Wahlkampf im Web

27.03.2008 um 19:06 Uhr

Politik oder nicht?

von: marchy   Kategorie: Kampagnen

Das Obama Girl und "crush on obama" kennen wir ja jetzt alle schon etwas länger; doch hinter dieser Frau läuft noch viel mehr an Wahlkampfgetöse ab, als man vorerst vermuten möchte.

Barely Political wurde auf den Erfolg von Crush on Obama gegründet: "BarelyPolitical.com puts up weekly videos. Our debut video, Crush on Obama, was recently named one of 2007's 10 best videos by Newsweek, People Magazine, the AP and YouTube. "

Auf Barely Political gibt es regelmäßig eigene Clips zum Anschaun (Barely Political Show). Zeitweise lustig, zeitweise peinlich. Das Spiel ist auch ein ganz witziger Zeitvertreib.

Btw: Es gibt auch ein Giuliani Girl.

 

 

11.03.2008 um 11:24 Uhr

Blogs im US-Wahlkampf: Daily Kos

Die SZ hat im Dezember 2007 bereits einen sehr umfangreichen und sehr interessanten Artikel über "Blogs im US-Wahlkampf" veröffentlicht. Der Artikel trägt den netten Titel: "Die mächtigen Nachbarn aus dem Internet".

Der Artikel bringt Beispiele aus der Vergangenheit, wo politische Blogs großen Einfluss auf das politische Leben der USA hatten (z.B. Trent Lotts Rücktritt ) bzw. bringt er Beispiele zu der Beziehung zwischen Blogger und Politiker (z.B. hält laut Bericht John McCain wöchentlich eine Telefonkonferenz mit politischen Bloggern).

Zitiert werden sowohl Blogger von Daily Kos, Wahlkampfberater und das Forschungsinstitut ("Think Tank")PEW. Das zentrale Thema: Welche Rolle spielen Blogs im politischen Geschehen?

PEW, Aaron Smith: "Was für viele Menschen früher der Nachbar oder Arbeitskollege war, der sich mit Politik auskannte, sind heute die Blogs: Autoritäten, die bei der Entscheidungsfindung helfen. "

Wahlkampfberater, Dan Bartlett : "Es funktioniert wie eine direkte Injektion in die Adern deiner Unterstützer. Sie kotzen genau das heraus und setzen es auf ihre Blogs, was du ihnen gesagt hast."

Daily Kos, Houle : "Blogs müssen natürlich genauso skeptisch betrachtet werden wie die traditionellen Medien".

Das Zitat von Houle halte ich für ein gutes Schlusswort.

09.03.2008 um 12:42 Uhr

Politweets

von: marchy

Ob man Twitter persönlich mag oder nicht, sei jetzt einmal beseite gelassen. Die Präsidentschaftkandidaten nutzen es auf jeden Fall sehr fleißig.

 "Politweets , when Twitter get's political", lautet der Slogan auf politweets. Tweets werden hier entweder den Demokraten oder den Republikanern zugeordnet bzw. werden unter den Accounts von Hillary, Obama, usw. Tweets veröffentlicht. Das liest sich dann so:

"Let's Keep Winning Together" (Hillary2008)

"Donate to Hillary & Your Donation Will Be Matched (Today Only!!)" (Hillary 2008)

Das Ganze ist halt mehr oder weniger aufregend.  

 

 

 

02.03.2008 um 18:47 Uhr

Wie informiert sich der Amerikaner?

von: marchy   Kategorie: Hintergrund

Ende Februar ist eine neue Umfrage der Marktforschungsfirma Zogby International herausgekommen. Sie hat untersucht, wie wichtig das Internet als Nachrichtenmedium wahrgenommen/verwendet wird:

"Two thirds of Americans - 67% - believe traditional journalism is out of touch with what Americans want from their news, a new We Media/Zogby Interactive poll shows."

Eine Zusammenfassung auf Deutsch kann man auf netzwertig.com lesen!

01.03.2008 um 18:37 Uhr

Welche Bedeutung haben politische Blogs?

In der NNZ wurde ein sehr interessanter Artikel (Blogs als Seismografen) veröffentlicht in dem es um die Bedeutung von politischen Blogs in den USA geht. Die Autorin des Artikels Sabine Pamperrien zitiert sehr viele Studien aus den USA, die die Entwicklung, Nutzung, Einfluss von Blogs untersuchen. eDemokratie.ch hat die Aussagen summiert:

  • "Die grossen US-Blogs sind gleich akzeptiert wie die klassischen Medien.
  • Unter den 100 führenden Blogs der USA gibt es 22 politische Blogs.
  • Geht es um die Identifizierung künftiger Themen, haben Blogs den klassischen Medien den Rang abgelaufen.
  • Abgeordnete des US-Kongress lassen sich bei der Gestaltung der politischen Agenda von Blogs inspirieren.
  • Politische Blogs sind in den USA weniger auf die Vermittlungsleistung der klassischen Medien angewiesen."

In Österreich gibt es unter unseren Politikern nur recht wenige Blogger (Hr. Buchinger zB.). Bringen die USA vielleicht einen neuen Trend nach Österreich?