Ich arbeite ja in einem CallCenter.
Unsere Kunden sind immer „Herr Diplom- Ingenieur“ oder „Herr Doktor Sowieso“ – alles eben sehr förmlich, wie es sich im Geschäftsleben gehört.
Außer bei einem Kunden. Die waren von Anfang an „Du“ und es war nur eine Frage der Zeit bis wir uns mal treffen. Gestern war es dann soweit.
Wir waren in Wien im Rochus, einer Bar mit sehr guten und sehr starken Cocktails. Ich habe gestern nicht wirklich viel gegessen, deswegen ist es mir dann ziemlich schnell sehr gut gegangen. Aber ich war ja nicht die einzige, die dann etwas daneben war.
Hier sind wir alle auf einem Foto.
ganz hinten: Clint und Peter
rechts: ich und Rainer
links: Pezi, Christian und Thomas
im Vordergrund: Grisis Haarschopf
Ein paar Nahaufnahmen gibt es auch noch:
Clint und Peter, Thomas, mein Schatz und Rainer, Thomas, Christian und Pezi.
Christians Lachen beschreibt ziemlich gut die Grundstimmung des Abends.
Obwohl dort die meisten von uns Schinkenfleckerl gegessen hatten, hat sich mit steigendem Alkoholpegel auch der Hunger gemeldet. Also haben wir bezahlt und sind weitergezogen…
Peter hat sich dann leider von uns verabschiedet und ist nach Hause gegangen.
Danach waren wir- wie es sich für Wiener gehört- beim Würstelstand und haben „Eitrige mit Schiss“ (Käsekrainer mit süßem Senf) gegessen. Das ist bei uns so. Nach einer Party- ja, sogar nach der Oper- geht man zum Würstelstand.
Für alle Deutschen, die mal vorhaben in Wien auf einen Ball oder in die Oper zu gehen. Ich weiß, ihr mögt uns Österreicher, auch wenn ihr es nicht zugebt. Tief in eurem inneren wärt ihr gerne wie wir. Also: wenn ihr zumindest wie Österreicher wirken wollt, geht nachher zum Würstelstand, das ist Tradition.
Thomas und Clint sind dann noch weiter gezogen und der Rest von uns wollte nach Hause. Es war ca. 1:30. Husch husch, die Kleinen müssen ins Bettchen!
Also ab zum Bahnhof Wien Mitte. Man sollte ja meinen, dass es in einer Weltstadt wie Wien irgendeine Möglichkeit gibt, da raus zu kommen. NEIN! Kein Zug um diese Uhrzeit.
Da waren wir dann also, und haben auf den Zug gewartet der nie gekommen ist.
Also mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen. Nur was? Wie kommen wir nach Hause?
Nachdem Massenknutschen (hier und hier) unsere Gehirnzellen auch nicht wirklich angeregt hat, haben wir beschlossen den einfachsten Weg zu wählen. Grisi und Rainer wollten mit dem Taxi nach Hause fahren und ich habe kurzerhand meinen Papa aus dem Bett geklingelt: „Holst uns???“ Mein Papa ist ein Schatz!
Auf dem Weg zum Treffpunkt (der Taxistand vorm Hilton) haben wir die Fotokabine entdeckt und das war echt das Highlight des Abends.
Wie viele Leute passen in eine Fotokabine? Hier ein Foto vom reinschlichten.
Und hier bei der Erkenntnis, dass das nicht so funktioniert wie wir uns das vorgestellt haben: 1 und 2.
Danach sind Grisi und Rainer gefahren und wir haben noch auf Papa gewartet. Um ca. 3:30 waren wir dann zu Hause. Ich glaube, ich bin innerhalb von zwei Sekunden eingeschlafen.
Leute, wir müssen das bald mal wiederholen!
Edit: Donnerstag @ 15:27:
Es wären doch noch Busse gefahren!