Nicht schön, aber selten

22.04.2007 um 02:49 Uhr

Happiness is just a gash away!

Ich haben einen der besten Blogeinträge meines Lebens gerade gelöscht, weil ich ein Video einfügen wollte. Gmail speichert alle 5 Minuten meine Mails. Gmail kennt mich anscheinend. Ich werde das nicht mehr annähernd so hinbekommen und das ärgert mich. Das ärgert mich zu Tränen.
Wirklich jemanden interessieren kann, wenn überhaupt, vermutlich sowieso nur der untere Teil.

Ich war gerade einkaufen. Ich probiere etwas neues, meine Umhängetasche ist um einiges kürzer gestellt, sie knallt mir nicht mehr bei jedem Schritt in die Knie. Das neue Gefühl ist erstaunlich angenehm. Nein, ich versuche nicht vergeblich, lustig zu sein, ich meine das ernst.

Schmerzen sind nötig. Sie zeigen uns, was Sache ist.
Sie grenzen die Realität ein und definieren sie. Das ist diese Sache, dass es nicht Gutes ohne Schlechtes gibt. 
Das finden wir nicht heraus, das sagt man uns sehr bald. Aber manchmal reicht es auch. Manchmal hatte man genug Schmerzen, um auch noch vorsichtig
genug zu sein, wenn sie einmal ein wenig aussetzen.

"Wenn ich jemanden sympathisch finde und attraktiv, dann verliebe ich mich", sagt er. Sei. Einfach. Still. Zum Teufel, halt doch einfach den Mund!
Habe ich die letzten Tage nicht genug gesagt? Hab ich nicht zu viel gesagt, wie ich schon fürchtete? Offensichtlich nicht. Gottseidank, das könnte alles zerstören. Lieber weiter so, den Degen im Herz. Und nicht bewegen, dann reibt er nicht. 
Ich weiß nicht mehr, ob ich nun froh bin, dass er mir vertraut. Es ist gut, dass er mit mir spricht. Aber wie lange kann ichs aushalten, künstlich objektiv und ruhig zu sein, während mein Körper in der Mitte zerreißt. Entschuldigt diese Theatralik.

Wie gesagt, ich hatte Jahre, das aufzubauen. Und das ohne Druck, ohne Stress, ohne es zu wissen. Und es verschwindet nicht. Nicht in einem Jahr. Vermutlich auch nicht in zwei.
Ich habe mit Samti geredet und ich war zu gut gelaunt, um ihr zu sagen, dass das, was sie meinte, nicht stimmt. Weil es so weit nicht kommen wird und das wusste ich schon vorher. Und Herr E. hatte Recht. Da klappt so nicht, denn es tut immer weh, man sollte bei den Gefühlen nicht weitermachen, als wäre nichts, 
aber ich will es so.
Und T. hatte Recht. Wenn man Gefühle unterdrückt , werden sie stärker.
Das ist toll, oder? Zwei Männer, zwei völlig verschiedene Gefühle, beide völlig unerreichbar, beide münden in Schmerzen.

Ich bin froh, jetzt alleine in der Wohnung zu sein.

Mit der Entstehung der Daumen, damit, dass wir Werkzeuge und Waffen bauten, haben wir uns den Sinn genommen.
Nahrungskette sollte eigentlich Nahrungskreislauf heißen. So viel in der Natur verläuft im Kreis, weil nur das Sinn macht und von Nutzen ist. An der Spitze ist man nicht von Nutzen, man nimmt nur.
Das mag in Großkonzernen anders sein, weil sie künstlich geschaffen wurden, aber in der Natur hat sich alles über lange Zeit eingeschliffen, es braucht nicht den Mensch, das zu regulieren und sich Untertan zu machen. Nun sind wir beschäftigt, das zu re-regulieren, was wir zerstören.

Manchmal wünsche ich mir, alles zu lesen, was geschrieben wurde. Ich will mehr wissen und mehr sehen. 
Aber das liegt nicht in meiner Natur, das macht mich nicht glücklich und kaum fröhlich. Es muss "schön" sein, einfach nur das zu tun, was nötig ist. Wir müssen uns um das Allernötigste nur noch ganz entfernt kümmern, und deshalb verschwenden wir Energie an anderes.
Wir kämpfen im Allgemeinen nicht ums Überleben, nicht wirklich.
Ich möchte ums Überleben kämpfen. Es ist schwer, aber man kennt seinen Platz. Man ist beschäftigt, das zu tun, was sein muss und es kann einen ausfüllen.

"wer kann so grausam sein, eine maschine zu bauen, die über sich selbst nachdenken kann

Mir würde noch viel einfallen. Aber es reicht jetzt. Nuff said.


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