Nicht schön, aber selten

28.11.2007 um 22:05 Uhr

"Sich anzukleiden sollten inspirieren, nicht irritieren."

Stimmung: nicht gut
Musik: Placebo - The Crawl

...sagt Ikea.

Optische Täuschungen sind interessant, ja. Aber es gibt da eine begrenzte
Anzahl und die Beispiele dafür wiederholen sich natürlich, wenn man sie zum dritten 
Mal in einer Vorlesung sieht. Zum vierten Mal, wenn ich den Schulunterricht mitzähle.
Aber ja, durch retrieven lernt man besser und dafür sitze ich ja hier.

Ich möchte eine neue Sprache lernen, wirklich. Nicht wieder Französisch oder Englisch, etwas Neues. Arabisch... vielleicht wirklich keine schlechte Idee. Ich bin kein Sprachentalent, 
das weiß ich auch selber ^^ Aber ein wenig Neues würd mir schon nicht schaden und irgendwie könnt ichs auch hinkriegen, hoffe ich.
Mal sehen, vielleicht wird auch garnichts daraus, aber so sehr liebe ich neue Sprachen auch nicht, dass sich voreilige Euphorie einstellen könnte, die ich dann enttäusche.

Ich bin vor Kurzem mit einer Freundin durch die Stadt gegangen. Wir haben über Weihnachtsstimmung gesprochen. Sie sagte, dass sie bei ihr noch garnicht so recht aufkommen will, was ja auch kein Wunder ist, immerhin hat noch nicht einmal der Advent begonnen. Ich sage, dass ich meistens im Februar plötzlich einen festlich-weihnachtlichen Schub habe, weil es dann endlich schneit. "Aber vielleicht schneits ja bald noch ausgiebig.", meint sie und ich schwöre auf mein goldenes Placebo-T-Shirt, es hat in diesem Moment zu schneien begonnen! Gut, es waren dünne Flocken, die den Boden kaum erreichten, aber sie waren da und ich nehme sie jetzt einfach als Omen.

Gute Nacht und schöne Träume

26.11.2007 um 01:27 Uhr

Why do we sit around and break each other's hearts tonight?

Stimmung: ja, danke

Ich will eigentlich wirklich nichts mehr mit gebrochenen Herzen. Es macht so müde. Und ich mache mir gerade um überdurchschnittlich viele Leute Sorgen. Weil sie sich nicht melden oder wegen dem, was sie sagen oder nicht sagen. Aber hier jetzt noch ein Tagebucheintrag.

Vorhin hat sie mir geschrieben.
Nach Ewigkeiten, wirklich.
Lebt fast in Sichtweite.
Ihr "The One" hab ich trotzdem seit drei Jahren.

Sie schreibt mir. Wie gehts dir, was läuft in Wien.
- ja danke, und dir?
- ganz gut, aber mit den Nerven am Ende.
  kein Schlafen, kein Essen, kein Atmen...

Yami hat mir vor einem Monat erzählt.
Sie habe einen Freund. Lange schon.
Außergewöhnlich lange. Es klappt.
Mit ihm, mit dem Umfeld vielleicht weniger.

Jetzt nicht mehr.
Will ich wissen, wie mies es ihr geht?
Will ich das wissen, wo ich doch
sonst nichts weiß und nichts tun kann.
Ich weiß nicht, ob es wirklich besser ist,
auf diese Weise.
Oder wie sehr sie schon gelitten hat.
Oder warum im Fernsehen ein dicklicher Mann
im Gladiatoren-Kostüm sitzt.

Das rastlose Herumlaufen, das habe ich auch.
Gerade.
Von der Couch zum Bett und dann zum Schreibtisch.
Heute, weil es jetzt wirklich wird. Oder deutlich.
Nein, anders.
Ich habe auf die Falsifikation gewartet.
Aber jetzt ist es verifiziert.
Ich kann es nicht besser ausdrücken.
Also ein Ende wie der Beginn. Nämlich garnicht.

Demnächst an dieser Stelle: Vorweihnachtliche Hochstimmung. Ich bitte um etwas Geduld.
Gute Nacht.

25.11.2007 um 12:58 Uhr

Eine Träne, nur eine. Aber eine besonders schöne.

Stimmung: nicht gut
Musik: Tankian

Es ist kalt, so kalt. Nicht mehr nur draußen. Unsere Heimleitung hat beschlossen,
dass wir uns, wenn es draußen schon Winter wird, auch anpassen können. Weder
warmes Wasser, noch Heizung und am Sonntag natürlich niemand erreichbar.
Ich halte mich also mit Tee und Essen warm. Wünscht mir Glück ^^

"Dafür ist das geschriebene Wort aber dezent zu mächtig", ist der etwas verunglückte Satz, der wieder einen Einschnitt markiert.
Er ist erst zehn Tage oder vielleicht zwei Wochen her und tut auch eigentlich nicht weh. Er drückt mich ein wenig nieder, aber das macht nichts.
Aber es verlangt nach Ersatz. Einmal waren das zwei Mäntel in drei Tagen.
Dieses Mal der grüne Tee, der, zugegeben, nur auf dem Klapptischchen im Zug vor mir steht, weil der Kellner Verkäufer Junge hinter dem mobilen Speisewagen unverhältnismäßig nett und gutaussehend ist.
Und du...bitte lass mich in Ruhe. Bitte meld dich nicht mehr. Wenn du mich ansprichst, falle ich dir um den Hals. Ich weiß selber nich

Ich mag Beckmans ruhige Art zu interviewen und gerade hat er Loki Schmidt vor sich sitzen, die Ehefrau von Helmut Schmidt. Sie ist beinahe 90 Jahre alt, intelligent 
und ein so offensichtlich lieber, natürlicher Mensch, dass es einen berühren muss. 

Es gibt jetzt einen externen Counter hier im Blog. Nicht, weil der eigentliche seit einiger Zeit still steht, so viele Zugriffe hab ich nicht, dass das viel ausmachen würde, aber ich finde es spannend zu sehen, woher die Leute auf meine Seite kommen...nett wärs auch noch zu wissen, ob sie dann länger 
als 4,76 Sekunden hier bleiben.

Guten Tag

22.11.2007 um 01:13 Uhr

Und trauen Sie sich, an Wunder zu glauben, denn es gibt sie.

... war der Schlusssatz und so hat es begonnen:
Als Kind habe ich sehr viel geträumt.
Ich weiß nicht, ob die Kinder das heutzutage noch tun, oder ob sie dieselben Träume haben.
Für die nächsten paar Stunden wollen wir Ihnen die Magie und kindliche Naivität zurückbringen.
(Mein Erinnerungsvermögen verlässt mich leider, ich hoffe, es ist möglichst sinngemäß wiedergegeben.)

Normalerweise hätte dieser Mann mit dem golden bestickten Mantel und dem türkischen Kaffee mich beim Wort "Magie" schon für sich gewonnen. Heute allerdings war ich bereits vor Beginn der Vorstellung hin und weg.
Das Interkulttheater in Wien hat eine etwas einfache Homepage, die bei mir aber vor Allem deshalb gut wegkommt, weil sie eine Menge an schönen Zitaten enthält.
In natura hat das Theater noch wesentlich mehr zu bieten. Ich war heute bei "Neue Geschichten vom Derwisch" und der gesamte Abend war mit sehr viel Liebe zum Detail und offensichtlicher Freude der Verantstalter organisiert. Und ich war von Anfang an bezaubert.
Man betritt das Haus und das Licht verändert sich. Es duftet und sobald man das eigentliche "Foyer" betritt, ist alles voll von Gewürzen und bunten Stoffen. Der erste Kommentar meiner Begleitung war 
"Irgendwie wie auf einem Basar"...Gedränge herrscht dort auch.
Es gibt getrocknete Früchte und frisches Obst, Halva und Lokum und frischen Tee, alles inklusive, und natürlich noch einiges zusätzlich zu kaufen. Und das ist noch ein Punkt...für mich wirkt das Ganze erfrischend wenig kommerziell.
Vor der eigentlichen Bühne hatte man dann die Wahl - Stuhl oder Teppich. "dieser Mann", den ich ja schon erwähnt habe, beginnt also, Geschichten zu erzählen, immer wieder im Wechsel mit einer hübschen, manchmal fast hypnotischen Tänzerin.
Ethnokitsch steht am Ende des Standard-Artikels. Und Edutainment.
Ja, Migration ist ein Punkt und ja, es gibt einem Gründe nachzudenken, wenn es auch die alt bekannten Themen sind.
Jedenfalls habe ich es genoßen, vor allem die Magie und war mehr als einmal ganz weit weg von hier.

Keiner, der irgendwie die Chance hat, nach Wien zu kommen, sollte sich das entgehen lassen. ^^
Hier also die begeisterte Empfehlung, bevor ich mich quietschvergnügt und frisch geduscht im Bett verkrieche. Und demnächste dann ein heute verfasster, erneuter Liebesbrief an Nick Hornby und vermutlich eine kryptische Nachricht, warum ich einen begeisterten Tag wie Heute ganz gut gebrauchen konnte.

Assalamu Alaikum!

18.11.2007 um 21:13 Uhr

Danke für die Zigarette...damit verkürzt du mein langweiliges Leben um 5 Minuten

Ich bin noch nicht einmal bei der Hälfte angelangt, aber ich habe schon einige Seiten angestrichen und einen Absatz aus Fever Pitch will ich noch hier reinschreiben.
"Die Fähigkeit zu Kritik ist eine furchtbare Geschichte. Als ich elf war, gab es keine schlechten Filme, nur Filme, die ich nicht sehen wollte, es gab kein schlechtes Essen, nur Rosenkohl und andere Kohlköpfe, und es gab keine schlechten Bücher - alles, was ich las, war toll."

Aber ich fürchte, ich bin auch jetzt noch zu leicht zu begeistern. Und dann wieder zu kritisch.
Es fehlt die Balance? Wenn ich die gefunden habe, existiere ich in einem freundlichen Schwebezustand fern jeder Aufregung und Euphorie. Die große Freude von vorhin, gleicht jetzt den akuten Wunsch aus, das wedelnde Kind vor mir zur Seite zu kicken - dass ich das überhaupt wollen würde, ist übrigens ein sicheres Zeichen dafür, dass der Hunger sich heute mal wieder so zeigt, wie vor 15 Jahren, nämlich in Verstimmung und Quengeln.
Aber ich will nicht zu viel im Kreis reden.

Good Night and Good Luck!

17.11.2007 um 20:54 Uhr

Mit ihr war der Schnee ein bisschen weißer.

Stimmung: nein
Musik: TV

Es ist so, dass ich, wenn ich nicht in nächster Zeit dem Wahnsinn verfalle oder eine Krankheit bekomme, die ich auf Grund von Teilen meines Lebensstils 
vermutlich verdient hätte, den größten Teil meines Lebens seriös, verantwortungsvoll 
und eben erwachsen sein werde.
Vielleicht füllt mich das dann komplett aus, vielleicht scheitere ich daran.
Auf jeden Fall denke ich nicht, dass es jetzt bereits so weit sein muss und deshalb werde ich diesen Winter mit einem halben Katzenkopf (getragen sieht er besser aus als hier) auf meinem Kopf herumlaufen.

Ich friere im Moment erbärmlich.
Ich suche und suche, aber mein Topfdeckel-Mantel und ich, wir finden uns einfach nicht.
Dafür habe ich bei der Suche heute einen Laden gefunden, in den ich ohne zu zögern einziehen würden, wenn die in einem Zimmerchen hinter dem Geschäft vielleicht noch ein paar Teebeutel haben.

Und jetzt noch ein neuer Link. Ich glaube, ein Blog hier hatte mal einen Hintergrund von Vladstudio.com
Vlad Gerasimov ist ein junger Russe, 
der offensichtlich ein Auge für zauberhafte, fantasievolle und professionelle Grafiken hat. Und jetzt hat dort Weihnachten begonnen!
Mein Desktop-Hintergrund ist jetzt Weihnachten, wenn der Zug mich schon aus dem Schnee herausgefahren hat.

Gute Nacht zusammen!

15.11.2007 um 19:24 Uhr

Eyes Open

Stimmung: -.- nicht fragen
Musik: Samsas Traum - Die Krähen.Kutsche

Ich lese jetzt ein Stück Fever Pitch, zwischen dem Beschriften von Karteikarten, weil ich an einem Adventskranz für den Blog bastle und irgendwie Inspiration fehlt.
Und da kommt mir ein Satz unter "Ich akzeptiere mittlerweile, daß Fußball keine Relevanz für den Falklandkonflikt, die Rushdie-Affäre, den Golfkrieg, die Geburt von Kindern, die Ozonschicht, die Kopfsteuern, etc., etc. besitzt, und ich möchte die Gelegenheit ergeifen, mich bei all denen zu entschuldigen, die sich meine pathetisch überspannten Analogien anhören mußten."
Das ist ein vollkommen großartiger Satz und ich bin schon wieder begeistert.
Das Titelblatt des Buchs, dass ich vor kurzem auch in einem Eintrag verwendet habe, hab ich mittlerweile übrigens als Bildschirmschoner. Auch, wenn mir diese Hautfarbe sowohl zu dunkel, als auch zu hell ist, ich das bisschen Muskel, das man sehen kann, zu groß finde und Schweiß wohl weit weniger dekorativ als der Rest der Leser. 

Ein Monat für 2 Klausuren, das ist mehr als machbar. In 3 Wochen werde ich jammern, weil ich mit meinem Lernfortschritt an exakt derselben Stelle stehe.
Das ist jetzt gerade kein Jammern, eher eine Feststellung oder Wette mit mir selber.

Na dann setz ich mich wieder hin und mache irgendetwas mit einem Stift zwischen den Fingern. Oder ich mache es nicht, je nach Laune.

15.11.2007 um 16:02 Uhr

iGoogle

Ich habe iGoogle für mich entdeckt. Und mein Glückskeks heute sagt "Live in your own world, but always welcome visitors".
Gut

14.11.2007 um 20:25 Uhr

Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminza Efraimstochter Langstrumpf

MiezerichIch fürchte, ich habe verlernt zu hopsen!
Dafür hat sie mich heute gelobt. Weil ich den Schritt auf 2 gemacht habe. Ein erster, kleiner Erfolg.
So viel zu meinem Tag...und, dass er so mies war, wie gestern. Von Innen heraus.

Ich hab mir Astrig Lindgrens 100. Geburtstag sogar in mein Handy gespeichert, um ihn nicht zu übersehen, aber die Medien lassen es mich ohnehin nicht vergessen.
Es ist immer zynisch, aber bei ihr wäre es besonders unpassend, einen Todestag zu feiern, nicht.

Astrid und Michel
(das Bild ist unkreativ von Wikipedia, aber ich finde die Briefmarke herrlich)

Der für mich schlimmste Satz, den ich in letzter Zeit von ihr hörte, war "Ich bin in einer Welt aufgewachsen ist, die nicht mehr existiert."  
Das so zu erkennen und auf den Punkt zu formulieren, muss doch unglaublich schmerzhaft sein.
Wir verändern uns und sind bei Weitem nicht mehr so frei und fasziniert wie Kinder (da schließt sich der Kreis zu ihren Geschichten ^^), aber wir könnten ohnehin nicht mehr zurückkehren, weil die Umwelt 
eine ganz andere geworden ist.
Und ich glaube auch, dass ihr Jahrgang aber auch noch bis zu dem meiner Eltern etwa um 1950 herum da besonders stark betroffen sind (vielleicht, weil meine Eltern auch vom Land kommen, ich denke, ich werd sie da mal befragen).
Es verändert sich zu jeder Zeit eine Menge, aber die Einführung von Computern zieht sich so sehr durch alle Lebensbereiche, wie kaum eine andere.
Vor kurzem habe ich bei einem Wohnhaus gesehen, dass die Klingeln der einzelnen Parteien nicht einzeln sind, sondern man auf einer digitalen Anzeige runterscrollen musste. Meiner Oma würde ich das nicht zumuten wollen. (es war ein Studentenheim)
Aber das ist nicht die einzige Veränderung. Globalisierung usw...unprofessionell und schnell von mir gedacht ^^

Und die Welten, die Astrid Lindgren geschaffen hat, und zwar jede einzelne, sind noch garnicht so lange vergangen, aber so viel "einfacher" als heutzutage. Und so viel gleichförmiger.

Ich war mehrere Jahre im Fasching Pippi Langstrumpf. Mit Draht in den Haaren, rot waren sie ja schon, Sommersproßen hatte ich auch und die Zähne irgendwie auch.  Nur das Wesen hat mir gefehlt. (Und ich will genau jetzt genau diese Schuhe)

Und hier in der Nähe gab es ein Haus, dass schon seit 40 Jahren "Villa Kunterbunt" genannt wurde. Leider nur, weil es eben durcheinander und etwas heruntergekommen war und leider ist es jetzt auch nicht mehr, aber ich habe mir früher immer vorgestellt, wieso es diesen Namen bekommen hat, was dort nicht alles passiert sein könnte.

Wenn ich über die Bücher nachdenke, zähl ich mich selber zur Kategorie "Kind".
Hach...und wieso läuft jetzt keine Verfilmung?

12.11.2007 um 21:44 Uhr

Und Ruanda und Myanmar und was jammere ich eigentlich?

Gestern wollte ich um 1 ins Bett gehen. Dann habe ich zufällig gesehen, dass Hotel Ruanda läuft.
Und wieder einmal habe ichs mir angesehen.
Die Film ist ein einziger, großer Schrecken. Kein Horrorfilm, der mich die Türe doppelt versperren, sondern offen stehen lässt, weil es nicht fair ist, dass manche Leute in Angst leben und ich Zeit habe, mich vor Hollywood-Monstern zu fürchten.
Danach musste ich die Jalousien öffnen, um sicher zu gehen, dass davor immer noch die ruhige Straße liegt. 

Und deshalb jetzt...wie heißt es...ein Licht für die Menschlichkeit.
Ich habe vor kurzem einen Bericht über Myanmar gesehen (vergessen, wo: Ersatzlink). Sie sind selten geworden, oder? Der Teil, den ich mitbekommen habe, drehte sich um Kindersoldaten.
Hauptsächlich gibt es sie bei Rebellen-Milizen, aber verständlicherweise hat das Militär in Myanmar gerade ein besonders großes Problem, willige Soldaten zu rekrutieren. Um ihre Quoten zu erfüllen, kaufen sie nun Kinder ihren Eltern ab oder entführen sie sogar. Natürlich war das auch vorher schon so, aber es ist eine Auswirkung der Proteste, dass es nun verstärkt stattfindet.
Die Jüngsten dieser Kinder sind erst 10 Jahre alt. 10 Jahre!
Angeblich existieren Gesetze gegen diese Praxis, welcher Seite man glaubt, ist vermutlich egal, denn etwas dagegen zu tun, ist schwer.
Und deshalb fällt mir nicht mehr ein, als ein schäbiges, kleines Foto.

Kerze

 

12.11.2007 um 14:41 Uhr

Eine Stadt. Ein Buch.

In Wien gibt es nicht zum ersten Mal vom 13. bis 19.11. eine Aktion. Eine Stadt.Ein Buch.  
Die Stadt vergibt 100.000 Gratisbücher.
* Auf der Buchwoche im Wiener Rathaus
* Bei der Fernwärme Wien
* Bei der Wiener Städtischen im Ringturm
* In den Wiener Volkshochschulen
* In vielen Wiener Buchhandlungen
* In den Filialen der Büchereien Wien
* In vielen Wiener Kaffeehäusern
* Bei der Stadtinformation im Wiener Rathaus
* Beim ORF Wien in der Argentinierstraße
* In vielen Wiener Bezirksvorstehungen

Just Fever Pitch

Dieses Jahr werd ich auch versuchen, eines zu bekommen. Weil das diesjährige Buch...tataaa...Fever Pitch von Nick Hornby ist. Und ich liebe ihn. Es wird auch eine Lesung von Hornby geben, und zwar am 18.11. Leider kommt man nur mit einer Einladung dort hin und ich kann nur hoffen, beim Gewinnspiel viel Glück zu haben.

Das wars für heute. Guten Tag

11.11.2007 um 10:55 Uhr

Flimmern am Himmel

Stimmung: unentschlossen
Musik: Blink 182- Stockholm Syndrom

Es schneit. Endlich! ^^ Auf den Dächern hält der Schnee schon etwas vor.
Auf der Straße bleibt er noch nicht liegen, aber wenn ich mich vors offene Fenster setze und wie ein kleines Kind die Hände aufs Kinn lege, kann ich hören, wie der Schnee auf die Blätter fällt.

Übrigens hab ich einen neuen Blog. Schon ein paar Tage. Erst habe ich mich als Chiba angemeldet, weil der hier mir das als meinen japanischen Namen ausgegeben hat. Aber natürlich erst nach dem Anmelden hab ich festgestellt, dass ich mich dann auch gleich Chiya nennen könnte, also hab ich mich wieder abgemeldet und 
einen ähnlich seltsamen Namen gewählt, auch für den Blog.
Noch hab ich nicht vor, ganz dort hinzuziehen. Ich weiß noch nicht, wie ich Favoriten auswählen kann oder die Seitenleiste ergänzen. Es gibt noch keinen Eintrag, aber meine erste Besucherin war rosengift, da fühlt das Blogigo-Herz sich doch fast schon daheim ^^
Ich werde meine Einträge nicht doppelt posten, das find ich ehrlich gesagt etwas witzlos, wenn oder besser falls ich jemals ganz dort bin, werd ich das hier sagen, die Adresse werd ich allerdings nur auf Anfrage hergeben. ^^ 

So ein langweiliger Eintrag...
Ich beobachte jetzt grinsend weiter den Himmel. So lange, bis mir schwindelig wird.

10.11.2007 um 12:56 Uhr

Judy is a Punk

Stimmung: naja
Musik: Ramones - Chainsaw

Was macht der Satz "Larry, dein Vorspiel besteht daraus, dass du gepinkelt hast." in einer animierten Kinderserie?

Ich habe, weniger wegen der Sauberkeit, mehr aus einem manisch-verzweifelten Anfall heraus gerade angefangen, Fenster zu putzen. Im Regen. Und was da oben an den Leisten ist! Und die Jalousien! Wer hätte gedacht, dass sich zu den Ramones so gut putzen lässt.
Jetzt bin ich müde und mein Kopf pocht ^^

Vorhin hab ichs in einem Podcast gehört...das Wetter draußen klingt nach gefrorenem Wasser...nicht Schnee, eher Graupelschauer. Das Problem ist>...Achtung...<das Wetter-Widget am Ipod aktualisiert sich nicht und der Podcaster weigert sich natürlich, zum Fenster zu laufen.
Wunderbare Generation ^^

Vorgestern hab ichs geschafft, meinen Wecker nicht zu stellen und trotzdem sogar 15 Minuten früher aufzuwachen, als ich wollte. Und zwar um 6.45, nach knapp 5 Stunden Schlaf.
Gestern hat mein erster Wecker geläutet, mein zweiter aber nicht und wusch, es ist 11 Uhr und ich kann die Vo vergessen. Dann muss das Tutorium eben reichen.

Dafür hab ich jetzt etwas herumtelefoniert, um Auskünfte zu bekommen. Die Leute waren unglaublich nett, es ging alles zu meiner Zufriedenheit aus...allerdings bin ich nun auch wieder unsicher.

Jedenfalls...das habe ich gekauft.
Klein, aber hoho 

Ich hoffe, ihr habt Schnee, ich warte hier schon sehnsüchtig.

05.11.2007 um 18:47 Uhr

Vielleicht auch nicht

Stimmung: nicht gut
Musik: My sweet prince

Vielleicht habe ich doch Lust, noch mehr zu schreiben.
Zum Beispiel, dass ich manches einfach nicht mehr aushalte.
Tiefpunkt. Jetzt gerade, schon klar. Das geht schnell vorbei.
Das hier wird kein guter Eintrag, es wird keine Pointe geben, keinen Inhalt, ich will mich einfach nur etwas im Selbstmitleid verstecken.
Ich freue mich über die eine Note in dem Fach, von dem ich sage, man bekommt die Noten zufällig zugeteilt und ich freue mich über Yami.
Ich ärgere mich und das stört mich, weil ich das normalerweise nicht tue. Nicht so. Nicht, wenn es mir nahe ist. Es ist schrecklich.
Und ich hasse es, dass ich Menschen verliere. Irgendwie verliere und irgendwie auch nicht. Dass wir wieder reden und die einzigen Themen sind Paloma und dass ich garnicht wirklich reden will, weil ich dich eh nicht mag. Es ist ermüdend. Und ich schwöre mir, nicht mehr zu reden,w eil es nichts bringt, weil die Menschen, die hören dürfen, nicht mehr hören wollen. Oder doch hören wollen, aber es auch eine veränderte Weise tun.
Ich nehme mir vor, jetzt still zu sein. Inwiefern passt das jetzt zum vorigen Eintrag?
Wiedereinmal versprech ich es mir.

und jeder morgen beginnt
am horizont als heller schein
und jeder abend zerrinnt
fließt in den staub der vergangenheit

Wie wär es mit einer Kategorie "Entschuldigung". Mit Einträgen, die vor Egozentrik und Selbstmitleid triefen, obwohl Menschen...obwohl ein so liebes Mädchen in der Psychiatrie ist, weil ihre Geschichte, ihre Familie sie so weit trieb, dass garnichts mehr möglich war.

Es tut mir also Leid, das diente gerade einfach als Ventil. Weil ich gleich losgehe und lachen will ^^

05.11.2007 um 17:19 Uhr

In einem Domizil phototransparenter fragiler Aussenstruktur ist das Katapultieren mineralhaltiger Substanzen tunlichst zu unterlassen!

Brief an Unbekannt. 
Ich kann nicht sagen, was ich wirklich denke, was mir Angst macht, was es in mir auslöst, weil du darauf entweder mit Unverständnis reagierst und so tust, als wäre es garnichts, anstatt mir zu sagen, warum es bedeutungslos ist. Oder aber du wirst traurig. So traurig, dass ich ein schlechtes Gewissen bekomme, relativiere, zurücknehme und scherze, bis alles wieder in Ordnung ist.
Und das funktioniert so nicht! Denn es brennt mir auf der Seele...oder auf der Zunge. Ich schwöre mir, es zu verdrängen, nie wieder anzusprechen, weil es keinen Sinn hat und nichts besser macht, aber ich kann es nicht, weil es irgendwann aus mir herausbricht. Und dann ohne Rücksicht. Jedenfalls bis ich traurige, grüne Augen sehe.
Ich bin müde. Das strengt mich an und beschäftigt mich mehr, als es müsste. Es ist einfach ein unnötiges Problem. Personenabhängig.

Mehr will ich heute auch nicht schreiben.
Good night and good luck.

01.11.2007 um 03:17 Uhr

Wo geschossen wird, fließt Blut.

Dazwischen fällt mir dieses Kunstwerk ein. Ein Video. Ein Installation. Ich weiß nicht, von wem. Nicht "nicht mehr", sondern einfach "nicht". Ich weiß auch den Titel nicht. Ihn weiß ich vielleicht nicht mehr, aber so sehr nicht mehr, dass ich das garnicht sagen kann. In diesem Video zeichnet der Künstler. Auf einen Stein. Ich habe sogar vergessen, was. Er zeichnet mit Pinsel und reinem Wasser. Auf einen heißen Stein. Wenn die letzten Linien gezogen sind, sind die ersten bereits wieder verblasst. Verdunstet. Und er beginnt von vorne. Sisyphos. Ohne Ende. Bis der Strom zu Ende ist. Oder der Stein kalt. Oder das Wasser aufgebraucht. Vielleicht doch nicht.ohne Ende.

Wo "dazwischen"? Während zwei Sätzen, während zwei Augenblicken der Lesung. Murkami, Haruki - Sputnik Sweetheart. Gut gemacht, wenige Zuschauer, Nicht in Reihen, an Tischen. 
Ich liebe Murakami, zuerst bin ich enttäuscht. Es ist ein Jahr her, dass ich ihn zuletzt gelesen habe, die Erinnerungen an seinen Stil sind verklärt. Vielleicht auch nicht. Vielleicht sind meine Gedanken es nicht gewohnt, 
die Texte laut zu hören. Obwohl ich mir Bücher manchmal selber vorlese, bis ich es müde werde, bis ich nur noch die Worte sage, ohne zu verstehen. 
Obwohl ich denke, diese Frau liest ähnlich wie ich. Wie ich, wenn ich alleine bin.
Es ist gut gemacht. Sie wechseln sich ab. Sie und Er. Manchmal lesen sie gleichzeitig. Manchmal spielt jemand Klavier und manchmal läuft eine Schallplatte. 
Und plötzlich röchelt jemand. Einer dieser Töne, die den Körper irgendwie kribbelnd machen und schockieren. Ich sehe kurz hin. Mir kommt der Gedanke, der Mann ist eingeschlafen und träumt. Es geht weiter. Vielleicht ist er behindert? Ich kann ihn nicht sehen. Seht nicht hin. Wenn es schlimm ist, würde seine Frau reagieren. Das denke ich nicht alleine. Aber das ist nicht seine Frau, er ist alleine hier. Als ich ihn sehe hat er den Kopf komplett in den Nacken gelegt. Ich weiß nicht, wie ein Schlaganfall aussieht. und auch nicht Epilepsie.
Er ist wieder halbwegs bei Bewusstsein, trinkt und sie führen ihn nach draußen.
Als zehn Minuten später eine Sirene ertönt, denken wir alle an ihn. Denke ich.

Was mir hier in Wien, in diesem Jahr noch nicht einmal passiert ist, ist aufzuwachen und nicht zu wissen, wo ich bin. Kein einziges Mal.
Auch wenn alles hier Feindlich sein mag. Bis zu den herbstlichen Blättern, die seltsam zu schwer sind, um um meine Füße zu flattern.

Gute Nacht und schönen Restreformationstag/-Halloween