Elfen als Prinzip
Stimmung: gut, aber ich fühle mich unwohl
Musik: Placebo
Zweiter Versuch (beim ersten stürzte Opera ab und seitenweise Geschreibe war einfach weg)
Ich muss auf die letzten Tage zurückblicken, angefangen bei Mittwoch abend. Ich werds in zwei Teile teilen. Donnerstag und Freitag und Samstag. Mittwoch lasse ich aus. Es war Chaos und schrecklich.
Am Donnerstag wachte ich auf und wußte nicht, ob ich nun nach Graz fahren sollte. Ich habs getan, weil ich den Tag nicht unbedingt in Wien verbringen wollte. Also war ich ein paar Stunden später in Graz und wanderte herum. Trank Tee und las, wanderte weiter, fand ein paar saubere Bänkchen unter ein paar Bäumen vor einer VS/HS und las dort weiter und war zufrieden.
Schwämmchen war zu der Zeit noch beschäftigt, ich war aber auch bereit, ihn garnicht zu treffen. Es kam allerdings dazu. Ich muss dazu sagen, dass wir uns so gut wie nie sehen und der Kontakt vor allem schriftlich besteht. Das klappt sehr gut und wir haben, was Treffen betrifft, Angst, dass es nicht funktionieren oder sogar etwas zerstören könnte.
Aber natürlich wars gut...richtig wunderbar sogar. Ich hab ihm die Nägel einer Hand violett lackiert, wir sahen einen sinnlosen, grenzwertigen britischen Film namens Guest House Paradiso, wir haben geredet und gelacht, er hat mir die Uni gezeigt und, wie versprochen, eine wunderschöne, gotische Kirche. Allerdings hatte ich nicht wirklich darauf geachtet, wann der letzte Zug fährt und verpasste ihn natürlich. Ich schlief also in seinem Bett. Am Fußende. Quer ^^ Ab 3 Uhr mit Decke. Weil ihm ohnehin heiß war. KA, ob ich ihm glaube.
Es war schön. Und ich bin auf Planktons Seite!
Freitags bin ich heimgefahren. War wirklich glücklich. Und wach, obwohl ich in der Nacht nicht mehr als 1,5 Stunden schlafen konnte. Daheim...Supergau. Erst antwortete T. auf mein "Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie lange ich das noch aushalte" mit "Entschuldige, ich werde einige Zeit weg sein - pack das nicht mehr - seelischen Wrack - herz in tausend stücke" Blablabla PUNKT - 16 Taschentücher und verschmierte Schminke. Arsch. Ich übersteh das. Halts schon aus. Lasst mich doch in Ruhe.
Nur kam in dem Moment Samti heim und fand mich so. Mit ihrem Brüderchen. Ich also raus, wußte selbst noch nicht, wohin eigentlich. Als ich sie wieder sehe, sagt sie mir (und fängt dabei fast zu weinen an), dass ich ihr größtes Problem bin, weil sie sich sorgen macht und die andren auch und offensichtlich habe ich Probleme, etc... davon...ich wäre gern einfühlsam, aber ich fühle mich gestört davon und will das nicht. Ich sollte alleine wohnen. Sollte ich wirklich.
Kurz später musste ich dann los, mich mit dieser Ramona treffen, die auch Psycho studiert. Sie ist wirklich nett. Intelligent. Aufgewachsen in Hongkong. Überschneidung im Musikgeschmack. Nicht gerade seelenverwandt ^^ Wir waren in einem großartigen Café. "Phil" heißt es und absolut jedes Möbelstück und alles da drin ist zu verkaufen. Dazu sind die Wände vollgestellt mit guten Büchern, die man kaufen kann. Und Turntables und Kopfhörer. Begeisterung.
Wieder zu Hause war das mit Samti..nun ja... es tut mir ja leid, aber meine seelische Verfassung geht sie nichts an. Wann ist aus mir Steini geworden? Und aus Samti ich?
Genug davon. Gerade erfuhr ich von ihr, dass Kaizers Orchestra am 25.11. im WUK sein werden. Und das liegt mehr als nur in Hörweite unserer Wohnung. Freude.
Wer diesen Entry bis zum Ende gelesen hat, kriegt von mir einen Cookie und einen Fair Trade-Kakao.
