Nicht schön, aber selten

24.10.2007 um 14:53 Uhr

geht das

Vorhin hab ich mir Pizza gekauft. Ja, Pizza. Kein Vollwert-Dinkel-Brötchen, grob geschrotet aus Bio-Anbau mit Karotten und Gurken. Und als ich dort stehe und warte, bis mein Viertel heiß gemacht wird, fragt mich ein anderer Verkäufer, wies mir geht.
- Sehr gut, danke.
- Besser als Gestern?
Bitte?! - Ja...schon. 
In dem Moment waren meine Augen schon zu Schlitzen geworden, weil ich zu den Menschen gehöre, die entgegen aller Vernunft nicht denken (wollen), dass er das heute zum 6. Mal sagt, sondern dass er sich an irgendetwas erinnert.
Ich war gestern aber definitv nicht dort und...
meine Schuhe haben Löcher, meine Socken sind nass. 

Mit hoch erhobenem Kopf und der Packung Klopapier am Straßenrand stehen und zu Atem kommen.
Es geht mir gut, aber wenn ich zum dritten mal zu Fuß in den zweiten Stock laufe, wegen einem Buch, dass definitiv nich da ist!, dann bekomme ich doch Kopfschmerzen und will mich nur noch hinlegen.

Der gestrige Tag war bestimmt von dem Gedanken, jetzt augenblicklich ausrutschen zu müssen. Ich bin nicht ausgerutscht, ich hatte nur Angst davor. Es ist garnicht so kalt, wie ich denke. Wie ist das mit gefühlter Temperatur? Und Wind? Und ich glaube, mein Hut wellt sich, wenn er nass wird. Einer ist mir mal geschrumpft.

Es sind Gedanken für ein Gedicht in meinem Kopf. Bereits geschrieben. Keine Reime, weil es nur Ideen sind. Eine logische Folge, die vielleicht nur für mich logisch ist.
Es hatte etwas mit Pathos zu tun, als ich vom Zug aus die Bäume gesehen habe, die im Regen schwarze Stämme und im Herbst bunte Blätter bekommen, oder besonders die Birken mit hellen Stämmen, die Gelb in das helle Grün mischen.

Ich suche seit ein paar Jahren die perfekte Christbaumspitze...ist euch aufgefallen, wie wenig wunderschöne Spitzen es gibt?

Na gut...Bis bald.