Nicht schön, aber selten

16.09.2007 um 14:19 Uhr

Macht mir Freude.

Ich habe Ephraim Kishon wieder entdeckt. Ich habe ihn früher von meinen Eltern vorgelesen bekommen und dann selbst gelesen. Ich habe wohl kaum über etwas mehr gelacht, als über diese hübschen, kleinen Geschichten. Mittlerweile bringen sie mich nicht mehr um den Verstand, aber ich mag sie. 
Meine Lieblingsgeschichte war immer "Minestrone alla Televisione". Ich muss ehrlich sagen, so richtig  kann ich das nicht mehr nachvollziehen ^^ 
In einer Geschichte spült ein kleiner Junge jeden Schlüssel, den er findet, nachdem er das dazugehörige Schloss versperrt hat, die  Toilette hinunter. 
Warum? "Weiß nicht. Macht mir Freude."



Bitte keine Post-Its mehr...bitte keine Telefonate...bitte keine sentimentalen Enden von Filmen.
Bitte. Der Straße da nicht nach links folgen, sondern geradeaus fahren. Durch die Plakatwand brechen. Zum Outro des Lieds. Und wenn das Auto halb durch ist, bleibt alles stehen.

Ich hatte Angst, diese Woche zu viel allein zu sein...abends...allerdings war eher das Gegenteil der Fall und ich war froh, hin und wieder Zeit zum Atmen zu haben. Danke für den Abend vorgestern...Ilse. Und danke, für die beiden Tage...du. Ich wünschte nur, ich hätte mir den Tag gestern nicht noch frei gehalten. Und du hättest wenigstens den Mut gehabt, abzusagen. Oder dir die Zeit genommen. Worte und Taten, die zusammenpassen und so.

Ich mag es nicht, wenn meine Laune so am Boden ist, weil ich dazu (wie schon oft genug betont) kein Recht habe usw...gerade wär ich aber am liebsten irgendein depressives, junges Ding, das mit dem pöhsen Goth-Gesinge von...von untergehenden Welten, von tosenden Schmerzen und Leid noch etwas anfangen kann. Aber nein, man entwickelt sich weiter.  Ich mag andere Musik und ich finde sie, ehrlich gesagt, langweilig. Alternative (wasauchimmer das ist) ist gut und schön und ernst zu nehmen. Aber Musik, die laut ist und wütend, die baut Emotion wirklich auf und baut sie auch ab. Und genauso kann das mit Traurigkeit funktionieren, selbst, wenn die Musik so weit zum Kunstobjekt, der Musiker zur Kunstfigur wird, dass es unnatürlich scheint und anstrengend wird, die Musik zu hören.
Deshalb sehne ich mich irgendwie danach. 
Oder auch nicht, ich weiß auch nicht mehr, was ich rede.

Ich gehe jetzt und zerreiße Papier. Macht mir Freude.