Nicht schön, aber selten

31.12.2007 um 14:09 Uhr

Jeder Stein kann Gipfel sein.

Und dann gab es noch das hier
Es

Am 25.12 wurde mir das vorgesetzt. Brasilianischer Zuckerrohrschnaps. Sogar gut wegen der Mango auf der der Krebs(?) aufliegt. Für mich war das zu trinken ein Wagnis. Ich habe ihn Fausto getauft. Wir sind jetzt Freunde.

Elfatuo schreibt in seinem Blog heute "Freue Dich lieber auf 2008, denn wenn 2008 nur halb so gut wird, wie ich Dir wünsche, wird es ein gutes Jahr!" und das übernehme ich einfach mal. (in der Hoffnung, dass das in Ordnung ist.)
Es gibt da ein paar Leute, an die ich denke, denen es nicht gerade blendend geht. Und ich kann nur hoffen, dass Wünschen etwas bringt. Oder so ähnlich.
Das wars von mir.

Good night and good luck!

30.12.2007 um 23:12 Uhr

"Jeder kocht seine Seife auf eigene Gefahr"...

...habe ich in einem tollen Seifensiederblog hier gelesen, wer sich also einen informativen, interessanten Eintrag erwartet, sollte besser zu Dryades Seifenkessel gehen. Mir gefällt einfach nur der Satz.

Ich suche momentan den Namen einer Band. Ich weiß kein Lied von ihnen, ich weiß einen Textfetzen...etwas mit schwer verwirrtem Morgen und Selbstbetrug...mir fällt nicht mehr ein, wie der bekannte Sänger heißt. Wie soll ich das nur rauskriegen -.-

Gerade hab ich durch Sina erfahren, wie Studivz meine Karriere tötet, bevor sie existiert, mit zu viele Gruppen, mit bestimmten Fotos vielleicht oder mit Pinnwand-Einträgen.
Dann ist mir aber eingefallen, dass ... mir das eigentlich egal ist.

Ich weiß noch nicht, was ich von der Idee halte ein Buch in einem Jahr zu schreiben.
Aber wer weiß. Unter Anleitung könnte es ja werden.

Achja und kann mir jemand sagen, wie man Päckchen verschickt? Ich habe das noch nie gemacht - jaja, mich erschreckt das auch - und ich muss einen Abschnitt meines Lebens durch das Verschicken einer DVD beenden.

29.12.2007 um 11:06 Uhr

the difference a day makes.

Danke, dass schon jemand bei der Umfrage abgestimmt hat. ^^
Es gibt also eine neue. Und ich werde nicht abstimmen, weil ich selber nicht weiß, was ich antworten sollte.
Aber ich werde Vorsätze fassen, um einen kleinen Plan für das nächste Jahr zu haben. Ein bisschen Ordnung.
Und das werde ich an Silvester tun, obwohl man das an jedem Tag des Jahres tun kann, ja, weil dazu ein prägnantes Datum nicht schaden kann.

Bis danndann

29.12.2007 um 10:56 Uhr

Nicht noch ein Horrorfilm...

Mach die Türe nicht auf, verdammt. Er steht doch dahinter! Nein, du kannst nicht die Treppe rauf laufen, von da kannst du nicht mehr entkommen! Dann wirf dich ihm doch gleich in die Arme!

Wenn ich hier die Einzige bin, die auf ihren Kopf hört, dann hör doch wenigstens auf mich.

/punkt:
befolge meinen eigenen Rat/nicht

25.12.2007 um 11:09 Uhr

Diary of Dreams

Ich habe geträumt (zum zweiten Mal), dass Mika mein neuer Geographie-professor ist. Ich muss ihn etwas fragen, also laufe ich mit ihm in einer kurzen Pause aus der Schule hinaus. Er lebt in einem Café, läuft dann aber über die Straße und holt mir aus einem anderen Kaffee für mich (diese Straße liegt eindeutig in Wien). Dann reden wir etwas, ich bin ein bisschen ... seltsam drauf. Er trägt eine dunkelgrüne  Filzschürze. Als ich gehen will, seh ich, dass neben meiner Tasche alle meine Bücher stehen, vor allem die 6 Bände Schopenhauer (vermutlich, weil ich mich am Abend davor gefragt habe, warum, zum Teufel, die hier eigentlich stehen). Aus irgendeinem Grund hab ich bei der Verabschiedung dem Professor Mika (-.-) die Hand auf die Schulter gelegt. Und dann bin ich gelaufen. Zuerst stand ich plötzlich in einem getäfelten, dunklen Raum, in dem Führungen veranstaltet wurden. Wieder draußen war ich recht schnell zurück am Campus der Schule - und hatte keine Ahnung, wohin ich eigentlich sollte. Aufgewacht.

Warum Mika? Warum ist die erste berühmte Persönlichkeit, an die ich mich erinnern kann, Mika?

Gutgut...mein Weihnachten war schön. Sehr schön sogar.
Gestern hats sogar kurz geschneit und ich war abends erstaunlich müde, weil ich wohl schon um 12 eingeschlafen bin. War vielleicht auch einfach der Sekt.

Nochmal an alle: Fröhliche Weihnachten!

24.12.2007 um 11:51 Uhr

This is Christmas

Spartaaa Weihnachten also.   
So sehr ich asiatisch einfache Schlafzimmer mag, Weihnachten darf kitschig sein. Ich spreche nicht von bunt blinkenden Lichterketten, aber ich spreche sehr wohl von Barockengelchen.
Und deshalb ist der kleine Jesus in der folgenden Geschichte ein lockiges, glucksendes Baby. Jedenfalls in meiner Vorstellung.

Ich wünsche euch allen ein warmes, goldenes, strahlendes Weihnachten oder was auch immer ihr feiern wollt oder den schönsten völlig gewöhnlichen Wochenbeginn des Jahres!


Warum das Christkind lächeln mußte

Als Josef und Maria von Nazareth her unterwegs waren, um in Betlehem anzugeben, daß er von
David abstamme, was die Obrigkeit so gut wie unsereins hätte wissen können, weil es ja 
längst geschrieben stand, - um jene Zeit also kam der Engel Gabriel heimlich noch 
einmal vom Himmel herab, um im Stalle nach dem Rechten zu sehen. Es war ja sogar für einen 
Erzengel in seiner Erleuchtung schwer zu begreifen, warum es nun der allererbärmlichste Stall sein 
mußte, in dem der Herr zur Welt kommen sollte, und seine Wiege nichts weiter als eine Futterkrippe. Aber Gabriel wollte wenigstens noch den Winden gebieten, daß sie nicht gar zu grob
durch die Ritzen pfiffen, und die Wolken am Himmel sollten nicht gleich wieder in Rührung zerfließen und das Kind mit ihren Tränen überschütten, und was das Licht in der Laterne betraf, so mußte man ihm noch einmal einschärfen, nur bescheiden zu leuchten und nicht etwa zu blenden und zu glänzen wie der Weihnachtsstern.
Der Erzengel stöberte auch alles kleine Getier aus dem Stall, die Ameisen und 
Spinnen und die Mäuse, es war nicht auszudenken, was geschehen konnte, 
wenn sich die Mutter Maria vielleicht vorzeitig über eine Maus entsetzte! Nur Esel und Ochs durften bleiben, der Esel, weil man ihn später ohnehin für die Flucht nach Ägypten zur Hand haben mußte,und der Ochs, weil er 
so riesengroß und so faul war, daß ihn alle Heerscharen des Himmels nicht hätten von der Stelle bringen können.
Zuletzt verteilte Gabriel noch eine Schar Engelchen im Stall herum um den Dachsparren, es waren solche von der kleinen Art, die fast nur aus dem Kopf und Flügeln bestehen. Sie sollten ja auch bloß still sitzen und achthaben und sogleich Bescheid geben, wenn dem Kinde in seiner nackten Armut etwas Böses drohte. Noch ein Blick in die Runde, dann hob der Mächtige seine Schwingen und rauschte davon.
Gut so. Aber nicht ganz gut, denn es saß noch ein Floh auf dem Boden der Krippe in der Streu und schlief. Dieses winzige Scheusal war dem Engel Gabriel entgangen, versteht sich, wann hatte auch ein Erzengel je mit Flöhen zu tun!
Als nun das Wunder geschehen war, und das Kind lag leibhaftig auf dem Stroh, so voller Liebreiz und so rührend arm, da hielten es die Engel unterm Dach nicht mehr aus vor Entzücken, sie umschwirrten die Krippe wie ein Flug Tauben. Etliche fächelten dem Knaben balsamische Düfte zu und die anderen zupften und zogen das Stroh zurecht, damit ihn ja kein Hälmchen drücken oder zwicken möchte.
Bei diesem Geraschel erwachte aber der Floh in der Streu. Es wurde ihm gleich himmelangst, weil er dachte, es sei jemand hinter ihm her, wie gewöhnlich. Er fuhr in der Krippe herum und versuchte, alle seine Künste und schließlich, in der äußersten Not, schlüpfte er dem göttlichen Kinde ins Ohr.
"Vergib mir!" flüsterte der atemlose Floh, "aber ich kann nicht anders, sie bringen mich um, wenn sie mich erwischen. Ich verschwinde gleich wieder, göttliche Gnaden, laß mich nur sehen, wie!"
Er äugte also umher und hatte auch gleich seinen Plan. "Höre zu", sagte er, "wenn ich alle Kraft zusammennehme, und wenn du still hältst, dann könnte ich vielleicht die Glatze des Heiligen Josef erreichen, und von dort weg kriege ich das Fensterkreuz und die Tür..."
"Spring nur!" sagte das Jesuskind unhörbar, "ich halte stille!"
Und da sprang der Floh. Aber es ließ sich nicht vermeiden, daß er das Kind ein wenig kitzelte, als er sich zurechtrückte und die Beine unter den Bauch zog.
In diesem Augenblick rüttelte die Mutter ihren Gemahl aus dem Schlaf.
"Ach, sieh doch!" sagte Maria selig, "es lächelt schon!"

Diese Geschichte ist von Karl Heinrich Waggerl aus dem Buch "Und es begab sich...", das es in der mittlerweile vermutlich 50. Auflage immer noch gibt, wie ich vorgestern gesehen habe.
Meine Mutter hat mir diese Geschichte vorgelesen, mehr als einmal. Ich weiß nicht, aber besonders gefällt sie mir nicht mehr. Aber der Ochse imponiert mir.

Und für die, die Zeit zum Radiohören haben - ich werd sie mir nehmen ^^ -hier das Feiertagsprogramm von FM4. Da gibt es Weihnachten ohne oder mit nur einem Freund und am zweiten Weihnachtsfeiertag ein Best Of der Akustik Sessions. Schönschön.

23.12.2007 um 22:39 Uhr

Handlungsanweisung 37

Handlungsanweisung Ja, ich will unbedingt noch einen Abend neben einem frisch verliebten Pärchen verbringen. Janein, sie gibt sich Mühe und macht es ja auch eigentlich gut.

Ich wollte ja unbedingt Kozel probieren, meine erste und letzte Erfahrung mit dem tschechischen Premium. Und Kopfschmerzen am nächsten Morgen. Achja und die letzte U-Bahn bleibt eine Station vor meiner stehen.
Es ist kalt. Wir werden weiße Weihnachten haben, alleine wegen dem Raureif. Ja, ich glaube daran. Nur noch einmal schlafen.

Weihnachtsstimmung will nicht aufkommen, weil ich weder dem Schwamm noch T. frohe Weihnachten wünschen kann, das liegt mir auf der Seele. Seltsam.
Und während ich das schreibe, meldet sich einer. Und ich zittere. Sinnlose, selbst erfundene...wasauchimmer, davon spricht er. Ja klar, stimmt schon. Also war ich dumm, es zu glauben? Es ist meine Schuld? Ich kenne meine Schuld. DAS hat damit nichts zu tun.

"Und danke, dass du mich zum Studieren gezwungen hast." Wieso bin ich die Einzige, die weint?
Es ist mir zuwider, dass du es merkst. Was willst du mir sagen, wenn du mir dein Lachen zeigst? Dass es nichts war. So sehr nichts, wie alle denken? Und wenn ich sage "Schön, dass es dir so gut geht.", ist das tatsächlich ohne Unterton.

Selbst erfunden. Wenn du das sagst, dann hast du Recht. Dann halt doch die Klappe!

Morgen gibt es den Weihnachtseintrag, wenn ich Lust habe, die Geschichte abzuschreiben. Und das werde ich wohl, weil ich sonst das Zimmer aufräumen würde.
Gute Nacht...und schöne Träume! 

18.12.2007 um 17:55 Uhr

Angst

Ich habe gerade gestritten. Mit einer Freundin. Das heißt...das Gespräch ist ausgeartet.
Ich habe die Selbstbeherrschung nicht mehr. Ich kann nicht wie ein Wattebausch reagieren.
Ich habe nicht einfach nachgegeben. Und sie ist in einer Ausnahmesituation, ich sollte es tun.
Aber ich habe ernsthaft reagiert. Ich konnte nicht ruhig bleiben. Es tut mir Leid. Irgendwie. Ich sollte nicht mit Menschen reden. Ich werde die Ferien verwenden, um irgendwie wieder zu mir zu kommen. Zum ruhigen Ich. Ich mag das Ich nicht, dass ich jetzt bin. Weniger als sonst.
Ich will eigentlich auch nicht nach Wien fahren. Das wars mit Weihnachtsstimmung. Morgen fahre ich, ohne Klapprechner, vermutlich bis Freitag. Ich hab keine Lust auf Leute, auf Einkaufen, auf Reden. Und noch weniger auf Stille. Allein sein macht mir Angst und niemand ist hier um mich in den Arm zu nehmen.

Und dann hat Pamela Anderson am Freitag auch noch die Scheidung eingereicht. (hat jemand mitbekommen, dass die geheiratet hat?) Manchmal geht alles schief.

Gute Nacht.

17.12.2007 um 19:57 Uhr

Band of Horses - Is There a Ghost

Es kann daran liegen, dass es da "I could sleep" heißt und ich es heute um 6 Uhr totmüde zum ersten Mal gehört habe.
Punkt.
Ich möchte das gelungene Video einfach weitergeben. Zu einem Lied, das mit minimalem Text sehr gut auskommt.


When I lived alone
Is there a ghost in my house?
When I lived alone
Is there a ghost in my house?
My house...

14.12.2007 um 18:17 Uhr

Alle reden immer über Ali, aber ich kenn den garnicht.

Was man nicht Alles hört, wenn man wegen der Zerstreutheit ohne Musik durch Wien läuft.
Der Junge steht in der Straßenbahn und spricht laut in sein Handy: "Hey, das sag ich jetzt nur dir. Nur dir. Ich hab, jetzt hab ich noch 550 Euro am Konto. Und 50 in der Tasche." Bleibt aber unter uns.

Apropos Vergesslichtkeit. Ich habe Stimulusattribution und Umstandsattribution verwechselt, was dumm ist, wieder einmal. Ich wusste, dass das leicht zu verwechseln ist und deshalb hätt ich versucht, es besonders gut zu lernen. Gescheitert. Damit ist eine Frage völlig falsch. Bei maximal 4 von 15 Fragen, die man falsch haben darf, um positiv zu sein. Damnit. Aber es wäre richtig gewesen, hätt es sich um Umstandsattribution gehandelt. Wenn ihr mich fragt, macht mich das zum Einser der Herzen.
Und das in einem Fach, das ich mag, bei einem Professor, den ich mag.

Und jetzt...Hunger stillen und ab zur Panik vor der Prüfung morgen Früh. (oder Morgen früh? Oder alles groß geschrieben?) Aber wenigstens seh ich Heute das Skispringen, wo ichs gestern schon verpasst habe.

Guten Abend

13.12.2007 um 16:28 Uhr

Sometimes when I get angry, I call those squirrels....treerats

Stimmung: nicht gut, aber was soll
Musik: Brother Love - Sick of Chicks

Laptop soll "Klapprechner" heißen und Smiley "Gsichtl".

Wenn ab und zu halbfertige, außergwöhnlich sinnlose oder speziell unverständliche Einträge erscheinen, dann liegt das daran, dass ich ab und zu etwas beginne und es dann, ums zu speichern, vordatiere. Meistens um 1 Jahr. Und wenn das Jahr rum ist... manchmal bilde ich mir auch nur ein, ich hätt es getan. Und dann heißt ein Eintrag auf einmal "eefds". Ordnung... Aber ich lebe in der anderen Hälfte.

Achja und die versprochene Adventskalender-Christbaumschmuck-Sache... Für eine 10-Jährige kann die Revolution vor ihren Augen stattfinden, wenn die Freundin die gesamte Kalender-Schokolade bereits am 30.11. isst, um Wachs in die Förmchen zu gießen.

Und das da oben als Titel...ist von Bob Ross und ich habe es hoffentlich nicht schon mal verwendet.

Wünscht mir Glück für die Prüfungen. Ich fürchte, ich habs nötig.

12.12.2007 um 20:00 Uhr

Es konnte kein Titel gefunden werden.

Ich frage mich ernsthaft, welche Einträge die beiden Leute auf meine Seite gebracht haben, die "Inzest" und "Hirnparasit Mensch" gegoogelt haben.

12.12.2007 um 11:32 Uhr

Er war rosa. Und er hat gebrummt.

Stimmung: naja

Eins der mit Abstand seltsamsten Geschenke, die ich jemals bekommen habe, war ein Spielzeug. Und es war, wenig überraschend, rosa.
Ein pinker, kleiner Plastikstaubsauger. Von einem normalen Staubsauger 
hat er sich durch sein Gewicht unterschieden. Und durch seine Saugkraft, denn er konnte nichts aufsaugen, außer Staub und Styroporkügelchen (und wenn sich jetzt jemand fragt, was man von einem Staubsauger sonst noch erwarten könnte...mit Spinnen, zum Beispiel, war er bereits überfordert). Die Kügelchen wurden mitgeliefert und das lief dann so ab, dass ich die Klappe des Staubsaugers aufmachte, die Kügelchen ausleerte und wieder aufsaugte. Mit der Zeit wurde der mitgesaugte Staub mehr, die Kügelchen dafür weniger.
Vermutlich hat meine Mutter jedesmal mit dem Erwachsenen-Modell hinter mir hergesaugt, sonst würden da jetzt noch Überreste von mir zum Vorschein kommen.

Irgendwann war ich dann bereit, mit Beutel und glänzender Metallröhre zu saugen und etwa beim zweiten oder dritten Mal hab ich entdeckt, dass dieser Staubsauger sogar Taschentücher aufsaugt.
Ich hab auch versucht, das meiner Mutter begeistert zu erzählen, aber Eltern haben da oft kein großes Verständnis.

Und wie man aus Adventskalendern Christbaumschmuck macht, erzähl ich nächstes mal.

10.12.2007 um 04:23 Uhr

Alles Gute!

Stimmung: irgendetwas dazwischen
Musik: Placebo - Broken Promise

Brian Molko hat heute Geburtstag.
Der Geburtstag eines Musikers alleine ist nicht von Bedeutung, außer er ist bemerkenswert alt lange im Geschäft. Hat Johannes Heesters Geburtstag und verbringt ihn singend, ist das doch beeindruckend.
Brian Molko wird 35. Und ich schwöre, letztes Jahr war er noch 28.
Ich weiß nicht mehr genau, wann ich angefangen habe, Placebo zu mögen, aber ich hatte damals zu "Sieht er (etwa zwei Wochen, nachdem ich sie kennen gelernt hatte und sicher war, dass Brian Molko ein Mann ist) nicht toll aus?" noch das Argument "Naja, aber er ist ja wenigstens noch nicht 30".
Ich würde ja gern sagen, dass ich sofort nach geringfügigen Ausrutschern wie den BackStreetBoys und ... O-Town (vor Allem und im Grunde nur hatte es mir übrigens Jacob Underwood angetan - der Rebell, den jede von Lou Pearlman verbrochene Boy Band vermutlich haben muss. Er ist - mutig,mutig - bekennender Christ und wurde von seinen Freunden natürlich praktisch zum Casting gezwungen. Und irgendwann kurz vor dem Finale sagte er, er würde sich ab jetzt nicht mehr aufregen, denn sollte Gott wollen, dass er in die Band kommt, dann würde es auch so passieren. Und wie ich gerade feststelle, macht er noch Musik mit seiner Band Jacob's Loc.) weg vom pubertären Personenkult, hin zum Musikliebhaber ohne Rücksicht auf hygienische oder ästhetische Grenzen gekommen bin, allerdings habe ich das bis heute nicht geschafft und wenn der Drummer besser aussieht, als der Sänger,
dann fällt mir das auf.
Trotzdem hat meine Zuneigung zu Placebo mit Brian Molko nicht wirklich etwas zu tun. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen (oder mir am Ende noch selbst zu widersprechen...), ich habe sie auf einem Viva-Ableger bei einem Live-Konzert zum ersten Mal gesehen und war sofort fasziniert. Mein Vater war relativ sicher, dass das da eine Sängerin ist. Abends erfuhr ich online - genauer: in einem Chat - dass der Mann 
natürlich Brian Molko heißt.
Das dürfte relativ genau 6 Jahre her sein, weil ich einige Zeit später eine Cd mit unter Anderem zwei Placebo-Liedern und Blurry von Puddle of Mudd bekam, das 2002 veröffentlicht wurde.
Die CD war sehr kunstvoll, weil die Freundin, die sie mir schenkte, gerade ein Programm bekommen hatte, mit dem man auf Klebefolie CD-Etiketten drucken konnte und deshalb kriegte ich etwas Brennendes auf schwarzem Hintergrund.

Zurück zu Brian Molko. Ich weiß über sein Privatleben enttäuschend wenig, Youtube zeigte mir vor einigen Monaten ein Interview, in dem er sich als "Bisexual Breeder" bezeichnete, Wikipedia heute, der Sohn würde Cody heißen und Google daraufhin, dass er niedliche Löckchen trägt. 
Ende mit Bild.

Es ist jetzt 21.11, 9.12., dieser verschachtelte Eintrag wird heute Nacht veröffentlicht, wieso ich ihn unbedingt schreiben wollte, weiß ich auch nicht.

06.12.2007 um 18:43 Uhr

Wenn a Trottel wienerisch singt, dann bleibt's a scheiß Partie

Ich würde mich beinahe für den Titel entschuldigen, aber er stammt sowieso nicht von mir, sondern von ... soweit ich mich erinnere ... Fritz Ostermayer. Und Wienerisch klingt nicht immer so, wie alle denken (oder imitieren) und Wienerisch ist nicht Österreichisch! Abgesehen davon finde ich das Wort "östtereichisch" nicht besonders elegant. Wenn Deutschland "Deutsch" hat, wieso kriegen wir nicht "Öster"? Vermutlich habe ich etwas missverstanden und eine Sprache braucht "sch" als Endung.

Ich bin fast komplett sicher, heute den Pfister durch Wien laufen gesehen zu haben und das reicht mir völlig als Grund, die Neigungsgruppe Sex, Gewalt und gute Laune zu verlinken.



(ich werde mir jeden weiteren Kommentar dazu ersparen...ich habe versucht, noch etwas
dazu zu schreiben, aber mir will nichts einfallen, also bitte ich formlos darum,
sich vl auch noch "G'fickt für immer" [relativ unfrei nach den Baby
Shambles] anzuhören. Danke.)

06.12.2007 um 00:43 Uhr

Das toteste Stück Metall ist vermutlich ein Sargnagel.

Der Satz stammt aus einem meiner Adventskalender. Aus dem zum Hören. Wer gerne Hörbücher mag, oder Podcasts, der soll sich die Gefühlskonserve suchen und ein Jahr zurückgehen. Täglich gibt es ein paar Minuten von "A Christmas Carol".
Vor ein paar Tagen hab ich innerhalb von Minuten erst einen Bio-Tee-Adventskalender bekommen und dann einen mit Bio-Schokolade. In dem Maß beginnt es fast schon wieder, mich zu nerven. Aber beides ist lecker und ich liebe den Advent.

Dass ich zum Weinen unter allen Umständen einen emotionalen Serienmoment brauche, heißt eigentlich, dass gerade irgendetwas richtig gut läuft, oder nicht? Aber während einem einzigen dämlichen Film 7 Mal immer neu damit anzufangen, ist absurd. Ich leide nicht einmal wirklich. Es geht mir nicht erbärmlich, ich fühle mich nicht schwach. Es ist ja auch nichts passiert.
Ich begrabe dich. Ich sehe dich nicht in jedem Charakter. Lese deinen Pathos nicht in deutschen Untertiteln. Ich trage Corpse Bride nicht zwischen Wien und Linz hin und her. Ich stalke deine Studivz-Page nicht! Ich kann dich nicht spüren, immer abends!
Ich werde morgen vielleicht Pan's Labyrinth sehen. Wir werden das Spiel nicht gemeinsam spielen. 

Gute Nacht

03.12.2007 um 19:36 Uhr

einfach lächeln und nicken

Stimmung: nicht gut
Musik: Javelin/Löwy - Pulsing Adrenalin

Ich wusste nicht, was für eine exakte Strategie hinter einem Arztbesuch stecken kann. Der Behandlungsraum öffnet um 7.30, das Wartezimmer um 6.00. Ab dieser Zeit sitzen dort angeblich kränkliche Menschen. Jedenfalls montags, an Mittwochen und Donnerstagen ist das wohl weniger schlimm, weil man auch nachmittags kommen kann - der Doktor sei dann allerdings schon etwas weniger fröhlich. Man kann auch erst um 8.30 oder 9.00 kommen, wenn die erste Angriffswelle vorüber ist, unter Umständen hat man dann allerdings Pech und sitzt bis 12.00. So hab ich mir das zusammengereimt, aus den Gesprächen, die ich mitgehört habe, weil das Thema ausnahmslos jedesmal wieder durchgekaut wird, wenn ein neuer Wartender zur Runde stößt, der einen zweiten kennt.
Die ältere Dame, die ich nicht kenne, ist zu Fuß gekommen, der ältere Mann, den ich kennen sollte, kann das nicht mehr. Das Knie.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass 7.15 ungünstig aber erträglich ist und die Technik zu dieser Zeit nicht funktioniert.

Meine Oma versucht, auszumisten. Lobenswert. Bevor sie die Bücher heute wegbringt, soll ich sie noch durchsehen. Mit größter Zurückhaltung (was sie da so hat, sind ziemlich genau die Bücher, an denen ich schon in Antiquariaten nicht vorbeigehen kann) finde ich dabei "Der gute Ton" aus dem Jahr 1951 gleich am Anfang und bis ich gehe wird sie nicht müde, mir zu sagen, dass das aber nicht mehr aktuell ist, dass es da schon was Neueres geben muss. Ich finde auch noch ein paar andere schöne Sachen, allerdings muss ich die erst noch genauer durchsehen, wenn ich wieder zu Hause bin.

Auf dem Dachboden, wo sie mir die Bibel meiner...nachdenken....Urgroßmutter geben will, finden wir Feldpost. Aus dem ersten Weltkrieg. Und wieder habe ich den Vorsatz, dir Kurrentschrift jetzt endlich so gut zu lernen, dass ich sie auch handschriftlich lesen kann.

So then. Ich werd jetzt weiterlernen, denn wie ich prophezeit habe, bin ich im Zeitplan beängstigend weit hinten.
Gute Nacht.