Ich starte zum 4 Mal damit, die Links in diesen Bericht einzufügen. Noch einmal solls jetzt um das
Festival Mediaval gehen (
und hier ein Bericht, der meine Erfahrung ganz gut wiedergibt).
(Fred und ich waren heute (nein letzten Freitag, als ich das geschrieben habe) einkaufen, sie wollte Gläser. Garnicht leicht mit Mädchen. Über uns beiden schwebt der selbe schwarze Strudel (sie hat mir das mit Wächter der Nacht erklärt, ich habs mir nicht gemerkt.))
Ich möchte wieder zurück zum Festival. Wieder weg, mit dem Flugzeug, dem Auto. Mit dem Träumer in DER Hütte in Schweden sitzen, mit Gras am Dach. Mit Fred in Paris oder mit dem Kleinen in irgendeiner anderen Stadt sein. Oder noch besser alleine, denn das mit den Menschen...so richtig liegt mir das nicht. (Aber ich weiß jetzt, was der Rockstar letzte Woche meinte, als er von "Ausbrechen" redete. Ich hab es jetzt erlebt.)
Was mir liegt, ist Musik und darin kann ich auch auch versinken.Â
Und ja, ich kann verstehen, wenn jemand mit Mittelaltermusik nichts anfangen kann ^^ ich kanns ja auch nicht rational erklären, wieso es bei mir Leidenschaft weckt.
Ich hatte
Faun als mein Highlight beim Festival Mediaval erwartet.
Sie wurden es nicht und das liegt nicht an ihnen, sondern am Samstag nach Mitternacht. Erst hab ich
Subway to Sally wieder einmal gesehen, die großartig Krach machen, eine starke, harte Show hinlegen. Sie sind Feuer und Leidenschaft durch und durch, die einen verbrennen können.
Wir sind dann eher zufällig noch zu einem anderen Konzert gegangen und dort habe ich mein Highlight erlebt. Noch immer glühend vom letzten Konzert kommen wir zur Burgbühne, wo 3 Frauen stehen, alle in leuchtend bunten Tüchern.
Dikanda, die ich schon mal verlinkt habe. Ich komme vom Brennen und erlebe ein Leuchten. 3 Seelen, die es schaffen, Wärme über das eiskalte Gelände zu legen. Innerhalb kürzester Zeit bringen sie jeden einzelnen zum Tanzen. Bei einem Lied habe ich vor der Bühne gestanden, vor mir Ania (von der ich leider kein Autogramm habe, denn "she's with a baby"), die alleine singt, umrahmt von den 3 Männern der Band, die zum entschweben dezent im Hintergrund stehen und ich hatte Tränen in den Augen!
Dikanda stachen aus dem allgemeinen musikalischen Programm doch irgendwie heraus, aber auf sehr, sehr angenehme Weise. Und als letzte Band auf der Bühne, sogar nach dem Hauptact, haben sie beinahe eine Stunde überzogen.
Musik, die Sehnsucht weckt.Â
Aber...auch wenn das in seiner Wirkung
Faun übertroffen hat, von ihnen wurde ich auch nicht enttäuscht und frage mich jetzt noch mehr, warum ich die Faune nicht früher schon gesehen habe, so lange, wie "Licht" nun schon zu meinen Lieblingsalben zählt.Â
Ich konnte erleben, wie Oliver s. Tyr für mich von einem bewundernswerten, mystischen, völlig vergeistigten Fabelwesen zu einem nicht weniger bewundernstwerten, bis in die Fingerspitzen ästhetischen, sympathischen...Mann wird, der mit dem Publikum auf eine ganz unkomplizierte, humorvolle Weise spricht.Â
Akustiktour im Frühjahr? Vergesst Österreich dabei bloß nicht!Â
(auf dem zweiten Video ist
Kelvin Kalvus, den ich live leider nicht gesehen habe.)
Gothien will ich unbedingt erwähnen. Tschechen, die ich dem Namen nach kannte und vom Namen her kaum ernst genommen habe (aber ich habe dazu gelernt). 4 knuffige Leute, vermutlich leider nicht Headliner-tauglich ^^ Aber sehr toll. Miri it is while summer ilast...aber da hat sicher schon keiner mehr gefroren! ^^
Und dann waren da auch noch die
Feuerschwänze...Eine Band mit derben Texten, die bei mir wohl nur durchgehen weil ich es nicht zu ernst nehme und nicht das Gefühl habe, dass sie sich selber zu ernst nehmen (mein Kind würd ich trotzdem nicht mit in die erste Reihe nehmen, aber mich gehts ja nichts an) ^^ Ich hatte das Glück, auf der Seite der niedlicheren Mieze zu stehen, aber das ist so oder so Geschmackssache. Sie haben erfreulich viel Stimmung hinbekommen und eine spontane Sauflied-Akustik-Zugabe hingelegt, weil sie anders nicht mehr durften.Â
Und zu guter letzt...jetzt hab ich auch
Saltatio Mortis wieder mal erleben dürfen. Damals im
Posthof, vor ein paar Leuten, mit Merchandise-Stand im Saal, um ihn optisch zu füllen, diesmal als Headliner.Â
Das mit dem Krach kriegen sie auch hin, bei diesem Auftritt hat ihre musikalische Veränderung wirklich nach positiver Entwicklung ausgesehen, aber ihre Stärke liegt, wenn mich jemand fragen würde, in den weniger rockigen Liedern. Und deshalb hab ich mich auch sehrsehr gefreut, als als Zugabe doch noch "Desous le pont de Nantes" kam...und ich konnte den Text noch fast völlig.
So...und jetzt zurück in die Welt der vollständig erhaltenen Wohnhäuser und Glasfenster.Â