Der Bär kam vor Tag und Tau aus dem Bau
Gestern, kurz nach dem Eintrag, etwa um halb zwei? sitzt plötzlich eine Spinne an der Wand rechts von mir. Ich bekomme ausnahmsweise keinen Schreikrampf, wecke die Eltern aber trotzdem auf. Staubsauger. Ja, sie vernichten Ungeziefer, aber ich habe Angst. 15 Minuten später taucht, an der Wand hinter mir, das Ungeziefer auf, das die Spinne wohl vernichtet hätte, hätte ihre Zeit ausgereicht. Wo der Staubsauger schon da ist... Aber in diesem Zimmer kann ich nicht schlafen. Ich wandere also in mein altes Zimmer. Nicht bequem, aber besser. Obwohl ich seltsamerweise Angst hatte...ungewisse Angst, aber angenehm war es nicht. Ich bin so halb eingeschlafen, es war vermutlich ein Traum, aber ca. um 2.45 falle ich fast aus dem Bett, weil ich mir sicher bin, an der Wand neben mir ist ein Tier gekrochen.
Also sitze ich eine halbe Stunde im Bad und überlege, was ich machen soll...Ich komme mit den Tieren echt nicht klar und da zurückgehen wäre unmöglich gewesen. Und so bitte ich, 19 Jahre alt, nach drei Uhr, meinen Vater, mit mir das Bett zu tauschen.
Und nun sitz ich wieder hier am Ausgangspunkt und hoffe sehr, dass die anderen Spinnen das Los ihrer Kameradin beobachtet haben und ihre Lehre daraus ziehen.
Ich hab es nun endlich geschafft, einen Disclaimer einzufügen. Unnötig vl, und auch nicht sehr professionell, aber ich fühl mich irgendwie besser ^^
Hm...irgendetwas, oder besser: Alles am neuen Wir sind Helden-Album berührt mich. Könnte es sein, dass ich mich wiederhole? Och...man kann es ja wohl nicht oft genug sagen.
Es gibt da dieses Lied "Stiller". Es beginnt mit einer Art Gedicht.
"Täglich rede ich mir mein Leben
aus U-Bahn-Fahrplaneinzelpunkten
Aus Oben ohne Ohneboden
Ohne Schweigen
Rastlos, nie ratlos
Niemals sprachlos
Fehle ich den Worten"
Jede Sekunde, in der Judith es nicht spricht, höre ich es von Oswald Hende gesprochen. Oswald Henke von Goethes Erben, deren Album ich mir kaufte, weil Oswald so wunderbar schreibt, für das ich aber erst ein Jahr später halb bereit wurde, aber jetzt, 5 Jahre später eigentlich auch noch nicht bereit bin. Ich habe alle Texte durchgesehen, ohne das zu finden, was mich so sehr an Judiths Teyt erinnert. Was da im Booklet steht ist immer hochwertig und toll, aber anders als damals überwiegt die Angst davor jetzt die Anziehung. Und ich bin wirklich froh darüber, dass meine Position sich in diiese Richtung bewegt hat. Allerdings war das auch die Zeit, in der ich geschrieben habe.
Fehle ich den Worten? Fehle ich der Lyrikecke? Wie viele Monate ist es her, dass ich dort etwas veröffentlicht habe? Ich habe Gedichte geschrieben, die ich heute allesamt dümmlich finde, aber es gibt sie. Ich konnte es, einfach so, ohne Anstrengung. Manchmal gereimt, manchmal nicht. Ein paar Haikus.
Vielleicht ist das hier der Ersatz? Gibt mir die Gelegenheit zu schreiben und nimmt mir dabei dir Lyrik? ^^ Was weiß ich.
Nein, ich fehle der Lyrikecke nicht, es gibt viel talentiertere Leute dort, ich sollte wieder öfter dort lesen.
Langsam halte ich den Heuschnupfen nicht mehr aus.
Es will einfach nicht aufhören zu jucken.
Vielleicht versuche ich am besten, es wegzuschlafen ^^
Gute Nacht zusammen!
