aber Musik, die laut ist und wütend, die baut Emotion wirklich auf und baut sie auch ab. Und genauso kann das mit Traurigkeit funktionieren, selbst, wenn die Musik so weit zum Kunstobjekt, der Musiker zur Kunstfigur wird, dass es unnatürlich scheint und anstrengend wird, die Musik zu hören.
Deshalb sehne ich mich irgendwie danach. 
Oder auch nicht, ich weiß auch nicht mehr, was ich rede.

Ich gehe jetzt und zerreiße Papier. Macht mir Freude.

12.09.2007 um 23:10 Uhr

He's gone fishing

Ally sagt, ich soll zwei Stunden niemanden durchstellen. Ich werde also sagen, sie ist in einer Besprechung. Für mich ist sie das auch.
Als ich das dem ersten Anrufer sage - fest, ohne Stottern - kommt sie drei Minuten später und sagt, dass er die einzige Ausnahme wäre.
Als ich es dem zweiten Anrufer sage, passiert kurz später dasselbe.
Der Dritte antwortet: "Das glaub ich ned, ich komm gerade von ihr."

Das Seltsame an dieser Arbeit ist, dass die Tage schnell vorüber gehen. Die Wochen ziehen sich aber endlos. Ich frage mich, wie ich mal 30 Jahre am Stück arbeiten soll.
Das "Problem" ist, dass eineinhalb Wochen nur ich da war, um zwei Angestellte zu ersetzen. Deshalb kommen alle Anrufe immer zu mir. Heute kam die von den beiden Angestellten zurück, die nicht gekündigt hatte und ich erfahre, dass sie nur halbtags hier ist. Und vor den drei Wochen Urlaub, die sie gerade hatte, erst zwei Wochen gearbeitet hat. Sie riecht nach Zigaretten.

Der junge Gott kommt, erklärt mir etwas und sieht T. ähnlich. Und riecht wie er! Und hat eine noch bezauberndere Art, mit mir zu reden. Und er wiederholt gewisse Phrasen ständig, was ich am liebsten in einen Rahmen kleben und an die Wand hängen würde, so hübsch finde ich das. 

War ich etwas zu euphorisch, als er es am Telefon war? Im Außendienst vom Handy aus um nachzufragen. Aber ich bin so verdammt froh, wenn am Telefon kein 
Herr Tkaczkkrtschratsch ist, dessen Namen ich beim vierten Mal nicht verstehe und dann aufgebe und dass ich mich bei meiner Begrüßung nicht verhaspelt habe oder den Namen einer anderen Firma gesagt habe.
Mich stört der Telefondienst eigentlich nicht. Aber es ist verdammt schwer zu wissen, ob 7 Räume weiter die Frau jetzt in ihrem Büro sitzt oder nicht, oder ob der Typ hinter der geschlossenen Tür im Nebenraum jetzt telefoniert.
Ich weiß nicht, ob ich sehr viele Fehler mache, wirklich. Auf jeden Fall wären sie trotzdem froh, wenn ich länger bleiben könnte, bis Oktober, weil das, was ich an einfachen Aufgaben jetzt übernehme, sonst jemand von den Angestellten machen müsste und ich seh die Leute da nicht 
2,5 Stunden Pause machen, weil der PC nicht will oder dasitzen 
und die automatischen Fensterläden anstarren, weil nichts mehr zu tun ist.

Folgende Situation:
Die kleine, unsichere und vor allem unwissende Ferialpraktikantin (nachfolgend nur noch SSDSDSSWEMUGABRTLAD genannt) sitzt am Schreibtisch. Rundherum herrscht beängstigende Stille, weil alle Mitarbeiter bei einer Besprechung sind.
Das Telefon läutet. Am anderen Ende ist Großer Mann mit lauter Stimme im Auto, der immer anruft, wenn es grad nicht passt. Die Handynummer von Großer Mann begegnet SSDSDSSWEMUGABRTLAD bereits im Schlaf.
Großer Mann: Es ist dringend. Urgent. Ich brauche den Chef, in 20 Minuten muss er zurückrufen, sonst unterbrich die Besprechung.
Kleines Mädchen: Ähm...ja...nein...ok, mach ich, werde ich ausrichten. Ja.
Kalender sagt "Die Besprechung dauert noch 45 Minuten"
Kleines Mädchen schrumpft um 15cm und befindet sich damit offiziell in der Kategorie "Kleinwüchsig". Kleines Mädchen bereitet sich seelisch darauf vor, Großem Mann zu erklären, warum sie den Teufel tun und die 15 Leute unterbrechen wird.
10 Minuten später ist die Besprechung aus, die Nachricht wird überbracht, Großer Mann ruft an diesem Tag noch ca. 7 mal an.

Und noch eine ... nur für mich ... nein, nichtmal für mich von Interesse:
Ente gibt mir ein Dokument. Einscannen, schicken, kopieren, und einen Brief zum verschicken dazuschreiben.
Ich kann keine Briefe schreiben. Ich meine...45 Minuten lang starre ich zwischen kleinen Kopierarbeiten immer wieder das Blatt Papier an und warte darauf, dass es sagt "Hey du! Mein Betreff ist 'wasserrechtliche Überprüfung' und du bittest um meine Retournierung." Tut es nicht, also schreibe ich, was ich denke, lege es vor und schreibe dann alles nochmal so, wies sein soll. Für 2 Zeilen.

Achja...und ich gebe die Bewerbungen ein. Dabei schwankt meine Stimmung zwischen Panik, weil da 21-jährige sind, die eine abgeschlossene Ausbildung, eine Umschulung und 12 verschiedene, tolle Kurse hinter sich haben und Mitleid, weil ich da mindestens 8 Leute sympathisch finde, von denens mindestens 7 nicht schaffen werden.

Nun denn, ich bin müde.
Gute Nacht, zusammen. Mir fehlen einige Blogs bei Blogigo.

09.09.2007 um 23:38 Uhr

Leben für Dummies

Für mich ist das wie, zum ersten Mal autozufahren.
Nicht, zum ersten Mal in Bayern oder in GB, auf der anderen Straßenseite, sondern zum allerersten Mal die Pedale und den Schaltknüppel zu bedienen. Zum ersten Mal im Auto zu sitzen, nachdem man vorher nur das Fahrrad hatte oder vl ab und zu ein Autodrom oder das kleine, rote Plastikauto.
Wer würde im ersten Moment denken, dass es sich so automatisiert und sich recht schnell selbstverständlich anfühlt.
(/Tagebuchfunktion)

09.09.2007 um 14:59 Uhr

Super Soffice

Ich möchte etwas mit Pilzen machen, die in dem einen Becher sind mit weißem Flaum überzogen. Also werde ich den anderen gegenüber auch misstrauisch. Nachdem ich die Hälfte davon winzig klein geschnitten habe, werfe ich sie alle weg. Das Brot sieht auch seltsam aus. Ich fange fast an zu heulen, esse einen Schoko-Riegel und lege mich ins Bett, um so zu tun, als würde ich schlafen.

Ich muss lernen. Verdammt, ich muss lernen, sonst schaff ich das alles nicht. Da ist wieder die Unsicherheit, ob ich überhaupt studieren sollte, ob ich das überhaupt will oder überhaupt fähig dazu bin.
Wenn ich in meinem Ferialjob die Bewerbungen sehe. Ein Mädchen, das ein Jahr jünger ist als ich, hat so viele Zusatzqualifikationen. Eine abgeschlossene Lehre. Meine Bewerbungsmappe wär so unglaublich dünn. Und ich weiß einfach nicht...Ich will mcih nicht mehr minderwertig fühlen.
Vielleicht liegt es am Wetter.

Es ist so kalt, dass die Glenke meiner Hände trocken werden und aufspringen. Ab Morgen werde ich Handschuhe bei mir haben.

Herrgott. Ich will doch endlich mal anders sein.

Nun denn. Irgendwas werde ich jetzt essen. Die Sonne scheint wieder.

08.09.2007 um 17:09 Uhr

Das Erwartete ist das, was uns in der Balance hält.

Wenn ich Grey's Anatomy sehe, fühle ich mich nach Winter. Nach neben den 3 Lieblingsmädchen sitzen und draußen ist es kalt. Und draußen ist es kalt.

Eine von den Eher-Chef-als-eher-vielleicht-Kollege kommt am ersten Tag nach dem Urlaub mit einem wunderbaren, dunkelblauen Etui-Kleid ins Büro, das zu ihrer Figur exakt passt. Darüber trägt sie einen beigen Trench-Coat. Wunderbar. Am nächsten Tag hat sie einen weiten Pulli an und es ist genauso gut. Und sie steht auf die Simpsons. Und hübsch sind die dort alle. Die, die ich 64 mal am Tag frage, was ich jetzt am besten tu, sieht beim Lachen verdächtig nach der aus, die die Hauptrolle von Alias spielt. Aber weniger gemein.

Good night and good luck.

07.09.2007 um 22:04 Uhr

"Emo is the Grunge of today."

Das sagt die niedliche Sängerin von The Sounds mit ihrer sexy Stimme.

Morgen wird der Geburtstag einer Freundin gefeiert und ich freu mich wirklich.
Und gerade hat sie auf meine Geburtstagsgrüße ganz bezaubernd geantwortet.

Ich war heute essen und hatte beinahe einen Wutanfall. Am Nebentisch saßen einige mittelalte bis junge Paare mit ziemlich vielen Kindern. Der Lärm war kein Problem, zwei der Väter allerdings schon. Wie kann man sich aufregen, dass die Kinder 10 Minuten aufs Essen warten müssen und dann direkt neben ihnen rauchen?! Den Rauch aus dem Mund blasen, während man sich zu ihnen beugt, um mit ihnen zu reden. Da werde auch ich zum Kampf-Nichtraucher. Ich bin Nichtraucher nicht, weil es mir nicht schmeckt, sondern weil ich dagegen bin. Weil ich für generelles Rauchverbot bin und für mehr Geld für nicht rauchende Arbeiter in Fabriken, die keine Rauchpausen machen. Aber grundsätzlich ist es mir...egal. Nur das ist Körperverletzung und verantwortungslos und....argh.

Ja das konnte ich brauchen. Vor meinem ersten Tag einen Streit mit ihr. In dessen Verlauf sie sagte "Ich weiß nicht, was ich falsch gemacht habe, das frag ich mich schon lange". Die Frau, die am meisten hinter mir steht. Vl nach T. aber der aus Unwissenheit, also egal.
Vermutlich meinte sie das nicht so. Ich habe zu heulen begonnen. Tue ich selten, wenn ich mit ihr streite, was auch schon länger nicht mehr passiert ist. Und ich konnte nicht mehr aufhören. Nicht die nächsten paar Minuten. Seit dem Tag. Immer wieder kommt das Bedürfnis. Aber mei. ^^ Das geht auch wieder vorbei.

Ich werde mich jetzt mit einem Tee in ein Lavendelbad steigen.
Zu sagen habe ich offensichtlich nichts ^^
Gute Nacht die Damen. Und Herren.

06.09.2007 um 12:56 Uhr

Ein K um K willen, ist das V der Verbesserung nicht wert.

Luciano Pavarotti ist tot!!

Und ich sitze im Büro.
Am ersten Arbeitstag hat mir Morgens einer der Chefs die Jalousien hochgefahren. Mittags bin ich zusammengezuckt, weil es plötzlich knarrte und schepperte und von da an, waren sie wieder unten. Heute hab ichs selbstständig geschafft, sie zu bewegen.
Morgens, wenn meine Schuhe nass sind, rutschen auf dem Steinboden der Eingangshalle.
Und gleich wird das Internet hier mich wieder rauswerfen.
Marita hat Geburtstag und kriegt das Buch zu Karambolage. Und ich bin total hingerissen davon, genauso wie die Verkäufer. Allerdings war es nicht ganz leicht zu bekommen. Aber leichter als die DVD. Wasauchimmer.
Ferialpraktikanten sind nicht gut für die Umwelt, jedenfalls ich. Es tut mir Leid. Katastrophaler Papierverbrauch, aber das war letztes Jahr auch schlimmer.
Ich frage mich, was sie tun, wenn es keine Praktikanten gibt. Müssen qualifizierte Angestellte dann Kuverts sortieren? Aber dann setzen sie in den Nebenraum Oliver, seines Zeichens Lehrling und genauso lange hier, wie ich, und er locht stundenlang stupide Bewerbungen und sortiert sie ein. Und Lehrlinge gibt's doch eigentlich fast immer.
Und ich lerne viel über Kaizen und KVP. Hochinteressant. Aber nicht relevant. Beschäftigungstherapie. Wasauchimmer.

Kein Wort zum Schwamm. Trauriges Kapitel ^^
Sometimes Goodbye's the only way.

Guten Tag